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Die Stimme · 1929-02-07 · Heft 58 (7.2.1929) · page 9

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Journal
Die Stimme
Volume
2 (1929)
Issue
Heft 58 (7.2.1929)
Date
1929-02-07
Page
– (sequence 9)
Language
German
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Nr. 58 DR STIMME Landesverband der ZJonlsten-RevIstonistefl. Der Landesverband der Zionisten-Revisionisten hielt am 28. Jänner seine diesjährigen ordentlichen Generalversammlung ab. Der Bericht der abtretenden Exekutive wurde 2tir Kenntnis genommen und dieser sowie dem Vorbereitungskomitee für die dritte Weltkonferenz der Dank ausgesprochen. Bezüglich der Stellungnahme zu den aktuellen Fragen innerhalb der Zionistischen Landesorganisation Oesterreichs wurde der neugewählten Exekutive die Entscheidung Überlassen. Die Wahlen hatten folgendes Ergebnis: Präsident des Landesverbandes Herr Michael G o u r a r y, dem eine Exekutive mit den Herren Dr. Norbert Hoffmann, Landau, Hirschhorn und Sternberg beigegeben wurde. Außerdem wurde ein erweiterter Landesvorstand gewählt Zionistische Frauengruppe Favoriten (X* Humboldtgasse 25). Donnerstag, den 7. d. M., 8 Uhr abends, II. Vortrag: Dr. Amalie Kantor zu ihrem Kurs: «Jüdische Geschichte und Literatur». Organisation zionistischer Frauen Oesterreichs (Klubheim der Hakoah, I., Wipplingerstraße 24). Montag, den 11. d. M., 5 Uhr nachmittags, II. Vortrag: Frau Dr. Cyla Waldmann zu ihrem Zyklus: «Führende talmudische Gestalten.» Zionistische Bezirkssektion VI1I/IX. Am Z Februar fand eine sehr gut hesuchte Chämischa-Assar-Feier der Zionistischen Bezirkssektion Josefstadt-Alsergrund statt. Nach *»ini gen einleitenden Worten des Obmannes Dr Alfred Löwy sowie des Dr, Georg Weiner, welcher namens des Landeskomitees zur Sammlung von Schekeln und Parteisteuer aufforderte, folgten hebräische Chöre des Pfadfinderbundes «Zirenu», welche Begeisterung bei allen Anwesenden hervorriefen. Professor Feiner spielte Violine, Fräulein Hanna Löwy rezitierte aus Rosenfeld und Beda, Frau Eugenie K r e i 11 e r sang zwei von dem jungen Komponisten Hermann Lilienfeld vertonte jüdische Lieder, Fräulein Josefine S c h a- 1 i t erfreute die Anwesenden durch schöne Tanzproduktionen. Der Abend kann in jeder Beziehung als gelungen bezeichnet werden. Igud Akademi «Thora-We'Awodah» (II., Praterstraße 43). Unter Teilnahme des Mitgliedes der Poale-Misrachi-Leitung Palästinas B i n - N u n fand am 31. Jänner die konstituierende Session dieser Vereinigung statt. Der Igud Akademi erstreot die Verwirklichung des zionistisch-misrachistischen Ideales auf Basis von Thora-We'Awodah; er betrachtet sich sowohl als ein organischer Teil der Brith Olamith schel Hanoar Hamisrachi (Weltverband der Misrachi-Jugend) als auch der Zeire Misrachi-Landesorganisation Oesterreichs. Die Vereinigung macht 6ich zur Aufgabe die Zusammenfassung der traditionell gesinnten Studentenschaft im Rahmen des akademischen Igud durchzuführen. Folgende Kollegen bilden den Waad Semani: phiL Josef Babad, phil. Moscheb Hirsch und iur. Oskar Rosenberg. Zusammenkünfte jeden Donnerstag um 8 Uhr abends im Misrachi-Heim (II.,/ Praterstraße 43). Gesinnungsverwandte Kollegen willkommen! Zeire und Noar Hamisrachi Bezirksgruppe XX (Staufingengasse. 14). Am 30. Jänner Hand die Gründun®syersammkurg der Bezirksgru-ppe XX «des Zeire und Noar Hamisrachi statt. Nach einleitenden Worten des Chawer Bin-Nun hielt das Mitglied der Exekutive des Brith Olaanitb schek Zeire Heöhaiüi'Z w’Hapoel Hamisrachi (Weitverbahd .der /MteracM-Jugend) Oha wer Mo sch eh Schar* ra aus Erezforad ein Referat über die Entwicklung und gegenwärtige Lage der Thora weawodah-Bewegung. Jeden Freitag abends .tum V28 Uhr findet ein Schfur statt. — Samstag, den 9. Februar, V28 Uhr abends, findet im Saale der ZdoirisHscben Bd^rkssektion XX (Jägerstraße 30) ein Liclhtblldervortrag . des Herrn Bi n - N u n, Führer des Hapoel Hamisrachi in Erez-Israel. über die Arbeit des Hapod- Hamisraobi in Erez-Israel statt; anschließend Referat des Herrn M. Gerstl über «JuttgtnisracbistMUS». Eintritt frei, Gäste willkommen. Miszellen Die Bnci Brith in Paläftina gegen die Million. Die Bnei- Brith-Logen in Paläftina haben foeben eine Konferenz abgehalten, die d) r i ft 1 i ch e Miffionstätigkcit unter denJudenPaläftinas mit allen Mitteln zu bekam pfen,' fowic Frauengruppen der Bnei-Brith-Logen zu begründen. Ferner wurde befchlcHen,* jeder einzelnen Bnci- Brith-Loge in den Diafpora-Ländern dringend zu empfehlen, einige ihrer Herren zum Befuchc Paläftinas zu veranlagen. * Die amerikanifdie Regierung hat den früheren Genralkonful in Aegypten und Syrien, Paul Nabcnshoe, zum Konful in Paläftina ernannt. * Aus dem Bericht des Herzl-Gytnnasiutns von Tel Aviv geht hervor, daß das Gymnasium gegenwärtig von 673 Schülern besucht wird. Der Etat des Gymnasiums beläuft sich auf 12.000 Pfund, von denen 9000 Pfund durch Schulgelder gedeckt werden. ♦ Ein neues Gemeindewahlgesetz in Palästina. Die Leitung des Waad Leumi legte dem Chefsekretär ein Gesuch um eine Regierungssubvention von I 0.0 00 Pfund zur Lösung der Arbeitslosenfrage in Tel Aviv vor. Mr. Luke erwiderte, daß die Regelung dieser Angelegenheit in der Hand des High Commissioners liege. Der Chefsekretär teilte der Delegation unter anderem mit, daß die Regierung einneuesGemeindewahlgesetz vorbereite. * Am 30. Jänner wurde über Anregung des zionistischen Vertreters beim. Völkerbund Dr. Jacobsohn im Hause des Völkerbundsekretariates Jn Genf der Film «Frühling in Palästina» vorgeführt. Die Vorführung dauerte eineinhalb Stunden. Anwesend waren unter andei\.»i c!cr Generalsekretär- Stellvertreter General Dufour Feronce, zahlreiche Funktionäre des Völkerbundsekretariates und eine größere Zahl Auslandsjournalisten. Der Film fand viel Beifall. * Der Oberkommifiar von Paläftina, Sir John Robert Chancellor, empfing ein« Abordnung des Verbandei paläftinenfifdier Koloniften, die ihm die Wünfdie der Koloniften unterbreitete, die u. a. die Verbeflerung und Inftandhaltung der Straßen und Wege zu und in den Kolonien, die Siedlungsurkunden, die Regelung der Zölle U^id Steuern und die Schaffung von Vorausfetzungen für landwirtfchaftlidie Kredite betrafen. Chancellor gab das Verfprechea, daß er alles, was in feiner Macht ftfeftt, tun werde, um der Landwirtfchaft in Paläftina emporattbrifen. Die Regierung von Paläftina hat den Bau einer zwanzig Kilometer langen Straße von der über den K i f di ojt-Flnß führenden Brücke bia nach M e g i d d o in Angriff eenomötfem Die Arbeiten werden mit größter BHchleunigung durchgeführt. Die Straße wird im Hinblick auf den im März bevorftehfndcn Paläftina-Befudi des *m*rikamfdien Milliardärs Rockefeller gebaut, der die Abficb* kundgab, t*. a. nudi die Ausgrabungen von Megiddo zu befiditigea. ♦ Der ra Tel-Aviv ftattgeftr^ne Prozeß gegen eine Anzahl wegen kor m 1* ni ft i f ch * r Propaganda Angeklagter Perfonen erdete mit h s» «■ t n Strafen für die Angeklagten. Drei?on dielen wurden zu je zwe» Monaten Gefängnis und je -chn Pfund ^“Idftrafe, fowizu Landes^erweifung nach Verbüßung der Strafe verurteilt. Zwei Jnden und ein Araber erhielten weiters je jo Tage G e f a r f u * $; diclo F-<*a^e kann in eine Geldbuße von zehn Pfund umgewandelt werden. * Lord M e 1 ch e 11 hat foebesi ynooPfundals Reft feines vor längerer Zeit verfprochenen Beitrages für den Keren Kajemeth überwiefen. m Nach der arabifchen Zeitung ,»AI Akdam" hat rine atnerikanifche Gefellfchaft die GruVftüdce von Hai Haftan Hamed in Nab 1 u" e*^'»rben, auf der»*n warme Quellen entfpringen. Der Kaufpo-is für die Gnindftücke fol! 9—>0 Pfund betrar-n. Die GefellHiafr beabfiditlgt, die Quellen für die Errichtung eines Bade? auszunützen. „Alpha”, nur WiH| l„ Adlers asse Nr« 8 \taf6 ftefcfame WIEN, ll„ PRATERSTRASSE NR. 34 anschließend die „Jüdischen Künstlerspiele“. —> Inhaber: Jakob G o 1 d f j i e ß. — Vorzügliche Getränke und Kalte Speisen zu billigen Preisen. — Rummy-Spieltische, — Treffpunkt der jüdischen Gesellschaft. Jüdische und arabische Arbeit in den Pflanzungskolonien „Kuntres“ enthält ftatiftifchc Angaben über die Verteilung jüdifdier und arabifcher Arbeit in den Pi! yungskolonien auf Grund einer Zählung der ftatiftifchen Abtcih’...,; der Hiftadruth, die in den Monaten November und Dezember 1928 (vor Beginn der Pflückfaifon) aufgenommen wurde. Danach gab cs in den Kolonien Kfar Ganim (265 Dunam), En Ganim (524 Dunam), Herzliah (994 Dunam), Kfar Saba (1694 Dunam), Magdicl (roßt Dunam), Raanania (424 Dunam), im ganzen 4962 Dunam, rein jüdifche Arbeit; in den Kolonien Ramath Can und Bnc Barak ift die überwiegende Zahl der Arbeiter Juden. Demgegenüber ift die Arbeit in den Kolonien R t f di o n 1 c Zion, Gcderah, Sichron Jacob, Jabnecl, Kfar Tabor, Rofch Pinal, und anderen rein arabifch, bis auf je 50 Arbeiter in Rifdion und Sidiron, die aber nicht in Pflanzungen, fondern anderer landwirtfchaftlichcr Arbeit bcfchäftigt find. In P c t a di - T i k w a h werden von den insgefamt 8481 Dunam 1S46 durch rein jüdifdic Arbeit, 2829 durch rein arabifchc Arbeit, der Rcfl: durdi jüdifdic und arabifche Arbeit, wobei die arabifdic überwiegt, verforgt. In Chedera verforgt von 13.699 Dunam nur 590 rein jüdifdie Arbeit, dagegen 4643 rein arabifdic Arbeit, der Rcfl wird wieder zum ftark überwiegenden Teil von Arabern bearbeitet. Audi in Neß-Zionah überwiegt die arabifdic Arbeit (von 45:83 Dunam find 284 nur von Juden, dagegen 13x9 nur von Arabern bearbeitet). Dagegen iiberwiegt in Benjamin ah (von 68jS Dunam werden 400S mit jüdifcher Arbeit und 2184 mit arabifchcr verforgt) und in R c di o b o t h (von 4360 Dunam 3139 in jüdifdier Arbeit und 611 in arabifchcr Arbeit) die ji.idifchc Arbeit. WISSEN / KUNST / Von Büchern Arnold Zv/eig: Herkunft und Zukunft (Zwei Essays Die Kotzker Chassidim im Kino Wie wir an anderer Stelle bedichten-, Tauft jetzt in den Warschauer Kindtheateni der Film «Polnische \Vätdar», welcher nach dem gleichnamigen berühmten Roman von J. Opatoschu gedreht ist fm Mittelpunkt der Handlung im Reim an wie im Füm steiht der Hof des Rabbi Mendele von Kotzk. Und dies gab Anlaß zu einer eigenartigen Kinovonsteüliing, die, wie uns aus Warschau geschrieben wird, kürzlich dort in einem im Zentrum der Stadt gelegenen .Kinotheater stattfand. Vor Beginn der Vorstellung versammelten sich etwa 800 Chassidim in ihrer Tracht. Es waren Chassidim aus Kotzk; der Magistrat von Kotok, das fast ausschließlich von Juden bewohnt wird, hatte eine Sondervorstellung des Kinos gemietet, in welcher der Film «Polnische Wälder» vorg-eführt wurde; Bedingung war, daß in keinem Raum des Kinos, weder im Zuschauerraum oder in der Kasse, noch in der Garderobe oder am Büffet, sich während der Vorstedlomg ein weibliches Wesen aufhaJten dürfe. Die 800 chasskfischen Besucher waren übrigens noch OOqOOOOOOOOOQOOQOQCOQOOOQQQOOOftOQOQOOQ KAUFT FISCHE bei PNTZNER 4c HAT2E II. Volkertplat«, Fischhalle (Tel, R 40-2-38) VI. IM i gram »rücke, Fisch halle (Tel. B 24-4-23 X. Bel Lfcbtenstof d Straße 112, Fisch halle (Tel. A 11-2-59) X. Colombosplatz, Fischhalle (Tel. U 47-1-30) Den ganzen Tag in feinstem Olivenöl gebackene heiße Fische eoooooeeeooeeeaeooeoöopoaoaoooeoaaoooa niedn einem Kino gewesen. Im Saale nahmen säe nach dem Rang Platz. Der Ablauf des Films verfolgten die Chassidim mit stärkstem Anteil; ihre Augen blitzten, mau hörte halblaute Ausrufe, die bald Entzücken, bald Angst ausdnückten. Diese Zuschauer standen sicheriiich im Banne der Figuren; sie warnten die Darsteller, wenn diesen eine Gefahr, drohte, äußerten ihre Maßbäligung, wenn ein KinodarsteHer Schlechtes beging, und applaudierten stürmisch, wenn ein Spieler ein Beispiel von Sittlichkeit und Moral gab. Als sich aber auf der Leinwand die FiguT des Wunderrabbi Mendele zeigte, erhoben sich aHe von ihren Plätzen und klatschten. Dann stimmte jemand ein Lied an und der Film wurde nun bis zum Ende vom C h o r g e s a n g der Chassidim begleitet. Es gab auch kritische Momente, die leicht zu einer Panik hätten führen können. Als auf der Leinwand der Kampf mit den Kosaken begann, entstand im Saale U nruhe viele Besucher wollten flüchten. Mit Mühe gelang es den Führern, die Aengstiichen m beruhigen. Als der Film zu Ende war, wurde er stürmisch beklatscht. Die Matinee Jehuda Ehrenkranz, die am 10. d. M., um Vzl2 Uhr vormittags im Theater in der Josefstadt hätte stattfinden sollen, mußte wogen Erkrankung des Künstlers auf den 34. Februar, Uhr vormittags verschoben werden. Die Karten behalten ihre Gültiskeit. zum Schicksal eines Volkes. 1029, Phaidon-Vcrlag, Wien)« In sehr hübscher Ausstattung, den Text durch einige Bilder glücklich ergänzt* bietet hier der Verlag zwei bereits bekannte Arbeiten des Dichters, in handlichem. Bändchen vereinigt Die größere Arbeit «Das o s t j *üd is c h e Anti 1 i t iz», ist ein Abdruck aus dem gleichnamigen, bald .nach; KriegsscMuß erschienenen Buche, wo das Essay zu Sütifoig Stednizeichinomgen Hermann Strucks den begleitenden Text geben wollte, in - Wirklichkeit aber mehr gab. Es war sozusagen die Entdeckung der Ostjudenart durch den einfüMumgsstarken Westjiuden. In prägnanter und anziehender Form hat hier Zwieiiig Gültiges -gesagt von ostjüdisöher Lebenskraft und Geistigkeit, Hingabe an das Ewige und Innigkeit, von üiberfegener Ebrfurchtslosigkeit allen Relativitäten gegenüber, von ostjüdischer Gemeinschaftsauiflilassung, von religiöser Freude und religiöser Trauer, von Ehe und Familie, von jüdischer Frau und jüdischer Jugend. Diese feinsinnige Untersuchung, künstlerisch geformt, ist geradezu ein Muster voJkspsychologischer Einfühlung, wobei sich kritischer BEck mit echter Gefühlswärme schön verbinden. — Die zweite, kürzere Arbeit des Bändchens «Das neue Kanaan» geheißen, stellt den Juden hinein in sein palästinensisches Land. Fein geformte Erörterungen über die Beziehung zwischen Mensch und Land, über den Juden als mediterranen Menschen, über den großen seelischen Umbruch einer jungen Generation* der zionistische Verwirklichung heißt. Das schmucke, schmale Buch wird sich sicher viele Freunde erobern. A. F. Karl Schwarz: Die Juden in der Kunft. (Mit $o Bildtafeln in Tiefdruck und 9 Tcxtbildern. Verlag: Der Heine-Bund, eine jüdifdic Buchgcmeindc. Berlin W. 37, Pallasftraßc 10/11. Parallelausgabe für Niditmitglicder im Weltverläg/Berlin.) Aus der Feder eines Fachmannes, dem wir bereits manche gute Arbeit über jüdifche Künftlcr danken, liegt hier zum erftenmal der Verfuch vor,,.-eine gemeinverftändliche und knappe Einführung in $le künfticrifdie Betätigung der Juden aller Zeiten zu bieten; cjp Verfuch, der als recht geglückt zu bezeichnen ift. Die Darftellung ift klar, leidit faßlich und hält fich fern von dem zeitgcnöftifchcn Kunftgefchwätz, das mit tönendem Wortfdiwall operiert, hinter dem nichts ftedet. S ch w a r 2 weiß zu charakterifieren und zu kritificrcn und feine ftrenge, kritifche Haltung zum Gegenftand wirkt fynipathifch fclbft dort, wo man fie als überftreng empfindet — eine dankenswerte Reaktion gegen manchen Unfug letzter Jahre, der uns künfticrifdie Dutzcndleiftungcn von Juden, mcift ob ihres Inhaltes, zu bedeutenden Erlebnificn aufzufdiwatzen verfudit hat. Das Fehlen einer eigenen jüdifchcn Note betont Schwarz namentlidi in den erften Kapiteln, welche eine Ucberlidit über die biblifdien Tempel, die antiken Grabmälcr und Synagogen bieten und die Kunftbctätigung der Juden im Mittelalter behandeln. Seine weitere Darftellung ift von dem Gedanken geleitet, daß Geh felbftändiges jüdifdies Können immer fiditbarcr entfaltet, bis es im Imprefiionismus fowic in der Plaftik der letzten Zeit die erften jüdifchcn Vordergrundfiguren einer be- 541411

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