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Die Stimme · 1928-12-20 · Heft 51 (20.12.1928) · page 9

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Journal
Die Stimme
Volume
1 (1928)
Issue
Heft 51 (20.12.1928)
Date
1928-12-20
Page
– (sequence 9)
Language
German
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Nr. 51 PIE STIMME Sette 9 der Einweihung dieser Thora-Rolle findet am 25. Dezember 1928, 3 Uhr nachmittags, XX., Leysfcraite 81, Souterrain, statt. Jugendverein «Erez Israel», II., Zirkosgasse 33. Wochenprognaiinm: Samstag, 22. Dezember, 4 Uhr na oh mittags, Oneg Schnibhath mit reichhaltigem literarischem Programm. Montag, 24. Dezember, 7 Uhr abends, gesellige Zusammenkunft. 8 bis 9 Uhr abends, Hebrä’sch für Vorgeschrittene, 9 bis 10 Uhr abends, Hebräisch Mitteikurs. — Mittwoch, 26. Dezember, 9 bis 10 Uhr abends, Hehrä sch Mittelkurs. — Donnerstag, 27. Dezember, 9 bis 10 Uhr abends, Hebräisch für Vorgeschrittene. Zionistischer Jugendverein sucht Souterrain! okai im 3. Bezirk, nahe Löwengasse, gegen Ablöse au kauf«» oder au mieten. Zuschriften unter «Studentenbude» an die Administration unseres Blattes. Zionistische Sektion Prater. Freitag, den 21. Dezember, ¥28 Uhr abends, Chumesch Vortrag. Zugänglich auch für NichtmitgUeder. Kranken-Unterstützungs- und Bethaus-Vercin «Ansche Emes», Wien X. Bei der am 9. Dezember d. J. stattgefunden'en ordentlichen Generalversammlung wurden folgende Herren in den Vorstand gewählt: Adolf Bürger, Israel Fellner, Max Hübler, Jakob Klüger, Osias Lopater, Moses Marian, Bernhard Molkner, Welf Riß, Salomon Schwarz, Moses Stern, Sigm. Vogelbaum, Oskar Waitznrann. Bei der am 11. d. M. stattgefunden ein Konstituierung wurden de altbewährten Herren, und zwar Herr Moses Marian zum Obmann, Herr Adolf Bürger zu seinem Stellvertreter, Herr Sigm. Vogelibaum zum Schriftführer und Henr Max Hübler zum Kassier gewählt. Zionistische Fraüengruppe X. Donnerstag, den 20. Dezember 1. J., 8 Uhr abends, im Jüdischen Heim, X., HumboMtgasse 25, Vortrag aus dem Zyklus «Silhouetten jüdischer Dichter». Ref.: Dr. Amalie Kantor. Gäste willkommen. Jüdische Toynbeehalle (XX., Deraisgasse 33). Mittwoch, den 19. Dezember, 7 Uhr abends, Vortrag Prof. Julius Urbach: «Die tschechische Literatur und d:e Juden». Lese- und Redehalle jüdischer Hochschüler (IX., Türkenstraße 9). Samstag, den 22. d. M., 8 Uhr abends, Vortrag A. H. Dr. Moscheh Landau «Die gegenwärtige politische Lage». Verein der Abiturienten des Chajes-Realgymnasiums. Am 16. Dezember fand in der konstituierenden Generalversammlung die von den Abiturienten des Chajes-Realgyminasiums einmütig beschlossene Gründung des «Vereines der Abiturienten des Chajes-Realgymnasiums» statt. Zum Präsidenten des Vereines wurde Dir. Dr. Viktor Kellner gewählt. Die Leitung des Vereines besorgt ein dreigliedriger Ausschuß, der aus den Abiturienten Jakob Buttermann, Wilhelm E'benstein und Jona Zellermayer besteht Der Verein setzt es sich zur Aufgabe, die Abiturienten des Chajes-Realgymnasiums organisatorisch zusammenzufassen, um die zionistische Aufbauarbeit der Schule planmäßig fortzusetzen. Diese soll in einer allseitigen Durchdringung der zionistischen Probleme sowie in einer Teilnahme an allen ziomstischen Aktionen bestehen. Insbesondere wird der Verein an allen Bestrebungen einer Festigung der zionistischen Organisation und einer Zusammenfassung der jüdischen Jugend Wiens mitarbeiten. Brith Hanear Hamisraclii (Wien, II., Praterstraße 43). Samstag, 22. Dezember, im Heim Vortrag Josef Babad «Der Aktivismus im Jungmisrachi» (Fortsetzung). Erscheinen aller Mitglieder Pflicht! Um 7 Uhr abends Melawe Demalke. Verband zionistischer Hochschülerkncm. Der Konvent, bei dem Rabb. Dr. Feuchtwang spricht, findet ausnahmsweise Donnerstag, den 20. d. M., um 8 Uhr abends, im Jüdischen Zentrum, II., Untere Au garten Straße, statt. Jüdische Hochech(Herinnen willkommen! Jüdisches Zentrum der Sozialen Hilfsgeineinschaft (II., Untere Augartenstraße 35). Demnächst beginnt ein Vortragszyklus «Berufsberatung und Berufsschäden» (Dr. Isidor Kl ab er. Dienstag und Donnerstag Englisch für Anfänger und Vorgeschrittene. Freitag 8 Uhr abends Taoach. Anmeldungen Tür diese Kurse werden noch entgegen gen ommen. Samstag, 3 Uhr nachmittags, Jugendgottesdilcnst. Gäste willkommen. Miszellen Neuer Bodenerwerb des jüdischen Nationalfonds. Der jüdische Nationalfonds hat das aus der Bibel bekannte Dorf S hu na m in der Nähe von Merchawia fm Ausmaße von 7500 Dun am sowie 1650 Dun am bei Mejdel zur Erweiterung der Siedlungstätigkeit des Hapod Hamisrachi käuflich erworben. * Abbau bei der «Hadassah». Aus Jerusalem wird gemeldet: infolge der Sparmaßnahmen bei der medizinischen Organisation «Hadassah» sind kürzlich eine Anzahl Entlassungen beim Personal der Hadassah erfolgt. Im Einklang mit der neuen Sparpolitik wurde auch beschlossen, die Zahl der Betten im Krankenhause in Tel-Avtiv um 20 zu verkleinern. * Der 9. Dezember, der Jahrestag der Eroberung Jerusalems durch Lord Allenby, wurde gemäß einer Proklamation des neuen Oberkommissärs Sir John Chancellor als Staatsfeiertag und als Tag der Befreiung und des Dankes begangen. In den Bethäusern aller Religionen fanden Dankgottesdienste statt. Die arabische Exekutive Palästinas erließ einen Aufruf an die arabische Bevölkerung, in der diese aüfgefordert wird, am Jahrestage der Einnahme Jerusalems durch britische Truppen für Ihre feslbegründeten Rechte in Palästina zu d e mo n s t r i cren. Die Ruhe wurde jedoch nicht gestört. Ein Automobil mit fünf jüdischen Insassen erlitt in der Nähe von R a m I e h einen Unfall, indem es ins Schleudern kam und sich überschlug. Zwei Passagiere namens Laterhouse und Yalkut wurden getötet, die übrigen drei Passagiere und der Chauffeur wurden schwerverletzt. * ‘‘ Das provisorische Handelsabkommen zwischen Aegypten und Palästina, laut welchem palästinensische landwirtschaftliche und industrielle Produkte einschließlich Tabak in Aegypten Meistbegünstigung genießen, ist von der britischen Regierung soeben als Weißbuch herausgegeben worden. Dr. I. A. Kastelianski hat sein Amt als wirtschaftlicher Berater der Zionistischen Exekutive, das er seit 1926 innen hatte, n i e d e rgelegt. Aus diesem Anlaß hat die Exekutive Herrn Kastelianski ihre warme Anerkennung für die wertvollen Dienste, die er der Bewegung und dem Werke in Palästina bisher geleistet hat, zum Ausdruck gebracht * Während die Zahl der Kinos vor acht Jahren in ganz Palästina nur vier betrug, gibt es heute in den Städten Tel-Aviv, Jerusalem, Petach Tikwah und Haifa mehrere Kinos und je eines in den kleineren Orten: wie Chederab, Sichren Jakob, Afule, Akko, Tiberias, Safed, Ramalla, Nablus, Gaza, Rechowoth. Tel-Aviv allein besitzt fünf Kinotheater, Jerusalem ein ständiges und zwei Freilichtkinos, die nur im Sommer benützt werden. Haifa hat fünf Sommer- und drei Winterlichtspiele. Die Zweijahrestagung der palästinensischen Lehrerschaft Die Lehrerschaft der hebräischen Schulen Palästinas hielt dm Waisenkinderdorf Ben Schemen ihre zweite Zweijahrestagung ab. Anwesend waren 130 Delegierte, die fast alle hebräischen Schulen Palästinas vertraten, sowie mehrere jüdische Persönlichkeiten als Gäste. Herr M. M. Ussischkin, der Leiter des Keren Kajemeth, forderte, daß die Prinzipien des Keren Kajemeth die Grundlage des nationalen Unterrichtes sein sollen. Der hebräische Dichter Ghaim Nachmann B i a 1 i k forderte die Lehrerschaft in einer sehr eindringlichen Ansprache auf, dem gesamten Unterricht in den Schulen mit dem Geiste der hohen nationalen, religiösen und sozialen Ideale des Judentums unter Zugrundelegung der Idee des Keren Kajemeth durohdringen zu lassen. Die Konferenz nahm eine Anzahl Resolutionen an, die den Anregungen Ussischkins und Biallks entsprachen. Die Züricher Kultusgemeinde für den Palästina-Aufbau 4 Der Vorstand der Züricher Israelitischen Kultusgemeinde hat beschlossen, in dais Budget einen Betrag von 2000 Schweizer Franken für den Keren Haje ssod und 1000 Franken für den Keren Kajemeth einzustellen. AmtlicheVerlautbarungen der Israelitischen Kultusgemeinde Wien , Kundmachung. I In der Plenarsitzung des Kul tnsvorstandes vom 13. Dezember 1928 wurden die am 2. Dezember 1928 vorgenommenen Wahlen in den Kultusvorstand und der Vertrauensmänner anerkannt wie folgt: Als Mitglieder des Kultusvorstandes für eine vierjährige Mandatsdauer sind gewählt die | Herren: I 1. Bernhard Altmann, Kaufmann, XIII., Kopfgasse 1. 2. Viktor Bauminger, Kaufmann, VII., Kirchengasse 44. 3. Dr. Sanel Beer, Arzt Abteitungsvorstand, II., Praterstraße 25. 4. Richard Bettelheim, Prokurist, I., Dominikanerbastei 17. 5. Kommerzialrat Bernhard Bnchwald, Fabrikant, : VI., Mariahiilferstraße 95. 6. Dr. Jakob Deutsch, Medizinalrat, XVII., Ortliebgasse 50. 7. David Dohan, Kaufmann, II., Taborsfraße 24 A. 8. Dr.. Jakob Ehrlich, Rechtsanwalt,1 I., Helferstorferstraße 9. 9. Emil Engel, Handelsgesellschafter, I., Seitenstettengasse 4. 10. Dr. Desider Friedmann, Rechtsanwalt, I., Schottenring 26. 11. Dr. Bernhard Geiger, Univ.-Professor, XIX., Kaasgrabengasse 69. 12. Dr. Rudolf Glanz, Rechtsanwalt, XVIII., Weimarergasse 19. 13. Ignaz Glück, Börserat, IX., Seegasse 6. 14. Dr. Leo Goldhammer, Rechtsanwalt, IX., Rossauerlände 23. 15. Wilhelm Birschfeld, Oberinspektor der Bundesbahnen i. R., VIII., Blindengasse 3. 16. Siegmund Kauders, Weingroßhändler, XI., Hauptstraße 80. 17. Wilhelm Kempler, Bäumt, IX., Liechtensteinstraße 26. 18. Dr. Isidor Klaber, Arzt, II., Lilienbrunugasse 7. 19. Dr. Ignaz Hermann Körner, Reisebureauinhaber, VIII., Alserstraße 51. 20. Dr. Leo Landau, Bankier, Präsident der polnischen Schul «Beth Israel», I., Liohtenfelsgasse 7. 21. Moritz Leitner, Pappendeckelerzeuger, II., Untere Donaustraße 39. 22. Dr. Josef Löwenherz, Rechtsanwalt, IX., Nuß- 1 dorferstraße 42. 23. Kommerzialrat Max Markus, Kaufmann, I1L, Dißlergasse 8. 24. Gustav Moriz, Versicherungsbeamter, IL, Franz Hochedlingergasse 17. 25. Reg.-Rat Dr. Hermann Oppenheim, Bankdirektor, III., Daffin.gerga.sse 4. 26. Dr. Jakob Ornstein, Rechtsanwalt, III., H-intzerstraße 10. „ . 27. Wolf Pappenheim, Schriftsteller, II., Kleine Pfarrgasse 1. 28. Prof. Dr. Alois Pick, General-Oberstabsarzt d. R., I., Rudolfsplatz 12. 29. Isidor Pollak, Generaldirektor, III., Strohgasse 5. 30. Moses Rath, Verleger, Vizepräsident der polnischen Sohul «Beth Israel», II., Taborstraße 20 A. 31. Adolf Reich, Direktor, II., Rembrandtstraße 26. 32. Komm.-Rat Moriz Reif, Kaufmann, III., Velthgasse 11. 33. Mendel Singer, Sekretär, IX., Severingasse 3/6. 34. Michael Sternfeld, Kaufmann, II., Große Sperlgasse 6. 35. Dr. Josef Ticho, Rechtsanwalt, I., Vortaufstnaße I. 36. Josef H. Waltuch, Börsebesucher, I., Maria Theresien straße 24. Die Liste der als Vertrauensmänner gewählten Personen ist an den Kundmachungstafeln der Ku'Itusgemeinde verlaubart. Gegen die Agnoszierung dieser Wahlen können binnen acht Tagen nach erfolgter Kundmachung im Sinne des § 22 der Wahlordnung Beschwerden an das Schiedsgericht der Kultusgemeinde (§ 98 des. Statuts) eingebracht werden. Wien, 14. Dezember 1928. Der Präfidcnt: Professor Dr. Alois Pick m. p. Reg.-Rat Guido Fuchsgelb m. p., Aratsdircktor und Erfter Sekretär. Kundmachung, betreffend die Errichtung und den Bestand von Privatbethäusern Gemäß des § 25 des Gesetzes vom 21. März 1890, R. G. Bl. Nr. 57, ist die Errichtung und der Bestand von Privatbethäusern sowie die Veranstaltung von Zusammenkünften zu gottesdienstlichen oder rituellen Uebungen von der Zustimmung der Kultusgemeinde abhängig, deren Aufsicht sie auch unterstehen. Der § 31 des Kultusgemeiindestatuts bestimmt, daß der Kultusvorstanid die Zustimmung zur Errichtung von Vereins- und Privatbethäusern nur dann erteilen kann, wenn a) ein religiöses und lokales Bedürfnis dafür vorhanden, b) die Errichtung und der Bestand des Privatbethauses gesichert ist und c) die ffcr das Bethaus gewählten Lokalitäten weder an sich selbst noch durch ihre Nachbarschaft Aergernis erregen. In letzter Zeit hat es sich wiederholt ereignet, daß von Vereinen oder Privaten beim Kultusvorstand um die gesetzlich erforderliche Zustimmung zur Errichtung eines Bethauses erst in einem Zeitpunkt eingeschritten wurde, in welchem die Miete und Einrichtung bereits vollzogen war. Der Kultusvorstand sieht sich veranlaßt, vor einem solchen Vorgang zu warnen, weil diesfalls die Gefahr besteht, daß bei Nichtzutreffen der im Kultusgemeindestatut festgelegten Voraussetzungen die Inbetriebsetzung des Bethauses unterbleiben, bezw. eingestellt werden müßte. Diese Warnung gilt ebenso hinsichtlich der temporären wie der ständigen Bethäuser. v Der Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde Wien. Wien, 17. Dezember 1928. Bitte um Tallesim und Tefillin! Es ist eine betrübende Tatsache, daß viele Eitern jüdischer Knaben, die vor der Barmizwah stehen, infolge der hohen Anschaffungskosten nicht in der Lage sind, Tallis und Tefillin, welche zur Ausübung eines religiösen Gebotes benötigt werden, für dieselben anzuschaffen. Jene Glaubensgenossen, die derartige verfügbare Gebetutensiliien besitzen, werden gebeten, dieselben behufs Beteiligung armer Barmizwah-Knaben, dem Schulbuneau der Israelitischen Kultusgemeinde, Iv Seitenstettengasse 4, 3. Stock, zu überlassen. Predigten ln den israelitischen Gemeindetempeln. Freitag, den 21. Dezember 1928, werden bei dem um 4 Uhr 10 Minuten beginnenden Abendgottesdienste in folgenden Gemeindetempeln Predigten abgehalten, und zwar: L, Seltenstettengasse 4 (Rabbiner Dr. M. Grunwald); XV., Turnergasse 22 (Rabbiner Dr. I. Taglicht); XVI-, Hwbergasse 8 (Rabbiner Dr. J. M. Bach). Im Gemeindetempel XVIII., Schopenhauerstraße 39 (Rabbiner Dr. D. Feuchtwang), findet Samstag, den 22. Dezember 1928, beim Morgengottesdiemste (Beginn 8 Uhr 30 Minuten) ein exegetischer Vortrag statt. Redaktionsschluß und Schluß der fnseratenannahme Dienstag um 12 Uhr mittags. Später einlangende Einsendungen können keine A&tei&fte in die laufende Nummer finden.

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