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Die Stimme · 1930-02-20 · Heft 114 (20.2.1930) · page 10

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Journal
Die Stimme
Volume
3 (1930)
Issue
Heft 114 (20.2.1930)
Date
1930-02-20
Page
– (sequence 10)
Language
German
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Seite 10 HIE STIMME Nr. 114 Kunstwanderungen der Wizo Das diesjährige Kulturprogramm der Wizo sieht unter anderem auch eine Reihe von Besuchen bei jüdischen Künstlern und Kunsiwanderungeti durch interessante, vom jüdischen Publikum kaum gekannte und gewürdigte Sammlungen und Erinnerungsstätten vor. Den Auftakt zu diesem Zyklus bildete die, Sonntag, den 16. d. M., veranstaltete Führung durch das Atelier des Meisters Lazar K r e s t i n s. Der Erfolg rechtfertigt wohl am besten die Intentionen unserer Frauen, welche auf diese Art bestrebt sind, das Interesse für das Schaffen unserer Künstler zu beleben. Unsere Künstler führen einen aufreibenden Kampf um Dasein und Arbeitsmöglichkeit. In der wesensfremden Umwelt der Galuth vereinsamen ihre Seelen, mul unentfiammt, von ihnen selbst unerkannt und nicht erfüllt verglimmt oft der kostbare Brennstoff für die Fanale unserer Wiedergeburt. Unsere Sache ist es, die Schaffenden aus den verödeten Werkstätten und der Trübsal unbefruchteten und harten Daseins zu den lebenspendenden Quellen des eigenen Volkstums hinauszuge-ietten. Wir Frauen, von Natur aus verstrickt in die Zusammenhänge des schöpferischen Alls, fühlen uns gedrängt, unseren Künstlern den Weg zu den «Müttern» im Sinne Goethes zu weisen, ihnen die verschütteten und vergessenen Schätze tiefsten Urseins wieder aufzuzeigen. Wir wollen sie aufsuchen und zur gemeinsamen Arbeit an der Aufrichtung des jüdischen Volkes aufrufen. Lazar Krestin ist der jüdische Maler. Aus jedem Augenpaar der ungezählten Judcnanilitze, die er geschaffen, blickt die jüdische Seele mit all ihrem Schmerz und ihren Sehnsüchten. Sein gesamtes Werk gilt der "Wiedergabe jüdischen Lebens und Schicksals, wie er selbst als Sohn eines litauischen Ghettos es erlebt und erlitten hat. Aber nicht nur die Wahl des Stoffes, auch die Ausdrudcsforin, die Präzision der Zeichnung, die andächtig keusche Anschauung der Naturform, das gehaltene und doch innig warme Kolorit vereinen sich zu der eigentümlich jüdischen Faktur dieses Malers, die, im Gegensatz zur herrschenden malerischen Augenblicksmode, die echt und archaisch einfach geblieben ist. Krestin» großes Atelier faßte kaum die Fülle der Besucher, die der Einladung gefolgt waren. Frau Blanka Federn-Lipschütz begrüßte im Namen der Leitung die Anwesenden. Nach einer kurzen biographischen Einleitung und Charakterisierung des Künstlers lud sie zu einem Rundgang durch das AtdicrTin, wobei sie an prominenteren Werken auf dessen künstlerische Eigenart hinv/ies. Der Rundgang mußte wegen der großen Anzahl der Besucher wiederholt werden. Einzelne Blätter aus der schon sehr populären Krestin-Mappe, die bereits die vierte Auflage erlebt, wanderten neben Photos der großen, im Privat- oder Musealbesitz befindlichen Werke, von Hand zu Hand. - Meister Krestin schenkte eine Anzahl Autogrammkarten, die zugunsten der Institutionen der Wizo verkauft, reißenden Absatz fanden. Man schied nach zweistündigem Verweilen angeregt und bereichert durch die persönliche Bekanntschaft des Künstlers von seiner Wirkungsstätte. Eine jüdische Rechtsanwältin Der Tochter des bekannten hebräischen Schriftstellers Mordechai ben Hiliel Häkchen und Schwiegertochter Achad Haams wurde die Ausübung der Rechtsanwaltspraxis in Palästina gestattet. Frau Ginsburg ist die erste Rechtsanwältin in Palästina. Noch einmal von dar jüdischen Küche In der letzten Nummer der „Stimme" erfchien ein Artikel mit der für uns Frauen immer inwrelTiercndcn Auffdirift „Was wfffen Sie von der jüJifchen Küche?“. Gerade für midi, als Mitarbeiterin des Dr.-Krüger-Heimcs (früher Elifabcthheim), war diefer Artikel befonclers aktuell, gehen wir doch daran, zum Sdiuljahr 1930/31 die erfle rituelle Koch* und Haushaltungsfchulc zu eröffnen, als deren Vorläufer am I. April ein rituell geführter Kochkurs unter Leitung einer jüdifdien, vom "Wiener Stadtfchulrat approbierten Lehrerin, beginnen foll. Nun beginnt der vorgenannte Artikel mit einem Ausfpruch Catull Mendes, „zur jüdifdien Küdie gehört ein guter Magen". Der gute Magen — — und wir find bereits mieten in einem allerdings winzig ausfehenden Problem, und doch mitten in einem die jüdifche Familie und damit die ganze jüdiiehe Gemeinfdiaft angehenden Problem. Wir wißen, wie verbreitet die Stofrwcchfclkrankhcitcn gerade unter unteren Volksgenoflen find. Es beginnt bei der einfachen Verdauungsftörung und Fettleibigkeit, fowic allen Folgezuftändcn diefer fcheinbar geringfügigen Leiden, dann kommt die gefürductc, fo verbreitete Zuckerkrankheit, die quälende Gicht und fchließÜch die früh beginnende x\rtericnverkalkung. Alle diefe Krankheiten, ganz befenders aber die zuletzt genannte, find oft nur der Ausdruck für ein ganzes Leben geübte, unzweckmäßige oder Uebcrcrniihruhg und der menfehliche Organismus, diefe wunderbare Präzifionsmafchinc, darf eben wie jede andere Mdchine, refpektive deren Motoren, nicht überlaftet werden, und mit den vorhandenen Energien muß weife und fparfam hausgchalten werden. Oben hörten wir, zur jüdifdien Kiidie gehört ein guter Magen, und taufendmal hörte jeder von uns den Ausfprud» „die jüdifche Küche ift fchwer". Gewiß beruhen beide Ausfprüche auf vollfter Wahrheit. Die Hauptaufgabe unteres crflen rituellen Kochkurfes foll es nun fein, den Frauen und Mädchen von hervorragendfter, ärztlicher Seite Aufklärung geben zu laßen über die Errungenfchaften der modernen Ernährungslehre, über Diät- und Krankenkoft, fowie über die ErgebnifTc moderner Forfchung auf dem Gebiete des Vegetarismus und der Rohkoft. Ein"dreifaches Ziel haben wir uns für diefen Kochkurs gefetzt; fchmackhafte Koft, von der einfachen Küdie bis zum er- Icfcnen Feftmcnü, gefundc und die Gefundheit fördernde Ernährung auf Grund der modernften, wifTcnfchaftlichen KenntnifTe, und trotz alledem keine Verletzung unferer jahrtaufendc alten Speifegefetze. Anmeldungen für den erften Kochkurs werden bereits in der Kanzlei des Dr.-Krüger-Heimcs, II., Malzgaffe 7, entgrgengenommen. Tel. R-43-J-40. Herminc Krüger. Geulath Haarez Von Wuiier Roth, Jerusalem, derzeit Berlin Die Geschehnisse des Aw 5680 in Erez Israel haben die Diskussionen über die Grundfragen der zionistischen Bewegung wieder belebt. Eine dieser Grundfragen ist das Bodenproblem. Kein Wunder also, daß verantwortungsbewußte Palästinafreunde sich erneut die Frage vorlcgen, was sie in der Oaluth leisten können, um zur raschen Erweiterung unseres Bodenbesitzes im Lande beizutragen. Die erste Antwort auf diese Frage ist heute wie stets: Sorge für die Vergrößerung der Eingänge des Keren Kajemeth Leisrael. Das allein kann aber in Zukunft ebensowenig genügen, wie es bisher nicht genügt hat ,denn die Beteiligung des Keren Kajemeth an der städtischen Kolonisation ist minimal, und gerade auf diesem Gebiet muß eine starke, durch die aktuellen Notwendigkeiten bedingte Initiative entfaltet werden. Das Gebiet der städtischen Kolonisation wird aller Voraussicht nach, ebenso wie es in der Vergangenheit war, eine Domäne der Privatinitiative bleiben. Aber Bodenerwerb allein ist ja immer nur die erste Voraussetzung für eine Siedlung. Weitere Vorbereitungsarbeiten mußten mit privaten Kapitalien nach Plänen moderner Städtebauer geleistet werden, Straßen wurden angelegt, Wasser- und Lichtversorgung, Kanalisation und alle sozialen und sanitären Bedingungen geschaffen, ohne die eine Einwanderung von Juden, die an europäische Verhältnisse gewöhnt sind, undenkbar gewesen wäre. Jeder Besucher Palästinas, der diese neuen, großzügig angelegten jüdischen Stadtviertel mit den engen und unhygienischen Quartieren in den Gassen der Altstädte von Jerusalem, Jaffa oder Haifa vergleicht, erhält einen überwältigenden Eindruck von dem, was durch eine konsequente und vorausschauende städtische Siedlungspoiitik geschaffen wurde. Durch die neuen jüdischen Siedlungen, um nur einige Namen zu nennen: Rachwiah, Talpioth, Betft Hakerem, Romemah, Schchunath, Montcfiore und andere bei Jerusalem, Hadar Hakarmel und die Siedlung auf dem Karmel bei Haifa, Tel Aviv uivd die Schchunah Bajith Wegan bei Jaffa, wurden nicht nur die Grundlagen für die wirtschaftliche Existenz des neuen Jischuw gelegt, sondern durch die Konzentrierung jüdischbürgerlicher Elemente in den Städten und Vorstädten wurde die Voraussetzung für kulturelles Leben in Erez Israel geschaffen, da« der Stolz unseres Aufbauwerkes ist. Die Ereignisse vom August und September 1929 haben erneut aufs eindrucksvollste bewiesen, welchen Wert gerade zusammenhängende jüdisch-städtische und -landwirtschaftliche Siedlungen haben, denn während in diesen ein relativ geringfügiger Schaden an Gut und Blut entstanden ist, mußten die zerstreut liegenden jüdischen Punkte erheblich stärker leiden. Die Tendenz des Jischuw geht nach diesen blutigen Ereignissen mehrals je dahin, geschlossene jüdische Siedlungen zu schaffen. Die Juden, die heute noch in nicht unerheblichem Maße in Jerusalem, Haifa und Jaffa zerstreut in arabischen Vierteln bei arabischen Hausbesitzern wohnen, haben durch die blutigen Ereignisse einen erneuten starken Antrieb bekommen, sich von den arabischen Vermietern unabhängig zu machen und in rein jüdischen Siedlungen zu wohnen. Dieselben Bestrebungen zeigten sich übrigens schon nach dem Pogrom 1921. Man kann von diesem Datum ab die schnelle Entwicklung von Tel Aviv und Hadar Hakarmel bei Haifa konstatieren. Heute, nachdem der Jischuw stark gewachsen ist, ist diese Eewegung entsprechend größer und wir erleben heute schon beträchtliche Mietsteigerungen für Wohnungen in jüdischen Vierteln. Eine verstärkte Bautätigkeit muß und wird die natürliche Folge sein. Einen überragenden Anteil an der Bereitstellung von städtischen Böden für jüdische Stadtviertel hat die Paiestine Land Development Co. Ltd. im Laufe ihrer über 20iährigen Geschichte gehabt. Diese Gesellschaft wurde im Jahre 1908 gleichzeitig mit dem Palästina- Amt in Jaffa gegründet, und Professor Otto Warburg und Dr. Arthur Ruppin, die damals mit anderen zusammen die Initiative ergriffen, arbeiten noch heute im Direktorium. Die Paiestine Land Development Co. hätte aber ihre umfangreichen Arbeiten niemals durchführen können, wenn sie nicht zu jeder Zeit der verständnisvollen Mitarbeit von Freunden außerhalb Palästinas sicher gewesen wäre, die die Mittel zur städtischen Kolonisation auf lange Sicht ihr zur Verfügung stellten. In vielen Fällen geschah dies durch Gewährung langfristiger Hypoihckarkredite, in anderen wurden Bodenkäufe, Parzellierungs- und Straßenarbeiten sowie alle anderen Vorbereitungen für gemeinsame Rechnung durchgeführt, ln vielen Fällen hat jedoch die Paiestine Land Development Co. ihr eigene«. Kapital (zurzeit sind einige 80.000 Pfund Sterling eingezahlt, von denen die Zionistische Exekutive, bzw, ihre Institute eine starke Majorität besitzen) in die städtischen Bodenkäufe investiert. Der bekannteste dieser Käufe war die Erwerbung großer und wichtiger, jetzt zum größten Teil ausgebauter Flächen in Jerusalem und seiner nächsten Umgebung, die im Jahre 1921 vom griechischen orthodoxen Patriarchen erworben wurden. Es handelte sich damals um Werte über 200.000 Pfund Sterling und die Entwicklung hat dieser Transaktion, die eigentlich die Ka- , pitalskräfte der Gesellschaft weit überstieg, im Laufe der Jahre recht gegeben. Naturgemäß mußte die Paiestine Land Development Co. ständig bemüht bleiben, die investierten Gelder nach entsprechender Vorbereitung der Bauflächen durch Verkäufe, besonders in Europa, wieder flüssig zu machen. Auch diese großen Käufe haben eigentlich nicht genügt, um alle berechtigten Wünsche zu erfüllen, aber immerhin kann man sagen, daß trotz aller Schwierigkeiten, durch planmäßige Arbeit der Paiestine Land Development Co., die ohne Mitwirkung von Kapitalien aus allen jüdischen Zentren nie geleistet worden wären, eine große Entwicklung angebahnt worden ist. Es kann kein Zweifel darüber sein, daß für die nächste Zukunft das Zentrum der wirtschaftlichen Entwicklung Palästinas in Haifa liegen wird. — Dort leben heute schon Uber 15.000 Juden —, und der großzügige Hafenbau, den die Regierung in den letzten Monaten endlich ln Angriff genommen hat, wird die wirtschaftlichen Voraussetzungen schaffen, die für die nächste Allijali bestimmend sein müssen. Heute wohnt ein immerhin nicht unbeträchtlicher Teil von Juden in der Halfaer Altstadt in arabischer Umgebung, während anderseits 4000 bis 5000 Juden in der prachtvollen Siedlung Hadar Hakarmel sich niedergelassen haben und andere Vorstädte, wie Bath Galim und eine Siedlung auf der Höhe des Karmel, in der Entwicklung sind. Die «Paiestine Land Development Co.» hat zu der Zeit, als ln Haifa nur 2000 oder 3000 Juden lebten, schon Vorbereitungen für die Zukunft durch Erwerb von großen Flächen auf dem Karmel geschaffen. Kurz nach dem Kriege gingen zirka 6000 Dunam (zirka 550 Hektar) aus dem Besitz von deutschen Siedlern ln die Hönde der «Paiestine Land Development Co.» Über, Der bekannte Städtebauer Architekt Richard Kaufmann entwarf die Bebauungspläne, das Gelände wurde in drei Bezirke, den Süd-, Zentral- und West-Karmel, eingeteilt, die beiden letzteren in rund 1000 Einzelparzellen aufgetellt, während der Süd-Karmel en bloc an rumänische Zionisten, die dort die «Achusah Sir Herbert Samuel» gründeten, überging. Diese Achusah, die durch Autobus mit der Stadt verbunden ist, Ist in erfreulichster Entwicklung. Die Siedler arbeiten teilweise in der Stadt, teilweise in der Siedlung selbst und liefern Milch und Gemüse nach der Stadt. Die Arbeiterschaft hat auf dem S ü d-K armel in wundervoller Lage ein Erholungsheim errichtet. Der Karmel ist der einzige Punkt in Palästina, der sowohl Höhenwie Seekllma hat. Seine höchste Erhebung Uber der Stadt ist zirka 300 m. Schon heute dient der Karmel als Luftkurort. Die Schönheiten des Karmels zu beschreiben ist hier nicht der Ort, aber allgemein bekannt ist es doch, daß der Karmel zu allen Zeiten geradezu das Symbol der Schönheit und Fruchtbarkeit gewesen ist. Die Karmelsiedlung, die sich in den letzten Jahren recht erfreulich entwickelt hat, Ist du....; eine gute Autostraße, die in etwa einer Viertelstunde zur Stadt führt, mit dieser durch einen regelmäßigen Autobusverkehr verbunden. Eine zweite Straße wird in allernächster Zeit vom Hadar Hakarmel auf den Karmel hinauf ausgebaut werden und die Verbindung zur Stadt weiter verbessern. Ob der seit langem bestehende Plan Rutenbergs, eine Drahtseilbahn hinauf zu bauen, in absehbarer Zeit verwirklicht werden wird, ist unsicher. Die heute auf dem Karmel gebauten Häuser haben Wasserleitung von einer nahen Quelle und im letzten Frühjahr ist die Verbindung zur Rutenberg-Statlon in Haifa gelegt und alle Häuser mit elektrischer Lichtleitung versehen worden. Zahlreiche Hotels und Pensionen sind oben gebaut worden, die in den Sommermonaten von Palästinensern, die früher zur Erholung nach dem Auslande fuhren, frequentiert werden. Es hat sich im Laufe der zionistischen Kolonisationsgeschichte erwiesen, daß Bödenerwerb in Palästina nicht nur eine nationale Aufgabe erster Ordnung, sondern auch für Kapitalisten, die auf lange Sicht Gelder investieren können, eine ausgezeichnete und fruchtbare Kapitalsanlage gewesen ist. Sicherlich muß man bedauern, daß diese Gewinne privaten Bodenbesitzern und nicht dem Keren Kajemeth zugeflossen sind. Damals aber gingen die Käufer von Parzellen in Hadar Hakarmel, wo weit und breit kein Hau» zu sehen war, ein recht erhebliches Risiko ein und es gehörte schon ein ungewöhnliches Maß zionistischer Phantasie dazu, sich das, was heute dort entstanden ist, vorzustellen. Es ist über jeden Zweifel erhaben, daß die Menschen, die damals der «Paiestine Land Development Co.» die Mittel zum Kauf dieser Flächen zur Verfügung stellten, nur zionistisches Verantwortungsgefühl und keinesfalls spekulative Phantasie leitete. Heute gehört keine besondere Phantasie mehr dazu, sich die Entwicklung Haifas in den nächsten Jahren vorzustellen. Dem Kenner der Verhältnisse ist es klar, daß, wenn der Hafen ausgebaut sein und seinen ganzen Lärm und Dunst entwickeln wird, der hochangelegte Karmel das bevorzugte Siedlungsgebiet von Haifa werden muß. Die Aufgabe der «Paiestine Land Development Co.», die von dem Mandatsland durch Sir Herbert Samuel als Company of public utility bezeichnet worden ist, ist neben ihrer Bodenkaufstätigkelt für den K K L, die Voraussetzung für städtische Siedlungen zu schaffen und zionistisches Kapital für Bodenerwerb und Bautätigkeit ins Land zu ziehen. Von den auf dem Karmel erworbenen Flächen ist der größte Teil in den letzten Jahren an Zionisten in allen Ländern,

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