Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 3 (1930)
- Issue
- Heft 115 (27.2.1930)
- Date
- 1930-02-27
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 115 DIE STIMME Seite 7 Der jüdische Hochschüler Der jüdische Student Der Student bildet, ebenso wie bei allen anderen Kulturvölkern, auch bei den Juden eine besondere soziologische Kategorie, eine Schicht von Menschen, die sich durch ihre Ökonomischen, sozialen und kulturellen Merkmale und Bedürfnisse deutlich von den übrigen Volksgruppen abhebt. In richtiger Erkenntnis dieses Tatbestandes wird auch immer wieder Uber diese Bedingungen, besonders in wirtschaftlicher Hinsicht, gesprochen und geschrieben. Ich möchte nun mit diesem Aufsatz nicht zum hundertundersten Male auf die eigenartigen Bedingungen der studentischen Existenz hinweisen. Diese Frage ist gewiß wichtig und erfordert viel Verständnis und eingehende Behandlung. Ich will viel eher in diesen Zeilen das Qnundproblem des Studenten von heute anschneiden, das Problem, das über den Alltag hinausgeht und geschichtliche Bedeutung hat. Es gilt die Wandlung zu untersuchen, die der Student in seiner Rolle als geschichtsbildender Faktor erfahren hat. Täuschen wir uns nicht: Der jüdische Student hat in den letzten Jahren (diese Erscheinung ist übrigens nicht auf die Juden beschränkt) den mächtigen Einfluß, den er seit ungefähr 30 Jahren im öffentlichen jüdischen Leben hatte, völlig verloren. Der jüdische Student von heute als Träger aktiven Volkswillens spielt nicht den Schatten jener Rolle, wie zu Herzls Zelten etwa. Damals bildeten die Studenten das Kraftzentrum de3 Volkes, 11.lt flammender Begeisterung trugen sie das Wort Herzls wie eine Fackel in die breitesten Schichten des Volkes. Und das Volk verstand sofort, was Herzl, was der Zionismus wollte. Es folgte willig den Studenten, denn sie vereinten in sich die traditionelle tiefe jüdische Bildung und Gesittung mit dem unbeugsamen Willen und der Opferbereitschaft des jungen Menschen. Obwohl gering an Zahl, verstanden sie es doch, dem Volke immer wieder netie Impulse zu geben, neue Hoffnungen und Ideen. Ekrasitartig sprengten diese Menschen die Fesseln der äußeren und inneren Unfreiheit der jüdischen Situation. Ihr Wirken entsprang nicht gottbegnadeten Fähigkeiten, sondern einem tiefen Streben, das sich nicht Parteidogmen, nicht lebensfeindlichen ideologischen Phantasmen verschrieb. Diese jungen Menschen nahmen es ernst mit ihrem Beruf, den sie als Berufung, als Aufgabe empfanden. Sie waren wirklich «studentes», Strebende, Eifernde, die alte Geisteswerte aufzunehmen und neue Wege zu finden sich bemühten. Der Weltkrieg, der auf das jüdische Leben einschneidende Wirkungen ausübte, hat auch die soziologische Stellung des Studenten entscheidend verändert. Die jüdischen Studenten vergaßen die Tradition Ihrer Vorgänger vor 10 und 20 Jahren und paßten sich dem Habitus des nichtjüdischen Studenten an. Was war die Folge? Die Massen begannen zu spüren, daß der Student von heute nicht legitimiert ist, die Führung ihrer Geschicke zu übernehmen. Der Student von heute «lernt» nicht, sondern studiert, sein Studium ist ihm in den meisten Fällen nichts als eine Vorbereitung für eine materiell gesicherte Existenz. Es rächt sich eben, daß man denselben Weg gehen wollte, wie der nichtjüdische Student. Ein Volk mit gesicherten politischen und ökonomischen Grundlagen kann es sich vielleicht leisten, Studenten aufzuziehen, die die enfantes terribles spielen, die bei jeder Gelegenheit sich als die geistigen Führer der Nation aufspielen, ohne sich diese ehrenvolle Stellung durch andere Mittel als durch Trinkgelage und Fechtkünste und andere Ueberblelbsel des finsteren Mittelalters erworben zu haben. Der jüdische Student muß andere Wege gehen. Ist es nicht für die heutige Lage charakteristisch, daß ein großer Teil der Studenten, vor allem der Verbindungsstudenten, sich zum Revisionismus bekennt, zu einer Richtung im Zionismus, die europäische Methoden und Denkformen des Nationalismus anzunehmen beginnt? Vergleichen wir damit die Tatsache, daß vor 25 Jahren die Studenten die waren, die der rein politischen Konzeption des Zionismus Herzls die eines Kulturzlonismus entgegenstellten und mit ihr vereinten, dann leuchtet der Unterschied blitzartig auf. Da liegt der Kern der Sache. Er, der kraft seiner Bildungsmöglichkeiten dazu berufen ist, sich seine Welt selbst zu erobern, in emsiger leidenschaftlicher Arbeit, meidet heute diesen — das sei zugegeben — nicht sehr angenehmen Weg und bezieht seine Ideen und Willensrichtungen von Anderen, nicht immer von Juden, Aber das Volk läßt sich auf die Dauer nicht bluffen und mit sich listen. Es sucht Im Studenten die innere Substanz, die Kräfte ausstrahlen kann und findet leere Klischees, geistige Gebetm üblen, Worte leiernd, die Lippen bewegen, aber keine Herzen erschüttern. Noch ist es nicht zu spät, sich zu besinnen und umzukehren. Der Aufgaben harren genug. Vor allem muß das Verhältnis zur Jugend, die durchaus nicht das Vertrauen zu den Studenten hat, das wir herbeisehnen, einer gründlichen Revision unterzogen werden. Wir brauchen die Jugend, wie die Jugend uns braucht. Wir sind stark daran interessiert, mit der Jugend nahe Beziehungen zu unterhalten, weil uns jugendliche Temperamente vor einer gewissen Erstarrung und Unerheblichkeit bewahren werden. Der Jugend hingegen ist es sicherlich daran gelegen, mit den Studenten in irgend einer Form zu kooperieren und Gedanken und Erfahrungen auszutauschen. Außerdem bilden wir ja die geeignete Verbindung zwischen der Jugend und den Aelteren in der Bewegung. Daß die Studenten dazu berufen sind, die Erziehung, die öffentliche Meinung Im jüdischen Sinne zu beeinflußen, brauche ich wohl nicht näher zu begründen. Es sind noch genug Aufgaben da, die einer Lösung entgegensehen, ich müßte aber den Rahmen dieses Aufsatzes sprengen, wollte ich sie alle aufzähien. Was für die Studenten heute nottut, ist die Erkenntnis, daß sie nicht mit nichtjüdischen Mitteln jüdische Ziele anstreben dürfen und können. Der Weg vom Fanfarengeschmetter, von der inneren Inaktivität zur stillen aber reiche Früchte tragenden Arbeit an sich und an anderen ist schwer, aber er muß gegangen werden. Wilhelm Eibenstein. Der Weltverband der jüdischen Studentenschaft und die internationalen Studenten-Organisationen Von Alexander Teich. In einer der letzten Nummern der in Paris erscheinenden zionistisch-revisionistischen Wochenschrift «Der najer Vveg» erschien ein Artikel S. Meierowitsch’ unter obigem Titel, aus dem aber die Uninformiertheit des Verfassers zu ersehen ist. Abgesehen davon, daß manche Daten nicht stimmen, scheint der Verfasser mit dem Sachverhalt nicht gang' vertraut zu sein. Statt auf Einzelheiten einzugehen, will ich es versuchen, eine historische Uebersiclit über die Entwicklung der Internationalen Studentenorganisation und des «Wellverbandes jüdischer Studenten» und ihrer Beziehungen zu einander zu geben. Bereits im Jahre 1867 wurde nach Brüssel eine internationale Studentenkonferenz einberufen und im Mai desselben Jahres eine internationale Studentenorganisation geschaffen, ein Bund, wie es damals hieß, «der die intellektuellen Kräfte als ein lebendiges Symbol der Gleichheit, der Wissenschaft und der Gerechtigkeit zusammenfassen sollte». Es erschien auch ein Organ dieser Organisation: «Journal des etudiants». Im Jahre 1870 machte der deutsch-französische Krieg allen diesen Bestrebungen ein rasches Ende; die Organisation ging zugrunde und an Stelle der internationalen Versöhnungsarbeit begannen die nationalen Leidenschaften hervorzutreten. Erst im Jahre 1895 wird zumeist von angelsächsischen Studenten der christliche Studenten-Weltbund gegründet, der dann in seiner späteren Entwicklung durch die Gründung des Weltstudentenwerkes (International Student Service i. S. S.) für die jüdische Studentenschaft von Bedeutung werden sollte. Der christliche Studentenweltbund umfaßt heute über 50 Staaten auf der ganzen Erdkugel. In ihm sind über 3100 Universitäten und Colleges vertreten pjnd er hat eine Mitgliederzahl von zirka 300.000 Professoren Und Studenten. Seine Aufgaben sind: die Organisierung von KlUbst, Studentenheimen, Studentenspeisungen (Mensae) upd insbesondere die Förderung freundschaftlicher Beziehungen unter den Studenten der verschiedenen Länder und Nationen. Er fördert seine Tätigkeit durch Weltkönferenzen. Außer dieser Internationalen Organisation gibt es noch eine größere Anzahl von Studentenorganisationen, von denen die wichtigsten sind: die Confödöration Internationale des Etudlants, der Weltverband der Akademikerinnen (International Federation of Unjversity Women), Internationale Vereinigung für studentischen Völkerbundarbeit (Föderation Universltalrc Internationale pour la Soclötö des Nations) und Pax Roman* (Zusammenschluß der katholischen Studentenverbände). Als eine der vornehmsten Aufgaben ist die Einberufung von Kongressen, auf welchen die Studenten der verschiedenen Nationen, Rassen und Konfessionen einander nähergebracht werden. Auf diesen Kongressen werden sämtliche Errungenschaften auf dem Oebiete der Studentenfürsorge ausgetauscht, Mittel und Wege gesucht und gefunden, Neuem auch in der Heimat Eingang und Ausgestaltung zu verschaffen. So auf dem Gebiete der Studentenspeisungen (Mensa), der Studentendarlehenlskassen, worüber ein eigenes Kapitel geschrieben werden könnte, ferner Studentenselbsthilfe, Werkstudentenschaft, Errichtung eines internationalen Studentensanatoriums in Leysin (Schweiz), Austausch von Studenten (für die Zeit des Studiums oder für einige Semester). Der Oaststudent soll neben seinem Studium Sitten und Gebräuche des Gastvolkes gründlich kennen lernen, nach der abgelaufenen Zeit wieder in seine Heimat zurückkehren und nun eine Brücke bilden zwischen Volk und Volk. Die erste Gründung des Christlichen Studentenweltbundes (aus dem die heutige I. S. S. hervorging) im Jahre 1920 in Wien war das «European Student Relief Committee», das sich zur Aufgabe machte, in den vom Kriege wirtschaftlich hergenommenen Staaten Europas der verarmten Studentenschaft zu helfen. Eine weitere Aufgabe erblickte dieses Komitee darin, die Studenten verschiedener Nationen einander näher zu bringen, In den ersten Nachkriegsjahren ist die Tätigkeit dieser Organisation ungemein segensreich gewesen und es war ihr zu verdanken, daß in manchen Ländern das akademische Leben vor völligem Verfall bewahrt blieb. Die Tagungen fanden im Janre 1922 in Tumov (Tschechoslowakei), Im Jahre 1923 in Parad (Ungarn), im Jahre 1924 in Elmau (Bayern), Im Jahre 1925 in Gex (Frankreich, hier wurde der bisherige Name «European Student Relief» auf «International Student Service» I. S. S. abgeändert, statt, Im Jahre 1926 hatte sich auf der Konferenz in Kariovcl (Jugoslawien) das Weltstudentenwerk neu konstituiert und beschlossen, seine bisherige Arbeit selbständig fortzusetzen, wenn auch unter Aufsicht des christlichen Weltbundes. Als Ende des Jahres 1916 nach dem Zusammenbruch eine ungeheure Zahl jüdischer Studenten» abgeschnitten von ihrer Heimat, in Wien zusammentraf und die Not dieser Leute ungemein groß war, gründeten sie unter dem Protektorate ihres geistigen Führers, des sei. Oberrabbiners Prof. Dr. Chajes, eine Selbsthilfeorganisation, die sich dann zu.n «Gesamtverband jüdischer Hochschüler Oesterreichs» entwickelte und mit Hilfe des «American Joint Distribution Committee», der «Intercollegiate Menorah Association» und des früher erwähnten «Student Relief» konnte eine wohlfundiertc soziale Fürsorge gegründet werden. Solche Selbsthilfe- und Wirtschaftsorganisationen wurden auch itt den anderen vom Kriege betroffenen Ländern von den jüdischen Hochschülern gegründet, die sich selbständig organisieren mußten, weil der Antisemitismus die jüdischen Hochschüler zu den allgemeinen Studentenorganisationen und deren Wohlfahrtseinrichtungen nicht zuließ. Viele Führer der damaligen jüdischen Studentenschaft sahen ein, daß gemeinsames Auftreten der jüdischen Studenten aller Länder notwendig sei, und, angeregt durch die Konferenzen der internationalen Studentenorganisationen, kam aus Wien die Idee der Gründung eines Weltverbandes der jüdischen Studentenschaft und das in Wien gegründete vorbereitende Komitee des Weltverbandes der jüdischen Studentenschaft konnte bereits seine ersten Vertreter zur internationalen Konferenz nach Parad (Ungarn, 1923) entsenden. — Auf dem Kongreß ln Antwerpen (im Mai 1924) wurde der «Weltverband der jüdischen Studentenschaft» gegründet. Bei diesem Kongreß wurde zum erstenmal in der Geschichte eine Organisation der jüdischen Studentenschaft gegründet, die es ermöglichte, nicht nur die Verbindung unter den einzelnen Organisationen der verschiedenen Staaten der Welt herzustellen, sondern auch, geschlossen im Namen der gesamten jüdischen Studentenschaft auf internationalem Forum aufzutreten und die Rechte der jüdischen Studentenschaft zu vertreten. Es wurde beschlossen, rechtliche, wirtschaftliche und kulturelle Interessen zu wahren und zu fördern, bei Enthaltung von jeder parteipolitischen Tätigkeit Der Verband stellte sich damals große Aufgaben, wie die Gründung von Notfonds, die Regelung der Studentenwanderung, die Schaffung eines Auskunftsdienstes für Arbeits- und Berufsmöglichkeiten absolvierter Akademiker usw. Eine Hauptaufgabe war die Bekämpfung des legalen und illegalen numerus clausus. Es sollte weiters die Kulturtätigkeit der einzelnen Landesverbände gefördert und unterstützt werden. Feierlich beschloß man, für die baldige Eröffnung der hebräischen Universität in Jerusalem einzutreten. Die damals gewählte Exekutive wendete sich bald an prominente jüdische Persönlichkeiten um moralische Unterstützung der neu geschaffenen Organisation und so traten in das Präsidium ein: Prof. Einstein, Prof, Dr. Chajes, Prof. Sigmund Freud, Prof. Scharr, Stefen Wise, George Brandes. Im Sommer 1924 konnten bei der I. S. S.-Konferenz in Elmau Vertreter des Weltverbandes jüdischer Studenten.auf internationalem Forum im Namen der jüdischen Studentenschaft auftreten, die hinter sich bereits eine starke Organisation hatte. Bald ging man an die Organisierung einer großen Studentenexkursion nach Palästina und tatsächlich konnte am; 1. April 1925, am Tage der von der gesamten jüdischen In* telligenz so sehnsüchtig erwarteten Eröffnung der Universität in Jerusalem, eine große Zahl jüdischer Studenten aus allen Ländern, geführt von der Exekutive des Weltverbandes, diesem historischen Akte beiwohnen. Wie die Idee der Gründung des Weltverbandes von Wien ausging, hat auch' diese Reise ganz besonders der Landesverband in Wien gefördert und ermöglicht, daß gleichzeitig bei Eröffnung der Universität der Weltverband der Universitätsbibliothek 7000 Bände wissenschaftlicher .Werke* zum Oeschenk machen konnte. In dem dem Völkerbund unterstehenden «Internationalen Institut für geistige Zusammenarbeit» hat der Weltverband durch seine Vertreter in der Abteilung für Hochschulwesen neben den anderen sechs internationalen Studentenorganisationen Sitz und Stimme. Ebenso ist der Weltverband jn dem Komitee vertreten, das sich die Gründung eines internationalen Lungensanatoriums für Studenten in Leysin (bet Genf) zur Aufgabe gemacht hat. Im September 1924 verhandelten die Vertreter des Weltverbandes beim Kongreß der «Confedöration Internationale des Etudiants» (C. I. E., gegründet 1919 in Straßburg) in Warschau über die Aufnahme in diese internationale Studentenorganisation, von der Ansicht ausgehend, daß jüdische Studenten in internationale Studentenorganisationen eintreten müßten, wenn diese demokratisch organisiert und Juden als gleichberechtigte Mitglieder aufzunehmen gewillt sind. Da aber die C, I. E. in ihrem Statut vorschreibt, nur Vertreter von Staaten, nicht aber von Nationen aufzunehmen, wurde damals der jüdischen Delegation vorgeschlagen, der Weltverband möge der C. I, E. als außerordentliches Mitglied beitreten. Die außerordentliche Mitgliedschaft aber sollte nur beschränkte Rechte einräumen. Der Vorschlag wurde von der jüdischen Delegation mit Recht abgelehnt und so ist Hs heute die jüdische Studentenschaft nicht Mitglied der C. I. E. Die Beziehungen des Weltverbandes za dieser Organisation sind aber dauernd gute. Ueber Einladung dieser Organisation waren auch Vertreter der jüdischen Studentenschaft bei den letzten Kongressen in Paris (1928) und Budapest (1929) als Gäste und Beobachter erschienen und ihnen ist es zu verdanken, daß diese Kongresse sich mit den Verfolgungen der jüdischen Studentenschaft befaßt hat. Die besonders guten Beziehungen der jüdischen Studentenschaft zum «International Student Service» (1. S, S.) brachten es mit sich, daß diese internationale Organisation sich seit langem mit der jüdischen Frage befaßt. Und von ihr wurde Im Dezember 1928 nach Bierville bei Paris eine Konferenz von Juden und Nichtjuden einberufen, die sich mit dem Antisemitismus an den Hochschulen beschäftigte. Dort wurden Vorschläge besprochen, wie durch unausgesetztes intensives Arbeiten der Gedanke der Versöhnung und Annäherung der Nationen immer mehr ausgebaut werden könnte. Auf der Konferenz der I. S. S. im August 1929 in Krems (Niederösterreich) ist diese Arbeit fortgesetzt worden und von der I. S. S. ein namhafter Betrag für diese Frage ins Budget eingestellt worden, wie seinerzeit in der «Stimme» ausführiien berichtet wurde. Es ist zu hoffen, daß in allernächster Zeit nennenswerte Erfolge werden verzeichnet werden können. In einer der nächsten Nummern werden wir noch auf manche Fragen zurückkommen, die einer ausführlichen Besprechung bedürfen.