Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 2 (1929)
- Issue
- Heft 68 (18.4.1929)
- Date
- 1929-04-18
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/3053752-3053805-3053821--0989-3056306- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Seite 10 DIE STIMME Nr. 68 Zionistische Organisationsfragen Von Paul Stein, Wien. Es muß im Interesse der zionistischen Bewegung festgestellt werden: die Organisation Oesterreichs ist verfallen. Gleichwohl aiber geben das Interesse und die Sympathie, die dem Aufbauwerke Palästinas in den weitesten Kreisen in verschiedenster Foren entgegengebracht wird, Zeugnis für die Möglichkeiten, die noch nicht ausgcnfltet werden. Aus den uns noch erhalten gebliebenen Resten der österreichischen Organisation liißt sich, unter gleichzeitiger Auswertung der,uns noch erreichbaren neuen Kreise und unter Rückgewinnung brauchbarer Zionisten, die, von den Vorgängen der letzten Jahre unangenehm berührt, abseits stehen, eine an ideellen und materiellen Mitteln reiche Organisation »ufbaucu. Die erste Voraussetzung zu diesem Unternehmen ist, daß die zu wählende Leitung die strikteste Durchführung aller Beschlüsse überwacht. Dabei dürfen keine persönlichen Rücksichten mitspielen. Es ist ein ganz detailliertes Arbeitsprogramm für die nächsten zwei Jahre auszuareiten und die Einrichtung eines «Wandersekretariates» zu erwägen. Es fällt auf, daß sich unsere Arbeitsmethoden in den 32 Jahren zionistischer Arbeit fast nicht geändert haben. Die größten Fortschritte auf dem Gebiete moderner Propaganda, welches heute bereits wissenschaftlich erforscht wird, sind an uns spurlos vorübergegangen. Wir müssen die Einrichtung von Propaga-ndakursen in Erwägung ziehen, welche nebst einer rednerischen Ausbildung, mit den Fragen Palästinas und der Galuth den Grundsätzen moderner Werbung vertraut machen. Was nun die jüdische Kulturarbeit betrifft, so fehlt hier jedes System. Das Verlagswesen muß zentral organisiert werden. Es geht nicht an, daß fünf Redner •He Gruppen während des ganzen Jahres versorgen und sich dabei unnötigerweise verbrauchen und das Interesse d©s weiteren Publikums sichtbar herabdrücken. Auch die Art, wie die finanziellen Fragen der zionisti- •chen Organisation in Oesterreich gelöst werden, Ist vollkommen falsch. Die Aktionen lösen einander ab- Für die notwendigsten Mittel der Landesorganisation verbleibt aber kokie Zeit. Warum wurde z- B. die «Einheitsaktion® der benachbarten (cechoslovakischcn) Organisaton noch nicht •Osprcbiert? Zu den gefährlichsten Folgeerscheinungen gehört es, daß sich der Zustand in der österreichischen Landesorgani- Mtion zum Teile auch schon in der Jugendbewegung, soweit wir auf sie noch Einfluß haben, widerspiegelt. Wer durch die 1 ok al e n Sohwerigkeiten in der österreichischen Organisation den Blick für die Größe der Zionistischen Bewegung nicht verloren hat, muß mithelfen, die Bsterreichische Organisation wieder auf die Höhe zu bringen. Dazu soll der kommende Delegiertentag einen entscheidenden Schritt tun. „Das Judentum in der Geschichte Schlesiens“ Eine jüdische Ausstellung in Breslau. Das Jüdische Museum für Ostdeutschland veranstaltete im Breslauer Kunstgewerbemuseum eine Ausstellung, die sich bezeichnenderweise: «Das Judentum in der Geschichte Schlesiens» nennt. Beginnt man den Rundgang durch die Ausstellung, so steht man erstaunt vor einem eisernen Kreuz, vor dessen Sockel der wohlbekannte schöne Kopf Herzog Heinrichs IV. von Schlesien in einem Gipsabguß ruht. Diese Zusammenstellung ist als Symbol der Geschichte der Juden in Schlesien gedacht. Heinrich IV. ist der erste große Schutzherr der schlesischen Juden, der ihnen Sicherheit der Person, des Eigentums, des Hausfriedens, des Geschäftsverkehrs und die Unverletzbarkeit ihrer Kultstätten und Friedhöfe verbürgte. Das Kreuz ist das Gedenkkrei|z für den Franziskanermönch Johann v. Capistrano, der auf dem Breslauer Salzring 1453 seine Büßpredigten hielt und wütende Angriffe gegen die «Knaben mordenden» und «Hostien schändenden» Juden richtete, mit dem Erfolg, daß 41 von ihnen verbrannt und alle übrigen aus Breslau ausgewiesen wurden. Im übrigen Schlesien blieb Zülz der einzige Platz, ein «Mokaum zadik», aus dem die Juden niemals vertrieben wurden. Nach dem Auftakt der historischen Abteilung betritt man den ersten der drei den Kultgegenständen gewidmeten Räume. Der prächtige Thoraschrein, die außerordentlich dekorativen Thoravorhänge in pompöser Silber- und Goldreliefstickerei und ein großer, mit Silberarbeiten angefüllter Glasschrank geben diesem Raum einen eindrucksvollen festlichen und prächtigen Charakter. Außer kultischen Gegenständen werden nach Porträts, Handschriften und Gegenstände des häuslichen Lebens aus vornehmen jüdischen Familien gezeigt. Einem großen Teil dieser Arbeiten kommt neben ihrem kultischen Wert auch eine große kunstgeschichtliche Bedeutung zu. Für das Arbeitersiedlungswerk in Erez Israel Der Verein der Freunde des arbeitenden Palästina teilt uns mit: Auf Grund des vom Leiter des statistischen Amtes der Arbeiterorganisation Dr. Walter Preuß, Tel-Aviv, in der Loge «Herzl» gehaltenen Vortrages, wurde seitens der Mitglieder eine Sammlung zugunsten des Arbeitersiedlungswerkes eingeleitet. Das momentane Ergebnis dieser Sammlung in der Höhe von S 570.— wurde bereits an die Zentrale des Palästina-Arbeiterfonds überwiesen. Dieser sowie die aus derselben Quelle stammenden Beträge werden ebenfalls dem genannten Zwecke zugeführt werden. Scharfsinnige jüdische Advokaten L Der jüdifche Gutspächter Menafdic R. aus Tyfzmicnica (einem kleinen polnifchen Städtchen) kaufte von dem im gleichen Orte anfälligen polnifchen Kleinhäusler Ladiflaw Z. eine Kuh» Der Kauf vollzog fich ohne Zeugen und Menafche R. führte fich die Kuh fclbft in feinen Stall. Am nädiften Tage erftattete Ladiflaw Z. die Anzeige, daß ihm feine Kuh g c- Hohlen worden fei und er den Menafche R. im Verdacht der Täterfchaft habe. Letzterer wurde in Haft genommen und hatte fich nach kurzer Zeit als Angeklagter zu verantworten. Er beteuerte nach wie vor feine Unfchuld, behauptete, die Kuh gekauft und fofort bar bezahlt 2u haben, doch war dies alles umfonft. Ladiflaw Z. hatte, als Zeuge unter Eid vernommen, dies beftritten und die Verurteilung des Menafche R. Hand feil. Während fich der Gerichtshof bei der Urtcilsberatung befand, knüpfte der Verteidiger des Menafche R., Dr. B a n dler, ein fchneidiger Konzipient, unvermittelt mit dem Zeugen Ladiflaw Z. ein Gelpräch an. „Schau,“ fagte er, „jetzt wird Menafche R. zu einer fehr langen, fchweren Kerkerftrafe verurteilt und fowohl er, wie auch feine Frau und Kinder werden darben. Gib mir für diefc armen, unglücklichen Leute fünf Gulden, damit deren Elend einigermaßen gemildert wird. Hiedurch beweift du wenigftens deine Nächftenliebc.“ Der Bauer griff in die Tafche und händigte Dr. B. die geforderten fünf Gulden ein. Unmittelbar darauf erfchien der Gerichtshof im Verhandlungsfaale und fchon fchickte fich der Vorfitzende an, das Urteil zu verkünden. In diefem Augenblicke erklärte Dr. Bandler: „Die Glaubwürdigkeit des Zeugen Ladiflaw Z., auf dellen Ausfage fich das Urteil ftützen foll, ift durch ein ioeben eingetretenes Vorkommnis erfchüttert worden. Landifläw Z. übergab mir vor einigen Minuten hier diefe fünf Gulden für die notleidende Familie des Angeklagten. Ich habe nun konftatlert, daß diefe Fünfguldennote gefälfeht ift und daß wir es bei Ladiflaw Z. mit einem Banknotenfälfcher zu tun haben." Da fprang Ladiflaw Z. wütend von feinem Zeugenfitze auf und fchrie, daß dies eine Gemeinheit fei, denn diefe fünf Gulden feien von dem Geldc, das er von Menafche R. für die Kuh erhalten hat. Das Verfahren wurde fortgefetzt, Ladiflaw Z., in ein fcharfes Kreuzverhör genommen, mußte geliehen, daß die Angaben des Angeklagten richtig feien, was ihm, wegen Verleumdung und Meineids, eine längere Freiheitsftrafe eintrug. II. In Sombor (Polen) lebte ein in Ehren ergrauter jüdifcher Gutsbefitzer namens Ephraim M., der als wohlhabend galt. Nun erftattete feine Dienftmagd, welche ein Kind zur Welt gebracht hatte, die Anzeige, das Kind fei von Ephraim M., er hätte fie vergewaltigt. Ephraim M. wurde in Haft genommen und unter Anklage geftellt. Als Zeugin unter Eid genommen, beftätigte Maria Cz. die in ihrer Anzeige gemachten Angaben. Auch hier war eine Verurteilung unvermeidlich. Während einer Paufe fprach nun der Verteidiger Dr. Großkopf in Gegenwart des zahlreichen Auditoriums auf die Zeugin ein, fie möge, wenn fchon Ephraim M. verurteilt werde, wenigftens foweit entgegenkommen, daß fie ihre Zuftimmung zur Uebergabe des Kindes an Ephraim M. gibt, damit dasfelbe im Geifte feines Pflegevaters als frommer Jude erzogen werden könne. Mehr hatte Dr. Großkopf nicht gebraucht. Wutfchnaubcnd fprang Maria Cz. in die Höhe und fchrie ihn an, was er eigentlich glaube, daß das Kind vom hochwürdigen Herrn Popen ein Jude werden follc. Was sind „künstliche Juden“? Der große Schlachtenverllerer reitet sein altes Steckenpferd ... Unter der Ueberschrift «Ein prominenter Palästinabruider» schreibt Lwdendorff in seiner «Wochenschau»: «Henri Ford hat nun seinem Kotau vor denn Judentum die «künstliche Beschneidung» folgen lassen. Nach einer Mitteilung der «Wiener Freimaurer-Zeitung» 1928, Nr. 11/1-2» ist er nämlich Mitglied der «Pajästina»iLoge in Detroit, die mit ihren 4000 «künstlichen Juden» als die größte Loge der Welt gilt.» Grand Hotel Nevada im Carl-Theater Dieses neue Stück Frantisek Langcrs liegt, seinem inneren Werte nach, irgendwo an der äußersten Peripherie des literarischen Wirkungskreises des Autors der «Peripherie», die zweifellos sein geistiger Mittelpunkt ist- Drei amerikanische M-ultimillinäre, des an Uebenfliuß reichen Lebens milde und überdrüssig, bilden sic-h allerhand raffiniert ausgeklügelte Krankheiten ein, von denen sie ein springlebendiger Naturmensch durch eine recht primitive Radikalkur heilt. Aus diesem kargen EInfall wird ein Dreiakter bestritten, und folglich auch dessen Erfolg, obgleich sich um ihn der Regisseur Jarno, die Darsteller Schumann, Mahr, Wittmann, Sdhick, Kann und andere mit Talent und Hingabe mühten. Zi. Bekannte Redewendung. Ein junger Mann, der bisher in der Fremde ein sorgloses, heiteres Leben geführt, besucht nach längerer Abwesenheit einen hier wohnenden Freund, der nun mit Ueberraschung den Ehering an der Hand des Besuchers bemerkt. «Was?» — ruft er aus — «Sie sind verheiratet?» «Ja» — lautet die Antwort — «Trauring, aber wahr...» Reklame. Eine amerikanische Parfüm- und Seifenfinna veranstaltete ein 1000-Doflar-Pfeisausschreiben für die beste Reklatneidee. Den Preis erhielt der achtzehnjährige Morris Greenbaum für folgenden Inseratentext: «Wenn Sie schon nicht unsere Seifen gebrauchen wollen, so benützen Sie doch wenigstens um Himmels willen unsere Parfüms!» Kunstchronik Einstein-Ausstellung in Jerusalem Aus Anlaß des 50. Geburtstages Albert Einsteins veranstaltete die jüdische National- und Universitäts-Bibliothek eine Ausstellung aller Werke des großen Gelehrten sowie der über die Relativitätstheorie bisher erschienenen Literatur. Unter den Ausstellungsobjekten ist Einsteins handschriftliches Manuskript der Relativitätstheorie zu sehen, das der Gelehrte vor einigen Jahren der Bibliothek zum Geschenk gemacht hat. Das hcbrälfch-jüdifche Konzert des Tenors I. Segal- R o f e n b a di, der vor kurzem in der Toynbcehalle einen erfolgreichen jüdifchen Volkslicderabcnd abfolvierte, findet am 7. Mai d. J. im Feftfaale des Induftriehaufes, Sdiwarzenbergplatz 4, ftatt. Mitwirkend: Quintett-Enlemble (orig, jüdifche Kammcrmufik von Alex. Krein). Karten: Buchhandlung Löwit, I„ Rotenturmftraße 22, und Buchhandlung Rath, II.» Taborftraßc 20a. Sdiülcrabend Rofa Rolcn. Im Schülerabend, den Rof« Roten am 7. d. M. im Mufikvereinsgebäude veranftalteta, hatte man Gelegenheit, die atemtechnifch vorzüglich gefdiulten, natürlich fitzenden und tragfähigen Stimmen der Mitwirkenden kennen zu lernen. Wohlverdienten Beifall, der gleichermaßen auch ihrer ausgezeichneten Pädagogin galt, fanden die Darbietungen der Damen Schnabel, Schanil, Kornelius, Niedermayer, Sternidc, Meinl und der Herren Kattwitz und Meid. In den „Jüdifchen K ü n ft 1 c r f pic 1 e n“ (Theater Reklame) gelangt Jakob Gordins Schaufpiel „Mirelc E f r o 1“, das den Weg über, alle jüdifchen Bühnen genommen hat, Montag, den ij. April, halb 9 Uhr, zur Erftaufführung. In diefea Stück treten , die für ein kurzes Gaftfpiel gewonnenen Vera Zaslavskaja und Mifcha Fifchfohn in den Hauptrollen auf. Außerdem wirken die Damen Dcutfch, Meifela, Weintraub-Graff und die Herren Natan Breilmann, Iris und Sigal mit. Vanderveldes Palästina-Buch. Soeben erschien ein Buch des Führers der -belgischen Arbeiterschaft und früheren Außenministers Emile Vandervelde, das den Titel «Das Land Erez Israel» und den Untertitel «Ein Marxist in Palästina» führt und die Eindrücke des Staatsmannes während seines letzten Besuclies in Palästina wiedergibt. Das Buch enthält auch eine Reihe Abhandlungen über politische Probleme des Zionismus. In dem Schlußwort führt der Verfasser aus, kein Sozialist könne dem Zionismus Sympathie und Unterstützung versagen. «Die jüdische Emigration». Das Aprilheft des von Emig direkt in Berlin in jiddischer Sprache herausgege* benen Journals «Die jüdische Emigration» ist soeben erschienen. Das große Nürnberger «Machsor». Aus Anlaß des 500iährigen Bestehens der Nürnberger Stadtbibliothek ist eine Jubiläums-Ausstellung in Vorbereitung, in der Biibliotheks* direkter Dr. Bock das Wertvollste und Schönste des Bibliotheksbesitzes zeigen wird. Zu den alleräl testen und kostbarsten Handschriften der Bibliothek zählt neben anderen Judaicis das große «Machsor» aus dem Jahre 1331, ein 517 Pergamentblätter starker Codex, der auch an Um* fang zu den größten Werken der Bibliothek zählt. Das große «Machsor» stellt eine Sammlung hebräischer Gebete in Versfonm dar. Die Sohrift, teils in Farbe, teils in Gold, ist -besonders kunstvoll beim Beginn jeder neuen Abteilung. Ein Exemplar «Das erste gedruckte hebräische Buch». Das jüdische Theologische Seminar in New York hat ein Exemplar des zum ersten Male in Druck hergestefiten hebräischen Buches «Arbaah TurIm» erworben. Das Buch wurde 25 JahTc nach Gutenbergs Erfindung der Buchdruckerkunst, di. 14 5 2 gedruckt. Das Exemplar ent* hält die Approbation der Inquisition, der die Zen* surierung aller; hebräischen Bücher oblag. «Anbaah Turim» ist bekanntlich von Rabbi Jaakob. Ben Ascher verfaßt worden und bildete die Grundlage für den «Schulchan Aruch» von Rabbi Joseph Caro. Neues Jüdisches Theater (Praterstraße 60). Spielplan: Freitag, «iMasel Tow». — Samstag, «Oer O-pernkönig». —t Sonntag, «Kreuizer-Sonatc». — Von Montag bis Donnerstag geschlossen. Englisch und alle anderen Sprachen fabelhaft seicht zu erlerne kann jeder glückliche Besitzer einer Sprechmaschine. Das Musikhaus «Exzelsior», Wien, I., Adlergasse 5 (Tel R 23-4-90), und II., Kleine Pfarrgasse 28 (Tel. A 41-6-24), hat eine Reihe Unterrichtsplatten schon längere Zeit auf Lager (auch Turnunterricht) und hat somit jedermann Ge* Iegenheit, sich zu jeder Zeit selbst durch die ersten Autoritäten zu unterrichten. Leser unserer Zeitung können so eine Wundermaschine auch zu besonders günstigen Zahlungsbedingungen erwerben. g Von Woche zu Woche gibt es reue Ueberrasehuugoa» Diesmal sind cz gleich drei Schlager mit denen Lietanskf, VII., Kaiserstraße 46, im Stock, aufzuwarten weiß, Nähere« im Inserat auf Seite 2. g I i .. "~7~1~ZZL ä