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Die Stimme · 1928-10-18 · Heft 42 (18.10.1928) · page 11

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Journal
Die Stimme
Volume
1 (1928)
Issue
Heft 42 (18.10.1928)
Date
1928-10-18
Page
– (sequence 11)
Language
German
Belongs to
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Nf. 43 DIE STIMME Sette 11 fiöfllchkelt, wurde von den Danubianerinnen durch ein dreifaches «Pfui!» quittiert — Da kann man nichts machen. Höchstens, daß man in den Ruf der hoffnungsvollen Hakenkreuzlerinnen einstimmt. Also, Pfui! Der numerus clausus Dieser Tage weilte ein junger Budapester Student namens Stefan F ü 1Ö p in Wien, der hier um Aufnahme in die Technische Hochschule ansuchte. Fülöp, der Schwergewichtsmeister des bekannten Vereines Ujpest im Ringen ist, wurde auf der Budapester Technik nicht aufgenommen, obwohl er von'maßgebenden Sportkreisen wegen seiner Fähigkeiten «aus nationalem Interesse» empfohlen war. ln Wien wurde Fülöp selbstverständlich auch abgewiesen, «wegen Ueberfüllung». — Er hofft nun, in der Tschechoslowakei seine Studien fortsetzen zu können. Die Krise bei Hechawer Eine unsinnige Maßnahme des Fußballverbandes Vor einiger Zeit hat sich fast die ganze Mannschaft eres jüdischen Sportklubs Hechawer abgemeldet, eine neue Leitung war aber bestrebt, ein Team aus jungen Spielern aufzubauen. Die Mannschaft wäre aber nicht stark genug gewesen, schon an der Meisterschaft teilzunehmen und deshalb wollte der Verein aus der Konkurrenz ausscheiden. Für solche Abmeldungen war atsr ein Termin bis zum 10. August gesetzt, wogegen Hechawer seine Abmeldung erst am 20. August vollziehen konnte, well die Generalversammlung des Vereines erst am 16. August stattfand. Hechawer wollte keineswegs aus dem Verband ausscheiden, sondern nur Im heurigen Jahr an der Meisterschaft nicht teilnehmen. Der Verein erhielt eine Vorladung zum Sektionsausschuß, und im Zuge des Verfahrens ging ihm dann auf einmal der Bescheid zu, daß Hechawer aus dem Fußballverband ausgeschlossen «ei. Allerdings wurde der Klubleitung nahegelegt, gegen die Verfügung zu protestieren. Der Sektionsausschuß hat sich wahrscheinlich strikte an die Bestimmungen gehalten, ohne die außerordentlich berücksichtigungswürdigen Umstände in Betracht zu ziehen und ohne zu bedenken, daß das keineswegs irgendwie böswillige Vorgehen Hechawers weder dem Verband noch irgend* einem Verein Schaden bringt. Der Verein konnte einfach die Meisterschaftsverpflichtungen nicht erfüllen, und es war deshalb sicherlich unklug vom Sektionsausschuß, ihn deshalb auch gleich aus dem Verband verbannen zu wollen. Das Urteil wird ja geändert werden, aber es ist überflüssig, durch derartig übertriebene Schärfen Verstimmungen hervorzurufen und Menschen, die einen Verein neu aufbauen wollen, die Arbeit zu verleiden. Die Unterausschüsse des Fußbaliverbandes erweisen sich nach wie vor als sehr hemmend für die produktive Arbeit dieser Sportbehörde. Ein schwer erkämpfter Sieg Hakoah schlägt Simmering 2:1 (1:1) Nun haben die Blau-Weißen den sechsten Sieg in der Meisterschaft der zweiten Klasse gelandet. Er wurde knapp erzielt und schwer erkämpft. Der Gegner war der Schicksalsgenosse in der ersten Klasse, der J. C. Simmering, der mit der HMcoah zusammen in die zweite Liga absteigen mußte. Die Simmeringer, die rn der neuen Kampagne nicht besonders abgeschnitten haben, erwiesen sieh als die bisher stärksten Gegner der jüdischen Mannschaft. Die Hakoah, deren Angriff zweifellos verbesserungsbedürftig ist, konnte die zwei Punkte nur nach erbittertem Kampfe erringen. Der erste Treffer der Blau-Weißen war ein Eigengoal der Simmeringer. Ein scharfer Schuß Schweinburgers sprang von einem Simmering-Spieler ins Netz. Bald darauf glichen die Gegner aus. ln der 33. Minute der zweiten Hälfte gelang es K a t z, im Sololauf den siegbringenden Treffer zu erzielen. Am nächsten Sonntag findet di« Begegnung .er Hakoah mit der Mannschaft von Vorwärts 03 statt, die als stärkster Konkurrent der Blau-Weißen gilt. Ein Spfeter von Tel-Awiw bei Hakoah Die Jüdische Mannschaft Ist Im Begriffe, eine sehr wertvolle Akquisition zu machen* Ein aus Ungarn stammender Fußballer namens Stern, der die letzten Jahre In Eres Israel zugebracht hat, wo er bei Makkabi ln Tel-Awfw tätig war, hat vor einigen Tagen hier ein Probespiel absolviert. Der erst 19jährige Stern hat sehr gut gefallen, so daO er in allernächster Zeit nach Wien übersfedefn und bei der Hakoah als Mittelstürmer spielen dürfte. Eine Wintertournee der Hakoah Erez Israel, Griechenland oder Frankreich—Spanien Der F. C. Hakoah hat in der letzten Zelt eine Reihe von Wettspielangeboten vom Ausland erhalten. Im Vordergrund steht wieder eine Aegypten— Palästina-Reise. Die Sportorganisation Makkabi in Saloniki bemüht sich, die jüdische Mannschaft für drei Spiele zu gewinnen. Auch eine Tournee nach Frankreich und Spanien wird erwogen, ln der. nächsten Zeit wird es sich entscheiden, zu welchem Projekt man sich beim F. C, Hakoah entschließen wird. Eine Tournee kommt nur für die Monate Jänner- Februar in Betracht Hedy Bfenenfeld österreichische Rückenmeistertn Das Protestkomitee des V. Oe. S. hat dem von der Hakoah gegen die Disqualifikation ihres Mitgliedes Hedy Bfenenfeld eingebrachten Protest stattgegeben und Fräulein Bienenfeld den Titel einer österreichischen Rückenmeisterin zugesprochen. Bekanntlich war die ge* nannte Schwimmerin in der Rückenmeisterschaft wegen einer angeblich in Brustlage durchgeführten Wende als Erste disqualifiziert worden. Nun hat das Protestkomitec aber dahin entschieden, daß die Wettkampfregeln des V. Oe. S. In dem angefochtenen Fall eine Unklarheit beinhalten und so keinerlei Handhabe für eine Entrechtung der Schwimmerin gegeben ist. Damen-Gymnastik bei der Hakoah Fräulein Grete P1 a t z k o, von der Tanzschule Hellerau-Laxenburg, hat sich bereft erklärt, bef der Lefchtathletiksektlon der Hakoah über die Wintersaison einen rhythmischen Gymnastikkurs abzuhalten. Der Kurs dürfte anfangs November beginnen. Als Saal wurde das Lokal der Fechtsektion in der Herrengasse (mit kalten und warmen Duschen) gemietet. Der Kurs wird an zwei Abenden in der Woche von 5 bis 7 Uhr stattfinden. Die Kosten belaufen sich für Mitglieder auf S 3.— monatlich, für Nichtmitglieder auf S 6.— pro Monat (Einschreibegebühr S 5.—). Anmeldungen werden im Sekretariat der Hakoäh entgegengenommen. Ueberfall auf den jüdischen Athleten Poszow Auf den bekannten jüdischen Athleten Selig Poszow, der vor kurzem in Posen bei einer sportlichen Veranstaltung im Zirkus den berühmten polnischen Athleten Stecker besiegt hat, wurde, als er den Zirkus verließ, ein Attentat verübt. Schon beim Ausgang des für Poszow siegreich verlaufenen Kampfes nahmen antisemftfsche Zuschauer durch Zurufe gegen Poszow Partei. Als dann Poszow aus dem Zirkusportal trat, wurde er von einer großen Gruppe junger Leute überfallen und gej schlagen. Einer der Rowdles zog einen Revolver und gab auf Poszow einen Schuß ab, der ihn in die Hand traf. Poszow wurde in das Krankenhaus gebracht, der Attentäter in Haft genommen. Die Kreisvollversammlung des tschechoslowakischen Makkabl-Kreises findet am 3. und 4. November in Olmütz statt. Der siegreichen Hagibor-Mannschaft im Wasserpolo sowie den Meistern B a I a z s und Frl. Bester, ferner den Siegern bei den deutschen Makkabi-Meisterschaften in Breslau Weinberg und Straschitz (Hagibor, Prag) und Tb. K a r t e r und Tschw. Feiner (Makkabi, Mähr.-Ostrau) werden in Anerkennung Siegerplaketten verliehen. In der ersten Runde der neu begonnenen steirischen Meisterschaft unterlag die Grazer Hakoah gegen den dortigen Sportklub 0:3. Das Lefchtathletikmeetlng der Hakoah von), letzten Sonntag brachte den Mitgliedern des jüdischen Vereines, schöne Erfolge. Sie gewannen einige Herren- und Damenstaffdn. Im 3000-Meter-Hindernislaufen siegte Frankl gegen starke Konkurrenz. Mitteilungen des Kereii Kajemeth Wien, 1., Kärntnerstraße 28. Telephon R 27-4-85/86. Postsparkassenkonto 100.208. Ausweis Nr. 38. . S.'imme der Eingänge vom 4. bis 10. Oktober S 2.814.01 Summe der Eingänge von Rosch Haschanah 5688 . .... ..S 116.511.39 Spezifikation der Eingänge nach Spendenarten. Allgemeine Spenden 1433.17; Büchsen 1238.40; Tempdspenden 319.—*; Baumspenden 256.—*; Rosch Haschanah- Aktion 49.-—; Imitaschen 24.41; Goldbuch 10.—*. Spezifikation der Eingänge, nach Bezirk»! und Gruppen geordnet. Zentrale 1797.29; II. Bezirk 50.—; Prater 28.—; III. Bezirk 52.—; VI./V1H. Bezirk 1.26; IX. Bezirk 138.—; XII7XV. Bezirk 10.—; XVIII. Bezirk 20.—; XIX. Bezirk 10.—; Z. M. V. Hyrkaniah 44.04; Z. M. V. Nehemia 56.96: Achwali 54.32; Erez Israel 75.10; Frauenorganisation 12.88: Hitachduth 10.—; J. S. A. J. 37.35; Jüdisches Realgymnasium 11.06; Jugendgruppe Leopoldstaiit 391.71; Makkabi IX. 20.77; Mirjam 94.41; V. Z. S. J. 9.10; Verband der Radikalen Zionisten 2.88; Verband Zionistischer Mittelschüler 38.93; Zirenu 10.50: Lehrlingsheim Zukunft 1.80; Provinz: Krems 5.—; Leoben 130.—; Mödling 97.—; Pilger-“ dorf 12.10; Salzburg 105.—; St. Pölten 2.52. Allgemeine Spenden S 1433.17. Versicherung 1297.17; Bernhard Jahr 7.—; Z. Tupi 10.—; durch Simon Gaspard 12.—; Zcisel u. Adler 10; Diverse 2. —; Provinz: Durch Dora Schwarz, Salzburg, 105.—. Büchsen S 1238.40. I. Bezirk: Armin Biel 4.—. II. Bezirk: M. Brandstätter 8.72; M. Abramowicr 3. —; Feuer 3.31; Ing. Robert Stricker 6.—. VIII. Bezirk: Dr. Alfred Vogel 5.—; Dr. Karl Kapralik 3.—. XIV. Bezirk: Eduard Lurion 3.20; Walter Schneck 4.06; Dr. Siegfr. Brauchbar 3.—. XV. Bezirk: Dr. N. Geier 5.50; Fanni Holzer 5.50; Jonas Samek 3.11. XIX. Bezirk: Norbert Stiasstiy 4.—; Hans Fischer 3.—; Max Wertheimer 4.—; Kurt Horner 5.—; Dr. Chaim Tartakower 5.—; Dir. Siegfr. Altmann 5.47; Hugo Reclinitzer 5.—. XX. Bezirk: M. Benczer 4.30; Siegfr. Stiassny 8,—; Ignatz Freund 13.—; Berta Pollak 3.76; Leon Haar 4.50; Ignatz Schiller 3.43; Ebenstein 3.50; M. Gottesmann 10.—; Pfefferkorn 3.50; Dr. I. Ungar 15.—; Rosenbaum u. Straßmann 5.40. Provinz: Krems: durch Arthur Neuner 5.—; Mödling: durch Ernst Schweiger 97.—; Pilgersdorf: G«za Koppstein 12.10. Tempelspenden S 319.—. Durch Kuiltusgemeinde: Knöcil 10.—; Dir. Adolf Richter, Belgrad, 20.—; durch Gerstl, Ethrosammlung 3.—; Weinstein 3.—; Maier Katz 5.—; Arje Feldmann 5.—; durch j Simon Gaspard: Dir. Kollek 10.—; Simon Gaspard 10.—; durch Sigmund Wechsberg: Bethausbüchse III., Untere Viaduktsfralie 20.—; durch Isr. Kultusgemeinde: Dr. Josef Löwenherz 20.—; Heinrich Keßler 20.—; Dr. Georg Weiner 50.—; Dr. Nissan Geier 10.—; Provinz: Leoben: durch Jakob Kofler 130.—: Simon Gewing 20.—; Hermann Glesinger 15.—; Leopold Reitmann 15.—; Karl Schneider 10.—; David Seifert 10.—; Andreas Eppinger 10.—; Ludwig Röhr 10.—; Alfons Glesinger, Rottenmann, 10.—; Moritz Varady 5.—; Benzion Gewing 5.—; Salo Reinert 5.—; Max Leitner 5.—; Marcel Reitmann 5.—; Andreas Varady 3.—; Joachim Friedler 2.—. Chajes-Watd (33. Liste). Frau Scheuer 25.—; Aron Spitzmann 50.—; Adolf Lustig 25.—; S. F. a. N. Frau Ernestine Kohn 10.—; Sam und Anitta Cohen anläßlich Bar Mizwah Arnos Friedrich Präger 50.—; Saul Kgßler, Dunamblock 38.—, Saul KeCfer 10.—; Dr. Hermann Ebner 20.—; N. N. zu Ehren Dr. Albert Eisinger 10.—; Achwab 6.—; N. N. stiftet a. N. Isidor l.ebensohn als Dank für eine Gefälligkeit 1 Baum 10.—. Rosch Haschanah-Aktfon (5. Liste) S 49.—. Brüder Wiener 5.—; David Holzer 3.—; Dr. Czeczowiezka 10.—; Rabb. Dr. Schwarz 3.—; Dr. Benno Altmann 5.—. Imitaschen S 24.41, Samuel Kretschmar 1.26; Frau Dr. Ebner 12.88{ Jugendgruppe Leopoldstadt 1.71; Frau Roth 2.88; Verband Äon. Mittelschüler 1.36; Zukunft durch Kawinar 1.80. Goldbuch S 10.—. Josef Saftes, a. N. Ing. Jtechak Wachsmann s. A. 10.—. Chajeswald, Für den Chajeswald wurden in Wien 1964 Bäutme aufgebracht; zur Komplettierung desselben fehlen somit noch 8036 Bäume. GQ99Qe9Q9GQ90999&999999V99&99999t*9G90» Redaktionsschluß und Schluß der Inseratenannahme Dienstag um 12 Uhr mittags. Später einlangende Einsendungen können keine Aufnahme in die laufende Nummer finden. Lebensversicherungs- Gesellschaft GEGRÜNDET IM JAHRE 1882 Versloh'runaabestand Garantlemlttel Ende 1927 1 Milliarde und 600 Mil Ionen Sohllllng 192 MMIonen Schilling Prämien- und Zinseneinnahmen Im «Jahre 1927 71 Millionen Sohllllng TatlokelfsneMet der Gesellschaft: Oesterreich, Deutsches Reich, Tschechoslowakische Republik Belgien, Holland, Frankreich, Spanien, Italien, Ungarn, Polen Jugoslawien, Bulgarien, Griechenland, Rumänien, Palästina, Syrien Türkei, Aegypten Die Gesellschaft sohlleBt zu billigen Prämien und günstigen Bedingungen Kapitals- und Rentenversicherungen jeder Art ab Neuelnneführt; KINDER-VERSORGUNGS-VERSICHERUNG (Auszahlung eines Kapitals bei Verheiratung, Studienbeitrag, Rückerstattung der eingezahlten Prämien bei Ableben des Kindes) InvBlltiPä^sversloherung (Zahluno einer Rente bei Eintritt der Erwerbsunfähigkeit und Auszahlung des veraioherten Kapitals naoh dreijähriger Dauer der Invalidität)

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