Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 2 (1929)
- Issue
- Heft 56 (24.1.1929)
- Date
- 1929-01-24
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
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!fr. m ' UTE STIMME An die jüdische Studentenschaft Wiens! Der Verband der zioiUstlsch-akademischein Verbindungen tmd Vereine Oesterreichs hat in seiner am 6. Jänner 1929 statt« efu-nd-emen Generalversammlung eine staats wissenschaftlich« ArbdtsgemcinsohaJt ins Leiben gerufen. Diese gliedert sich vorläufig in eine politische Arbeitsgemeinschaft unter der Leitung des Herrn Prof. Dr. Wilhelm Stein und in eilte soziologische Arbeitsgemeinschaft unter der Leitung des Herrn Dr. Leo GoJdhainmcr. Dine national ökonomische Arbeitsgemeinschaft unter der Leitung des Herr« Adolf Böhm ist vorgesehen. Der Vortragszyklus der pollibisohoii Arbeitsgemeinschaft gäbt eine «Einführung -in die Theorie des Zionismus», in der folgende Themen behandelt worden: Die soziologischen und geistesgescliic.Irtluchcn Voraussetzungen der zfanästteohen Theorie, von Prof. Dr. Wilhelm Stein: Die Theorie ds Zionismus vor HcrzJ, von Dr. N. M. Gelber; Oer Kitllnirzionismus, von Prof. Dr. Viktor Kellner: Theodor Herzds politische Theorie, von Oberbaurat Ing. .Robert Stricker: Die Theorie dies Poale-Zionismus, von Mendel Singer; Der ideologische Sozialismus, von Dr. Martha Hoffmann; Der synthetische Zionismus, von AdoM Böhm: Der gegenwärtige Stand der zionistischen Theorie, von Prof. Dr. Wilhelm Stein. Die soziologische Arbeitsgemeinschaft beschäftigt fielt mit der «Krise» der zionistischen Organisation und behandelt folgende Einzel thcnien: Das Wesen der Organisation: Die Organisationsfonmen: SoztexlognV der Qrganisationsbildung; Das Problem des Führortutns: Die zionistische Onganilsatlron; Das P-rabilcm des Firhrcrtuims in der Judenheiit; Die «Krise» der zionistischen Organisation; Zusammenfassender UeborbHck. Die V-orträge -der politischen wie die der soziologischen Arbeitsgemeinschaft werden abwechselnd jede Woche im Verefnsheime, Vlll., Benno platz 1-a, um 8 Uhr abends abgeha-lfren. Der erste Vortrag über «Die soziologischen und geistesgeschichtlichen Voraiusseüzungeu der zionistischen Theorie» van Herrn Prof. Dr. Wilhelm Stein findet am Dienstag, den 29. Jänner, statt. Vorbesprechung der soziologischen Arbeitsgemeinschaft am Dienstag, den 5. Februar. Näher« Angaben weiden von Fall zu Fa! in der «Stimme» und «Neuen Weit» rechtzeitig kundgeimaoht. Jfidische Akademiker. KoHeg-ininen und Kollegen, besuchet zahlreich unsere Arbeitsgemeinschaften und meldet «räch zur aktiven Mitarbeit1 .Fiüi den Verband d. -z. a. V-. cl V. Dr. Leo Koppel, Kultarrcferent. Für ein jüdisches Jugendheim im 3. Bezirk Um der jüdischen Jugend, in dier die Abfallbewegiung in den letzten Jahren besonders stark ist, ein Zentrum zu schafften, wo ate sich wohl fühlt und die verlorene Verbindung mit dem Judentum wieder anfcnüpf-en kann, hat sich aus jüdischen Persönlichkeiten des dritten Wiener Gemeandeb c z i r k e s ein Komitee gebildet, welches in diesem Bezirice ein «Heim der jüdischen Jugend» schaffen will; in diesein Heime soll der Jugend all das geboten wenden, was nötig Ist, um sie jüdisch zu erhalten. Das Heim, welches zentral gelegen ist und mehrere Räume besitzt, soll in kürzester Zeit erworben werden. Obwohl eine Gruppe von Jungen Menschen einen Teil des nötigen Geldes in mühevoller Samrnelarbeit bereits aufgebracht hat, fehlt noch ein großer Teil der Mittel. Daher wendet sich das Komitee, an dessen Spitze Herr Kommerzialrat Max Markus steht, in einem Aufnaf am die Juden Wiens mit der Bitte, mit Rücksicht auf den eminent wichtigen Zweck einen Baustein zum «Heim der jüdischen Jugend» beizutragen. Spenden und Zuschriften werden an BiJary G o 1 d b e r g, III., Untere Weaßgärberfitraße 63 (Tel. U-17.159) erbeten. RichtigftcHungen. In dem Auffatz von Herrn Dr. Leo Goldhammer „Was will Herr Stricker?" in Nr. jj unteres Blattes hat fidi ein linnltörcnder Druckfehler eingefchlichcn. Im vorletzten Abfatz (Zeile 4) foll es ftatt „von jemandem" richtig heißen: „Auch wurde ich von niemandem darüber informiert, wie Geh Herr Stricker zur Sache Halsmann verhalten wird." — Das Feuilleton „Ein tragifches Judenfchickfal" in Nr. 53 unferes Blattes ift mit J. Hakohen-Lanczener gezeichnet; der Verfaffer heißt richtig J. H a 1 e v i - Lanczencr. Vereinsnachrichten Organisation zionistischer Frauen Oesterreichs (Ivlubbe»n der Bakoah, I., Wipplängerstraße 24). Montag, 28. Jänner, 5 Uhr abends, Vortrag: Dr. Viktor Kellner, Direktor des Ohajes-Realgymnashrms, in seinem Zyklus: «Die jüdische Erziehung.» Zionistische Frauepgruppe Leopoldstadt (II., ZAricusgsse 33). Montag, 28. Jänner, 8 Uhr abends, Vortrag:!. Amalie Kantor in ihrem Kurs: «Jüdische Geschichte und Literatur.» Zionistische Frauengruppe IX. Der GeseHschaftsatoend, welcher am 26. Jänner 1929 im den Pnumksälen des Hamdelsmuseums, IX., Berggasse 16, stattfinden sollte, wird aus technischen Gründen verschoben. — Die Hehräischkuree für Anfänger. und Vorgeschrittene haben bereits begonnen. Neuanmetditiingen wenden noch bei Fr. Gisela Blauer, DC„ Pfluggiasse 9/8, und Klara Müller, IX., Wasagasse 21/9, Telephon U-24-705, entgegehgenommeru —- Demnächst eröffnet die Frauengruppe Seminare über jüdische Literatur (Leitung Dr. N. Gelber) und über Geschichte des Zionismus (Leitung Df. D. F- Fink eist ein). Anmeldungen an obige Adresse. Jüdische ToynbeehaUe (XX., Denisgasse 33). Samstag, 26. Jänner, 7 Uhr abends, Konzert: Klavier: Franz Mittler; Klannette: Erich Simon; Gesang:. Viktor Heim, Marie Heinsfoefaner, Jugendverein Erez Israel (II., Zirkusgasse 33). Wochenprogramm: Samstag, 26. Jänner: Ghamisehah-Assar-Feier mit anechließendem Tanz in den Räumen der Volksbiibliothek Zion, IL, Kl. Mohrengasse 3b. — Montag, 8 bis 9 Uhr: Hebräischikurs für Vorgeschrittene; 9 bis 10 Uhr: Hebräisch- MitteHcurs. — Dienstag, 7 Uhr abends: Vortrag mit Diskussion. — Mittwoch: Gemeinsamer Opembesuch. — Donnerstag: 7 Uhr abends Vortrag Ing. Robert Stri cker Über «Die soziale Frage und der Zionismus». 9—10 Hebräischer Kurs. Zionistische Bezirkssektion Leopoldstadt. Bei der am 14. Jänner stattgefundenem konstituierenden Sitzung wurden die Herren Sigmund Haber zum Präsidenten, Dr. A. Schmerler und Alfred May zu Vizepräsidenten, A. Schwertfinger zum Schriftführer, Julius Rosenfeld zum Kassier, Josef Singer zum K eten -Hajessori -, Theodor Grubner zum Keren - J. V. Ertz l»rael — JOdltche VolksblbHothek Zion. Samsfag, den 26. Jänner 1929, 7 Uhr abends Chamischah*Assar*Feier mit anschließendem Tanz in den Räumen d«x* Volksbibliothek Zion, Wien, II., Kleine Mohrengasse Sb. Kajemethr, Josef Kestier zum Schekel-, Schwcrtfinger .und Lebensohm zu Kultur-, Dr. Schmerier, May und Grubner m Orgamisationsreferemtem und Natan Spindel zum Verwalter -gewählt. Jüdisch-akademischer Verein «Tlieologia» (IL, Tetrrpe!- gasee 3). Im Laufe des Wintersemesters 1928-29 werden in den Räumen der israelitisch-theologischen Lehranstalt, Tempelgasse 3, folgende fortlaufende Vorträge abgehalten: Isafe Glitzenstein, stu-d. phil.: Traktat Pesachim, Samstag iu«d Dienstag von 6—-7, Dr. S. Rappaport: Bibliographische Wissenschaft, Mittwoch v™ halb 11 bis halb 12 Uhr. Verein der Abiturienten des Ch aj es -Realgymnasium s. Donnerstag, den 24. -d. M., im Helme, II., Zirkusgasse 33, Vortrag Obetbaurat Robert Stricker «Die soziale Frage und der Zionismus». Nur für Vereinsmitglieder! In den Ausschuß dies Vereines wurden Josef Kcsselbrenner und Kalman Retter kooptiert. Wissenschaftliche Arbeitsgemeinschaft des Jüdisch-akademischen Juristenvereines (II., Taborstraßc 1). Der Vortrag vom Dr. Richard Ball über «Willensfreiheit und Strafrecht» findet wegen Verhinderung des Vortragenden erst Donnerstag, den 24. Jänner, 8 Uhr a-bamds, statt. Gäste willkommen Zionistische Bezirkssektion Joseistadt * Alsergrund. Sonntag. den 2. -Februar 1929, 8 Uthr abends, dm Vereiusheitn, VIII., Bemnoiplatz 1, Ge6«Hschaf tsabend (Chamischah-Asßar-Feier) mit reichhaltigem Progr-amm. Karten täglich vormittags i-m Verewisheim. Lese- und Redehalle jüdischer Hochschüler (IX., Türkenstraße 9). Sasmstag, den 26. <L M., um 8 Uhr abends, Vortrag des Herrn Dr. S. Hirscbkortr: «Einiges zum Sinne der jüdischen Gesdrclite.» Zionistisches Landeskomitee für-Oesterreich Klub der Zionistischen Mandatare Montag, den 28. Jänner um, 8 Uhr abends Festsaal des Hotel Continental IL Taborotrafie 4 MEETING „Die letzten Vorgänge in derKultusgemeijide“ Redner: Dr. Jakob Ehrlich, Kultusvorsteher Dr. Desider Friedmann, Kultusvorsteher Dr. Leo Goldhammer, Kultusvorsteher Dr. Josef Lowenherz, Kultusvorsteher Vereinigung jüdischer Angestellter «Emunah», Wien. Montag, den 28. d. M., x/28 Uhr abends, findet im Lokale der rionastTschem Bezirkssektion, II-, Zinkuagasse 33, eine Versamimlumg srtatt, bei welcher die provisorischen Statuten beraten werden. Beginn Y28 Uhr abends. Gäste willkommen. Zuschriften für die Vereinigung sind bis auf weiteres zu richten ah Kotl. Hella Spiro, Wien, II., Vorgartenstraße 199/2. Verein zionistischer Hochschüler «Theodor Herzl». Der Verein veranstaltet im seinem Heime, IX., Glasergasse 4, einen Vortragszyklus: «Das zionistische Ziel, einst und jetzt. Erfolge und Zukumfteperspektiven der Bewegung.» I. 19. Jänner 1929: «Zionismus und soziale Judenfra-ge.» Prof. A. Freud, II. 26. Jänmer: «Die Entwicklung des Zionismus auf die Selbstachtung' der Juden.» Prof. Wilh. Stein. III. 2. Februar: «Die Bewegung zur Renaissance der jüdischen Kultur.» A. H. Dr. Ernst Müller. IV. 9. Februar: «Unsere Aufbauarbeit in Palästina.» Herr Adolf Böhm. V. 16. Februar: «Unsere Bestrebungen im Galuth-.» A. H- Dr. Leo Go Id h a mm er. Sämtliche Vorträge beginnen um 8 Uhr abends. Jüdische Hochschüler als Gäste willkommen. Zionistische Bezirkssektion Wieden-Margareten. Sonntag, den 27. Jänner, um: 10 Uhr vormittags, veranstaltet die Frauengruppe der Bezirkssektion, eine Chamischah- Assar-FeierfürKinderim großen Saale des Volksbildirngsbauses, .V., Stöbergasse 1.1—15. Sehr reichhaltiges Programm, PaMstimahilder, lustiger Kinderfilm usw. Genaues Programm und Eintrittskarten a 80 Groschen bei unseren Ausschußmitgliedem und an der Kasse. — Donnerstag, den 31. Jänner, um 8 Uhr abends, spricht Frau Dr. Henriette Rappaport im Terrassen-Cafe, V., Margaretenplatz 4, über «J üdi s c h e Er zi e h tt n g». Zionistische Bezirkssekticm Brigittenau. Freitag, den 25. Jänner Talmudvortrag d. H. Isaak Schöntetd. — Sonntag, den 27 d. M. CÜamiscbah-Assar-Feier unter Mitwirkung hervorragender Kräfte, u. a. Oberkantor Leo Funke und Herr Dr. Wilhelm B u n d. — Dienstag, den 29. d. M. Vortrag d. H. Universitätsprofessors Dr. Max Eisler: «J-üdische Kunst.» — Mittwoch, den 30. d. M. Vortrag Frau Dr. Amalia Kantor: «Jüdische Literatur und Geschichte.» Sämtliche Veranstaltungen beginnen um V->8 Uhr abends. Herrenand Damen-Kielder nach Mas Rricbe Zahlm&e o»eb Ueberelskommen. Johann Anaclmaa Wien, VI., Marltthüferstraße 107, Tel. B 97.2*38 ■Tdrf i. 7 evne i Zionistische Jugendorganisation Brigittenau. Donnerstag, den 24. d. M. Vorteag Dr. Leo Gottfried: «Der Einfluß des Zionismus auf die Entwicklung des jüd&schen Lebens Samstag, den 26. d. M. große Cha.mischah-Assar-Feier untei’ Mitwirkung erster Kräfte. Die Mitglieder d-er ehemaligen Kulturgr-uppe XX treffen sich jetzt regelmäßig bei'den Veranstaltungen der Jugendorganisation, auch Gäste sind herzlich willkommen. Alte Veranstaltungen beginnen um |A8 Uhr abends. Brltb Hanoar Hamisrachi (II., Itea-tcrstT. 43). Samstag, den 26. d. M., uni halb 3 Ulir nachmittags im Heime Vortrag Chawer Bin-Nun ans Brez-Isra-el über «Das Leben in Eroz-‘Israel». Um 7 Öhr abendis Chaimiscba-Assar- Fc4er. Zeirei Misrachi - Hechaluz Hamisrachi. Samstag, den 26. <L M., 7 Uhr abends, im Vereinslokale, II.. Pnaterstr. 43, Chanw'soliah-Assar-Fcier mit reichhaltigem Programm. U. a. werden PaJäsimafrüchtc an die Teilnehmer verteilt. Verband der zionistischen Mittelschuiverbindungen und Vereine Oesterreichs. Samstag, den 26. Jänner, 5 Uhr nachmittags, im Lokale der «Massada»,, IX., Servitengasse 8, zweite Fortsetzung des Seminarcs für jüdische Geschichte, geleitet von Dr. Paul Diamant. Thema: «Althebräischc Inschriften und Elephantioe-Funde.» Zionistische Frauengruppe Brigittenau (XX., Jägerstraße Nr. 30). Mittwoch, den 30. Jänner, 8 Uhr abends, Vortrag Dr. Amalie Kantor in ihrem Zyklus: «Altsgewählte Kapitel der jüdischen Geschichte.» Jüdisches Zentrum der Sozialen Hilfsgemcinschaft (II., Untere Augartenstraßc 35). Im Rahmen des Ktnderkurses für schulpflichtige Kinder findet Sonntag, den 27. Jänner, um y23 Uhr nachmittags, eine Filmvorführung über Chamiscbah-Assar statt. Kleine Gäste willkommen. Um pünktliches Erscheinen wird gebeten. Montag und Mittwoch Hebräisch für Anfänger von 7 bis 8 Uhr, Montag und Mittwoch Hebräisch für Fortgeschrittene von 8 bis 9 Uhr. Anmeldungen werden entgegen genommen-. Samstag, y2 4 Uhr nachmittags, Jugendgottesdi-enst. Gäste willkommen. Jüdische Tischgesellschaft Landstraße. Samstag, den 26. Jänner findet um y2 9 Uhr abends dm Cafe Lovrana, III., Lowengasse, eine Akademie mit Tanz statt Dienstag, den 29. Jänner, y29 Uhr abends, im Cafe Lovrana Vortrag Direktor Dr. Viktor Kellner: «Ideologie des Zionismus». Zu beiden Veranstaltungen Gäste benzlichst willkommen! Klub jüdischer Frauen. Mittwoch, den 30. Jänner, Vz5 Uhr nachmittags, im Cafe Coloannaden (I., Rath'ausplatz 4) Vortrag Dr. Ilse Zimm erm-an n: «Aufbau und Ziele der modernen Jugendfürsorge.» „Frühling in Palästina“ Der neue Paiästinarilm. Der neuie Palästin-afitni — von den beiden Fonds Keren Ha-jessod und Keren Ka-jemeth hergestellt — kam mm, nach Berlin und Prag, auch nach Wien und lief mm erstenmal am 20. Jänner 1929 vormittags im Schwarzenbergkino vor einem äußerst interessierten und die schönen Bilder mit regster Anteilnahme begleitenden PubUikum, unter dem sich auch die Vertreter der. Wiener Tageszeitungen befanden. Der Film selbst (Regie J. Gal-Eser) hält in jeder Hinsicht das, was sein Titel verspricht. Er zeigt uns den Frühling in Palästina, nicht nur, den die verschwenderische Natur über das Land ergießt, sondern auch — und das ist sein größeres Verdienst — die Erneuerung des Landes, sein Frühling-Werden, das ausgeht von den neuen Kräften des Judentums. Gleich bei den ersten Bildern wird einem warm umis Herz. Man sieht jüdisches Leben, jüdische Städte und Kolonien, jüdische Menschen und immer wieder; jüdische Kinder. In Erez Israel zur Welt gekommen, repräsentieren . sic ein glücklicheres Geschlecht, natürlich und frei. Durch alle Teile des Landes führt u-ns die Szene und überall dasselbe frohe Bild jüdischen Schaffens, dessen Bedeutung sich erst voll und ganz ermessen läßt, wenn man Vergleiche mit der Vergangenheit ansteldt. Wir sehen öde Landschaft und dann, aus ihr entstehend, Mühenden Boden, Orangerien und andere Pflanzungen, rauschende Wälder und wogende Felder. Wir sehen einzelne primitive Häuser und dann wieder, sieh aus diesen entwickelnd, die neue Stadt Tel-Aviv, groß und schön. Wir sehen da« neue Haifa, das altneüe J e r u s a 1 e m, die bedeutendsten Städte im Lande. Dann führt uns der Film entlang des Jordans, durch die Siedlungen und Kolonien. Daganiah, Nahalal, Kinerctlh und viel« andere ziehen an unseren Augen vorüber und hinterlassen reichste Eindrücke der Arbeit und des Werdens. So wirkt dieser Film allein durch die Tatsachen dadurch, daß er ein getreues Bild von Natur und Leben gibt, wie es unter der Hand der braven Chaluzim und nicht m i n d e r der Chaluzoth wird. Dadurch wird dieser Film auch zur besten Propaganda für Keren Kajemeth und Keren Hajessod. Wir sehen die Arbeiten am Tiberiassec, wir sehen den Beginn des Hafenbaues von Haifa und die Arbeiten an dem Ruthenberg’schcn Werk, das Palästina mit Elektrizität versorgen will, Die Spitäler der Hadassafh, die verschiedenen Hausindustrien der yemenitischen, der buch arischen Juden lernen wir kennen, Häuser und Straßenbau, Viehzucht und Gartenarbeit und die Feste der Jugend. Hier sehen wir das wahre Leben, wie es sich im neuen Palästina abspielt, vor unseren Augen sich entfalten. Und wiewohl der Film «noch nicht die höchste Stufe technischen Könnens darsteldt, wiewohl er mannigfaltige äußere Mängel aufweist, so ist seine Wirkung doch stark, muß es sein; ist doch Erez Israel, die Befreiung dieses Landes durch die Juden und gleicherweise das Befreitwerden der Juden durch dieses Land der Hauptdarsteller. Gideon.