Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 3 (1930)
- Issue
- Heft 114 (20.2.1930)
- Date
- 1930-02-20
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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- Beirut 2× ep/1047833
- Haifa 2× ep/1047930
- Aleppo 1× ep/1047811
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Nr. 114 DIE STIMME Seite 13 Parteisteuer Das Landesfcomitce hat sich an alle Organisationen gewendet und sie darauf auhuerksaßi ge~ macht, daß die ganze Parteisteuer ehestens abzttfuhren ist, damit ihre Mitglieder zu dem bevorstehenden Delegiertentag das Wahlrecht ausüben können. Das Landeskomitee legt Wert darauf, daß nicht nur eine sofortige Ablieferung erfolgt, sondern daß alle Organisationen sich noch bemühen, die Zahl ihrer Mitglieder zu erhöhen und die Parteisteuer bei diesen Mitgliedern einzuheben. Die gleichzeitig vorzulegende Namensliste hat auch Beruf und Adresse der Mitglieder zu enthalten. Die Parteisteuer ist nicht nur ein Bekenntnis zur Organisation, sie beschafft auch der Leitung die Mittel, ohne welche sie nicht arbeiten kann. Es genügt nicht, daß die einzelnen Teife der Organisation an die Leitung mit Forderungen herantreten, sie müssen auch ihrerseits ihren Verpflichtungen der Leitung gegenüber nachkommen. Es wird nochmals darauf aufmerksam gemacht, daß die Parteisteuer spätestens am 28. Februar, 10 Uhr vormittags, im Bureau des Zionistischen La ideskoniitees, I., Kärntnerstraße 28, abztifiihren ist. Helfet beim Ausbau der Organisation! Führet die Parteisteuer in vollem Umfange rechtzeitig ab! Das Zionistische Landeskomitee für Oesiencich. ZIONISTISCHE FRAUENGRUPPE II. Sonntag, den 23. Mürz, 3 Uhr nachmittags, im Theatersaale des Hotel Post, I., Fleischmarkt, Zur AuIuUiiiinir gelangt das lustige Spiel SBer lP>«!K*SnmiBB*än&2E. Mehr als 50 ni.il wirk ende Kinder. Zum Schlüsse Purim-Belustigungen. Karten sind schon jetzt zu haben im Vereins heim, II., Zirkusgasse 33, und bei den Komiteedamen. Die Arbeit des Keren Kajemeth Außerordentliche Aktion Keren Kajemeth-Tees. Die Wizo hat beschlossen, sich an der Aktion durch Veranstaltung von Keren- Kajemeth-Tees in den Wohnungen der einzelnen Mitglieder zu beteiligen. Die Kosten der Veranstaltung tragen die einzelnen Mitglieder selbst, der gesamte Ertrag, der sich aus den Spenden der Gäste zusammensetzt, wird dem Keren Kajemeth zugeführt. Eine große Reihe solcher Tees sind bereits gesichert und werden nächstens zur Durchführung gelangen. Komplettierung von Gärten Manche Gruppen, so zum Beispiel die Zionistische Bezirkssektion VI/VII, wird gelegentlich der außerordentlichen Aktion Komplettierung eines Gartens durchführen, und zwar auf Namen des Dr. Ludwig Eckstein s. A. Eintragung Johann Kremenezkys ins Goldene Buch Der Blau-Weiß hat beschlossen, seine Keren nezkys wurde er durch den Herzl-Klub ins Goldene Buch dos Keren Kajemeth eingetragen. Der Betrag von 700 S wurde beim Keren Kajemeth erlegt. Biau-Weiß-Garten Der Blau-Weiß hat beschlossen, seine Keren- Kajemeth-Arbeit neben der Büohsenleerung dadurch zu konkretisieren, daß er seine Mitglieder verhält, im Laufe des Jahres einen eigenen Garten zustande zu bringen. Das erste Resultat dieser Sammlung, 105 S, wurden dem Keren Kajemeth übergeben. Jetti-Mainber-Garten Auf diesen Garten sind letztens weitere 160 S eingegangen, darunter eine spezielle Sammlung aus Palästina. Der Makkabi-Hazair Wien und Matobi Mödling haben eine Büchsenleerung in Atzgersdorf durchgeführt und zwanzig neue Büchsen ausgestellt. Gg. Markus Spiegel gestorben Am 14. d. M. verschied im 73. Lebensjahre Herr Markus Spiegel, einer der ältesten Wiener Misrachisten. Der Verblichene entstammte einer bekannten ungarischen Rabbinerfamilie und erfreute sich wegen seines jüdischen Wissens, seines lauteren Wesens Zionis ische Bezirkssektion „Leopoldstadt“ Somit*«, i© MlrZ *936 ® Mir «iDClMh BDllt; und treuer misrachistischer Gesinnung allgemeiner Wertschätzung. Herr Markus Spiegel gehörte viele I Jahre der österreichischen Keren-Hajessod-Kommission an, wo er eine ersprießliche Tätigkeit, insbesondere innerhalb des gesetzestreuen Judentums, entfaltete. Das Leichenbegängnis fand am 16. d. M unter zahlreicher Teilnahme der Misrachi-Organisation statt. An der Bahre sprach namens der Misrachi Herr Gustav Austerlitz. Robert Kien gestorben Die jüdische Turnerschaft hat einen schweren Verlust erlitten. Ihr alter Turnbruder Rober Kien ist Samstag, den 15. d. M., gestorben und wurde Dienstag von seinen Freunden und Turnbrüdern zu Grabe getragen. Robert Kien stand an der Wiege der Makkabi-Bewegung und nan..? ^n ihr aktivsten Anteil. Begeistert von der zionistische.. Bewegung, voll Tatendrang und Energie, die mit ungewöhnlicher Intelligenz und Witz gepaart waren, setzte er sich von früher Jugend an für -die physische Ertüchtigung des Judentums ein. Ein aufrechter Jude, erfüllt von Stolz auf sein Volk, und ausgestattet mit eiserner Selbstdisziplin, wurde er bei dem Zusammenschluß der österreichischer Turnvereine anläßlich des Kongreßturnens im Jahre 1912 als Kreisobmann an die Spitze des damals geschaffenen Kreises Westösterreich. der jüdischen Turn- und Sportvereine berufen. Als solcher hielt er auch während des Krieges die üouggebliebenen Trümmer der Österreichischen Vereine nacn Kräften zusammen und so ist es vor allem seiner hingebungsvollen Mitarbeit zu danken, wenn heute aus diesen Trümmern ein neues, vielversprechendes jüdisches Voik~gut, unsere Makkabi- Hazair-Bewcgung sich entwickeln konnte. Die Nachkriegszeit brachte Robert Kien schwerste wirtschaftliche Kämpfe, die ihm eine aktive Mitarbeit im Makkabi unmöglich machten. Dazu gesellte Jch ein physisches Leiden, welches eine Operation notwendig machte, die den erst 45jährigen gänzlich unerwartet aus dem Kreise seiner Familie und Freunde riß. Die jüdische Turnerschaft verliert in ihm einen ihrer bewährtesten Führer und Kämpfer, seine Freunde einen geraden, offenen und vornehmen Menschen. Sie werden das Werk, dem er seine besten Kräfte geFehen, mit ungebrochener Energie fortsetzen, auf daß die Makkabi-Bewegung zu einem das Werk und den Namen Robert Kiens dauernd ehrenden Denkmal werde. Alijah aus Oesterreich. Am 25. d. M. um %S Uhr abends reist ab Siidbahnhof eine Gruppe Chaluzitn und Chaluzoth aus Oesterreich nach Erez Israel, nachdem schon im Vormonat eine Anzahl Olim von hier die Reise angetreten hat. Seit Beginn der neuen Alijah im Vorjahr geht die Wanderung aus Polen nach Erez Israel, die früher über Rumänien geleitet wurde, jetzt hauptsächlich über Wien—Triest. Alle 14 Tage kommen zwei größere Auswanderertransporte nach Wien (Ankunft Ostbahnhof 6 Uhr 40 Minuten), von wo sie nach einsirihalbstündigem Aufenthalt die Reise zum Elnachiffungshafen Triest (ab Südbahnhof 8 Uhr 10 Minuten) rortsetzen. In Wien werden die Wanderer von einem hiezu bestellten Vertreter des Palästina-Amtes abgeholt, der ihnen bei der Ueberführung der1 Gepäcksstiicke zum Anschlußzug und auch sonst in jeder Weise behilflich ist Es wird auch Lazar Krestin ist der jüdischeste Maler. Aus jedem Augenwanderer am Bahnhof ein warmes Frühstück erhalten. Seit länner dieses Jahres sind etwa 500 Olim aus Polen via Wien—Triest nach Erez Israel gereist. Direkte Laadverbindung zwischen Wien und Palästina. Mit Gültigkeit vom 15. Februar 1930 gelangt ein neuer Schnellzug unter der Bezeichnung «Taurus-Expreß» zur Einführung, der Schlafwagen 1. und 2. Klasse führt und dreimal wöchentlich zwischen Haklar-Pascha und Aleppo verkehrt, mit Fortsetzung dreimal wöchentlich nach Rayak (Syrien) und zweimal wöchentlich nach Nissibin (Bagdadbahn). Ab Rayak Kraltwagenverbindung über Beirut nach Haifa, dann Bahnverbindung von Haifa nach Kairo und umgekehrt. Für den Verkehr von Oesterreich nach Aegypten und umgekehrt auf dem Landwege ergibt sich mit Rücksicht darauf, daß der Kraftwagen zwischen Rayak und Haifa nur einmal wöchentlich verkehrt, bei Vermeidung unnötiger Zwischenaufenthalte folgender Fahrplan: Samstag 17,00 ab Wien Ostbahnhof, Sonntag 9.45 an Belgrad, Sonntag 11.53 a,b Belgrad, Dienstag 15.05 an Stam-bul, Mittwoch 16.08 ab Haidar-Pascha, Freitag an Rayak, Freitag 16.30 ab Rayak, Freitag 19,00 an Beirut, Samstag 14.30 ab Beirut, Samstag 17.30 an Haifa. — Freitag 10.1-5 an Haifa, Freitag 13.15 an Beirut, Samstag 8.00 ab Beirut, Samstag 10.30 an Rayak, Sonntag 11.15 ab Rayak, Dienstag 12.00 an Haidar-Pascha, Dienstag 14.50 ab Stambul, Donnerstag 16.30 an Belgrad, Donnerstag 18.25 ab Belgrad, Freitag 11.58 an Wien-Ostbahnhof. Eine Bitte des Pfadfinderbundes «Zirenu» Der Pfadfinderbund «Zirenu» beabsichtigt im heurigen Sommer, 180 bis 200 Jugendliche in einem Arbeitslager unterzubringen und richtet an alle Gesinnungsgenossen die Bitte, ihm ein Gut oder eine Wirtschaft im Inland, die für etwas derartiges geeignet wäre, zu empfehlen Die jungen Menschen sollen Tn diesem La$er durch eigenes Zugreifen mit der Arbeit in einem landwirtschaftlichen Betrieb vertraut v/erden. Die Kosten trägt der Bund, eine Entlohnung für von uns geleistete Arbeit wird selbstredend nicht gefordert. Geneigte Mitteilungen bitte zu richten an: Pfadfinderbund «Zirenu», IV., Margaretenstraße 10. ■■■■■■ nmil II —awgg—BnKnap Veranstaltungskalender! Donnerstag, 20. Februar: S Uhr: Zioniftifche Arbeitspartei „Hitachduth". Dringende Mitgliedcrverfammlung. Anfchließend Vortrag Dr. M. Steinberg: „Sozialiftilchc Probleme der Gegenwart." Uhr: Zioniften-Revifioniften. Vortrag Benjamin Lubotzky über „Stellung der Rcvifioniften zu wirtfdiaftlichen Fragen in Paläftina“, im Heim, S-ktion II, Zirkusgaffe 33. Freitag, 21. Februar: Hi Uhr: Zioniftifche Sektion Prater, II., Jungftraßc 3. Chumafch-Vortrag. Samstag, 22. Februar: 6 Uhr: Hiftadruth Iwrith, II., Kleine Mohrengafle 3. Jifchnah — Dr. N. Goldftein. 7 Uhr: Dikduk — Prof. A. Wiefen. 8 Uhr: Vortrag Sch. Auerbach: „Hafchigaon Hagadol“ von Avigdor Hamciri. Hi Uhr: Zioniftifche Sektion XX, Jägcrftraße 30. Kollektivvortrag über „Brith Schalom, Revifionismus und der Standpunkt der zioniftifchen Mehrheit". Redner: Dr. Ernft Müller, Dr. Karl Blau (Tfchechoflowakci), Dr. N. M. Gelber. Hi Uhr: jugendverein „Erez Ifrael“, II., Zirkusgaffe Nr. 33. Außerordentliche Generalverfammlung. 8 Uhr: Zioniftifche Bezirksfektion Zwifchenbrücken, XX., Leyftraße 81. Vortrag Saul Welnrcb. Montag, 24. Februar: 8 Uhr: Zioniftifche Sektion VI/VTI, Cafe Mariahilf, VI., Mariahilferftraße 89. Vortrag Kaminerrat Moritz Kohn: „Der Zionismus und feine Gegner.“ H$ Uhr: Zioniften-Revifioniften im Cafe Arkaden. Vortrag Dr. Bukspann über „Landespolitik“. Dienstag, 25. Februar: t Uhr: Zioniftifche Frauenorganifation, Cafe „Altes Rathaus“, I., Wipplingerfcraße 24. Vortrag Frau Elifabeth Luza.uo: „Die Juden als ältcf’.’s lebendes Kulturvolk.“ HS Uhr: ZioniftnJ’e \ ereine Leopoldftadt, II., Zirkus'y-'Te _ j. Vortrag Dr. Wilhelm Stein: „Die Juden in >r deutlchen Literatur.“ f Uhr: Zioniftifche Bezirksiw’-tion III, Cafe Lovrana, III., Löwengaffe 36. ‘,7'ortrag Dr. Dawid Rothblum: „Parteien zu. Zeit des zweiten Tempels." 0 Uhr: Zioniftifche Sektion XIX, Cafe Döblingerhof, XIX., Billrothftraße. Generalverfammlung. Hy Uhr: Zioniftifche Bezirksfektion IV/V, Terraffen- Cafe, V., Margaretenplatz 4., Vortrag Doktor Willi Schorr: „Die Aufgaben der jüdifchen Jugend.“ Mittwoch, 26. Februar: 8 Uhr: Zioniftifche Sektion Prater, II., Jungftraße 8. Vortrag Dr. N. Frey: „Medizinifche Fragen.“ Donnerstag, 27. Februar: Hi Uhr: Kartell der zioniftifch-fozialiftifchen Jugend, Hotel Poft, I., Fleifchmarkt. Gordon- Gcdenkfeier. Gedenkrede: Dr. Viktor Kellner. Außerordentliche Generalversammlung des Jugendvereines Erez Israel Der Vereinsleitung ist es gelungen, nach längeren Verhandlungen eine geschlossene Gruppe von 40 bis 50 Jugendlichen für unseren Verein zu gewinnen. Die hiedurch bedingte vollständige Umgestaltung des Vereines soll bei der am Samstag, den 22. Februar, um V28 Uhr stattfindenden außerordentlichen Generalversammlung beschlossen werden. All« Chawerim und Chaweroth werden ersucht, m dieser entscheidenden Versammlung bestimmt und pünktlich zu erscheinen. Aus der zion. Sektion VI—VII. Am 10. d. M. hielt Herr Prof. A. Freud im Caf6 Mariahilf einen Vortrag über den Werdegang des Zionismus, und legte an der Hand des Herzischen Zionismus («Judenstaat») in lichtvoller Weise dar, wie weit der Zionismus in der Gegenwart sich mit den Ideen dieses Werkes identifiziert, und inwieweit der Zionisums von heute über die Ideen dieses Werkes hinausgegangen ist. Ueber Anregung der Frau Altholz spendete der engere Ausschuß der zionistischen Frauengruppe für den VI.—VII. Bezirk aus Anlaß des Geburtstages der Präsidentin dieser Grupre, Frau Kammerrat Rosa Kohn zwei Bäume für den Chajes Wald auf deren Namen. Die zionistische Sektion für den VI.—VII. Bezirk spendete auf den Namen der Frau Perl Greif, sowie auf den Namen des Frl. Elfriede Ries, wegen der Verdienste, die sich Herr Greif und Herr Ries für die obgenannte Gruppe erworben hatten, je 10 Bäume für den Chajes Wald. Die Zionistische Frauengruppe Marlahilf-Neubau gibt . bekannt, daß am Montag, den 24. Februar 1930, im Caf6 Mariahilf, VI., Mariahilferslraße 89, ein Vortrag der Frau Ilena Werner über «Die Erziehung und Hygenie des Kindes» stattfändet Beginn 8 Uhr abends. Gäste willkommen. —