Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 1 (1928)
- Issue
- Heft 46 (15.11.1928)
- Date
- 1928-11-15
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
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Vf. *6 DIE STIMME Sötte 9 Es ergebt daher an alte Zäonfsfcen die Aufforderung, ihre persönliche Pflicht dem Watoföonds gegenüber zu erfüllen und in dhren Bekaimtearkrefsen für den WahÜfonds zu sammeln. Das ZentralwiaMkamitee fordert Euch auf, eine ener&iscihe Sammelaktion durchzuführen. Die gesammelten Beträge sind sofort an das. Zentraliwahlbureau, I„ Kärntnerstraße 26, aibzufiühren. Wir hoffen, daß alle organisiertem Zionisten unserem Rufe Folge leisten uifd Kies tun werden, um dem Wahlfonds größere Beträge Da« ZenfraihvaMkomitec- Propagandaarbeit. Aufforderung an die Zionisten! 1. Wir wenden uns an alle Gesinnungsgenossen mit dem Ersuchen, im Laufe der nächsten acht Tage die Wählerlisten, die in sämtlichen Seiktäorcsheimnen sowie im Zentralwatolbureau, I., Kärntmerstraße 28, erliegen, durchsehen zu wollen, um sich die Namen ihrer Freunde für Propagandazweeke herauszuschreiben. Es handelt sich um eine -wesentliche Förderung unserer Propaganda* arlbeit und da« Zentraiwahltoureau gibt der Hoffnung Ausdruck, daß sämtliche Gesinnungsgenossen dieser Aufforderung Folge, leisten werden. 2. Ferner fordern w!r alle Gesönnunpsgenossen auf, siah in ihren Bezirken sofort zur Mitarbeit für die Wahl zu melden. Das Zionistische Zentraiwohlkomit e e. *' Das Zionistische ZentralwahJkomitee richtet an ail'e Zidnisten, Insbesondere aber an die Jugendverbände die Aufforderung, Versammlungen der gegnerischen wähl werbenden Parteien nicht zu st* -en, Erklärung. Das Zionistische Zentra 1 vrahIkomltee teilt mft* In der «Wahrheit» Nr. 45 vom 9. November wird die Zuschrift eines Herrn Josef Beer, Großhändler, veröffentlicht, in welcher er dagegen Protest erbebt, daß sein N-aime In dem Aufruf des Zionistischen Zentra-fwaMkomitees enthalten Ist. Demgegenüber stellt das Zionistische Zentralwiahfikomitee fest, daß der wn Aufruf unterfertigte J o s e f 13 e e r, Kaufmann, mit dem Herrn des gleichen Namens, wohnhaft X., Fa vor l t e ns t ra ß e 107, identisch rst. Letztgenannter hat seine schriftliche Zustimmung zur Veröffentlichung seines Namens foi unserem Aufrufe gegeben. Wählerversammlun^skatendaHum der religiösen Liste „Misrachi“ Donnerstag, den 15. d., um Y8 Uhr abends, im Saale der jüdischen Volksküche, II., Krummbaumgasse 4. - Freitag, den 16. d., uon 5 Ulhr abends, im Bethausverein «Emistga&se», M., Ennsgasse 17. Samstag, den 17. d-, um 10 Uhr vormittags, im Bethausverein «Atawath Scholamm», XVf., Ldndauergasse 5- —• %8 Uhr abends im Saale der Jüdischen Volksküche, XX., Khickygasse 7. — Im Saale des Auss>p edsung s v e r ein es «Seudath Scfoabatih», II., Malzigasse 2. Sonntag, den 18. d., Y5 Uhr abends, im Betbausverein «Gemilath Ghese-d», XVI., Telenranngasse 8. — 6 Uhr abends, im SouterraönJoikal des Cr.-fö «Lovrarea», III-, Löwengasse 36. — Yi8 Uhr abends im Gaf6 National, II., Taborstraße 18. Dienstag, den 20. d„ um Uhr abends, im Cafö «City», IX., PorzeEangasse 1. Mittwoch, den 21. d., um 1A5 Uhr abends, Bethausverein «Bikur Cholin», XX., Treustraße 7 und Betbausverein «Beth jizehak», II., Wchlmulhstraße 21. Donnerstag, den 22. d., um 8 Uhr abends, im Souterrainlokal des Cafö «iRembrandt», II., Untere Augartenstraße 11. „Wahlgesang der „Union“ Hei, Unionisten, wählet unsere Listen, Helft niederringen uns die Zionisten. Wir gehen viermal jährlich in den Tempel, Das ist genug. Das andere ist doch Krempel. Wir sind kein Volk, wir haben nur den Glauben, Maskir per Auto kann uns niemand rauben. Wir wollen Deutsche sein mit milden Sitten, Nicht Juden, nur maßvolle Israeliten. Polnische Juden tragen einen Bart, Wir aber sind gottlob ohn’ Eigenart. Jung und Alt, sie können sterben alle — Geräumig ist die neue Zeremonienhalle. Politik schafft nur eitel Zwist und Zank, Es ist nicht wahr, das Judentum sei krank —. Wir kämpfen für die heil’ge Religion, Drum trägt sich unser Schammes wie Napoleon. Ko rach. Israelitischer Jugendgottesdienst. Samstag, den 17. November, um 3 Uhr nachmittags, findet der Jugendgottesdienst für. die israelitische Schuljugend in den Gemcindettnd Bezirkssynaigogen statt. oooooooooooooooooooocxxxxxxxxxxxxxxxxx? Redaktlonsschluß und Schluß der Inseratenannafame Dienstag um 12 Uhr mittags. Später einlangende Einsendungen können keine Aufnahme iu dl« laufende Nummer linden« Einige Richtig- und Feststellungen. Samstag, den 10. d. M., Hat die erste Wähtervefsammlung der sogenannten «Unpolitischen Liste» im Hotel Kontinental statgefunden. Diese WäWerversammhmg hat sich dadurch ausgezeichnet, daß bei ihr, im Gegensatz zu alten anderen Wählerversammltingen, bezahlte Ber.ufsschläge r, mit Schlagringen versehen, angestellt wurden. Diese Berufsschläger haben jüdische Wähler, die sich harmlose Zwischenrufe gestatteten, blutig g e schlagen und zum Teil auch schwer verletzt. Bei dieser Wählervensammlung hat Herr Jakob März, bisheriger Kultusvorsteher von seiten des Misrachi und auch noch jetzt Mitglied' des zionistischen Klubs in der Kultusgemeinde, die ominöse Erklärung abgegeben, daß er als misrachistischer Mandatar gegen den Eintritt der mterachistischen Mandatare in den zionistischen Klub war und zu diesem Eintritt gezwungen worden wäre. Dieser Erklärung des Herrn März gegenüber soll von mir wie durch mehrere lebende Zeugen und durch Protokolle klar nachweisbar festgestellt werden, daß umgekehrt gerade Herr März es war, der den Antrag gestellt hat und sogar stürmisch darauf gedrängt hat, daß die Mandatare des Misrachi sogar bedingungslos dem zionistischen Klub beitreten sollen, während die Leitung des Misrachi darauf bestand, daß der Beitritt unter der Bedingung erfolge, daß die zionistischen Mandatare in sämtlichen Fragen, die mit dem Religiösen irgendetwas zu tun haben, Initiative und Entscheidung den Misrachimanciataren überlassen und diese ki diesen Belangen tatkräftigst unterstützen sollen. Der Wahrheit gemäß soll zugleich konstatiert werden, daß die zionistischen Mandatare während der ganzen vier Jahre dieser Verpflichtung loyan und treu nachgekommen sind. Was die lächerliche Behauptung des Herrn März betrifft, daß er in der Kultusgemeinde nichts amsrichten konnte, weil ihm die Verbindung mit den Zionisten daran gehindert hätte, so kann diese, Be¬ Amerlkanisflies Kleider-Monnemeni Dauer 2 Jahre Kleider bleiben Ihr Eigentum Monatlich S 60.- 1 Frühjahrs-Anzug 1 Sommer-Anzug 1 Herbst-Anzug 1 Frühjahrs-Ulster 1 Winter-Ulster 1 Modehose Instandhaltung kostenlos Verlangen Sie Prospekt! Bei Einzelbestellung ZahBungserlelchterung American Tailor* Brüder Koch o. m. b. h. Nachfolger Max Altar VI., Mariahtlferstr. 17 (Mezzanin) Fernruf B-29-4-84 hauptung jeder, der die Fähigkeiten des Herrn März und die wahren Gründe seiner mangelhaften Leistung, kennt, nur erheitern. Uebrigens behauptete Herr März stets und behauptet es noch heute, daß er ein alter Zionist sei. Nicht der schönste Vogel Ist es, der sein eigenes Nest beschmutzt. Was die Ausführungen des Herrn Hornstein, der sich als Wortführer, der Organisation «Hitaohdiuth Jereim» ausgibt, betrifft, sei festzustelJen, daß gerade Herr Hornstein es war, der als Bedingung seines Beitritts zu der Misrachtliste gestellt Hat, I. daß nur Herr Viktor Bauminger Listenführer dieser Liste sein darf und daß Herr Dr. Leo Landau, der — nach Aussagen und Angaben des «Hitachduth Jereim» öffentlich ein unreligiöses Leben führt — auf der Liste, die vom «Hitachduth Jereim» unterstützt weiden soll, an keiner Stelle figurieren darf. Daß mm derselbe Herr Hornstein, der Wortführer des orthodoxen Verbandes «Hitachduth Jereim», jetzt für eine nicht religiöse Liste, deren Listenführer der von ihm entschieden abgelehnte Dr. Landau ist, in Wort und Schrift eintritt, ist charakteristisch für ihn, nicht aber für die Organisation und selbst für die Aussohußmitglteder der «Hitachduth Jereim», die logischer- und gerechterweise tatsächlich die vom religiösen Standpunkt absolut einwandfreie und rein religiöse Kandidaten enthaltende Liste, wie die «Religiöse Liste Misrachi», tatsächlich unterstützen wollen und werden. Was nun Charakterfestigkeit und religiöse und sonstige Zuverlässigkeit dieser «Unpolitischen Liste» und deren Kandidaten betrifft, soll genügen, au»f folgende Fakten hinzuweisen: Herr Dr. Landau hat dem Misrachi und dem Unterzeichneten gegenüber wiederholt und auch jetzt nach Aufstellung seiner persönlichen Liste die Erklärung abgegeben, daß er im Falle seiner Wahl keinesfalls dem Unionkiub beitreten werde, da er, nach seinen Angaben, falls er der Union beitreten wollte, ein gesichertes Mandat auf der Uniontiste haben könnte, und daß er als alter Zionist nur dem zionistischen Klub beitreten könnte, was er aus rein taktischen Gründen momentan nicht schriftlich bestätigen könnte. Demgegenüber «klärte Herr Böreerat Glück («Die Wahrheit», Nr. 45, Seite 8), von dem nicht anzunehmen ist, daß er eine Unwahrheit behaupten würde, wörtlich: «Allerdings behaupten diese Herren (der «polnischen Schul»), daß sie Herrennnd Damen-Kieider nach Maß Briete ZehlMK Meli Ü«tmtAk«uwB. Johann taclna Vien, VI., MariaMlferstraß© 107, Tel. B 27>2>88 durchaus nicht die Absicht haben, gegen uns (gegen die «Union») zu kämpfen, sondern nach der Wahl mit uns (mit der «Union») Zusammenarbeiten wollen.» Diese krassen Widersprüche bezeichnen genug das wahre Gesicht jener Gesellschaft von Mandatensuchem, die im Namen der polnischen Juden airfzutreten vorgeben. Und Herr Börserat Glück durfte recht behalten, wenn er behauptet: «Wie dem auch immer sein mag, jedenfalls handelt es sich hier um einen ganz unzuverlässigen Partner, auf welchen man sich in keiner Weise wird stützen können.» Es ist interessant und betrübend zugleich, zuzusehen und anzuhören, wie die areligiöse Union sich ein paar religiöse Schi ff schul juden und die sogenannte unpolitische und nicht religiöse Liste sichwieder paar religiöse Juden von der «Hitachduth Jereim» herausgesucht haben, um den wirklich religiösen Kultusgemeindewählern, die die große Wiener Judengemeinde wirklich jüdisch und wirklich religiös gestaltet haben möchten, einfach Sand in die Augen zu streuen. Denen gegenüber hat der Misrachi die einzig ehrliche, aufrichtige und wirklich religiöse Liste präsentiert, eine Liste, deren sämtliche Kandidaten sowohl in ihrer Weltanschauung als auch in ihrem praktischen Leben, strengst religiös und' ehrlich national sind, die nicht von der Sehnsucht nach Mandaten, sondern von einem heiligen jüdischen Ideal getragen und von einer rein religiös-nationalen Idee inspiriert, sämtliche tüchtige, tatkräftige wind energische Männer sind, die die Interessen der religiös-nationalen Massen mit der Kraft der Ueberzeugung, der Gesinnungstreue und der vollsten Verantwortlichkeit in der Kultusstube vertreten werden. Ich bin unerschütterlich überzeugt, daß ein jeder redlich denkende und ehrlich meinende religiöse und religiös-nationale Jude auf keine Augen aus wisch erd eingehen und am 2. Dezember für die Misrachiliste stimmen werde. M. Groß- AmtlicfieVerlautbarungen der israelitischen Kultusgemeinde Wien. Lieferungsausschreibung Seitens der israelitischen Kultusgemeinde, SfäSh* W* langt die Herstellung von Grabstein funda mente?« auf dem Neuen Friedhofe für das Kalenderjahr, 1929 zuj; Vergebung. Jene Firmen, welche zur Offertstellung fterange;- zogen werden wollen, werden eingeladen, dies tw$ längstens 30. November 1928 dem technischen Amte der, Kultnsgemeinde, I., Seitenstettengasse 2, bei welchem auch während der gewöhnlichen Amtsstunden (Samstage ausgenommen) alle nähere^ Auskünfte erteilt werden, schriftlich bekanntzugeben.’ Die freie Auswahl unter den sich meldenden Firmen: zwecks Heranziehung der Offertstellung für die einzelnen Arbeiten behält der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde ausdrücklich seinem alleinigen Ermessen vor. Wien, den 1. November 1928. Verzeichnis jener Koscherfleischbänke, welche unter Aufsicht des ehrw. Rabbinates der israelitischen Kultusgemeinde Wien stehen. (Gültig ab 1. November 1928 bis auf weiteres.) 1. Bezirk: Schwarzbrod Josef, Seitenstettengasse 3. 2. Bezirk: Fellner Julius, Haidgasse 7. 2. Bezirk: Gerstl Ignaz, Malzgasse 5. 2. Bezirk: Gerstler Leib, Schiffamtsgasse 14. 2. Bezirk: Hirschler Josef, .Wolfgang Schmälzlgasse 4. 2. Bezirk: Kronland Michael, Herminengasse 12. 2. Bezirk: Kurzrock Osias, Große Sperlgasse 28. 2. Bezirk: Lustig Nathan, Leopoldsgasse 49. 2. Bezirk: Lubczer Kalman, Rueppgasse 27. 2. Bezirk: Premitke Benjamin, Im Werd 5. 2. Bezirk: Rüber Markus, Schiffamtsgasse 19. 2. Bezirk: Schönfeld Israel, Krummbaumgasse 1. 2. Bezirk: Schönfeld Hirsch, Große Sperlgasse 31 2. Bezirk: Täuber Michael, Haidgasse 3. 2. Bezirk: Walfisch Moses, Förstergasse 5. 2. Bezirk: Wlach Viktor, Im Werd 3. 2. Bezirk: Winter Moritz, Heinestraße 9. 3. Bezirk: Lempert Israel, Custozzagasse 3. 9. Bezirk: Kornniehl Sigmund, Berggasse 15. 10. Bezirk: Spuller Emil, Planetengasse 3. 14. Bezirk: Loheit Fraim, Rauchfangkehrergasse 22. 15. Bezirk: Margules Josef Leib, Oesterleingasse 4. 16. Bezirk: Melzer Simon, Friedmanngasse 29. 16. Bezirk: Piontkewitz Wolf, Hofferplatz 10. 18. Bezirk: Kornmehl Siegmund, Währinger straße 97. ERffOlQRilCH werden Neuralgie, Gicht, Rheuma, Ischias, Verdaungsstörungen behandelt im Therapeutieohon Institut, Wien, II., Auastfilunossir 65/4 Auskünfte kostenlos