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Die Stimme · 1929-12-05 · Heft 103 (5.12.1929) · page 9

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Journal
Die Stimme
Volume
2 (1929)
Issue
Heft 103 (5.12.1929)
Date
1929-12-05
Page
– (sequence 9)
Language
German
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Nr. 103 PIE STIMME_Sallfc 9 Was Sie suchen - finden Sie bei uns! Reichste Auswahl in Pullovers, Wollwesten, Ström pfen Bernhard B6rt}lfl nn Handschuhen, Trlkotagen, Damen-, Herrenu. Kinder ** Kleiner »egten spottnilll* f Wäsche. Pyjamas, Leinenwaren, Bferufsklelder etc. En gros - en detail l*t ftABKNSTElG 3 (Ecke Settenstettengasse) loalsflsdies leben hi Wien Der außerordentliche Delegiertentag Sonntag, den 8. Dezember d. J., findet der ’Hißerordentliche Üclegiertentag der Zionistischen f,andeso;-ganisation für Oesterreich statt. Tagesordnung: 1. Bericht, erstattet von Dr. Desider Friedmann. 2. Debatte. 3. Wahl des Landeskomitees. 4. Wahl der Fondskommissionen (Keren Hajessod, Keren Kajemeth, Finanz- und Kontrollkommission). 5. Wahl des Parteigerichtes und der Revisoren. ' 6. Statutenänderungen. 7. Eventualia. Ort der Tagung: Festsaal des Handelsmuseums, IX., Berggasse 16. — Beginn: Pünktlich 3 Uhr nachmittags. Für das Zionistische Landeskomitee für Oesterreich: Dr. Z. F. F i n k e 1 s t e i n, Dr. Desider Friedmann. Organisieren wir doch die Zionisten! Quantitative Möglichkeiten der Organisation Bei Wahlen für allgemeine Körperschaften pfl g n aasende zu fo'gen, auch bei schLchter Konjunktur in Wien einer Parole der al genuinen Zionistenschaft und bei für unsere Elemente besonders einschränkenden Bedingungen. , Wir stellten stets unseren Mann. Auch was die Agitalorenschaft anbetrifft, wissen wir gegebenenfalls .Hunderte auf die Beine zu bringen. Und stellt sich auch nicht jene Schar ein, welche einen weit mehr möglichen Erfolg herbeizuführen vermöge, sind dennoch so vieie iebthaft Interessierte sichtbar am Werke. Warum sollte iiun diese Diszipliniertheit und weitausgebreitetste Treue sti-'.L-tt.hen, wenn es um Wahlen für die e:gene 'Organisation geilt? Da haben sämtliche Zion Uten Wahlberechtigung ... Da ist ein Wahlzensus, der nichts zu wünschen ü'briig läßt: ein Minimalalter von 18 Jahreit und eine M i n i m a 1 s t e u e r für d'ie Erhaltung der Organisation! Es obwaltet wohl hier ein Trägheitsgesetz, weiches jedoch, nur einmal durchbrochen, sien als überwindbar erweisen muß. Wird bei allgemeinen Wahlen die äußere Gefahr erkannt, so wurde bis jetzt ebenso selbstverständlich die innere Gefahr einer quantitativen Schwäche, welche sich schließlich 'auch in einer äußeren Gefahr auswirken muß, ganz, lind gar verkannt. Das Primitivste: Die kontinuierliche Zugehörigkeit zur eigenen Organisation, ist bei unseren Zionisten und sonstigen getreuen Anhängern, ja sogar Agitatoren, Füft- •rn, zu einer «quantitö ncgligea-ble» geworden/nament- '.lich was Werbung und Anhaltung Säumiger, Zugänglicher und zur Mitarbeit Bereiter anbetiifft. Denn die Mitgliedschaft, einst geworben oder zugelauT: \ hält sich nicht dauernd und noch weniger .vermehrt sie sich von sich selber; das Mensch en-materiai ist nicht konstant und bedarf steter Ergänzung. Dies* Arbeit wird aber mit einer so sträflichen Leichtigkeit hingenommen, als würde man cs nicht spüren, daß es bereits um das Ganze geht. - Man könnte jedoch, wollte man sich auf affen, die Anhängerschaft für die Organisation mobilisieren. Eine konzentrierte, kurzbefristete Kampag .e einmal im J.rfi.e sollte und könnte uns die Mitgliedschaft unserer Anhänger — und es sind doch, klein beziffert, deren über Zehntausend in Wien — wieder bringen und erhalten. Freilich wäre der Hebel bei den Führern anzusetzen. Wenn diese einmal ein einmaliges Interesse für die alltägliche organisatorische Kleinarbeit bekunden, so ist der Ansporn für die anderen gegeben. Da sind nun hundert oder mehr Kultusgemelndemandatare resp. Vert auensmänr.er, da sind in allen Bezirken und ln zah' ec’en zionistischen Zi kein und Vereinen so viele, die e'n Au .schußmandat bekleiden: durchwegs Leute, die Menuchen werben könnten, wenn die große Kampagne-Losung einmal au gegeben wird; eine a sehnliche Truppe, welche der Organisation spielend deren zehntausend tätiger Zionisten bei einer Einhebung eines volkstümlichen Beitrages für die Gruppen, Parteisteuer und Schekel — wie es der Hauptausschuß der Wiener ziori'sti clien Organisation festgesetzt hat — zuflihren könut-n. Es wäre bereits höchste Zeit, die MHglieder- Kain(.:gne zu proklamieren. S. Picker. Generalversammlung der Bezlrkssektion Leopoldstau: Sam .dag. den* 30. N wimbc-, fand unt r großer ’Fe'ciik'.i'.üg uer Mitglieder die Gencfaivms'-iniiilur.g dei Scation II nlatt. Im Namen des Zion stmci en Landeskouiii.e für Oesterreich war Herr Dr. Z. F. Fiukelsiein, für den Keren Kajemeth Herr Dr. Tartakower amwe* send. Nach dem ausführlichen Bericht des Präsidenten Herrn Siegmund Haber wurde das Absolutorium für die ab tretende Leitung einstimmig angenommen; sodann hielt der Vizepräsident der Israelitischen Kultusgemeinde, Herr Dr. Josef Löwenherz, ein Referat über «Die politische Lage in Oesterreich und die Juden». Anschließend daran entstand eine große Debatte, an welcher sich folgende Herren beteiligten: Dr. Fin-kelstein, Dr. Rybaczewsky, Prof. Rath, Josef Singer und Nathan Spindel. Nachher wurden die Neuwahlen für das neue Jahr durchgeführt. Die Jubiläumsaktion der Jüdischen Volksbibliothek «Zion» Zweierlei sind die Mängel, unter denen dieses Institut zu leiden hat: Die geringe Popularität in der jüdischen Oeffentlichkeit und der ewige Geldmangel, der es nicht gestattet, selbst die notwendigsten Bücheiv käufe unid sonstigen Anschaffungen, die für den Bestand und die Ausgestaltung der Bibliothek unerläßlich sind, durchzuftihren. Um diesen Uebeln zu steuern, sah sich der Vorstand der Bibliothek veranlaßt, eine großzügige Propagandaäktion einzule.ten um im jüdischen Wien für dieses hier einzigartige und auch für die Erziehung der jüdischen Jugend, die mit den Schätzen unserer Literatur bekanntgemacht werden soll, überaus wichtige Kulturinstitut Verständnis und Interesse zu wecken. Einen günstigen Anlaß hiezu bot die zehnte Wiederkehr der Gründung der Bibliothek, gelegentlich der eine Reihe von Veranstaltungen durchgefühTt und ein Aufruf an die jüdische Bevölkerung Wiens versendet wird. Die erste Jubiläumsveranstaltung, von der bereits hier berichtet wurde, brachte einen großen moralischen & ©in Sa Wien, 2., & aß orStraße 2>ie 9r«nse def XeMunffs/AlUiMiieil. für moderne CtuafUdtfs-fdkvfte. Erfolg, während viele wertvolle Bücher und Geldspenden auf Grund ■ der ausgesandten Aufrufe eingelangt sind. Für die nächste Zeit ist die Veranstaltung von musikalischen und literarischen Abenden, deren erster am Samstag, den 7. d. M. (siehe Vereimsnachrichten), stattfindet Es ist zu hoffen, daß es dem agilen und rührigen Organisations- und Propaganda-Ausschuß, dem die Vorstandsmitglieder: Frau Doktor Gelber, Frl. Seidenfrau, Frl. Rosenblum,. Herr Mordechai Türkl und Herr Isidor Lefoensofon angehören, gelingen wird, die Bibliothek auszugestalten und weite Kreise der jüdischen Bevölkerung unserer Stadt für die jüdische Volikstoibliothek «Zion» zu interessieren. Oneg-Schabbath-Krels der M. J. Z. in Wien Vor kurzem wurde in Wien ein Oneg-Schabbath- Kreis ins Leben gerufen, nach der Art, wie er in Erez Israel und in einigen anderen Ländern eingeführt wurde. Der Zweck dieses Oneg-Schabbath-Kreises ist es, alle Schomre Schabbath in Wien zu vereinigen und den Schabbath zu einem von geistigem Inhalt erfüllten und geistige Nahrung spendenden Tag auszugestaltem. Insbesondere in der Großstadt, wo das Leben auch am Schabbath sein gewöhnliches Bild zeigt und vom Schabbath nichts zu merken ist, soll eine Stätte, erfüllt von Heiligkeit, geschaffen werden. Durch traditionelle Gesänge und passenden Vorträgen soll die sich naem wahr-jüdischem Gefühl sehnende Seele Befriedigung finden. Seit seinem kurzen Bestand hat der Oneg-Schabbath-Kieis eine Reihe von Vorträgen und Veranstaltungen durchigeführt, die großes Interesse und Beachtung in den jüdischen Kreisen Wiens gefunden hat. Die beweist seine Popularität jn unserer Stadt.. Es ist zu hoffen, daß diese Institution sich noch weiterentwickeln und groß»-Kreise umfassen wird. Item. Vei ansialtungskalender der Sektion Leopoldstadt Das nciwofewähdte Präsidium der zionistischen Sektion Leopoldstadt hat für die Zeiit vom 14. Dezember 1939 bis 14. Jänner 1930 nachstehenden Veranstaltungskalender festgetegt: 14. Dezember: Vontrag des Herrn Rabbiner Dr. Feuchtwaaiig. 18. Dezember: Große Volksversammlung ini Hotel Centimen tai, m der die Kuitusmandatarc über ihre Tätigkeit in der Kultusgemcinide Beirächt erstatten werden. Redneil': -Dr. Friedmann, Dr. Löwenherz, Dr. Kfaber, K. R. Markus. 29. Dezember: Anläßlich des 10. Todestages unseres Führers Adolf Stand s. A.-Gang zu seinem Grabe. ■ 30. Dezember: Adolf-Staind-Gedenkfeäer. Redner: -Dr. Löwenherz, Dr. Samuel Rappaport, Löbl Taubes, Dr. Gelber. 4. Jänner: Intenne Cliamuika-Fcicr. 14. Jänner: Vortragsabend übfci ein jüdisch-wissenschaftliches Thema. Ferner wird in der ersten Hälfte Jänner eine jüdische Theatervorstellung veranstaltet werden. Vereinsnachrichten Zionistische Sektion Prater. Freitag, den 6. d., M ,. uni yB Uhr abends, im Heim, II., Jungstraßc S,-. Chunlasch- Vortrag. Gäste willkommen. Zionistische Bezirkssektion XX. Montag, dien 9. d. M., 8 Uhr abends, Vortrag des Herrn Dr. Ernst Müller über das Problem: Orient, Araber, Juden. . Jüdische Toynbeehalle (Josefine Memdl-Wohilfahrts- Haus), XX., Denäsgasse 33. Samstag, den 7. Dezember, 19 Uhr, Konzert. Klavier: Herta Schmelz; Gesang: Malva Fischer; Quartett: Gisela Klaar, Konzertmeisterin Mark Rodosi, Alice Rodosi, Dr. Josef Klaar. Der J. Ak. V. Tehologia hält im laufenden Wintersemester (1929/30) folgernde allgemein zugängliche Kurse ab: 1. Talmud: Cholin (vorgetragen von Koil. cand. tlkol. et pihii!. S. Schönbäum). 2. Talmud und Propheten (vorgetnagen von KoM. cand. theol. et phil. H. Frostig). 3. Netir hebräische Literatur (vongetiragen von Koll. cand. theol. et phil. S. Margudies), Die Kurse finden im Lokal der israed. theod. Lehranstalt, Tempelgas9e 3, statt. Jugendgruppe des Touristen- und Skiktabs «Hakoah», Donnerstag, dien 5. Dezembern, y29 Uhr abends,,im Klublueim, I.,. Wiesi-ngerstraßc 11, Vortrag dies Herrn ,',Max Geller: «Brith Schalem und der BimationaHsmus,iin. Palästtna». , Klub jüdischer Frauen. Vortrag der Frau .Eferibetb Luzzotta üiber «Israel und Aegypten». . Cafe Codpnadem, L Rathausstraße 4, Donnerstag, 5. Dezember, Uhr.; , . Zionistische Bezirkssektion Leopoldstadt, Zirkusgasse Nr. 33. Bei der Gemenalv ensam mlung vom 30. v. M. wurden folgende Fumktionäre gewählt: Dr. N. M. Gelber,- Präsident, Dr. A. Schimerler imd Isidor Ldbensihm, VizqMäsddebten-, Salomon Schapier-a, Kassier, Natam Spindel, Verwiadfunig, Kessler Josef/ Schriftführer, Josef Singer, Keren-Wajessdd- Referent, Fraulein Fini Schächter, KeremKajemeth-^Referentki, Kart Heller und Keßler, Schefcel-Referentea Jüdischer AngesteUten-Verband «Emunah», Wien. Dienstag, den .10. Dezember 1929, 3^8 Uhr abends, Vortrag des Herrn Dr. N. M. Gelber: «Moses Mendelssohn.» —'Sonntag, den t5. Dezember: Korporative Beteiligung. am III, Hebräischen Konzert des Jugendvereinies «Erez. Israel» im - Großen Konzerthaussaal. Zionistische Frauengruppe XX., Jägerstraße 30. Montag, den 9. Dezember, y.B Uhr ab^nd-s,•• Dr. Ch, Tartakower: «Wozu brauchen wir Palästina.» Zionistische Fraueingruppe Favoriten. Donnerstag,’ den 5. Dezember, 8 Uhr .abends, Generalversammlung im Heim, X., Humboldtgasse 25; anschließend daran findet ein Vortrag der Frau Dr. Ajaliah Tartakower über" das Thema:: Die Veripfliichtunig der Frau gegenüber dem Nationatfohds statt. Gäste herzlich willkommen!;- J. A. V. «Nehemia». In dem am 3. d. M. stattgefundenen Genenalkonvent des Jüdisch-Akademischen Vereines «Nehern ia» wurde ein neues Präsidium, bestehend aus Dr. Leo Koppel, Ludwig Klinger, cand. med., mid Izak Nagier, car.*d. meid., igewählt. In der laufenden Arbeitsperiode wird-im Rahmen des Vereintes eine Vortragsreihe über «Die Judenfrage der Gegenwart» von Bb. Dr. Köppol sowie emiZelne Vorträge über «Die Judenfrage in der zionistischen Literatur» gehalten, zu deinem akademische. Gäste und höhere Mittelschüler. herzlich willkommen sind. Die «Keinen Kaje* eth.»-Airbeiit wird weiter in biisherigem Maße fortgesetzt. : Verein , zionistischer Hocjischüier Z. P. Chjaj^s. Samstag, dien 7. DCzennber, findrt wieder ein Heimabend .iniL'Vortra.^ statt. -Beginn 7 Uhr. Die «Hebräische Arbeite; ’reinschäft» versammelt sich Montag, den 9. Dezember, •: Jx?9 Uhr abends. Diskussion über das Thema: «Rußland1;-'o-misatign und der Zionismus.» Hebräische Zeitungen aus aller Wd\ liegen auf. Hebräischsprechende Studenten herzlich;wiSkbmmen! ' 1 Misrachi-Jugendzentrale, Wien, II., Praterstraße 11, Telephon R 49-8-79. Wochemprogramm; Montag; Mittwoch Talmudkurs, Leiter Herr G. Austertitz. Dienstag, Dormensi tag Hebräisch-Kunsie film Anfänger und Fortgeschrittene. Dienstag Tnach-Vortrag, Vortragender Herr I. N^ubjann. Donn-estag Midrasch-Vorlmag,. Vortragender Herr BtaWwner Dr. Wundermann. Freitag Homiletischer; Vortrag über, den _

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