Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 1 (1928)
- Issue
- Heft 42 (18.10.1928)
- Date
- 1928-10-18
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Sette 10 DTE STIMME Nt. 43 Erstaufführung. Es behandelt das bekannte §-144-JPr©biem mit kräftiger sozialer Tendenz sehr bühnenwirksam, trm so mehr als es in die menschlich-ärztliche Perspektive gestellt wird'. Trotz einiger Länge findet das Stück beim Publikum lebhaftes Interesse, das durch gute schauspielerische Leistungen der Herren Fischer-Stfejtmann. und,Kaind o r f und der Damen Hedwie P a u 1 v und Eddie P e p p- 1 e r noch verstärkt wird. —tz. FÜR MUSSESTUNDEN Schach Großmeisterturnier in Berlin Das «Berliner Tageblatt* hat ein Großmeisterturnier veranstaltet, welches sich derzeit in Berlin im Gans befindet und bis 29. Oktober dauern wird. Teilnehmer sind Capabianca, Niemzowitsch. Dr. Tartakower, Reti, Spielmann, Rubinstein. Marshall und Dr. Tarrasch. Es wird doppelrundig gespielt, das heißt ieder Spieler hat <nlt jedem zwei Partien auszutragen. Die Veranstaltung zählt zu den bedeutendsten der letzten Jahre. Nachfolgend eine Gewinnpartie Rubinsteins aus diesem Turnier. Der Großmeister, der seit Jahren an psychischen Depressionen leidet, befindet sied) leider diesmal in anscheinend schlechter Verfassung, denn er hat aus den ersten drei Partien zwei, und zwar gegen Reti und Spiebnann, verloren. Die folgende Partie stammt aus *^r zweiten Runde. Damcnganibit. Weiß: Rubinstein. — Schwarz: Dr. Tarrasch. j. c2—c4, c7—c5. 2. Sgl—t3, Sg8-46. 3. d2—d4, c5Xd4. 4. Si3Xd4, d7—dS1). 3. c4Xd5, Sf6Xd5. 6. e2-e4, Sd5—f6 *). 7. Sbl—c3, e7—e53)- 8. Sd4—b54), DdßXdl t **)- 9. KelXdl, Sb8—a6. 10. f2—f3, Lf8—c58). 11. Sc3-a4, Lc5—e7. 12. Lei—e3, Lc8—d7. 13. Tal—cl, 0-0. 14. al—a3, TI8—<!8. 15. Kdl—el, Sf6—eS. 16. Lfl—e2, Sc8—d6. 17. Sa4—c3#), SdßXb5. 18. Sc3Xb5, b7-4>6. 19. b2-b4, Ld7—e6. 20. Kel—!2, TdS-d7. 21. Thl—<11, Td7Xdl. 22. Tel Xd 1, KgS—f8. 23. g2—g3, Kf8—e8. 24. 13—f4, 17—f6T). 25. f4Xe5, f6Xe5. 26. Le3—cl, Le6—c8. 27. Lei—b2, Le7—f6- 28. Sb5—d6t, Ke8—e7. 29. Sd6—c48), Ke7—e6°). 30. Sc4Xe5!10), Sa6—c7. 31. Le2-c4t, Ke6—e7. 32. Se5—c61, Ke7—f8 u). 33. Lb2Xi6. g7Xf6. 34. Tdl-<18t, Sc7—e812). 35. b4—b5, Lc8—b7. 36. Td8—<17ia), Lb7Xc6. 37. b5Xc6, b6—h5, und Schwarz gab gleichzeitig auf. Stellung nach dem 24. Zuge von Schwarz (Schwarz: Tarrasch). mm m ■_*_Mm..™ m ■ ■ 5 Weiß: Rubinstein. Anmerkungen. *) Damit ist unter ZugwmsteHung eine Variante des Oamengambits erreicht, welche von der Theorie als mm Ausgleich führend beurteilt wird. a) Dieser Rückgang ist laut Theorie schwächer als 6. —Sb41, womit Schwarz Dd8X<M! «sw. droht. Uns scheint aber gerade der Textzag stärker. *) Damit sollte Schwarz in Vorteil kommen. 0 Eigentlich ein Fehler. Der Springer müßte zurück, wahrscheinlich am besten nach 13. **) Er beantwortet den gegnerischen Fehler ebenfalls mit einem Mißgriff. Richtig war 8. —a6, worauf der Sb5 kein vernünftiges Feld zur Verfügung hatte. Weiß hätte dann wohl versuchen müssen^ etwa mit 9. Da4, Sc6, 10. Lg5 (10. Sd5?, SXd5, 11. eXd, Lb4-H und gewinnt, denn auf 12. Ke2? folgt aXb, 13. DXaS (g4X usw. und auf andere Züge gewinnt Schwarz einfach den Bauer dö). 10. —LcF7. 11.LXS6, aXbl 12. LXd8, bXa, 13. Lb6,a3. 14.b3,Lb4. 15.Tcl,Sd4. 16.Lc4,Tc8 oder Sb3 mit stark überlegenem Spiel für Schwarz, welches sich übrigens vom 14. Zuge an auch auf andere Weise günstig fortsetzen läßt. Nach dem Textzug bleibt Weiß wegen der starken Stellung des Sb5 dauernd im Vorteil. *) Besser sofort Le7. ®) Der S auf b5 wird behauptet. Nimmt Schwarz zweimal, so muß er dem Gegner das Läuferpaar überlassen, welches in dieser Stellung einen klaren Vorteil bedeutet. 7) Der entscheidende Fehler. Er mußte auf f4 nehmen. Weiß bliebe allerdings auch dann beträchtlich im Vorteil, nun aber gewinnt er in wenigen Zügen forciert einen Bauer. *) Entscheidend! Der Bauer eS ist nicht mehr zu decken. “) Längeren Widerstand konnte er mit freiwilliger Aufgabe des Bauern husten. Der Textzug deplaciert den König, ohne seine Aufgabe (Deckung von *5) zu erfüllen. J0) Diese Kombination gewinnt! Auf 30. —LXe5 folgt nämlich 31. Lc4f, Kf6. 32. Td&f! nebst 33. LX«5 usw. Nun gibt es keine Verteidigung mehr. ll) Nach Ke8? 33. LXfO, gXf folgt 34. Td8i* matt. '») oder: 34. —Kg7. 35. Tg8f, Kg6. 36. Sd8! (Droht SI7f und Le2f matt). 36. —Le6. 37. LXe6, SX«6. W. -Sf7f nebst TXaÖ tww. 18) Die Drohung Tf7f nebst TXa7f ist mn unparierbar. Abgesehen von der Eröffnung ist die Partie von Rubinsteift sehr gut gespielt. Rätselecke Redigiert von Jota. Kreuzworträtsel 1 3 i 1* 5 8 7 8 1 II M IS m “ ■ ts 16 17 18 ■ 1 i 31 ■ u 24 I 25 m 24 27 ■r 28 m 40 -1 ■ ■ ■ SS | 55” i 34 S5 [ns ■ S8 39 ■r 41 U iS 44 ■ 45 i ■ 47 48 48 11 51 I ■ 58 58 44 55 ■ ■ 56 57 dB L 60 t Wag recht. 1. Fremdwort fiir durch. 4. Wahnsinnig. 7. Tropenbaum. 9. Zuneigung- 12. Trojanischer Held. 15. Elfenkönig. 18. Himmelskörper. 19. Internationaler Hilferuf. 21. Zögling (franz-). 22. Niederschlag, auch Strick. 23. Vermögen. 26. Form von «kommen». 27. Grlech. Buchstabe. 28. Unbestimmtes Fürwort. 30. Uebergroß. 32. Nebenfluß des Rheins. 33. Stumm. 34. Engl, männlicher Vorname (i J). 38- Inhaltslos, öde. 40. Figur aus einem Shakespeareseben Drama. 43. Synonym für «gegen». 45. Begleitstern. 47. Amerikan. weiblicher Vorname. 49. Schweizer Kurort- 51- Fluß in Rußland. 52. Vertreter, Reisender. 54. Amerikan. Republik. 56- Weibl. Vorname. 57. Jüdischer' Prophet. 59. Siech, ungesund. 60. Abkürzung für «Numero5’. 61- Gattin des Aegir. Senkrecht: 1- Brett, Bohle. 2. Deutscher Badeort. 3. Italien. Musiknote. 4. Span. Artikel. 5. Fluß (span.). 6. Aufrührer. 7. Autoreifen. 8. Luft (griech-). 9. Assyr- Gottheit. 11. Held der Artustafelrunde. 12. Baumteil. 13. Staatshaushalt. 14. König (frahz-). 16. Eirund. 17. Nährmitteleinheit. 19. Holzfaser. 20- Vogel, 24, Künstlerwerkstätte. 25. Geschenk. 27. Stadt in der Schweiz- 29. Balkon, Vorsprung. 31. Sohwanzlurch- 35. Stadt in Neu-Rumänien. 36. Schwung. 37. Griech. Göttin. 39« Wolienes Gewebe. 4L Kosakenführer. 42. Rumän. Münze. 43. Franz. Departement. 44. Mittagsstunde; auch neunter Ton. 46. Ohem- Element. 47. Stadt in Oesterreich. 55. Raubvogel (poet.). 56. Nebenfluß des Arno. 58. Umstandswort. 59, Abkzg. für eine Währungseinheit. « Königszug Die Auflösung ergibt ein Gedicht Heine. Mn wie bist ne ne el da bin •1 hold SO 1 rein ich me wie toe ¥4 tda and and schau ■ bist □ mir berz mir sch 6o und bold dich Da sf«m et« 1 Lü de schön rein an ■ met ■ ob aufs l bla und SO und weh daB tend haupt Ich die te «ott be dir le hat er dich laHHi sollt een samt Titel) von Heinrich Auflösungen der Rätsel ln Nummer 41 Kreuzworträtsel. Wagrec.ht: 1. Ach. 3. Iser. 6. Agil. 10. Peseta. 12. Manege. 15. Erika. 17. Sedan. 18. Rast 19. Ain. 21. Satt. 22. Mut. 23. Adler. 25. Tee. 26. Olive- 29. Marne. 32. Eli. 33. Sau. 34. Riese. 36. Rente. 38. Ego. 40. Orkan. 42. S. O. S. 44. Omen. 47. Zar. 48. Gisa* 50. Lesen. 52. Remis. 53. Dotter. 55. Garage. 56. Etui. 57. Adam. 58. Ohr. —r Senkrecht: 1. Ara. 2. Harn. 3. Isiis. 4. Sekt. 5. Eta. 7. Gas. 8. Ines. 9. Leda. 10. Peru. 11. Erato. 13. Gatte. 14. Ente. 16. Nil. 19. Ade. 20. Nero. 23. Aviso. €4. Rasen. 27. Lei. 28. Ile. 30. Ran. 31. Nut 34. Romeo. 35. Erz. 36. Rar. 37. Essig. 39. GokL 4L Kap* 43. Oase. 45. Este. 46. Nett. 48. Gera. 49. Imam. 51. Neu. 52. Rad. 54. Rio. 55. Gar. Magisches Sltbennuadrat: 3. Galerie- 1. Malaga. 2. Lamelle. Scherz und Humor Die Grabrede Zum Rabbiner einer kleinen Stadt kommt ©ln Manu and ersucht Hin, einem verstorbenen Angehörigen die Grabrede zu halten: «Was wird das kosten?» «200 Kronen,» erwidert der Rabbiner. «Das ist sehr viel; geht es nicht billiger?» «Billiger? Nun ich kann auch für 50 Kronen eine Grabrede halten, aber die kann ich Ihnen nicht empfehlen!» Das Erbe Baron Rothschild unterstützte zwei Brüder mit mona.it liehen Sustentationen von je 10 Gulden. Einer von Ihnen starb. Am nächsten Ersten kam der überlebende Bruder um die Unterstützung. Rothschild gab Ihm seine 10 Gulden. «Nun, und die anderen 10 Gulden?» «Ihr Bruder ist doch gestorben?» «Nun und wenn er gestorben ist, glauben Säe, Sic können nach ihm erben?» JÜDISCHER SPORT Die antisemitische Sportfront Mehr Wörde! ln der vorigen Woche veranstaltete das «Amt lür Leibesübungen der deutschen Studentenschaft in Wien» einen «Hochschul-Städtekampf» Wien—BerTm, der eigentlich eine Falschmeldung bedeutete, da es sich doch nur um arische Teilnehmer handelte. Der Oester-: reictysche Leichtathletikverband (Oe. L. V.) hatte zu diesem Kampf die ihm angehörenden Athleten über Ersuchen freigegeben. Es wurde beim Leichtathletikverband aber auch um Funktionäre angesucht, und da fiel die Wahl des Oe. L. V, sonderbarerweise auf zwei Juden. Diese stellten sich leider auch in ganz harmloser Welse zur Verfügung, wurden selbstverständlich r e f ü s i e t t, worauf der Oe. L. V. ganz einfach andere, «reinrassige» entsandte. Zu der B1 a in a g e des Oe. L. V., der Juden nicht zu schicken hatte und der der jüdischen Funktionäre, die nicht zu gehen hatten, kommt nun auch noch die Würdelosigkeit des Oe. L, V. hinzu, der aus der Zurückweisung seiner zuerst entsendeten Funktionäre natürlich die Konsequenzen zu ziehen und die Veranstaltung zu boykottieren hatte. „Pf Uli“ Der Sportru! der Danubla-Damen Kürzlich ereignete sich hier folgender «netter» Vorfall: Nach Beendigung eines Damenhandballspieles zwischen den Vereinen Hakoah und D a n u b i a, das | die Dariubia übrigens 4:0 gtewann, brachen die Hakoah* nerinnen zu Ehren des gegnerischen Vereines in ein dreifaches «Hedad» aus. Dieser Ruf, ein Akt der Sport- Unsere Preise sagen alles! Das wegen seiner besonderen Leistungsfähigkeit und Billigkeit bestbekannte Leopoldstädter Warenhaus der Brüder Schiffmann, 2. Bez., Taborstraße Nr. 48, bietet in der kommenden Woche seinen Kunden eine, wirklich großartige ükkaslon. 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