Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 2 (1929)
- Issue
- Heft 103 (5.12.1929)
- Date
- 1929-12-05
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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OIE STIMME Nf. 103 10 Wodrenabschntitt, Vortragender Herr Dr. Rabbiner Wundermann. Alle Vorträge beginnen (bis auf Freitag, 7 Uhr abends) präzise 8 U'hr abends. Zeire Misrachi, Wien, II., Prateretraße 11. Samstag, den 7. & M., um Uhr abends Vortrag des Herrn Rabbiner M. Horowitz. Thema: Rabbi Saadiah Gaon. Gäste wiflkommen. Sonntag, 15. d. M., Mitgliederversammlung. Hechaiuz-Haitiisrachi, Wien, II., Prateretraße 11. Sonntag, den 8. d. M., 5 Uhr nachmittags, Sichah-KIalith. Jene Chawerim, die unmittelbar vor ihrer Abmeise nach Erez- Israel stehen, werden aufige fordert, in ihrem eigenen Interesse zuverlässig und piinktlicltst zu erscheinen. Brith Hanoar Hamisrachi, Wien, II., Prateretraße 11. Samstag, den 7. d. M., präzise Uhr abends, Mitgliederversammlung. Refierent: Ch. Brafmann. Anschließend Diskussion. Erscheinen Pflicht! %* Zeiroth Hamisrachi, Wien, II., Praterstraße 11. Montag und Mittwoch: Hebrätscfokurs für Anfängerinnen. Mitgliederaufnahnicn täglich im Bureau der M. J. Z. Die Chawerothwerden gebeten, sich recht lebhaft am Kartenverkauf fiir unsere Chanukahfeier zu beteiligen. Hascliortier Hadathi, Wien, 11., Praterstraße 11. Samstag, 3 Uhr nachmittags, Sichah! Tagesordnung: Fiihrerwahi. Schomrin! Erscheinet alle! Mittwoch: Gesangsü b u n g bei Oberkantor Bohomüny. Alle ChormitgUeder haben bestimmtest zu erscheinen! OncgSchabbath-Krets, Wien, II., Praterstraße 11 (Mezzanin). Programm für Schabbatli, Parschath Toldoth (7. d. M.), 3 Uhr nachmittags: 1. Ranibain, Hilchoth Deotli. Vortragender Ch. Isa-k Teiteibaum. 2. T’filath Minchah und Schaiosoh Seudoth. Abe>n<ls ^8 Uhr: Vortrag Rabbiner H. Horowitz. Chanukahfeier der M. Z. J., Wien, II., Praterstraße 11. Samstag, den 28. d. M., 8 Uhr abends, im Festsaale des Hotel Post findet die diesjährige Chanukahfeier der Misnachii- Jugendzentrale statt. Mitwirkend: Oberkantor Bohonwlny und Chor; Oberkantor Margulies; Professor Josef Zimbler; Professor Fritz Blum (Burgtheater); ein Quartett; Aid Kaip u. v. a. Karten im Bureau der M. J. Z., Telephon R 49-8-79, Expneß-Bügelanstalt Jakob Waizer, II., Taborstraße 59, Telephon A 41-7-48, und bei allen Vorstandsmitgliedern. Preis vom S 1.— aufwärts. .Union der Zionisten-Revisionisten. Montag, den 9. Dezember, halb 9 Uhr abends, im Arkaden-Cafe, IX., Universitätsstraße 4 (Souterrain). Referat Dr. Norbert Hoffmann über die Vorgänge vor der Untersuchungskommission in Palästina mit besonderer Berücksichtigung der Aussagen der Reglern ngsbeamten und der äraforschen Entlastungszeugen. Die Mitgliederversammlungen finden regelmäßig jeden Montag halb 9 .Uhr abends im Arkaden-Cafe statt. Jüdische Tischgesellschaft «Landstraße». Der am 12. November vom Redakteur Hans Margulies abgesagte Vortag über.dem Halsmann-Prozeß findet am Dienstag, den 10. d. M. statt. Cafe Lovrama. Beginn j£9 Uhr. Gäste herz- Bah wiökomrnen. Einweihung eines Sefer-Thora in Wien. Sonntag, den 21. Ghesohfwan wurde unter imposanten Feierlichkeiten in der Synagoge des jüdischen Bald urngs-Urvterstü tzurngsvereines «Schomre-Hadas», Wien, XX., Othmargasse 34, ein SeferThora eingeweiht. Ungefähr 2000 Menschen waren zugegen, als die Thoranotte von der Volksküche in der Kliuckygasse in die Synagoge getragen wurde. In der Synagoge selbst feierte Sr. Ehrwürden Henr Rabbiner Gerschon Hager die Bedeutung des Tages. Abends fand ein Bankett statt, bei welchem die Herren Samuel Hager und D. Ochs eindrucksvolle Reden hielten. Das zahlreiche Publikum zollte den bekannten meisterhaften Rednern stürmischen Beifall. Verein für jüdische Geschichte und Literatur in Wien, fl., Ferdinandstraße 23/8. Am Montag, den 9. Dezember, findet im K tubsaal der «Hakoah», I., Wiesln gdnstraße 11 (Cafe Atlashof, eigener Eingang, Souterrain), der Vortrag des Herrn MedizinaJrat Dr. Heinrich Haase: «Schleidens Wissen um das Judentum» statt. Beginn j£8 Uhr abends. Eintritt frei. Jüdische Volksbibliothek «Zlorn», II., Kleine Mohrengasse 3. Samstag, den 7. d. M.„ präzise 8 Uhr abends, findet kn unseren Räumen ein Abend jüdischer Musik statt. Mitwirkend: Frau Dr. Meczes (Gesang), Professor Rodemich Baß (Klavier), Max Oppermann (Violine), Professor Julius Lubowsky (Cello), Herr Orenstein (Gesang), Konzertpianistin Schwarz und Fräulein Ros! Saphiier (Rezitation). Das Arrangement hat der Jugend verein «Brez Israel» übernommen. Gäste herzlfichst willkommen! Verein zionistischer Hochschüier «Theodor Herzl». Samstag, den 7. d. M., um ^8 Uhr abends, im neuen Heim, II., Untere Augartenstraße 35, 2 Stock, Tür 17, Vortrag Dr. E. M. Zwedg (Jerusalem) über das «Araberpnofolem». jüdische Hochschüier und HoehschlÜerinmen willkommen. Jüdischer Frauenbund. Dienstag, den 10. Dezember, 8 Uhr abends, in der Rede- und Lesehalle jüdischer Hochsobüiler, IX., Türkenstraße 9, Vortrag der Frau Esther Mieses «Die Pontateuchforsc hung des Aegypfotogen Professor A. S. Jahuda». Gäste willkommen. Eintritt frei. Achtung, Schomrim-Eltern! Samstag, 7. d. M., 7 Uhr abends, erstes Zusammentreffen der Eltern und Jugend des Haschomer Hazair bei einem Tee im Zioiüstlsclien Heim, JPL», .Jägerstraße 30. Silvester-Sonderausgabe Erscheint am 31. Dezember 1929 in einer garantierten Auflage von 60.000 Exemplaren. Wird am Silvesterabend an Gaste von hundert Kaffeehäusern, Bars und Kinos kostenlos verteilt. Die Besucher der Veranstaltungen im Konzerthaus, Sofiensaal, Kursalon, Sch5nbrunner-Saal, Wimberger, Stalehner, Kadermann, Eisvogel, Marokaner und Walfisch erhalten ebenfalls die Silvester-Sonderausgabe gratis. Die Silvester-Sonderausgabe ist reich illustriert und mit Beiträgen der prominentesten Persönlichkeiten versehen. Oneg-Schabbath-Nachmittage. Die Mädchenigruppe der Wizo, «Dworah», veranstaltet jeden Samstag, 4 Uhr nachmittags, im Festsaal der Volksbibliothek Zion, II., Kleine Mohrengasse 3, für Schulkinder eine Omeg-Sohabbath-Feler. Der am 30. November stattgefundene Oneg-Schabbath- Nachnwttag ist überaus gut gelungen, jüdische Eltern, die ihren Kindern einen angenehmen und echt jüdischen Samstag-Nachmittag verschaffen wollen, mögen jede Woche ihre Kinder zu dieser Veranstaltung schicken. Die Arbeit des Keren Kajemeth Alle Preise in Form von Baumspenden Der Welt-Makkabi hat beschlossen, alle von ihm zu erteilenden Preise in Form von Keren Kajemeth-Baumspenden zur Verteilung zu bringen. Selbstkontingente. Der Keren Kajemeth ging seit Wochen daran, die Selibstkontinigentierunig der Wiener Gesinnungsgenossen und der Mitglieder der Gruppen durchzuführen. Bisher wurden sie durchgeführt bei: Den Führerinnen der «Wizo», einem Teil der Mitglieder des Jugendvereines «Erez Jsrael», Bund jüdischer Jung Wanderer und einer Reihe von Einzelzionisten. Bisher haben 113 Personen rund S 17.000.— übernommen. 16 Selbstkontingentler hnbrni bis. nun S 4.600.— abgeführt. Dezember-Biichsenieerung Die nächste Büchsenleerung findet in der Zeit vom 8. bis 22. Dezember statt. In den Bezirken III., XIX. und XXI. beteiligen sich an der Leerung auch erwachsene Gesinnungsgenossen, vornehmlich Frauen. Alle Büchseninhaber werden gebeten, von den Leerem Bestätigungen über die Leerungsbeträge zu verlangen, natürlich auch Legitimationen. Chaluzverbandstagung Die Chaluzverbände Deutschlands, der Yichecltvslowakei und Oesterreichs veranstalten am 14. und 15. d. M. eine P’gischah mit den zionistischen Jugendorganisationen Mitteleuropas, die in Wien stattfindet. Der Zweck ist, eine Klärung über die Möglichkeiten der Chaluzarbeit in diesen Ländern zu bringen. Tagesordnung: 1. Tag, vormittags: Besprechung der Merkasim; halb 5 Uhr nachmittags: Vorbesprechung der Jugendbunde mit dem Merkasim; halb 7 Uhr abends: Eröffnungssitzung: Begrüßungen, Referat: Die Lage im der Chaluzweltbeweg i! n g. — 2. T a g, 9 Uhr vormittags: Referat: D i e Möglichkeiten für die C h a l u z i n t in den Ländern des Westens; Referat: Die Einordnung derOhin aus dem Westen in Erez Jsrael; Debatte; Zusammenfassung und Resolutionen. Jugendverein Erez Jsrael. Am 7. Dezember, halb 8 Uhr abends, im Vortragssaale der Volksbi'bliothek Zion, II., Kleine Mohrenga-sse 3. Kleines Orchester. Ausführende: Max Opermann. Norbert Brun, Prof. Jul. Lebowsky, Kurt Gerson Kronfeld. Gesang: Frau Doktor Neczes (Sopran), Leo Funke (Tenor). Trio und Solo: Prof. Roderich Baß (Neues Wiener Konservatorium), Max Öpermann, Prof. Julius Lebowsky (Neues Wiener Konservatorium). Eintrittspreis 50 Groschen. Moses Mendelssohn-Feier Der Jüdisch-akademische Philosophenverein, Wien, veranstaltet am Donnerstag, den 12. Dezember l. J., um 7 Uhr abends, im großen Hörsaal des mathematischen Instituts der Universität Wien, IX., Strudelhofgasse 4, Parterre rechts, anläßlich des 200. Geburtstages des großen jüdischen Philosophen eine Moses-Mendeissohn- Feier. Den Vorsitz führt Herr Hofrat Prof. Dr. S. Frankfurter. Die Festrede hält Herr Dr. Walter Eckstein: «Mendelssohn als Philosoph». Auskünfte und Einladungen beim Jüdisch-akademischen PhMosophenverein, IX., Zimmermannplatz 8, Tel. A 25 2-28, täglich zwischen 13 und 14 Uhr. Gäste herzlich willkommen. Ein neues Werk von Jakob Horowitz. Im Verlag «Kfcuwim», Tel-Aviv, ersohl-en vor kurzem das Buch «O r sarua» (Das zerstreute Licht) vom jungen hebräischen Schriftsteller Dr. Jakob Horowitz. Das Buch ist geschmackvoll ausgestattet und geschmückt mrt künstlerischen Zeichnungen des bekannten Zeichners Guttmann. Horowitz — eine der größten Hoffnungen der hebräischen Literatur in Palästina — erweist sich ln seinem neuesten Werke wiederum als ein meisterhafter Stilist und Künstler von besonderem Format. Wir werden auf das einzigartige Buch in einer der nächsten Nummern der «Stimme» noch zurückkommem. Dr. Jakob Horowitz, der vor einigen Jahren von Wien nach Palästina übensiedelte, ist auch der Uebcrsetzer des berühmten Werkes von Remarque «Im Westen nichts Neues» ins Hebräische. In nächster Zeit soH ein Roman von ihm, «Scbaanej tumah» (Die Pforten der Unreinheit), im Stybel-Venläg erscheinen. Wie wir erfahren, weilt Dr. J. Horowitz gegenwärtig ln Rumänien auf einer Propagandareise für den Keren Hajessod. Wydnanka zydowska w Polsce (Papierfchnitte bei den Juden in Polen) von Dr. Gifa Frankel, frühere Redakteurin der polnifch-hebräifchen Kinderzeitfchrift „Hafchachar" in Lemberg. Diefes Buch — in polnifcher und deutfeher Srache — zeigt in intereffanter Weife eine Abhandlung über die Papicrfchnitzerei bei den Juden. Papierfchnitzerei? Ein fterbender Zweig der jüdifchen Kunft. Einft fchmückte man Fenfterfcheiben, die Oftwand in den Wohnungen oder in Bcthäufern mit „Mijrachiledh“, „Scheurioslech", „Rcifeledi“. Simchath-Thora- Fähndien, Sephirat-ha-Omer-Tafeln, bunte Papierfchniczereien in der Laubhütte, Laternen mit hebräifchen Aüffchriften — all die* war Handarbeit. Heute verdrängt von der Technik, von dcu Druckmafchinen. Die Motive diefer Papierfdinittc find: „Mcnorah“, die heiligen Tafeln, Davidfchild, umgeben von Tieren (Löwen, Hirfch, Adler), Pflanzen oder Sternen. Sechzehn herrliche Bilder erläutern die intereflancen Ausführungen der VerfalTcrin und zeigen die leider untergehende Kunft jüdifcher Handarbeit. Diefes Buch ift für den Ethnologen eine dank-'.-.-v^r1" Einführung in die jüdifdie. Papierfchnittkunft. Jo. Uraufführung eines, jüdische:i Sporifilms mit Mara Spiegel Junge Sportsleute aus dem Kreise Makkabi haben einen Film geschaffen, der das Leben in der jüdischen Jugend- und Sportbewegung schildert. In dem Film, der den Namen «Makkabäer» trägt, ist der bekannte jugendliche Filmschauspieler Mara Spiegel, der Star des «Theaters der Kinder» Träger der Hauptrolle. Triumphe von «Habimah» in Süd- und Westdeutschland Das hebräische Theater «Habimah», das in München und in anderen süd- sowie westdeutschen Städten künstlerische Triumphe gefeiert hat, gastiert gegenwärtig in Frankfurt und führt unter anderen zwei neueinstudierte Stücke «Keter David» (Krone Davids) nach Calderon und «Haozar» (Der Schatz) nach Schalom A! ei ehern auf. Der Kritiker der «Frankfurter Zeitung» schreibt über die Leistungen der Truppe: «Plötzlich wird klar, mit welcher nachtwandelnden Sicherheit diese Schauspielertruppe die Gestalten ihrer Wahlverwandtschaft zum Leben bringt. Gewaltig, ein brandendes Meer, schlägt die Ucberzeugung dieser Menschen, die Leidenschaft ihres Willens über alle stilistische Apparatur. Der Stil ihrer Gestik, ihrer Kostüme, ja die wilden grandiosen Masken sind nur Hülsen, aus denen hinreißend, in einem unheimlich nicht endenden crescendo die Stimme eines Volkes zu tönen anhebt, von dem alle sprechen und das niemand kennt.» Jüdische Künstlerspieie Das gute Volksstück. In den «Jüdischen Künstle rspi-elen» läßt sich eine Vor» feinerurog des Operettengenres verzeichnen. Das gute jüdische Volkstück, das eine Reihe trefflicher Typen bringt, steht im Mittelpunkt des Repertoire. Einen besonderen Erfolg hatten «E i n j ti d i s c h e s M ä d e b und «C h a 1 o jm e s f i n L i b e;>, beide mit der ausgezeichneten Vera Kaniewska, die an dern Tenor Paul Breit nt an« einen vortrefflichen Partner hat. Nicht weniger Gute«