Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 3 (1930)
- Issue
- Heft 114 (20.2.1930)
- Date
- 1930-02-20
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 12 DIE STIMME Nr. 114 üiiir und Kunst Ein Kleinod der neueren jüdischen Literatur Von Max Hayek im Jahre 1019 lernte ich in Wien, wo er damals lebte, Dr. Ariel Bension kennen, einen Dichter und Gelehrten, der mir von einer hebräischen Dichtung sprach, die er selbst Ins Deutsche übertragen hatte und nun iin Deutschen publiziert sehen wollte, nachdem sie in Jerusalem im Urtext erschienen war. Der Wiener Verlag von E. P. Tal & Co. nahm das kleine Werk — klein nur dem Umfang, nicht dem Gehalte nach — an und publizierte cs in einer schönen Ausgabe mit interessanten Zeichnungen der Graphikerin Sascha Kronburg und einem würdigen Vorwort von Dr. Richard Beer-Hofrr.ann. «Hilulah», wie es ursprünglich hieß, oder «Die Hochreit des Todes», wie es im Deutschen genannt wurde, fand seine Schätzer. Das Büchlein ist vergriffen und nicht mehr erhältlich. Aber da es sich um ein Werk von ungewöhnlicher Klasse und von ganz besonderem Charakter handelt, soll es uns hier ein wenig beschäftigen. Dokumente, wie diese Dichtung eines ist, dürfen nicht vergessen werden. Sie sind Kleinode. Kleinode zumindest der jüdischen Literatur. Die Fabel der Dichtung, in die hinein die Geheimnisse und Symbole der Kabbala und anderer, uralter Weistümer des Judentums mit erstaunlicher dichterischer Kraft gewoben wurden, die Fabel dieses Werkes, das durch Prunk und Tiefsinn seiner Sprache ergreift, ist schnell erzählt. Sultana, eine jüdische Frau, schreibt in der Nacht des elften Tebet einen Brief an ihren Neffen Jaziz. Sie schreibt ihn in Algier und berichtet dem Neffen darin von einem Traume, den sie einst geträumt, damals, vor drei Jahren, in jener Nacht, da ihr Bruder, der große, erleuchtete Raphael, Neues Jüdisches Theater, h., Pratersiraße 60 Sensationelles Gastspiel Direkter Doris Tomasdiewskl (He» Tori) RulH-Bene (Losdea) Freitag, 21, Februar 1930, Erstaufführung der Komödie: „Der Chüsen und die Ctiasente" von Boris Tomaschewski 4 gestorben war. Sie erzählt dem Neffen von dem Aufstieg ihrer Seele im Traume jener Nacht, von der Läuterung und Heiligung ihrer Seele in den Sphären der jenseitigen Welt und von der Begnadung, die sie erfuhr, indem sie den totgewußten Raphael oben, in höchster Sphäre, im Reigen der Verklärten, schauen durfte. Und sie erzählt ihm, wie ihrer Scc-’?; nach dem Erwachen aus ihrem Traume, Ruhe und Befriedigung wurde und Aussöhnung mit dem Geschick, das ihr der Herr der Welten zu tragen auferlegt habe. ■ In seinem Vorwort zu der vergriffenen Wiener Ausgabe der «Hochzeit des Todes;* hatte Dr. Richard Beer-Hofmann, der Dichter von «Jaako'os Traum», auch diese Zeilen an den Verfasser Dr. Ariel Bension gerichtet: «Ihr Werk ist in der Sprache der heiligen Schrift geschrieben und die Uebertragung scheint mir manches von dem schweren, wenig gelenken, feierlichen Ernst einer Sprache gewahrt zu haben, der seit, mehr als eineinhalb Jahrtausenden erspart blieb, in gleichgültigem, täglichem Dienst gestumpft und abgegriffen zu werden.» Es ist in der Tat vor allem der feierliche Ernst der Sprache, der uns in den Bann dieser starken, fremdartigen Dichtung zwingt, es ist die überraschende Plastik des Ausdruckes, der Glanz ganz neuer, herrlicher Prägungen, die Fülle geistgeschauter Bilder, die überwältigen. Aber wenn die Sprache dieses Werkes viel Ist, so ist sie noch nicht alles. Sie ist nur das exotisch leuchtende und schimmernde Gefäß für einen Gehalt, der aus Herzenstiefen heraiifgeholt und wie Blut der Seele in dieses Gefäß gegossen wurde. Wir hören die aus verschollenen Tagen herübertönende, schwermütige Musik des Leidens einer großen Frauenseele, wir schauen die langsame, erhabene Geste des in Tränen und Stummheit aufgelösten Schmerzes, wir erfahren die Tragödie des allgemeinen Menschenloses, das zwischen Geburt und Tod unweigerlich beschlossen liegt. Aber dort, wo der Dichter uns den Flug der vom schlafenden Leibe gelösten Seele Sultanas schildert, wo er es unternimmt, ihren Aufstieg durch den Lichtkreis der f Läuterung und den Lichtkreis der Heiligung zur endlichen Schau des auf Erden verlorenen und nun in Reichen des Ewigen lebenden Bruders Raphael zu schildern, dort zeigt er sich uns als großer Künstler, ja, als ein Eingeweihter, der mit dem intuitiven Seherblick in die Welten des Spiritualen begabt ist. Man höre etwa das achte Kapitel dieses seltsamen Buches, das Kapitel vom Fluge der Seele durch die Sphäre der Heiligung. «. . . der Raum und die Luft in ihrn flammte wie im Zucken des Wetterleuchtens. So glüht die Krone des Abends, so loht sein purpurnes Gewand, wenn Tage, die licht und lauter waren, die Weihe ihres Todes festlich feiern . . . Doch lechzend nach Läuterung, stürzten die Seelen, taumelnde, lichtselige Falter, sich ins wogende Flammenmeer. Sieben Male tauchten die Seelen, tauchten die Seelen, die bloßen Seelen ... Erglühende Wellenberge nahmen sie auf und stürzten mit ihnen — die Seelen wie auf feurigen Schwingen tragend — weit, weit über die gischtende, rote Flut bis an die Grenze des Meeres. Dann schwangen die Seelen sich, reine, silberne Tauben, ans Ufer zu Füßen einer breiten, purpurnen Stufenleiter, die zu geheimnisvoller Höhe ragte. Und ein Lodern, wie rote Wellen des Herzens, wälzte sich über die Stufen und umhüllte die weißen Seelen mit scharlachenen Burnussen, als sie nun die Stufen hinanschwebten. Und als ihre Füße nun am Haupte der Leiter ruhten — noch flackerte des Feuers Purpur wie drohend vor den Antlitzen der Seelen — siehe, da glänzten vor ihren Augen zwei verschlossene Tore auf, blaufarben wie Saphire., Aus dein blauen Bogen aber, der auf den Schultern der Tore lag, ragte eine Hand, auf deren Fingerkrone ein Kelch stand, gefüllt mit dem Weine der Heiligung, der blau war wie das Herz des Saphirs, der die Tore und Pfosten umfloß. Feierlich, ein Gewölke von Alabaster, näherte sich Seele um Seele und flog, Schwinge an Schwinge, dem saphirenen Kelche zu. Und sie tranken aus ihm den Wein der Heiligang. Neu waren ihre Sinne und rein wie Aether. Und standen so vor den Toren. Und reihten sich zum Kreise und hüben an die Reigen der Heiligung. Sieben Reigen reigten die Seelen, reigten die Seelen, die geheiligten Seelen ... Und als den siebenten sie reigten, siehe, da sprangen auf die blauen Tore wie des Himmels Tore bei der Geburt des Blitzes zerreissen — und schlossen jäh sich hinter ihnen.» Das ist das kleine, große Werk des Dichters Ariel Bension aus Jerusalem, der sich damit als echter «Sohn Zions» (Ben sion) erweist, als ein Dichter des jüdischen Volkes, in dem der Volksgeist des Judentums dichtend lebendig ist. Als eine große, lyrische Stimme voll Melodie, Kraft und Weisheit. Das jüdische Volk darf stolz sein, einen solchen Dichter sein zu nennen, in dem die hohe und gewaltige Ueberlieferung seiner Religiosität und Mystik eine neue und entzückende Blüte trieb. Öpatoschu Anläßlich seines 20jährigen literarischen Jubiläums (w.) Josef Öpatoschu, einer der bekanntesten modernen Romanschriftsteller in jiddischer Sprache, feierte dieser Tage das 20jährige Jubiläum seiner literarischen Tätigkeit. Opatoschu (sein wirklicher Name lautet Opatowski) wurde in MIawa als Sohn eines Waldhändlers, der aber sehr gebildet war und zu den Maskilim seiner Zeit gehörte, geboren. Auch seine Mutter stammt aus einer Waldjudenfamilie. Daraus erklärt sich leicht Opatoschus Neigung für das Leben der polnischen Waldjuden. Sein berühmtestes Werk «ln polnischen Wäldern» hat dieses Leben zum Thema. Mit 14 Jahren verläßt Öpatoschu Warschau, wo er die Handelsschule besuchte, und begibt sich nach Frankreich, wo er Technik studierte. Kurz darauf muß er aber nach Polen in Familienangelegenheiten zurückkehren. Aber schon im Jahre 1907 fährt er nach Amerika, wo er sich schlecht und recht, alle möglichen Berufe ergreifend, durchsetzt. Er ist nacheinander Fabriksarbeiter, Zeitungskolporteur und hebräischer Lehrer. Im Jahre 1914 beendet er seine technischen Studien und wird Ingenieur. Noch im Jahre 1910 debütierte er in New York mit seiner Novelle «Jenseits der Brücke». Seit dieser Zeit veröffentlicht er regelmäßig kleinere und größere Erzählungen in den jüdischen Zeitschriften Amerikas und Europas und es gelingt ihm bald, die Anerkennung der Kritik und die Popularität beim Leserpublikum zu gewinnen. Seine berühmte Trilogie «ln polnischen Wäldern» stellt ihn mit einem Male in die Reihe der hervorragendsten modernen jüdischen Belletristen. Opatoschus größtes Verdienst ist, daß er als erster in der jüdischen Literatur versucht hatte, den monumentalen geschichtlichen Roman zu schreiben, ln den «Polnischen Wäldern» gelang es ihm meisterhaft, die Zeit des Niederganges des Chassidismus darzustellen. Aber auch sonst zeichnet er sich in diesem Werke als Schiklerer des jüdischen und nichtjüdischen Lebens zur Zeit des polnischen Jänneraufstandes aus. Viele der Werke Opatoschus wurden in verschiedene europäische Sprachen übersetzt. Ein Spinoza-Buch der Akademie für die Wissenschaft des Judentums. Die Akademie für die Wissenschaft des Judentums tritt mit einem neuen Werk vor die Oeffcntlicbkeit, diesmal ira Rahmen ihrer philosophischen Arbeiten: Dr. Leo Strauß: «Die Relirionskritik Spinozas als Grundlage seiner Bibelwissenschaft». Das Buch rollt das Problem der Auseinandersetzung zwischen Glauben und Unglauben wieder auf, wie sie vor dem Dazwischentreten der Romantik geführt und verstanden wurde. Es klärt die Voraussetzungen des Kampfes dar Aufklärung gegen die Offenbarungsreligion auf Grund einer Analyse von Spinozas theologisch-politischem Traktat, als einem Hauptdokumente der Aufklärung un-d der Grundlegung derhistorisch-krltischen Bibelwissenschaft. Spinozas Kritik an der Offenbarungsreilglon fußt auf einer großen Tradition; darum wird zunächst deren Nerv bloßgelegt: die epikurätsche Philosophie, in der Form, die sie im Aufklärungszeitalter unter dem Einfluß der Offenbarungsreligion angenommen hat. Die Untersuchung führt über die Lehren Uriel da Costas, Isaac de la Peyreres mit seinen Anknüpfungen' an den Sozinianlsmus und die jüdische Messias- Hoffnung und des Thomas Hobbes. Die verschiedenen offenbarungsreligiösen Positionen, mit denen sich Spinoza aus- •inarvdersetzt, nämlich die orthodoxe, die Maimunis und die Calvins, werden alsdann mit den ihnen zugeordneten kritischen Thesen konfrontiert. Dabei treten die eigentümlichen Voraussetzungen der Kritik auf jeder dieser Stufen hervor. Trotz grundsätzlicher Verwerfung der Offenbarungsreligion anerkennt sie Spinoza doch als «Religion fürs Volk*; die Prinzipien dieser relativen Anerkennung werden aus Spinozas philosophischen Lehren vom Naturrecht und vom Staate aufgezeigt, unter Abhebung gegen die scheinbar verwandten Theorien von Hobbes und Macchiavclli. Das Schlußkapitel versucht die Beantwortung der Frage nach dem Verhältnis zwischen Spinozas Religionskritik und seiner Bibelwissenschaft. Ein Anhang enthält quellen-kritisches Material zu Da Costa und Spinoza. Das Buch ist im Akadem-ie-Verlag, Berlin, erschienen. Von der Jüdischen Nationaland Universitätsbibliothek Jerusalem, Die Jüdische National- und Universitätsbibliothek erhielt durch Herrn Professor Heinrich Lcewe im Aufträge der Gesellschaft der Freunde der Jerusalem- Bibliothek eine sehr wertvolle Sendung. Aus dem Nachlasse von Dr. P. Schllferewitsch (Mannheim) erhielt die Bibliothek mit dieser Sendung 1262 Bände. Mit dieser Sendung gelangte auch die überaus wertvolle Bibliothek, welche den Nachlaß von San.itütsrat Dr. Gustav Bradt bildet, in den Besitz der Bibliothek. Internationale jüdische Kunstausstellung ln Prag eröffnet. Die von der Landesorganisaiion jüdischer Frauen in Böhmen veranstaltete internationale jüdische Kunstausstellung wurde der Ocffentlichkeit übergeben. Die Ausstellung, die im neuen Phönix-Palais am Wenzelsplatz untergebracht ist, enthält einen neuen Liebermann, zahlreiche Bilder von Chagall, Kisling, Menkes usw. Der neue „Dybuk" bei den „Wilnaern Kurze Verlängerung des interessanten Gastspiels. Mit Rücksicht auf den andauernden Erfolg hat sich die. «W ilnaer Truppe» unter der Leitung von Alex Stein entschlossen, die ausländischen Tourneeverpflichtungen hinauszuschieben und das Gastspiel in den «Jüdischen Künstierspicien» nochmals zu verlängern. Zunächst gelangt ab Freitag, den 21. Februar, An-skis dramatische Legende «Der Dy b u k» in völlig neuer Inszenierung zur Aufführung. Alex Stein, der die Regie führt, wird in zwei Rollen, u. zw. als Chanan und als Zaddik, Jüdische Bühne, II., Taborstraße 12. Infolge des großen Erfolges wnirde das Gastspiel der Bukarester Künstl-ertruppe mit ihrem weltberühmten bis Mai proiongiert. Freitag, den 21. Februar 1930, Erstaufführung: „Die grüne Kalle“ Komödie hi drei Akten mit Sevilla Pastor Io der Titelrolle. Volkstümliche Preise von 1 bis 3 Schilling. Voranzeige: 5. März 1930, Festvorstellung zu Ehren der beiden Künstler Waldberg und Horwitz. zu selten sein. Die weiteren Hauptrollen haben die Damen Manja P i k u s und Sonja A 11 b a u m sowie die Herren Adam D o m b, Israel K a m a y und S. Scheftel inne. Wichtige Figuren der Legende werden von den Damen F. Scheftel und J. Witsch und von den Herren Sorokin und Morison verkörpert. Als Gäste für die «Dybulo-Aufführung wurden die Herren Dr. B r i n d und M. D u k u s verpflichtet. Der Vorverkauf für den «Dybuk», der die ganze Woche auf dem Spielplan steht, wurde bereits eröffnet Die Wiluaer Truppe bat ln Wien gefilmt Das Schönbrunner Filmatelier in Hietzing hatte vor einigen Tagen seine Sensation. Die Wilnaer Truppe, die derzeit im Theater Reklame auf tritt, hatte zwei Tage lang gefilmt. Für den von Robert Wohlmuth Inszenierten Film «Das Wolgamädel» mit Evelyn Holt und Igo Sym ln den Hauptrollen wurde eine Szene vorbereitet, die in einem Moskauer Theater spielt und eine Vorstellung des «Blauen Vogels» wiedergibt. Nach langem Kopfzerbrechen, der Orlginal-«Blaue Vogel» ist derzeit in Berlin, und es hätte zu große Kosten verursacht, Hin von dort mit seinem Ensemble kommen zu lassen, verfiel man endlich darauf, die gesamte Wilnaer Truppe zu verpflichten, die Vorstellung des «Blauen Vogels» zu imitieren, — und sie hat es zur vollsten Zufriedenheit des Regisseurs geschafft. Sie sangen, tanzten und spielten zur hellen Freude der Anwesenden, die bei den Aufnahmen anwesend sein durften. Man wird den Film, an dessen Fertigstellung jetzt gearbeitet wird, bereits demnächst in den Wiener Lichtspieltheatern sehen können, und er wird dadurch sicherlich auch viel Interesse erregen, daß die Wilnaer, zu dieser Zelt schon längst an einem anderen Ort, hier in voller Lebendigkeit und ihrer künstlerischen Eigenart auf der Leinwand zu sehen sind. Das Gastspiel Boris Tomaschewskis Im Neuen Jüdischen Theater, Praterstraße 60. Dem Leiter des Jüdischen Theater, Friedes, ist es gelungen, den bekannten jüdischen Schauspieler und Verfasser zahlreicher jüdischer Bühnenstücke, Boris Tomaschewski, New York, und Ruth-Rene vom «Pavillon-Theater» in London für ein kurzes Gastspiel zu verpflichten. Die Premiere, die vergangene Woche stattfand, hatte einen sensationellen Erfolg zu verzeichnen. In der Operette Tomaschewskis «Ich und Du» hatten diese beiden’ Künstler Gelegenheit, ihr großes Können za zeigen. Freitag Erstaufführung der Komödie «Der Chasen und die Chaserite» von Tomaschewski. Neu verpflichtet wurden auch Frl. Rosenberg und die Herren Grimminger und Lehrmann. Sevilla Pastor nach New York verpflichtet. Sevilla Pastor, die derzeit zu den beliebtesten jüdischen Künstlerinnen Wiens zählt, wurde für die Neue jüdische Bühne nach New York verpflichtet und wird anfangs Mai die Reise dorthin antreten. ln der letzten Komödie «Minka Kosak» hatte Sevilla Pastor, die die Titelrolle spielte, wieder Geleenheit, sich auszuzeichnen. Nebst ihr verdienen die Damen iegler, Kosowski und die Herren Siegler, Pastor, Waldberg und Hausknecht besondere Erwähnung. Freitag gelangt in der Jüdischen Bühne die Komödie in drei Akten von Liebin «Die grüne Kalle» mit Sevilla Pastor in der Hauptrolle zur Erstaufführung. Die Komödie wird Samstag und Sonntag wiederholt, bonntag 3 Uhr Vorstellung bei ermäßigten Preisen. Gespielt wird die Komödie «Minke Kosak». Die Jüdische Bühne, II., Taborstraße 12, veranstaltet zu Ehren des Komikers Waldberg und ihres Regisseurs Horovitz am 5. März eine Festvorstellung. Der Liederabend des Herrn J. Segal-Rosenbach, der für den 15. März im Hotel Post angesagt war, findet am 26. März 1930 im Konzert- und Festsaal des Industriehauses, I., Schwarzenbergplatz, statt. Herr Segal-Rosenbach wird Opernarien und hebräische und jiddische Volkslieder singen. Mitwirken wird die Violinvirtuosin Frau Frieda Herzberg-Blatt.