Mannheim
Compact Memory

Die Stimme · 1930-01-08 · Heft 108 (8.1.1930) · page 7

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Stimme
Volume
3 (1930)
Issue
Heft 108 (8.1.1930)
Date
1930-01-08
Page
– (sequence 7)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/3053752-3053859-3053861--1482-3056837
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

Nf. 108 PIE STIMME Seite 7 Was Sie suchen - finden Sie bei unsI Handtehuhen, Trlkotagen, Damen-, Herrenu. Kinder Infolge kleiner Hauen Spottbillig! wasche, Pyjamas, Leinenwaren, Berufsklelder etc. En gros - en detail I., ftABSNSTSIG % (Ecke Seltenstettengasse) WarealiM Barnhard Bergmann Die Zukunft Palästinas Das Organ der Agudalt, dte kt Wien er* schein ende «Jüdische Presse», bringt in ihrer fetzten Nummer vom 3. Jänner einw.n Artikal <tes Züricher Professors Dr. Ludwig Köhler Ober die Zukunft Paäästinas, iai dem der Verfasser den Beweis erbringen will, daß die zionistischen Einwanderer in Palästina sich sprachlich afagekapeeff, die «sragtesftssane Bevölkerung durch Landkauf vertrieben und berechtigte Interessen der Araber verletzt haben. In den letztem Ereignissen in Palästina sieht der Verfasser nichts anderes als einen Protest der Araber / gegen den Zionismus, der sie verletzt und ver* drängt. Von einem ian Palästina seit mehr als drei Jaihrzohnteti ansässigen Agronomen wird uns nachstehender Brief an Professor Köhler zur Verfügung gestellt. (Die Redaktion.) Sohr geehrter Herr Professor! Ein sonderbares Gefühl überlcam mich, als ich Ihre« Artikel gelesen habe. Ich fragte mich, wie das so kommen konnte, daß ein Wissenschaftler von Ihrem Rangs sich plötzlich auf das Gebiet der politischen Agitation unbewaffnet mit dem ihm zur Verfügung stehenden wissensobaftlfchen Rflstzeug begeben hat! Und nun lassen Sie mich Ihnen auf Ihre Einwendung entgegnen! Sie behaupten, daß die Araber schon sot 2000 Jahren in Palästina wohnen- Können Sie das mit dem wissenschaftlichem Gewesen verantworten? Nein! Sie als Theologteprofesor wissen, was jeder Anfänger der Pafästmakunde weiß oder wissen sollte, daß J. Araber erst mdt der Eroberung des Landes durch dem Islam ins Land kamen. 2. Sie wissen, daß diese arabischen Eroberer eine große Anzahl von christlichen Dörfern jüdischer Herkunft, von griechischen Dörfern aranemscher Herkunft und jüdischen Dörfern gezwungen halbem, den Islam aniztanehmten. Diese Dörfer, weiche heute «arabisch» a<ussehen, nennen sich heute noch «fltaoh», d h. durch Zwang bekehrte. Wenn Ihre Kollegen iit Palästina nacht mit Tendenz geschlagen sind, so könnte und sollte es eine schöne Aufgabe sein, diese Aufklärung wissenschaftlich in kurzer Zeit zu veröffentlichen* 3. Geber dias Neuhebräisclfe mit Ihnen als Gelehrten zu djdkatfenen, ist doch ziemlich übenßussiig. Sie wissen gmtyz genau, daß es keine Unterbrechung in der Entwicklung der hebräischen Sprache gegeben habe. Sie wissen ganz genau, daß M4mon-ides ebensogut wie die Dichtung des modernen Dichters Bialik und die Prophezeiungen des Jesaia von dem Schüler efoes hebräischen Gymnasiums verstände» werden kann. Sie wissen ganz genau, daß während unseres ganzen Exife unsere Lfehre, unsere Dichtung, unsere Sprache ■ raofrt das Privileg einer kleinen Schichte von Talargdehrten geblieben ist, sondern Gemeingut des ganzem Volkes war. ln dem finsteren Ghettos von Jemen und den kleinsten Ocrtchen von Uthauem konnten Sie und können Sie noch heute Wasserträger und Sohu'hifiKcker finden, die nach schwerer T&gesarbeit sich im Sohnihaus hinsetzen und abwechselnd tatoiwidische Vorlesungen in feinster Dialektik vortragen. Daß der Briefwechsel immer ein hebräischer gewesen war, ist wohJ zur Genüge bekannt Von einer toten Sprache kann also keine Rede sein. 4. Sie erheben Einspruch gegen die Methoden des Lan-dikaufes. Warum lassen Säe stdh nicht informieren, daß vor der jüdischen Emwacnderunig die türkische Regierung in Palästina jedem, der es nur nehmen wollte, Land ambot, wenn der Betretende sich verpachten konnte, eine minimale Steuer, ungefähr Fr. Z50 per Hektar und Jaha; zu zaddsn. Und doch konnten die Araber zu jener Zeit seiten von diesem Angebot Gebrauch maohen, ja, «de waren gezwungen, im Tabu (Grundbuch) viel weniger Land etozutragen,, als sie wirklich besaßen, ln dieser Zeit nämJfoh, wo keine jüdische Einwanderung stattfand und keine jüdische Siedlung in Tätigkeit war, haben die Effendäs, wie die Sursok, die Houssemis und nicht au vergessen die frommen chrisWichen Stiftungen der Klöster unigefoewre Flächen für einen Pappenstiel erwoiben, diese Strecken brach Hegen oder versumpfen lassen' und nur teilweise durch das Hungervolk für einen Pachtzins von 33 Prozent der Bruttoernte bearbeiten lassen. Als die Juden Boden zu kaufen begannen, kauften $fe nicht bei den kleinen Besitzern, sondern brachliegendem Böden bei den großem Besitzern. Enst in dieser Periode begann der arabische Bauer bedientest zu werden. Dw bische Bauer, der bfe dahin sich vom seinem großem arabischen Bruder hat ausbeuten lassen, begann standfest m werden und verkaufte keinem Boden mehr am diese großen Wucherer. Er sandte sein« Kfauter in Arbeit bei den jüdischen Siedlern, tmd mft dem heirriigdbrachten Oelde begann er sähe eigene Wirtschaft zw ameWoriiepen. Man »ehe sich nur dte aroW- »chen Dörfer in der Nähe der jüdischen Siedlungen an* Aber auch der Boden, den die Juden von den arabischen Großgrundbesitzern erworben haben, war für die Araber seihst unbrauchbar. Was hätten auch die Araber vor 50 Jahren mit dem Boden von Duran, Ajonn, Ara, Mlebes anfangen können. Es waren zum Teil Sand- oder Sumpfböden. Als vor 50 Jahren der griechische Arzt Prof. Masaraki von seiten der jüdischen Käufer mitgenommen worden ist, um den Boden von Mlebes vom hygienischen Standpunkt aus zu begutachten, hat er tief erschüttert der Kommission an Ort und Stelle erklärt, daß hier keine Menschen wohnen können und dürfen, ja auf diesem verseuchten Boden könne überhaupt kein Lebewesen existieren. Was hätten die Araber mit dem steilen Boden von Samaria anfangen können? Die jüdischen Bodenkäufer haben das arabische Volk keineswegs der Heimat beraubt, sondern erst recht heiumtfest utmacht 5. Ihre Einwendungen gegen die Tote-Meer-Konzesiion ist auch nicht stichhaltig. Sie ist zu kindisch ängefaßt worden, weil Leute sich um eine Sache reißen, deren Erfolg noch zweifelhaft ist Aber, wer hindert die Araber, Anteile zu erwerbe«, jetzt oder später, wer hat sie gehindert,vorher die Konzession zu erwerben? Als Zeugen kann ich anführen den Regierungsgeologen Black, der mir sagte: «Als die Araber die primitive Ausnützung der Toten-Meer-Schätze in den Händen batten, haben «te sich gor keine Mühe gegeben, die Sache ordentlich zu - achen.» An Geld fehlt es heute den Arabern in Palästina nicht. Während in Aegypten jeder ungelernte Arbeiter auf dem Lände mit Frcs. 1.30 zu haben ist, geht in Palästina kein Araber unter Frcs. 3.— pro Tag in die Arbeit. Mögen die reichen Araber den Beginn machen, aus eigenen Mitteln für ihre arabischen Brüder Schulen, Waisenhäuser, Siedlungsstellen zu schaffen. Diese sind die Machtmittel, die ihnen zur Verfügung Stehen. Ich könnte noch Seiten füllen mit meinen Beweisen, aber Sie wissen so gut wie ich, daß es gar nicht um die arabische Frage geht, es gibt ja gar keine arabische Frage in Palästina, eine christlich-jüdische Frage gibt es wohl. Wenn auch die Verschiedenen christlichen Konfessionen auf dem Wege des Aufbaues des Christentums nicht einig werden können, in einem Punkte sind sie sich einig: in der Konzentration des Hasses und des Kampfes gegen dos Judentum in Palästina. Obwohl ich Jude strengster Observanz bin, hafte ich mich immer gefreut, daß die TocJiterrdtigion den Judentums, das Christentum, insbesondere nach der Läuterung durch Luther und Calvin, in der Welt viel Licht brachte. Ein hervorragender jüdischer Philosoph, Hermann Cohen, behauptet, daß nicht allein Luther und Calvin sich von den Urquellen des hebräischen Schrifttums beeinflussen ließen, sondern indirekt durch die Reformation das Judentum beeinflußt haben. Es scheint aber, daß im 20. Jahrhundert die Reformation schon vergessen worden ist. Und nun zur politischen Seite Ihres Artikels. Keine ehrliche,Kommission der Welt wird in der Lage sein, den Juden in Palästina irgendein Unrecht, welches sie gegen Andersgläubige begehen, nachsagen zu können. Es sind nicht die besten Geäster Englands, welche exnem arabischen Mob erlaubt haben, eine Auswahl zu machen zwischen Sittengesetzen, welche ihnen genehm sind, und denjenigen, die ihnen nicht genehm sind. Diese Engländer haben ihrem Reich keinen Dienst erwleseri. Wenn England, wenn das geeinigte Christentum in negativer Richtung der Judenheit in Palästina etwas zu sagen hat, so gibt e$ tausende Wege für solche Mitteilungen, nicht aber auf dem Umweg über den arabischen Mob. Sollte die Christenheit auf einem barbarischen Weg beharren, so könnte sich der Antichrist gratulieren. Denn mit dieser barbarischen Richtung ist das Ende der Heillehre und das Ende des Evangeliums besiegelt. Agronom M. Weiner. Generalversammlung der „PalestJne Land Development Co. Ltd.« London- Jernsalem Jn der ondentiliehen Geoerafrersapintiuing der «Pafestsrie Land Development Co. Lteb,dfe am 18. November 1920 in Jerusalem unter Vorsitz des Mitgtiedes des Direktoriums, Herrn Dr. Arthur R u p p i n, stattfand, machte der Managjaigdweäctor Dr. Jacob Thon zu der vorifogewtfe« Bilanz für 1928 und der provisorischen Büane für die ersten zehn Monate de« Geschäftsjahres 1929 folgende Ausführungen: Die Arbeiten der P. L. D. C. werden in der Berichtszeit nach demselben Prinzip wie schon in den vergangenen fahren geführt Neue Käufe wurden nur bei Bestellung jn Angriff genommen, wenn die Besteller die »u den Käufen notwendigen Beträge bereits vorher Zur Verfügung gesteift haben. Nach diesem Prinzip konnten die Venpflichtwugiefl, die aus der vorangegangenen, Epoche stammten, erhdbhch verringert werden, und zwar wurden sie seit Ende 1927, wo sie zirka 3 3 OG 0 0 Pfund Sterting betrogen, bis zum Datum der OeneralfversaimmiBung auf zirka 2 5 0.0 0 0 Pfund Sterling berabgetfrfidkt bi dieser Summe sind jedooh Beträge enthalten, die mr ctesfteto to der Bäten* der P. L. D. C stehen,, weä die entsprechenden Böden im Grundbuch noch auf sie eingetrogen «ind, wäbTOnd afe teteäeWfcji schön anderen gehörten. Es handelt steh Wer um einen Betrag von teric* e&ÖOO Pfund Sterling, so daß die gesamten Verpachtungen der P. L. D. C am 31. Oktober 1929 noch rin)» 1 8 $.000 Pfund Sterikig betrugen. PanafiBeJ mit dieser.' VerWejberwg der Verpflichtungen ist das Vermögen der Geeeltechaft in den fetzten Jahren gestiegen. Es beträgt beute zteka 150.000 Pfund Sterling bei einem Aktienkapital von zink« 82.000 Pfund Sterling. Dte GeseJfeobafft verfügt also über sehr erhebliche Reserven. Im Berichtsjahr 1928 ebenso wie In der vottwigegawgenen Zeit bemühte sich die Goseflschaft mft aßen Kräften, ihre zahlreichen Käufer zu veranlassen, dfe bereits bekohlten städtischen Grundstück« und landwirtschaftlichen Anbau» ffßchen auf ftira Namen in dfe Grondfcüdter der Rogterung ein tragen nt lassen. Derartige Übertragungen wurden Im Jahre 1928 im Gesamtwert von zirka 134.000 Pfund Sterling, m den «raten zehn Monaten des Jahns 1029 in Höhe von zirka 47.000 Pfund Sterling vorgenommen. Der Aufschwung, den das Wirtschaftsleben im Palästina vom Beginn de« Jahres 1929 cn wieder nahm, fernd'furen Ausdruck auch in den ungewöhnlich großen Käufen, die auch Privatkapitahsten vieler Länfer durch die P. L. D. C., besonders in der Pflkuwsungszone, vornehmen ließen. Diese Bestattungen bezogen steh auf Fläche« von ungefähr 100.000 Dunam, von denen etwa die Hälfte inzwischen offiziell auf die Namen der Käufer in den Grundbüchern registriert worden ist. ln den genannten Käufen ist auch der Boden von eWndi «i Chawareth» für den Keren Kajenreth Leisrad enthalten, von dem 33.50T Dunsm in/wiscl.en offiziell Übe«irag5;i wurden. Zu den privaten Kautern der großen Flächen in 1er Pflanzungszon? gehören u. a Lord Mefchett, London, Herr Mauthner, Budapest. Herr Ascher Piere«, Montreal, und die Pfla-nzungsgeseflschaft «Gan Chajiimv. Sofort nach Abschluß der Bodenkäufe begannen di« Besitzer, die gekauften Flächen zu bearbeiten und gaben dadurch vieler» hunderten Arbeitslosen, die aus den Städten auf diese Ländereien strömten, Arbeit Die P. L. D. C. kann mit Geuuigtuwig auf ihren Anteil zur Liquidierung der damals im Lande herrschenden Arbeitslosigkeit hin weisen. Mit der Gründung der Jewish Agency auf dem XVI. Zionistenikoingreß m Zürich wind die «Palestine. Land Development Co. Ltd» als das zentral« Bodenkaiufeinstnument der Zionistischen Organisation vor neue große Aufgaben gesteftt. Der Kongreß gab dieser Tatsache durch'folgend«» Beschluß Ausdruck: «In Anbetracht der Wichtigkeit der P. L. D. C. als zentralem Bodenikaufsiostrument der Zionistischen Or-ganjsation, dessen Amf'gabe die Durchführung der Bodenkäufe sowohl für den Keren Kajetnetii Leisrael als a<uch für private Kapitalisten ist, beauftragt der Kongreß, analog den Beschlüssen des XIV, Zionistepkonigresscs, die zionistischen Vertreter in der Jewish Agency, dahin zu wirken, daß das Aktienkapital der Gesellschaft verdoppelt wird.» Dfe Generalversammlung bestätigte den Bericht und die Bilanz für das Jahr 1928 und sprach der Leitung und der Beamtenschaft ihren Dank aus. Folgend« Beschlüsse wurden gefaßt: 1. Den Gewinn des Berichtsjahres und der vorausgegangemen Jahre auf Rechnung 1929 vorautr.agieii. 2. Entsprechend eanom Beschluß der letzten Generalversammiumg 5000 Pfund Sterfling neuer Aktion hcrausaugeben, die bisher noch nicht emittiert worden waireai. 3. Die bisherige Leitung, bestehend ans den Herren Professor Otto Waibung, J. L. Goldberg, Dr. Arthur Puppte, Jehosohua Chankin, Dr. Jacob Thon und Gharies Paßmann, wiiederzuwäitien und die Herren Justizrat Dr. Elias Straus, München, Isaak Feuernng t. Fa. Aron Hirsch, u. Sohn, Berlin, Dr. Josef Rufeisen, Mähr.-Ostrau, neu ki den. Board ot Directors zu berufen. Dr. Robert Weltsch und «Britb Schalom» Berlin. (J. T. A-) In seiner Schlußrede auf dem deutschen Dejegiertentag hat Dr. Weizmann u. a. gesagt, Dr. Weltsch sei ein «Opfer seiner Freunde» und man dürfe ihn nicht verwechseln mit Magnes oder dem Brith Schalom. Da diese Bemerkung zu mehrfachen Erörterungen Anlaß gegeben hat, haben wir uns an Dr. Weltsch mit der Bitte gewandt, sich dazu zu äußern. Herr Dr. Weltsch teilt uns hierzu mit: «Leider hatte ich auf dem Delegiertentag keine Möglichkeit, Herrn Dr. Weizmann zu erwidern, da nach seiner Rede die Sitzung geschlossen wurde und er am nächsten Tag nicht mehr anwesend war. Ich kann mir Dr. Weizmamis Bemerkung nur damit erklären, daß Dr. Weizmann offenbar die internen Vorgänge in Deutschland zu wenig! verfolgt hat. Die Gegnerschaft gegen die Führung der «Jüdischen Rundschau» wandte sich stets gegen die von mir seit Jahren dort vertretenen Ansichten. Dieselben Ansichten habe ich jetzt auf dem Delegierten tag ausgesprochen. Ich bin also niemandes «Opfer», sondern stehe selbst für meine zionistischen Grundanschauungen ein, die sich mit den Grundanschauungen der Gruppe Brith Schaiöm in Palästina decken. Ich habe in der Berliner Versammlung am 31. Oktober bereits auseinandergesetzt, daß der Brith Schalom eine Ideengrüppc und keine politische Partei ist, so daß seine einzelnen Mitglieder für ihre Handlungen allein verantwortlich sind. Daher habe auch ich meine Handlungen allein zu verantworten. Wenn von den verschiedensten Seiten heute leider der Versuch gemacht wird, den Gedanken des Brith Schalom durch eine beispiellose Verleumdungskampagne zu diffamieren, so bedauere ich dies zwar im Interesse der zionistischen Moral, es kann aber an meinen und meiner Freund« zionistischen Qrundanschauyngen nichts ändern. Vielleicht wollte Weizmann andeuten, daß es über Fragen der politischen Taktik auch innerhalb des Brith Schalom Meinungsverschiedenheiten gibt; dies hat aber nichts mit den Anschauungen zu tun, die von mir in der «Jüdischen Rundschau» vertreten und von der Gegenseite angegriffen werden.» Dr. Alexander Goldstein in Polen Warschau, 1. Jänner (J. T. A.). Am 1. Jänner traf der bekannte Keren Hajessed-Pionier Dr. Alexander Goldstern in Warschau ein; er wird die vom Präsidenten Nahum Sokolow eingeleitete Keren Hajessod-Kampagne weiter führen. Die jüdische Presse Polens widmet Goldstein Begrüßungsartikel und erinnert daran, daß er seit seinem 18. Jahre in der zionistischen Bewegung aktiv tätig ist, im Jahre 1917 der russischen konstituierenden Versammlung angehörte und 1919 Mitglied der vom ukrainischen Judentum zur Friedenskonferenz gesandten Delegation war. Professor Mlchelson lebt Die Nachrichten vom Ableben des groben Gelehrten Prot Mlchelson ist falsch. Professor Mlchelson lebt (J. T. A)

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.