Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 2 (1929)
- Issue
- Heft 103 (5.12.1929)
- Date
- 1929-12-05
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 108 STIMME Sette 11 tistete« die ne «engagierten Fri. Weiland, M. Bayn, S. Faste! Dd des heimische Ensemble trnt den Dativen B. LiebgoW, Veifrtraub-Onaf, Meise!« und den Herren N. Breatmerm, ISfotonsky, LiebgoM jim. umd sen. Von Freitag, den 6., bis Sonntag, den 8. Dezember, getagt da® Lebensbild «Das Modell* von Freyman mit lern Gästepaar Kan-tev/skarBreitmann zur Aufführung. An kn folgenden Wochentagen das gute Repertoire-Programm tut Plakat. Das Bukarester Jüdische Theater Einen großen Lacherfolg hatte die letzte Komödie «Schames im Kimpet» zu verzeichnen. Sehr gut gefielen die Damen Sevilla Pastor, E. Siibermanu, N. Dreiblatt und die Herren Pastor, Sieglet, Waldberg, Reißmann und G r i tn m i n g e r. Freitag gelangt das Lebensbild mit Gesang und Tanz «Der jüdische Fink» (Der jüdische Jazzsängerj zur Aufführung. Das Stück wurde in New York fast tausendmal gespielt und zählt noch immer zu den zugkräftigsten Stücken der jüdischen Bühnen Amerikas. In Europa wird das Stück zum ersten Male in Wien aui einer jüdischen Bühne aufgeführt. Die Hauptrollen sind mit Sevilla Pa s t o r und M. Cossowski besetzt. Das Stück wiid Samstag, Sonntag und Montag wiederholt. Infolge der täglichen UeberfüIIung hat sich die Jüdische Bühne entschlossen, auch Sohntag nachmittags bei ermäß'gten Preisen zu spielen, und zwar wira kommenden Sonntag um 3 Uhr die Komödie «V e rlangt a Chusen» aufgeführt. Isidor Waldberg, der beliebte jüdische Konrker* feiert demnächst sein 20jähriges Be uf -.‘übi ä im. Aus diesem Anlaß sind für den Künstler verschiedene Ehrungen geplant. Ein Abend jüdischer Kunst. Der «Verein der Freunde des arbeitenden Palästina» veranstaltet Donnerstag, der 19. Dezember, yS Uhr abends, im Grollen Konzertbauosaal einen Abend jüdischer Kunst, an dem zum erstenmal in dieser Saison neue jüdische Musik zum Vortrag gebracht wird. Es ist dem Verein gelungen, für die künstlerische Leitung den bekannten jüdischen Cello virtuosen und Musikkritiker J. Stutscfoewsky zu gewinnen. Stutechewskys Stellung zum Problem der jüdischen Musik bürgt für die Auswahl des Programms. Im musikalischen Teil wirken der Wiener Jüdische Gesangverein (»unter Leitung des Dirigenten Dsimütrowsky), Israel Brand mann, der talentierte jugendliche Pianist Jakob Gimpel u. a. mit. Im zweiten Teil bringt Gertrud Kraus einen biblischen Zyklus «Frauengestalten» (Esther, Ruth, Märjam u. a.) zur Uraufführung. Staatsopernsäriger Josef Manowarda und Frau Erika Wagner singen hebräische Lieber Bei dem am Samstag, den 15. d. M. um halb 8 Uhr abends im Großen Konzerthaussaal stattfindenden Konzert des Jugendvereines Erez Jsrael zugunsten des Chajes-Realgymnasium und des Chajes-Waldes wird Herr Kammersänger Josef Manowarda von der Wiener Staatsoper hebräische Lieder zum Vortrag bringen. Frau Erika Wagner vom Deutschen Volkstheater singt hebräische Volkslieder. Frau Rene Pfiffer-Lax (früher Volksoper) und Oberkantor Gerson Margulles, sowie ein gemischter Chor unter Mitwirkung des Herrn Prof. Karl Lafite werden das Publikum mit den neuesten hebräischen Welsen bekannt machen. D'e künstlerisch? Leitung der Veranstaltung liegt in den bewährten Händen des Herrn Prof. Artur Wolf. Restliche noch vorrätige Karten zu diesem einzigartigen Konzert sind durch die Zionistischen Bureaus, 1., Kämtnerstraße 28, Tel. R 27-4-85/86; Jugendverein Erez Jsrael, II., Zirkusgasse 33, Tel. R 49-8-98; Konzerthaus, III., Lothringerstraße 20 zu haben. Da die Veranstaltung bald stattfindet, geben wir nochmals sämtliche Vorverkaufsstellen bekannt. 2. Bezirk: Bücherstube Rath, II., Tatoorstraße 2Öa; Moses Iron, II., Malzgiasse 2, Tel. A 47927, Hotel Baron, II., Große Schiffgasse 19, 6. Bezirk: Hermann Greif, VI., Gumpendorferstraße Nr. 93. 7. Bezirk: Geltner u. Co., VII., Neubaugasse Nr. 68; Kammerrät Moritz Kohn, VI., Marlahilferst-aße Nr. 101. 8. B e z 1 r k: Zion. Sektion, VIII., Bennop’atz 1, 10. Bezirk: Ing. Fischmann, X.-^Viktor Ad’erplatz 1. XX. Bezirk: A. Rosenthal, XX., Wallensteinstraße Nr. 24. Wir fordern sämtliche Vereine, Gruppen und Bünde auf, sich noch ln dieser Wo^he ihre Karten (Jugendkarten) abzuholen, da sonst sie anderweitig vergeben werden. 2. Mu3lkabend Im 20. Bezirk, Der von der Zionistischen Organisation in der Brigittenau am letzten Sonntag arangierte literarisch-musikalische Abend fesselte zwei Stunden lang ein Auditorium von Uber zweihundert Besuchern mit Darbietungen, welche hohes künstlerisches Niveau hatten. In der Artistin Aränka Holländer lernte man eine vollendete Kraft kennen., der ein ausverkaufter Konzertsaal zustünde, was ihr auch hoffentlich anläßlich bevorstehender Auftritte gelingen wird. Abraham Friedmann, der Lleblingslehrer im jüdischen Blindeninstitut meistert ve blüffend Geige und Klavier in Klassik und Moderne, Beide fanden in Dr. Zdenko S c h w a r t | einen präzisen Begleiter. Auch d:e anderen Nummern i befriedigten, besonders aber die S. Schwagers. « der im kommenden Jahre sein 80. Lebensjahr vollendet, einen Masaryk-Wald in Palästina zu pflanzen. Die Aktion zur Aufbringung der Mittel wird sich auch an# jüdische Kreise des Auslandes erstrecken. Isidore Wlse gestorben New York. (J. T. A.) Im Alter von 73 Jahren verstarb hier der langjährige Herausgeber des «American Jsraelite», der in Cincinnati erscheinenden jüdischen Wochenschrift in englischer Sprache Isidore Wise, ein Sohn von Dr. Isaak M. Wise, einem der ersten Führer des Reformjudentums in Amerika und Begründer des «American Jsraelite». Isidore Wise, ein Schwager des Herausgebers der «New York Times», Adolph S. Ochs, war Mitarbeiter großer amerikanischer Zeitungen. Musikalischer Nachmittag Im jüdischen Versorgungshati8, IX., Seegasse Am 27. November fand in der Versorgungsanstält Seegasse eine äußerst gelungene musikalische Veranstaltung statt. Herr Leo Funke, begleitet von Herrn Kapellmeister Kurt Gerson Kronfeld, brachte Arien und Lieder in vollendeter Weise zum Vortrag. Fräulein Reglne LÖbensohn erfreute die Alten durch heitere Rezitationen, Herr Max Oppermann spielte mehrere Geigensoli. Das Arrangement lag in den bewährten Händen des Herrn Leo Funke und waren die Pfleglinge der Anstalt voll des Lobes und Dankes für den ihnen bereiteten Genuß. .-.........,rr,rr,"“tini Film Andreas Hofer Der Fnoibeitekampf der Tiroler gegen ihre französischen Unterdrücker und das Martyrium ihres unvergeßlichen Fülwers Andreas Hafter ist des Motiv eines am 13. d. AL in Mfüs Wien erscheinenden Filme® «Andreas Hofer». In gewaltigen Massenszenen ist jenes gewaltige Ringen aufgezeigt, das dann mit dem Verrat Andreas Hofers an die Franzosen und dessen Tod endete. Ernste Wamtmgszeichem gibt die Natur durch Schwindelgefühil, vorzeitige Ermüdung, Benommenheit, Schlaflosigkeit, Ohrensausen usw. Diese Beschwerden zeigen zumeist den Beginn der gefährlichen Adetnverkaükung an. Bekämpfen Sie diese, ehe es au spät wird, durah Radiosklerin, die seit Jahren ärztlich »nempfChilenen, frei verkäuflichen Tabletten, welche die Blutzirkulation in den Schlag- und Pulsadern fördern, geistige und körperliche Arbeitsfähigkeit erhöhen. Radiumgehalt amtlich überprüft. Depot und " Apotheke Bayer, Wien, 1., Woldzeile 13. , E Ein Jahr geht zu Ende. Es hat uns wohl in mancher Hinsicht enttäuscht, dafür uns manches gebracht, was angenehm schön um unerwartet als Geschenk auiffiog. Vor einem Jahre zirka ist die neue Schallpkttenmankie «Homosord» erst schüchtern aufgetreten und hat bei den Gnammophonfreunden um freundliche Aufnahme gebeten. Und überraschend schnell hat sich diese gute Platte eingeführt, so daß man sie gar nicht mehr missen will. Den Eingeweihten kann dies auch nicht wundem, sind doch die besten Kräfte, wie Verp Schwarz, Luigi Bergauer, Kammersänger H. H. Ballmann, Manfred Lewandowsky und viele andere der Beaten hier zu hören. Als letzte Errungenschaft die beliebte Künstlerin Hansi Niese. AÄen Anfragen zuvorkommend, ersuchen wir, sich direkt an die Firma R. Herzog, L, Adlergasse 5, Telephon R 23-4-90, wenden zu wollen. Jüdischer Sport Neuerwerbungen beim Fußballklub Hakoah Der Fußballklub Hakoah geht daran, seine Mannschaft für die Frühjahrssaison aulzufrischen. Die in der Presse verbreiteten Gerüchte, die von bestimmten Namen wissen wollen, sind, wie u»ns von informiertet Seite berichtet wird, aus der Luft gegriffen. Tatsache ist, daß der Vertrag mit Bader gelöst wurde, der bereits nach Budapest zurückgekehrt ist Touristik und Skiklub «Hakoah», Wien, I., Wiesingerstraße 11. Toairemprogramim für Sonntag, den 8. Dezember 1929. Fußtouren: WietneaiwaW. Zusammenkunft y9 Uhr Mauer. Ziel nach Vereinbarung; — Kurse: Donnerstag, den 5. d. Al.: «Enste Hilfe», Da Viktor Much. Näheres Freitag vom 20 bis 22 Uhr. — Juigendigraippe: Nach Vereinbarung. Näheres Donnerstag von 19 bis 21 Uhr. IClubheim, Wien, I., WäiesinigerstTaße 11 (Telephon R 25-0-10). Fußball Letzten Sonntag fand in der Krieau das Spiel mm den Silberball zwischen Hakoah und Austria statt, da» diie Austria mit der hohen Skore von 6:0 gewinne», konnte. Das Spiel ging nur über 2mal 35 Minuten. Hakoah, die einige Ersatzleute ausp.oblerte, konnte nur in der ersten Halbzeit einen halbwegs gleichwertigen Gegner abgeben. Nach Halbzeit, die noch 1:0 endete, fiel die Mannschaft trotz Umstellungen vollständig auseinander und machte es den Gegnern nicht schwer, in regelmäßiger Reihenfolge noch 5 Treffer m erzielen. Von den Ersatzleuten war Sonnenfeld, der nur 35 Minuten spielte, der beste. In der zweiten Hälfte sprang fü<- ihn Katz ein, der sich aber von den anderen nicht unterschied. Die Halfreihe entsprach halbwegs. Dl« Verteidigung war verhältnismäßig noch am besten. In rhr überragte der Tormann Oppenheim seine Vorderleute ganz gewaltig. Von den 6 Toren konnte er keines verhüten. AmtlicheVerlautbarungen der Israelitischen Kultusgemeinde Wien Predigten in den israelitischen Gemeindetempeiit. Freitag, den 6. Dezember 1929, werden bei dem im 4 Uhr 10 Minuten beginnenden Abendgottesdiest in folgmdcn Gemeindetempeln Predigten abgeh altem, und zwar: I., Sertenstettenga&se 4 (Rabbiner Da M. GrwrwaM); XV., Tunnergasse 22 (Rabbiner Dr. I. Taglicht); XVIII., Schopenhauerstraße 39 (Rabbiner Dr. D. Feuchtwang). Samstag, den 7. Dezember 1929 findet beim Alorgengotiesdienst (Beginn 8 Uhr 30 Minuten) im Gemeindetempel, XXI., Holzmeistergasse 12 (Rabbiner Dr. AL Rosenmann) ein exegetischer Vortrag statt. Israelitischer Jugendgottesdienst. Am Samstag, den 7. Dezember 1929 findet um 3 Uhr nachmittags der Jugendgottesdienst für die israelitische Schuljugend im den Gemeinde- und B e ziirkssy nagogen statt. Richtigstellung Im Feuilleton unserer letzten Nummer, «Pariser Briefe» von Dr. Jacob Rosenthal, hat sich m der Überschrift ein peinlicher Druckfehler eingeschlichen uno werden unsere Leser es gewiß sofort gemerkt haben, daß der Titel richtig «Bei Leo Motzkin» heißen soll. Ferner ist im oberwähnten Feuilleton, Spalte 1, Zeile 33, folgender Passus weggelassen worden: Es sei hier nur an seine überaus fruchtbringende Tätigkeit erinnert, die er als Führer des Comitis de Delegation Juives an der Versailler Friedenskonferenz entwickelte, als es galt, die internationale Garantierung der nationalen und kulturellen Rechte der jüdischen Minderheiten in den Ländern Osteuropas durchzusetzen. Außerdem wurde eine Fußnote weggelassen, sie lautet: Vor nicht langer Zeit ist vom palästinensischen Rechtsgelehrten Feinberg über diese Tätigkeit ein wissenschaftlich bedeutendes Werk unter besonderer Mitwirkung von Leo Motzkin in französischer Sprache in Paris erschienen. Wer die Gegenwart verstehen will, muß die Vergangenheit kennen. Nichts ist neu, alles wiederholt sich ifn Leben der Völker. Eine anerkannte Kuäiturmission desGutenberg-Veriages in Wien ist die Herausgabe bedeutender Werice' der Weltliteratur, die zum Verständnis der Gegenwartsstnömungen verhelfen. Die Werke des Gutenberg-Vertage«, die zu wohlfeilen Preisen direkt an die Leser vertrieben werden, sind daher ein schönes und wertvolles Weihnachtsgeschenk für alle, denen man eine dauernde Fneude beredten will. Darum sohlen auch Sie die Gutenbemg-Weihn.achsau&stelkiing fat Wien, I., Strauchigasse 1 oder Freyung 1, sofort besuchen. Neben den eigenen Werken finden Sie dort eine gnoße Auswahl von Büchern, die geeignet sind, bei alt und jung wahre Weihnachstfreude auszulösen. Aus der Provinz Zionistische Ortsgruppe Graz Am 26. November 1. J. fand die gut besuchte Generalversammlung der Zionistischen Ortsgruppe Graz statt. Dem abtretenden Ausschluß wurde die Entlastung erteilt und der Dank für die geleistete Arbeit erstattet. Nach längerer Wechselrede, in welcher besonders die Gruppe der Jungzionisen ihre Richtlinien für die künftige Arbeit in der Ortsgruppe in temperamentvoller Weise skizzierten, wurde der neue Ausschuß gewählt. Jjn gehören nunmehr an: Herr Karl Schwarz, als Obmann, Frau Dr. Manka Spiegel, die Herren Ernst Rosenberger, Elias Grünschlag, Samuel Selinger, Ing. Jonas Landau, Lehrer Heinrich Herrmann, Alfred Weiß, Siegfried Tannenbaum, Adolf Lichtenstein, Ernst Schweiger. Als Pressereferent wurde Herr Lehrer Herrmann bestimmt Der neue Ausschuß hat seine Arbeiten bereits auf genommen. Die Vereimsabende, in welchen auch Gäste willkommen sind, finden regelmäßig Dienstag Abend 20.30 im Gasthaus Hermann statt. Thema des nächsten Diskussionsabends: «Sozialismus und Zionismus». Referent: Herr Lehrer Heinrich Herrmann. Austritte aus dem Judentum 2. November 1929: Bamihiand Blatt, geb. 7. Februar 1907, Wien, led., II., Ob. Augartenstraße 70. — 31. Oktober 1929: Rosa Friedmann geb. Wüftbg, geb. 24. Jänner 1893, Wien, venw., X., Absberggasse 7. — 30. Oktober 1929: Rosa Buoher, geb. 1. Jänner 1902, Wien, led., XIV., Fetfaerstraße 14. — 2. November 1929: Walter Reif, igeb. 2. Juni 1903, M.-Ostnau, led., II., Rotensterngässe 3. — 23. Oktober 1929: Dr. Emst Heyniaun, geb. 24. Juni 1908, Wartung, led, XIII., Rügehviesenigasse 24. — 31. Oktober 1929: Stefanie LeöpoklLne Plautus, geb. König, verw. Falkner, geb. 26. Dezember 1874, Wien, vehh., V1H., Josefsgasse 5. — 29. Oktober 1929: Stefan Taffer, geb. 30. August 1886, Wien* fed., VUL, Bennogasse 16. —- 22. Oktober 1929: Leopold Reiß,