Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 2 (1929)
- Issue
- Heft 61 (28.2.1929)
- Date
- 1929-02-28
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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$ DIE STIMME Nr. 6t {^^RSRKBRASI&SäHbllHUH^ Hßk€äBJRICä ins xmserer kuren Gattin, TAUBES Kreisen so viele Beweise entgegerugeforacht worden, jedem einzelnen zu danken, -iesora Wege tmseren tiefgenzimehmen. öbl Taubes und Familie. Verhältnisse und des KoMenmarrgels unterbrochene Aktion wird so rasch als möglich fortgesetzt werden. Aus den der Kultusgemeinde zur Verfügung gestellten Restbeständen des «American Joint Distribution Committee wurde warme Wollwäsche an Erwachsene und ganz besonders an Kinder zur Verteilung gebracht Durch diese Aktion werden gleichfalls nahezu 2000 Personen mU Kälteschutzimtteln versehen. Sämtlichen im Genuß von monatlichen Unterste tznngsbeiträgen stehenden Personen — fast 700 an der Zahl — wurde eine a u ß e r o rd e n tl i ch e B e ibilfe auf kurzem Wege zugemittelt. Für die Angestellten der fünf untersten Besoldungsklassen, die Pensionsparteien und die kn Bezüge von Gnadengaben Stehenden wurden gleich falls Geldaushtlfen bewilligt. Diese Aktion erstreckt sich auf 340 Personen, beziehungsweise Haushalte. Für die notleidenden jüdischen Studenten wurde im Wege des «Jüdischen Hochschulausschusses» für die Verteilung von Handunterstützungen in besonders dringenden Fällen ein Kredit bewilligt Den alltäglich zahlreich in den Fürsorgeämtern der Kultusgemeinde erscheinenden Armen wird nach Prüfung der Bedürftigkeit und Würdigkeit durch Handunterstützungen und durch Zuteilung von Kleidern, Wäschestücken und Speisemarken Hilfe gebracht In der Ve r sor g u ngs- und Siechenans tal t der Israel. Kultusgemeinde beträgt durch die Aufstellung von N o t b e 11 e n der Belag derzeit 336 Insassen. Im Spitale der Israel. Kultusgemeinde hat sich in dien letzten Wochen.die Durchschnittszahl der Patienten auf den Krankensäten um 30 Prozent gesteigert und eine besonders starke Frequenz weisen die Ambulatorien auf. Obgleich infolge der umfassenden Fürsorgetätigkeit der Isr. Kuätusgemeinde deren Gebarung in den letzten Verwaltungsjaforen mit einem Defizit abgeschlossen hat, wurden auch all diese durch die außerordentlichen Verhältnisse notwendig gewordenen Hilfsaktionen durchgeführt An alle Gemedndemitjglieder wurde kn Wege eines Rundschreibens die dringende Bitte gerichtet, rasch und nach besten Kräften Spenden für die Notstandsaktionen der KnitüSgemeindezu widmen. Möge sich in diesen schweren Tagen kein Angehöriger der Wiener Israel. Kiritusgemeinde der Verpflichtung entziehen, sein Sdiärflein ziu den so dringenden Hilfsaktionen der Kultusgemeinde beizutragen! Vereinsnachrichten Zionistische Bezirkssektioü XVI/XVII. Samstag, den ä5. d. M. sprach Herr Kultusvorsteher Dr. Klaber kn Rahmen der von der Sektion veranstalteten Vorträge über «Frage der jüdischen Erziehung*. Naä dem Vorträge sang Frau Eugenie Kr eitler hebräische und jüdische Lieder, die mit großem Beifall ausgenommen wurden. <— Saimetag, den 2. März, um ^8 Uhr abends findet im XVII*, Rötzergasse 9—il eine Jugendversammlung statt. Nach einem Vortrage über «Jüdische Jugendbewegung* wird der j-.igendbund «Gordonia» Chorgesänge und andere musikalische Darbte tunken zur Aufführung bringen» Zionistisch-akademischer Verein «Bar-Kochba» (Caie Produktenbörse, II., Taborstraße 10). Samstag, den 2. März, präzise 1Ä9 Uhr abends, findet LXIV. ordentliche Genexalkonvent mit der usuellen Tagesordnung statt. Alle A. H. A» H. uml Bb. Bb. werden um püuktlichcs Erscheinen gebeten. Zionistische Bezirkssektion Wieden-Margareten. Donnerstag, den 28. Februar: Vortrag Dr. Henriette Rappaport: «Jüdische Erziehung*. — Donerstag, den 21. März spricht Herr Dr. Georg W e i nc r über «Die Rolle der Juden im Revolutionsjahr 1848*. — Alle Vorträge im Klubsaal des Terrassen-Cafes, V., Margaretenplatz 4, Beginn 8 Uhr. — Scmntag, den 24, März in den Sälen des Gewerbe vereinest Nach- P u r i m f et er mit Tyvz- Anmeldungen zum Komitee und Karten bei den Au ssch u ßmi t gl i c d e r u. Zeire Mlsracbi, Sektion XX. Freitag, den 1. März 1. J., I't9 Uhr abends, im Saale der Zionistischen Bezirkssektion, XX„ Jägerstraße 30, Chumeschvortrag des Herr Mordechai Gerstl. Montag, den 4. März 1. J-, um 8 Uhr abends, im gleeichn Lokal: Sicha übr jüdische Jugendproblcme. Einleitendes Referat: Chawer Blum. «Zelrotb Hamisrachi» (Misrachi-Mädchengruppe, II., Untere Augartenstraße 35). Am 23. d. M. fand im großen Saale des jüdischen Zentrums dis Gründungsfeier dieser Gruppe statt. Nach einer zündenden Ansprache von Fräulein Scheuermann hielt Frau Dr. Henriette Rappaport eine gehaltvoll und geistreiche Festrede. Der künstlerische Teil des Abends wurde von Fräulein Levin (Klavier), deren vortrefflich gebrachten Darbietungen vom zahlreich erschienenen Publikum akklamlert wurden, sowie auch von den Herren Schwager und Hoff, dem Chor des «Haschomer Hadathl* u. abestritten. «Zeire Wehechaluz Hamisrachi» (I!„ Praterstraße 43). Samstag, den 2. März, um 4 Uhr nachmittags: Vortrag des tteam BiamNan aus Ercz Israel über; «Organisation und ropeganda*. Gäste wiHkomnien. S Uhr abends: Diskussion über Probleme des XVi. Zionistenkcxngrcsses. Referent; Isaak T eite Iba um. Mittwoch, den 6. März: Jugendreferatssitzung. Tageflordnung: Die Aktion zu Gunsten Keren Thorah w*Awodah» Zionistische Ortsgruppe St. Pötten. Am 23. d. M. fand ein Vortragsabend Dr. Paul Diamant (Wien) über: «Die jüdische AJbfallsbewegung in historischer Beleuchtung* statt» Das sehr interessante Thema bot ftßr die darauffolgende Debatte reichen Stoff- Unter anderen beteiligten sich an der Debatte: Herr Ober-Rabbiner Dr. Schächter, Herr Dr. Seigety. Der Vortrag fand bei de» zahlreich Erschienenen allgemeinen Beifall» Verband der Zionistischen Mtttelschulverbindungen und Vereine Oesterreichs. Bei der am 24. Februar stattgefumdenen Generalversammlung des Rahmenverbandes wurde fvfgends Leitung neogewäWt: Fritz Ttalowitz (K. Z. T. V.), AdoM Leser (Jedtdäa), Engeiberg (ilhssadah), Isidor Gotöstein (Bund revisionistischer Mittelschüler), Egon Klinger (Jedidäa), Gerhärt Goldbrg (Neh ernte) und Halpern (Massudah). Der Punkt: «Debatte über unsere Kulturarbeit* wunde vertagt. — Wegen des Repräsentationsballes findet Samstag, dn 2. März L J. kein Seminar statt Mittwoch, den 6. März 1. J„ ^9 Uhr abendfl, auf der Bude der J. A. V. «Ivrfa», IX., Glasergasse 4 a, wichtige DetegiertensitziMig des Rahmenverbandes. Sicheres Erscheinen Pflicht 1 Zionistische Frauengruppe XX. Mittwoch, den 6. März, Uhr abends, im Heime, XX., Jägerstraße 30. Vortrag Frau Dr. Cilla Wald mann: «Jochaugan ben Safkikai*; Mittwoch, den 13. März, zweiter Vortrag der Frau Doktor Amafia Kantor: «Jüdische Literatur und Geschichte*. Organisation Zionistischer Frauen Oesterreichs (Kluhfieim der Hakoah, I., Wippiingerstraße 24). Montag, den 4. März, 5 Uhr nachmittags. 1. Vortrag: «Die Rassenfrage» Herrenbim Damen-Hietder nee» naß Blicke SUfTeeewakl. Zahltag Back Uebenlnkeaaea. JtoBtaaamm R«Bc:!3n«i Wien, VI., Mariahilferatraßc 107, Tel. B 27-2-38 von Frau Efisaibeth Luzatto zu ihrem Zyklus «Probleme und Epochen der jüdischen Gescliichtc». Zionistische Frauengruppe Favoriten (X., Humboidtgasse 28). Donnerstag, den 7. März, 8 Uhr abends, III. Vortrag. Dr. Amalie Kantor za ihrem Zyklus: «Jüdische Gschichte und Literatur* (Trug, Perez). Verband zionistischer Hochschülerinnen. Mittwoch, den 6. März, 8 Uhr abends, im Jüdischen Zentrum, II., Untere Augartenstraße 35, Vortrag Dr. Norbert Hoff mann: «Zurück zu HerzL» Jüdische Hochschüterinnen willkommen. Jüdisches Zentrum der Sozialen Hilfsgemeinschaft (II., Untere Augarten Straße 35). Montag und. Mittwoch von 5^9 bis 2410 Uhr abends findet ein neuer Bebräiscbkurs für Anfänger (Erwachsene) statt. Leitung Heber-Hellner. — Schwedisches Turnen für Frauen und Mädchen. Es ist beabsichtigt, im Sommersemester bei genügen der Teiinehmerzafrl cm Gesundheitstumen ohne Geräte Die Regierung gegen die Autonomie von Tel-Aviv Der Bürg ‘rmeister soll ernannt werden. Aus Jerusalem wind uns gemeldet: Der Oberkommissär für Palästina Sir Jon Chancellor hat eine neue Verordnung bezüglich der Gemeinde von T e 1 Aviv veröffentlicht, wonach der Bürgermeister und Vizebürgermeister der Stadt nicht mehr von dem aus UrwaMen hervorgehenden Stadtrat gewählt, sondern von der Regierung ernannt werden sollen. Diese Verordnung hat unter der Bevölkerung von Tel Aviv eine energische Protestbewegung hervorgeru/fen. Der Stadtrat beschloß eine Abordnung z/ttm Obenkommissär zu entsenden und ihn zu ersuchen, die Verordnung für ungültig zu erklären. (Zu beachten ist, daß in allen übrigen Städten Palästinas der Regierung das Recht zusteht, die Bürgermeister zu ernennen. — Die Red.) Arbeitelosentumult in Tel-Aviv Eine Gruppe Arbeitsloser drang in das Stadthaus von Tel Aviv ein und forderte sofortige HiMsmaßnatomen für die Arbeitslosen. Ms während der Ansammlung der Bürgermeister, Herr D i z e n g o f f, sein Amtszimmer verlassen wollte, wurde er von den Arbeitslose» daran gehindert Herbeigeeilte Polizei zerstreute die demonstrierenden Arbeitslosen und nahm fünf Verhaftungen vor. Die Efriheilsgeitieifide in Erez-lsrael Aus Jcrufalera wird berichtet: Nach wie vor führt die Agudas Jisroel ihren Trennungskampf gegen die im paläftincnfifcfien Gemeindcgefetz ' Torgcfehenc jüdifchc Einheitsgemeinde, die Kcncffcth Israel. Die Agudah agitiert — freilich mit fehr wenig Erfolg — gegen das Verbleiben der Juden in der Einheitsgemeinde. Eine Delegation des Misrachi, die jüngft vom Oberkommiffär Sir John Chancellor empfangen wurde, fprach ihr Bedauern über die feparatiftifche Tätigkeit der Agudas jisroel bezüglich der Einheitsgemeinde aus. Sir Job» Chancellor fagte in feiner Antwortrede, auch er glaube, daß der Separatismus den jüdilchen InterefTen in Paläftina fehr fchade. Weder er, noch die Regierung hätten die Abficht, diele Separat ionsbeftrebung zu unterftützen. Oberrabbioer Xook, das Oberhaupt der afchkenaftf di c n, und Oberrabbiner M c i r, das Oberhaupt der f e - phardi Ichen jüdifchen Gcmeinfchaft in Paläftina, haben foeben einen Aufruf veröffentlicht, in welchem alle für Damen (zweimal wöcltentlicJi, Montag tax! Donnerstag von y2ü bis 9 Uhr) abzuha-Uen. Kursleiter; Ing. Paiiaschenko. Anmeldungen täglich im Sekretariat von G bis 8 Uhr. Der Mädchen- und Frmtenvcrein «Krankenbesuch» (Bikur Chr.ailim) veranstaltet Sonntag, den 3. März d. J., um 4 Uhr nachmittags im Festsaa! des Hotels Continental, II., Taborstraße 8, eine Wohltä tigkdtsjanse unter Mitwirkung hervorragender Kunstkräfte. In Anbetracht der großen Notlage infolge der herrschenden schweren Zeit wird um zahlreichen Besuch gebeten. Verband der zionistisch-akademischen Verbindungen tmd Vereine. Die dritte Zusammenkunft der unter Leitung des Herrn Dr. Leo Ookfhammer stehenden soziologischen Arbeitsgemeinschaft findet am 5. März, 8 Uhr abends, VIII., Bennoplatz la statt. Tagesordnung: Vortrag von Dr. N M. Gelber: «Die zionistische Organisation!.» Anschließend Wechselrede. Die Mitarbeiter werden ersucht, pünktlich zu rrsch einen. Haschomer Hadathle. Nach dem Muster von den bereits in Polen bestehenden traditionellen Pfadfirodergruppen entstand im Rahmen des Zeire Hamisrachi, Landesorgattisation für Oesterreich, eine Gruppe des cHaschomer Hadathic», der bereits 30 Mitglieder zählt. En wird eine kulturelle Tätwkeit entfaltet und Vorträge speziell über das Problem des Pfadfindertums vom Gesichtspunkt der Thoran w’Avvodah abccihaiteiu Wochenprograrftun: Samstag, 3 Uhr, Tefülath Minch^h, nachher Sicha mit einleitenden Worten des Ch. Israel Erbaentihal. Sornitag, 2 Uhr, gesellige Zusammenkunft. Montag, 7 Uhr abends, Laubsägekurs. Mittwocli, 7 Uhr abends, praktisches Zeichnen nach der Natur. Zionistische Sektion Prater (II., Juingstraße 8). Dienstag, den 5. März 1929, Vortrag des Herrn Prof Dr. Wilhelm Stein: «Führende Gestalte» der jüdischen Vergangenheit.» Zionistische Bezirkssektioa Währing-Döbling. Donnerstag, den 28. d. M., um 8 Uhr abends, im großen Saale des Cafö cDöblmgerhof», XIX., Billrothstraße 49, Vortrag des Herr« Rabbiners Dr. David Feuchtwang’: «Die augenblickliche Lage der Juden in der Wettj» Zionistische Bezlrkssehtion XX. Sonntag, den 3. März, Vi8 Uhr abends, Literarisch-musikalischer Abend unter Mitwirkung von Herta ülatz (hobräischer Gesang), Isidor Glück (modern-hebräische Lieder), Mario Gang (Rezitationen), Leo Geiler (Charakterdarstellung), Grete Nowak (Klaviervorträge), L. Reich (Violine) u. a. — Dienstag, 5. März, y2 8 Uhr abends, Vortrag Dr. Z. F. Fink eist ein Über den bevorstehende« Kongreß mit anschließender Diskussion. Alle Veranstaltungen im Heim, XX., Jägerstraße 30. — Die Sektion eröffnet unentgeltliche Hebräischkurse. Anm:äic!i:ngcn allabendJich im Heim. Mairaonkies-Institut. Im Rahmen der Universitätsvorträge über hebräische Literatur und Geschichte des Judentums spricht Mittwocli, den 6. März, u-tn Uhr abends, km Hörsaal 34 der phil. Fakultät Dr. A. Kamin k a über «Adteste Geschichte der Juden in Rom und in Süuitaücn». Verein für jüdische GescMcMe tmd Literatur (II., Ferdinand st ra-ßc 23/8). Montag, den 4. März, \'28 Uhr abends, im Kiubsacd der «Hakoah», I., Wipplingerstraße 24—26 (Cafe Altes Rathaus), Vortrag Professor juliusz W o Issohn: «Zur Geschichte der jüifcchen Volksmusik.» Eintritt frei, — Gäste willkommen. Juden in Paläftina aufgefordert werden, in der KnefToth Israel, der organifierten jüdifchen Einlieitsgemcinde in Paläftina, die auf Grund der am r. Januar 1928 von der Regierung verkündeten jüdifchen Gemcindeordnung organisiert worden ift, zu verbleiben. (Der Aufruf der beiden jüdifchen religiöfen Oberhäupter Palästinas für die KnelTcth Israel ift umfo bemerkensv/erter, als ihre Haltung zur Zeit der Verkündung der Ccm-eindeontüuKi« unklar war. Die Red-) Die Arbeitsbedingungen in Palästina Schwere Anklagen der Arbeiterschaft gegen die Regierung,, Der Pressedienst der Föderation der Internationalen Gewerkschaften in London veröffentlicht einen Bericht über die vierte Konferenz der jüdischen Arbeiterschaft Palästinas, in der Klagen vorgebracht wurden, daß die britische Regierung als die Mandatarmacht Palästinas faktisch nichts unternimmt, um die in Palästina bestehenden Arbeitsbedingungen zu bessern. Die sanitären Arbeitsverhältnisse sind schlecht, die Behandlung der Arbeiter durch die Werkftihrer sei unerträglich. in den Angelegenheiten des Arbeitsurlaubes, des Krankengeldes, der Unfallentschädigung, der Löhne, der Zahl der Arbeitsstunden, der Nichtbezahlung von Ueberstunden usw. haben sich die Verhältnisse sogar zum schlechteren gewendet. Da das Land industriell noch in den Anfängen ist, sind qualifizierte Arbeiter oft von der Beschäftigung seitens der Regierung und der Stadtverwaltungen abhängig Die Behörden ziehen es aber in der Regel vor, den billigeren ungelernten arabischen Arbeiter zu beschäftigen. Der jüdische Arbeiter wird ignoriert. Es gibt vier verschiedene Lohnskalen; 1. arabische Landarbeiter mit einem Tageslohn von 120 bis 15G Mils, 2. arabische Stadtarbeiter mit einem Tageslohn von 140 bis 170 Mils, 3. unorganisierte jüdische Arbeiter mit einem Tageslohn von 150 bis 200 Ahls, 4. organisierte jüdische Arbeiter mit einem Tageslohn von 250 bis 300 Mils (1 Pfund gleich 1000 Mils). Alle organisierten und ein kleiner Teil nichtorganisierter Arbeiter haben einen achtstündigen Arbeitstag, die übrigen Nichtorganisierten arbeiteil neun bis zehn Stunden täglich.