Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 2 (1929)
- Issue
- Heft 73 (23.5.1929)
- Date
- 1929-05-23
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr* 78 DIE STIMME Buch und Kunst Große jüdische National-Biographie Man muß geradezu staunen, wie es einem einzelnen Gelehrten geüirgen konnte, ein Werk zu schaffen, welches sonst von einem ganzen Heer von Mitarbeitern kaum bewältigt wind. S. W i n i n g e r schuf in den drei bisher erschienenen Bänden der Jüdischen National-Biographie ein Werfe von epochaler Bedeutung. Das biographisch-kulturhistorische Material dieses Werkes erstreckt sich gleiche rmaßen auf das vorchristliche Altertum wie auf die allerletzten Jahre. Es gibt kauitn eine jüdische Persönlichkeit von Rang, die in dieser Biographie nicht erwähnt wird. Freilich | niobt immer in dem gebührenden Ausmaß und der richtigen j Bewertung. Dagegen ist hervorzuheben, daß bei Führern des modernen Judentums, national-jüdischen Dichtem und Denkern biographisches Material von erstaunlicher Fülle zusammen#« tragen wurde. Daß hie und da auch Fehler unterlaufen, kann bei solch gewaltigem Umfang des Tatsachenmaterials nicht wundernehmen. Wer die großen Schwierigkeiten kennt, die Wininger in seinen hervorragenden jüdischen Forschungsarbeit seit Jahrzehnten zu bewältigen hatte, muß diesem Werke weiteste Verbreitung wünschen. Z. f. f. Carl-Theater «Saltomortale» von Hermann Bernstein und A. Burell, für die deutsche Bühne bearbeitet von Fritz Gottwald. Amet rikanische Sensationskomödien sind jetzt Trumpf. Immer ' wieder wird etwas Neues, womöglich noch Spannenderes zusammengebraut. In «Saltomortale» ist die Sache besonders kompliziert, eine Schauspielerin wurde in einer Szene, wo sie durcv Theaterschüsse des eifersüchtigen Gatten aus einer Loge getötet werden sollte, wirklich erschossen. Dringend verdächtig sind der Souffleur, der die Diva geliebt hat, die Rivalin, der sie alle Rollen genommen hat, die Gattin des Geliebten und der Schauspieler, der blind geschossen hat. Umbau auf offener Szene, ein Mann, der dem Publikum verbietet, das Theater zu verlassen, bevor sich der Mord geklärt, und anderes mehr sorgt für die Unterhaltung. Josef Jarno spielte mit gewohnter Meisterschaft den eifersüchtigen Gatten, Stella Sorma zeigte ihr nicht geringes Schauspieltalent, sehr gut auch A. Fischer-Streitmann. Regie Hans Abreil. Soeben ist im Verlage des Verfassers Peter Ujvari das «Magyar Zsido Lexikon», eine Enzyklopädie des ungarischen Judentums, erschienen. Das Buch gibt unter anderem auch eine Uebersicht darüber, um welche Werte die ungarische Kultur durch die Juden bereichert wurde. «Ich kann ohne Juden nicht leben» ist das amüsante Stück, mit dem die diesjährige Saison im Budapester Theater Mitte Juni eröffnet wird. Der Autor des Stückes, Matthias Feld, führt jetzt mit dem in Wien wirkenden Komiker Alexander Rott Unterhandlungen, um ihn für die Hauptrolle der Posse zu gewinnen. Eine neue jüdische Zeitschrift in Aegypten. Vor einiger Zeit erschien in Alexandrien die erste Nummer der neuen jüdischen Zeitschrift «Illustration Juive». Die Zeitschrift soll in regelmäßigen Abständen über die jüdische Renaissancebewegung und die Entwicklung des Aufbauwerkes in Palästina sowie über das kulturelle und geistige Leben des Judentums der Gegenwart berichten. Der Archäologe Gustave Schumberger gestorben. Im Alter von 85 Jahren verstarb in Paris der hervorragende französisch-jüdische Archäologe Gustave Schumberger, Verfasser der «Epopöe Byzantine». Hebräische Vorlesungen an der Universität Saloniki. Auf Antrag von Prof. L. Belleli, Dozent für Geschichte und Hebräisch, wird im laufenden Sommersemester versuchsweise eine Vorlesung über Hebräisch an der Universität Saloniki von Prof. Belleli gehalten. Die Vorlesungen werden Samstags gehalten, um den Juden die Teilnahme zu erleichern. Hermann Jadlowker als Kantor. Der berühmte Opernitwicl Konzertsänger Kammersänger Hermann Jadlowker hat in den Andachtsübungen am vergangenen Freitag abends und Sonnabend morgens in der Rigaer großen Ghorsyoagoge, wo er als kleiner Junge im Chor des 'berühmten Kantors und Komponisten Rosowski seine Sängerkaxriere begann, als Kantor fungiert. Die Synagoge war gedrängt voll. Hermann Jadlowker hatte als Kantor einen ungeheure« Erfolg. Der Sänger weilte in der letzten Zeit in Palästina, wo er einige Konzerte zugunsten öffentlicher WöhWahrtsanstaüten gab. Er stellte sich der Sache der Jüdischen Musik in Palästina zur Verfügung und trat insbesondere für die Erbauung eines Konzertbases in Jerusalem ein. Neues Jüdisches Theater (Praterstraße 60). Von Freitag bis Sonntag: «Kol-Nidre», Singspiel in 4 Akten von M. Scharkansky. — Dienstag: «Der beruhlter Chojiv». — Mittwoch, den 30. Mai: Ehrenabend der Schauspielerinnen Frau Cilly Uiich und Fräulein Cilly Bell. Zur Aufführung gelangt «Jankele», musikalische Komödie in 3 Akten von J. Kalich, Musik von M. Rum-Schynslcy. — Donnerstag: «Nuchim Gensebe». — ln Vorbereitung: «Tag und Nacht» von Sch. An-sky. Das Musikhaus Excelsior Wien 1., Adlergasse 5, Telephon R 23-4-90, hat schon seit jeher dem Genre des jüdischem Gesanges seine besondere Aufmerksamkeit z-ugöwemdet und sind gerade in letzter Zeit viele Neuerscheinungen in jüdischen, hebräischen, russischen und rumänische« Platten zu heben. Die neuen Kataloge liegen zaiim Teil schon auf und werden auf Wunsch jedermann gratis zugesanrit. E Promotion. Der Verein zionistischer Hochschüler «Theodor Herei» in Wien teilt allen Bb. Bb. und A. H. A. H. mit, daß sei:? Präses Adolf Engel am Freitag, den 24. Mal, um 12 Uhr mittags, im Festsaal der Universität zum Doktor der Rechte promoviert wird.; Kongreß-Zeitung. Der XML Ztorffeteötowreß, der Etüde Jcrll In Zürich stattfhüdet, wind sein offizielles Tagbiatt — «die KomgreBzedtung* — herausgeben. Diese Kongreßzeftung wird alltäglich authentische, voUstäifdtge Berichte über die Verhandlungen des Kongresses enthalten, und zugleich das Kongreßprotokoü darstellen. Bestellungen nimmt der Keren Kajemefeh, Wien, I., Kärntnerstraße 28, Tel. R 27486, entgegen. Albonnementsgehühr Frc. 4.50, & s. öst. S 6*30. Rätselecke Redigiert von Joto Kreuzworträtsel. 115 Itt $Z 131 110 ist 48 ' 4$ U4 148 50 45 46 Wagrecht: i. Vorderafiatifche Hochfläche, 4. Vertrag, Bündnis, 7. Weiblicher Vorname, 9. Nebenfluß des Arno, 10. Freude, Wonne, 13. Fluß in Vorderindien, iy. Spiritiftifche Sitzung, 17. Titel, 18. Gefrorenes WafTer, 19. Englifche Anrede, 20. Synonym für „hier“, 22. Eirund, 24. Franzöfifche Feftung, 26. Stadt in Rußland, 27. Ungarifcher männlicher Vorname, 28. Auswahl, Muftertruppe, 29. Früher, bevor, 30. Britifche Infel, 32. Diflanzbezeichnung, 34. Deutfche Hafenftadt, 3f. Zahlwort, 36. Ueberbleibfel, 38. Mündungsarm des Rheins, 40. Raubvogel (poetifch), 42. Affyrifchc Gottheit, 45. Schiffsgerät, 48. Folglich, daher, 51. Früheres Längerimaß, 52. Gebrauch, Ufus, 53. Rein, Tauber, 34. Falz, Rinne, yy. Nordifche Gottheit, y6. Vorfilbe, y8. Artikel, y9» Zweirad, 61. Gediegen, pur, 63. Gefangsftück, 64. Ich (lateinifch), 6y. Brunnen (poetifch), 66. Nordifche Tierart, 67. Untiefe, Strudel. Senkrecht: 1. Nebenfluß der Donau, 2. Zorn, Wut, 3. Planze, 4. Tropenwind, y, Durchfichtig, 6. Hilfszeitwort, 7. Pflanze, 8. Englifche Kolonie in Südoftafrika, 11. Fußbekleidung, 12. Stück von einem Ganzen (Mehrzahl), 14. Metall, 16. Verbünden, einigen, 17. Klcidungsftück, 21. Englifcher Adelsrang, 23. Dünnes Blättchen, 2y. Mundart, 26. Stadt in Perfien, 31. Englifche Bierart, 33. Papageienart, 37. Umftandswort des Ortes, 39. Geldbehälter, 40. Kampfplatz, 41. Diplomatifchcs Schreiben, 43. Nebenfluß der Donau, 44. Opfertifch, 46. Fluß in Rußland, .y. Eichmaß, Zuchthengft, 49. Gegerbte Tierfelle, yo. Kopfteil. 55* Früher bevorzugter Stand, y7. Paftenbehälter, 60. Verneinung, 62. Eingang. Sein Schmerz. Friedhofsstzene. Am einem Gralbe stsftrt ein Man« und stöhnt schmenzibewegt: «Nur du hättest nicht sterben sollen — nur du hättest nicht sterben sollen.» Bewegt trete ich näher und suche den Unglücklichen zu tröste«, kann aber nicht erfahren, wem sein Schmerz gilt. Immer bekomme kh zu hören: «Nur du hättest nicht sterben sollen!» Endlich nach langem Drängen, wem sein Schmerz gilt, ruft er schmenzibewegt aus: «Hier schläft der erste Mann meiner Frau.» Der Segen. An einem kalten Wintertag bei klirrendem Frost kam Harsch Ostropoler ganz ermüdet ins Bet-Hamidnaseh, worauf ihm einer der Jünger mit einem Tee bewirtete. Er segnete ihn: «Gott möge dir eine Braut mit drei Vorzügen bescheren: sie soll schön, «eich und verrückt sein.» Erstaunt fragte ihn der Jünger: «Und warum soll sie verrückt sein?» Hersch erwiderte: «Tepp, wenn sie schön timd reich ist, muß sie dooh vorerst verrückt sein, dich zu nehmen!» Austritte aus dem Judentum Michael Sohechter, 3L Jänner 1877, Gorskie, verh., XJV., Märzstraße 96; Paullne BWdy, 5. JuH 1877, Wien, 1.. XX., Jägerstraße 35; Franz Blödy, 18. Juli 1892, Wien, 1., selbe Adresse; Hedwig Elisabeth Pollitzer, 21. September 1896, Wien, led., I., Opernring 8; Alfred Schneider, 26. Juli 1897, Wien, verh., XXI., Smolegassv 13; Rosa Gibian geh. Lederer, 15. September 1863, Horaschdowitz, verw., I., Wipplingerstraße 31; Martha Schneider geborene Goldschmidt, 14. März 1902, Brüni), verh., XXI., Smolegasse 13; Maria Edita Primost, 12. April 1903, Wien, 1., VII., Döblergasse 1; Armin Weiß, 23. März 1889, Wien, verh., IX., Porzellangasse 49a; Ida Judith Banelli geb. Nossal, 15. Juli 1889, Pola, verh., IX., Lteohteustefnstraße 121; Alexander Rosdol, 4. Oktober 1887, Catatta, verh., XVII., Haslingergasse 47; Helene Viola, 1. Dezember 1899 Wien, 1. XVIIL, Sohöffelgasse 16; Rosa Spriuzl, 26. Oktober 1903, Wien, 1., XV., Tannengasse 7; Friedrich JeWetz, 2. November 1884, 1., VfL, Wim/bengergasse 38; Stefanie LeopokUne Kraus, 7. Oktober 1905, I., XIV., Rauchfangkehrergasse 29; Jetti Brecher rekte Israel, 31. Dezember 1900, Suazawa, XfL, Kemstraße 7; Rosa EKscbka gab. iVfeU* fisch, 14. Jänner 1692; Brünn, ger. gesell, XII., Schölergasse 39; Helene Beral geh. Demant, 8. J.trtl 1804, Braffe, verh., IV., WohHefcengasse 18; Susanne Marion Beral, 26. Mai 19124, Wien, selbe Adresse; Dr. Bruno Beral, 22. Februar 1888, Serefch, Rechtsanwalt, selbe Adresse; Margit Wasservogel, 17. August 1904, Budapest, 1., VI., Stumpengasse 5; Anna Podlaik geb. Büzse, 10. Juni 1901, Wien, gesoh., XVTL, Lacfcnergasse 8; Emil Lempert, 27. August 1898, Wien, ger. gesoh., V., Nevlllegasse 2; Rudolf Sonnenschein, 22. Dezember 1875, Wien, verh., VI., Schmalzbotfgasse 26; Gisela Blatt, 28. September 1905, Wien, L, VJH linke Wienzeile 134; Emma Burger, 2. April 1876, Wien, I., Verlagsleiterin, MI., Hauptstraße 95; Emma Schön, 11. September 1692, Wien, 1., Beamtin, XVffL, Canongasse 14; Helene Schön, 17. Februar" 1894, L, Private, selbe Adresse; Paul Wollisch, 18. Juni 1895, Wien, verh., IIL, Vordere Zoillamtsstraße 11; Margarete Bauer, 14. August 1901, Wie«,!., IIL, Marxengasse 5; Ida Klingsberg, 7. Februar 1904, Wien, L, XIV., Oelweingasse 6; Felix Medaik, 16. Oktober 1910, Wien, 1., II., Ylbbsstraße 7; Hilda Wyscher, 29. Juni 1905, Baden, 1., II., Schüttelstraße 55; Friedrich Thorsch, 9. Juli 1895, U«g.-Brod, verh., II., Böoklinstraße 2; Josef Koditschek, 19. Juli 1879, Rottensdhachen, I., I;L, Volkertplatiz 6; Olga Jirasek geborene Kohner, 25. Juli 1887, Wiliomifz, ger. gesch., II.. Ferdinandstraße 31. Vereinsnachrichten Zionistisches Landeskomitee für Oesterreich. Donners* tag, den 23. Mai, präzise 8 Uhr abends, im «Caf6 Exzefsior», L Rotenturmstraße 24 (nicht Caf<5 Silier), Vortragsabend. Referent Ing. Josef Mährer: «Die österreichische Sozialdemokratie und wir (eine Auseinandersetzung über die AbraSTbeweigung unserer Jugend)». C»r. Chaim Tartakower: «Die neuesten Ereignisse in der zionistischen und in der hebräischen Kulturbewegung.» — Donnerstag, den 6. Juni, Cafe Exzelsior, präzise 8 Uhr abends, Vortrag Img. Schecbez: «Di e Trumpeldo r-Ju gendlbewe gung.» Jugendkongreßreise. Wie bekannt, veranstaltet der Jugendverein «Erez Israel» anläßlich des XVI. Zionistenkongresses eine Jugendkongreßreise nach Zürich. Anmeldungen und Auskünfte bis längstens 10. Juni 1929 beim veranstaltenden Verein, II., Ziukusgasse 33, Tel. R 49-8-98. Jüd. Akad. Verein «Theologia». Bei der am 15. d. M. stattgefundenen Generalversammlung wurden folgende Herren im den Ausschuß für das laufende Semester gewählt: Isak GKcenstemn, ca,nd. phil. et theolv, Präses und Kulturreferent; Dr. Aron Eisenstein, cand. theok, I. Vizepräses; David Kahane, cand. phil. und theol., II. Vizepräses; Israef Heitner, cand. phil. und theol., Schriftführer; Menidel Bergenbaorm, cand. phil. und theol., Hochschulneferent; Osias Landau, stud. phil. und theol., Kassier. Verband zionistischer Miteischüler, Sektion II (II., Untere Augartenstraße 35). Samstag, %8 Uhr, Geselliger Abend. — Sektion V (V., Margaretenstraße 10). Freitag, 4 Uhr, Sektionsversammlung. Redner Dr. Uranan«: Bubers «Erste Rede über das Judentum». — Sektion IX. (IX., Wäfidngerstraße 15). Samstag, 6 Uhr. Vortrag Dr. Maximilian Horowitz: Jewish Agency. — Sektion XX (XX., Jägerstraße 30). Samstag, 7 Uhr, Sektionsversammlung. — Donnerstag, 23. d. M., findet ein großes Jugendmeeting des Verbandes statt, in welchem Robert Stricker über seine jüngste Palästinareise sprechen wird. Famiilen-Gartenfest. Sonntag, den 9. Juni, veranstaltet die Zionistische Beziukssektion Wieden-Margareten ein Femilien-Gartenfest im Gartenrestaurant «Zur Weintraube», Mauer, Hauptplatz 2. Beginn 2,Uhr nachmittags, Ende 11 Uhr. Das Reinerträgnis fließt dem Fonds zur Errichtung eines jüdischen Heims und Kindergartens zu. Vorverkaufstertem im zionistischen Bureau und bei den Ausschußmitgliedenn. Verein zionistischer Hochschüler «Theodor Herzl». Samstag, den 25. Mai, Vortrag des A. H. Dr. Siegfried Schmitz: Einiges zur Geschichte des jüdischen Theaters. Jüdische Hochsohlüler als Gäste willkommen. Jüdischer Verein «Nord-Ost», Wien, II., Taborstraße Nr. 21 n. Mittwoch, den 29. Mai, findet in den Jüdischen Kamm | pielen, Wien, II., Praterstnaße 34, zugunsten unseres Vereines eine SeparatvorsteMung statt. Aufgeführt wird «Die Blume von Odessa». Restliche Karten bei den Vorstandsmitgliedern, im Vereinslokal und am Tage der Vorstellung an der Abendkasse. Beginn 149 Uhr abends. Staatswissenschaftliche Arbeitsgemeinschaft des Verbandes der zionistisch-Akademischen Verbindungen und Vereine Oesterreichs. Die nächste Zusammenkunft der soziologischen Arbeitsgemeinschaft findet Dienstag, den 28. M., 8 Uhr abends, IX., Türkenstraße 9, statt. Vortrag des Herrn Karl Lieb stein; «Zur Krise des Zionismus.» Gäste willkommen. Jüdischer Sport Zwei neue Siege der Hakoah gegen Libertas 5:1 und gegen Nemzeti (Budapest) 2:2. Die Blau-Weißen haben ihr vorletztes Meisterschaftsspiel in der zweiten Klasse zu einem eindrucksvollen Siege gestalten können. Am Sonntag mußte die Mannichaft des Sportklubs Liberias, die erst kürzlich in einem Freundschaftsspiel den erstklassigen Wiener Sportklub einwandfrei besiegte, an die Überlegenheit der Hakoah glauben. Der Erfolg war in erster Linie wieder Neufeld zu danken. Ltbertas erzielte den ersten Treffer, doch bald glich Neufeld aus einem Freistoß aus. Ster u erringt die Führung, dann schießt Neufeld Treffer Nr. 3, Heß bringt es auf 4:1. Gleich nach Wiederbeginn ist Mausner erfolgreich und Hakoah läßt es bei dem Resultat bewendet sein. Gegen Nemzeti unentschieden zu spiele«, ist sicherlich ehrenvoll. Der Budapester Verein nimmt in der ungarischen ersten Klasse einen guten Plate ein. Er bat erst am Sonntag gegen den Meister Ferencvardfc nur knapp 1:3 verloren. Bel Hakoah machte sich das Pehlen von Strohs stark bemerkbar. Die 'Bliau-Weißen ^langten durch ein herrliches Kopftor