Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 2 (1929)
- Issue
- Heft 73 (23.5.1929)
- Date
- 1929-05-23
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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S fette' 12 DIE STIMME Nf. 78 Lebensversicherungs- Gesellschaft PHÖNIX GEGRÜNDET IM JAHRE 1882 Vereioherungsbestand Garantlamlttal Ende 1927 1 Milliarde und 600 Millionen Schilling 192 Millionen Schilling Prämien- und Zfneeneinnahmen im Jahre 1927 71 Millionen Sohlllfng Tätigkeitsgebiet der Geseliechaft: Oesterreich, Deutsches Reich, Tschechoslowakische Republik Belgien, Holland, Frankreich, Spanien, Italien, Ungarn, Polen Jugoslawien, Bulgarien, Griechenland, Rumänien, Palästina, Syrien Türke!, Aegypten Oie Gesellschaft schließt zu billigen Prämien und günstigen Bedingungen Kapitals- und Rentenversicherungen jeder Art ab NeueingefOhrt: KINDER-VERSORGUNGS-VERSICHERUNG (Auszahlung eines Kapitals bei Verheiratung, Studienbeitrag, Rückerstattung der eingezahlten Prämien bei Ableben des Kindes) Invallditätsversloherung (Zahlung einer Rente bei Eintritt der Erwerbsunfähigkeit und Auszahlung des versicherten Kapitaisnaoh dreijähriger Dauer der Invalidität) Sterns, das Neufeld vorbereitete, in Führung. Dann mußten sie aber durah Spielereien der Verteidigung zwei Treffer der Gegner über steh ergehen lassen. Krapp vor Halbzeit jagt Stern einen Strafstoß unhaitibar Ins Netz. Bei diesem Ergebnis blieb es. Schiedsrichter Feuer (Preßburg) war ein guter Spielleiter. ■ Die Jubiläumsfeierlichkeiten der Grazer Hakoah In der Zeit vom 4. bis 12. Mai feierte die Grazer Hakoah das Fest ihres zehnjährigen Bestandes. Die Veranstaltungen, die zu dieser Zeit von den Grazern durchgefiihrt wurden, nahmen einen glänzenden Verlauf. Das ganze sportliche Graz stand im Zeichen der Hakoahwoche. Die FjU ßbal Jis eik tio n hat sich ein glänzendes Programm ausgearbeitet gehabt. Die ungarische Professionalmamischaft der Sabaria und die Wiener Hertha gastierten im Rahmen eines Jubiläum-sturmeres, an dem sich noch neben den Veranstaltern, der Sp. C. Sturm, G. A. K. und K & Oc. beteiligten, in Graz. Den Höhepunkt der Veranstaltung nahm der letzte Tag mit den Schlußrunden ein, Hakoah erwies sich den Wiener Erstklassigen als durchaus gleichwertiger Gegner. Die Wiener erzielten in der vorletzten Minute einen glücklichen Ausgleichstreffer. Das unentschiedene 3:3-Re&uitat ist für die Grazer jedenfalls ein mehr als ehrenvolles Abscltneiden. Die Hakoah hat am 19. d. M. ihre Tournee nach Jugoslawien und Griechenland angetreten. Es werden 4 Spiele: in Salonique, in Neusatz und in Brod a. d. Save ausgetragen. Die rührige Schach Sektion vereinigte sämtliche sohachbetreibenden Vereine tm dom Jubiläumsturnier. Nicht weniger als 60 Spieler standen einander in einem drei Tage währenden Turnier gegenüber. Die Hakoah stellte auch hier ihren Mann und besetzte den zweiten Platz. Den Abschluß der Woche bildete der Festabend in den Annensälen. Schon lange vor dem Beginn war dieser Saal bis auf das letzte Plätzoben besetzt. Nicht nur die gesamte Judenschaft, sondern alle christlichen Vereine und Korporationen luarcn erschienen. Der Präisdcnt des Vereines, Herr Milan Freiberger, eröffn-ete den Albend. Als erster Festredner sprach Herr Landesrabbiner Dniv. Prof. Dr. David Herzog, über Sport und Judentum. Als nächster Redner brachte der Ehrenpräsident Dr. Otto Spiegel einen Entwicklungsgang der Hakoah in ihrem ersten Dezennium. Beide Redner bewiesen in anschaulichster Weise die Notwendigkeit des Bestandes der Hakoah auf dem exponierten Boden der Steiermark. Der Obmann der Zionistischen Ortsgruppe Graz, Herr Karl Schwarz, und das Mitglied der zionistischen Kultusratfraktion Herr Se Ungar iiberbraohten die herzlichsten Glüokwüsohe ihrer Korporationen. Herr P r e i s s sprach im Namen 'des jüdischen Gesangvereines. Sensation erregten die überaus herzlichen Gliückwiünsch q der christlichen Vereine. Der chnstliohsoziale Gemeinderat Dr. Gorbach sprach für den G. A. K., Hofrat Dr. R e s s n e r für den Sp. C. Sturm. Beide Redner übergaben dem jubilierenden Verein herrliche Wimpel. Herr Hruby als Präsident des steirischen <Fußbaliverbarfdes würdigte in schmeichelhaftester Welse die Verdienste der Hakoah um den steirischen Sport. Major Fuchs sprach als Obmann des steirischen Scbacbverbandes in ähnlichem Sinne. Für den Sp. C. K Oe. sprach Herr Nemschak. Es folgt die Verlesung der Glückwunschtelegramme und Briefe. So batte der steirische Landeshauptmann Minister a. D. Univ.- Prcf. Dr. Rin t eien für die steirische Landesregierung Glückwünsche übermittelt, sämtliche jüdische Vereine des Auslandes, christliche Vereine des Inlandes, u. a., der Meistertklub Admira, die Grazer Tagespresse u. v. a. Nach der Verlesung der Olc-kwümsche folgte die Verteilung von Preisen und Ehrengeschenken. Die Sektionen: Ringen, Fechten, Boxen und1 Tischtennis zeigten nun die Fortschritte, die sie aufzuwelseji haben. Bei heiteren Vorträgen und Tanz verlief diese Veranstaltung in animiertester Stimmung. *> Es bat mit Recht peinlichstes Aufsehen erregt, daß neben den Gratulanten aus allen Lagern eine Vertretung sowohl der Wiener jüdischen Vereine als ganz besondc-3 des Jüdischen Sportverbandes bei dem Jubiläum der Grazer Hakoah, die auf so heißem Boden jüdische Aufbauarbeit leistet, fehlte. Darin liegt zweifellos keinerlei Absicht: es liegt hier vielmehr die Tatsache des Desinteressements an innerer jüdischer Aulbauarbeit vor und die Krise des Sportverbandes, dessen Aktivität derzeit völlig unzulänglich ist. Die Grazer Hakoah möge sich dadurch in ihrem für das Judentum so ersprießlichem Werke in keiner Weise behindert fühlen. Des letzte Meisterschaftsspiel der Hakoah in der zweiten Klasse findet am Sonntag .gegen Mora via statt. Die Blaur Weißen, die in der zweiten Liga bereits ÖS Treffer erzielt haben, wollen es durch den 24. Sieg in der Kampagne auf mehr als 100 Tore (bringen. Das Turn- und Sportfest in Mähr.-Ostrau Definitive Meldungen aus dem Auslande sind eingetroffen aus Deutschland, Polen, Jugoslawien, Budapest, Oesterreich (Hakoah Leichtathletik und Hockey). Das Hockeymatch wird zwischen Hakoah (Wien) und Makkabi (Mähr.-Ostrau) ausgetragen werden. Für Fußball wird das Entscheidungsmatch der Jüdischen Meisterschaft der Tschechoslowakischen Republik in das Programm aufgenommen. Alle Sieger, die den ersten, zweiten und dritten Platz, bei den turnerischen und leichtathletischen Wettkämpfen belegen, erhalten künstlerische Plaketten, ebenso die Sieger im Tennisturnier, im Hockey und Fußballwettkampf. Tennis Das internationale Turnier der Hakoah Das internationale Turnier der Hakoah wurde in dien offenen Konkurrenzen zu Ende igeführt. Trotz der ungünstigen Witterung sind nur noch einige Handikaps ausständig. Sieger im Dr.-Körner-Wanderpokal wurde Dr. Danwer, der Leyrer 6:4, 1:6, 6:2, 6:0 in der Endrunde besiegte. Im D a m e n e i n z e 1 s p i e 1 gelang es der Budapestemi Magda B auang arten Frau» Liese Herbst 6:2, 6:3 zu besiegen. Das Herrendoppel konnten Horch-Eifermann gegen Dn. Dann-er-Bliühdom 6:0, 6:2 glatt gewinnen. Das gemischte Doppelspiel gewannen Hagen au er-Eif er mann. Im Herrendoppel mit Vorgabe haben sich B ol z a n o - E öld e s in die Schlußrunde durebgekämpft, die in den nächsten Tagen ausgetragen wird. Im gemischten Doppel siegten Langfelder- Földes gegen Schaoherl-Forda 2:6, 6:5, 6:3 und Burzer- Groß gegen Horch-Eschke 6:4, 6:4. Jüdische Touristik (Touristik- und Ski-Klub «Hakoah».) Tourenprogramm für Sonntag, den 26. Mai: Fußtouren: Feuerstein (8.30 Uhr, Stadtbahn Hütteldorf); Unterberg. — Kletterkurs: Raxalpe. — Näheres und Auskünfte Freitag von 20 bis 22 Uhr im Klubheim, I., Wipp- Hngerstraße 24 (Durchgang Cafe Altes Rathaus). Gäste willkommen! — Jugendgruppe: Gießhübler Heide. Näheres Donnerstag von 19 bis 21 Uhr im Gruppenheim, VIII., Bennoplatz 1 b (jüdisches Vereinsheim). Mitteilungen des Keren Kajemeth Wien,!., Kamtnerstraße 28, Telephon R-27-4-85/86. Postsparkassenkonto 100.208. Großer Ertrag einer Imitasche. Den -bisher größten Ertrag einer Imitasche erbrachte die Imitasche des Gg. Herrn Dr. Bruno Schröder, Mitglied der J. A. V. Emomah, und zwar S 35.63. Baumspenden anläßlich des «Muttertages». Außer den bereits aus gewiesenen Baumspenden anläßlich cles «Muttertages» haben weiters aus diesem Anlaß gespendet: Kurt Liwscbitz aad Namen Lola Liwschitz S 50.—; Frau'Charlotte Neumann, Salzburg S 10.50; Frau Karoüiine Ornstein, Salzburg, S 10.50; Frau Amnlie Schwanz, Salzburg, S 10.50; Frau Flora Schwarz, Salzburg, S <10.50; Frau Gisela Kölbl-, Salzburg, S 10.50; Frau Emma Hohenberg, Salzburg, S 10JO. Mitglieder des Maikkabi Hazair haben, unter Führung des Nationalfondskomimissärs an einem Sonntag einespezsdie Reise nach Neunkirchen und Wieiner-Neustadt unternommen, um dort neue Büchsen aufzustellen und die Leerung durqhzuführen. .Es gelang ebnen, 19 neue Büchsen zu placieren. Friedländer & Deutsch Wien, I., Seitenstettengasse Nr. 3 Tel. U 28-1-28 XI., Zentralfriedhof, neben dem 1. Tor, Tel. Ü 18-0-85 Soeben erschienen: Ein neues Spinoza-Buch (hebräisch) (ßarurtk fpinoxa und sein Zeitalter (Eine philosophisch-geschichtliche Studie) von JtäfcaAum Gr.-Okt. XYIII—430 Selten. Illustriert Preis 3.25 Dollar. Porto 0.25 Dollar Za beziehen per Adresse des Verfassors; 43, Compayne Gardens, llampstead London N.W. 6 wie auch durch alle hubr. Bachhandlaagen Bernhard Kohn WIEN, V HIMMELPFORTGASSE 20 KLAVIERE in allen Preislagen, neu von S 1440 an j -P'-— ■■■■■—■ Nicht ausdrücklich mmmmmmmmmommmmmmmmmmmmmum abbssfelltsAbonnemants selten als weiter bestehend 1 Eigentümer, "und'Yleraüsgeber: Für das Zionistische Landeskomitee, Wien, I., Kämtnerßtraße 28, Dr. Leo Goldhammer, Redakteur: Josef.. Zümetmwm, Wien, .1., Rauheugtefogqftsej,! Wien, RoßauerJände <1. 23. — Verauhvortlicber