Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 1 (1928)
- Issue
- Heft 41 (11.10.1928)
- Date
- 1928-10-11
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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- Beirut 1× ep/1047833
- Haifa 1× ep/1047930
- Hebron 1× ep/1047559
- Safed 1× ep/1046078
- Tiberias 1× ep/1048138
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ffr. 41 DIE STIMME Seife 7 gasst 27, XIII., Penzingerstraße 132, XV., Tumerg. 22, XVI., Hubergasse 8, XVIII., Schopenhauerstraße 39, XIX., DoIHnergasse 3, XX., Kluckygasse 11, XXI„ Holzmeistergasse 12 finden den an Sabbaten des 13., 20., 27. Oktober, 3., 10., 17., 24. November, 1., 15. Dezember, 5., 12., 19, 26. Jänner um 3 Uhr nachmittags Jugendgottesdienste für Volks-, Bürger-, Haupt- und Mittelschulen (Schülerinnen) statt Kundmachung Die Einschreibungen in die B-ibelschule, 11., R e mbrandtstraße 3 2, finden für das Schuljahr 1928/29 Sonntag, den 14. Oktober 1928, von 10—12 Uhr vormittags im Schullokale statt. Der Unterricht Ist u n e n t g c 111 i c h. Der Vorstand. PALÄSTINA g==g====g=ggngj ...-L..'..'.« 1 i.i «i'HlMm Lernet Erez Israel kennen! Die erste Studienfahrt nach Palästina. Das Programm für die erste, vom Zionistischen Landeskomitee veranstaltete Gesellschafts- und Studienreise nach Palästina liegt nunmehr vor. Die Durchführung wurde dem Reisebüro «City» (Inhaber Dr. J. H. Körner), Wien, I., Kohlmarkt 8, übertragen. Das Programm erstreckt sich auf 3 2 Tage und beginnt am 2. M ä rz 1 92 9 mit der Abfahrt von Triest, in weichem Hafen auch die Rückkunft erfolgt. Dadurch ist den Reiseteilnehmern aus Oesterreich, der Tschechoslowakei, Ungarn usw. usw. Gelegenheit geboten, mit verhältnismäßig kurzen Bahnfahrten an der Reise teilzunehmen. Die Veranstalter haben mit erstklassigen Hotels wegen Unterkunft Vereinbarungen getroffen. Die Hinfahrt erfolgt mit dem Luxus-Doppelschrauben-Eildampfer «Vienna» (10.000 Tonnen), womit die schnellste Verbindung nach Alexandrien, dem ersten Aufenthalt, geboten wird. Nach der Ausschiffung in Alexandrien erfolgt die Weiterfahrt nach Ka i r o, wo ein fünftägiger Aufenthalt vorgesehen ist. Dabei ist Gelegenheit geboten, Heliopolis, die arabische Universität, das Judenviertel, sämtliche Basare, die Pyramiden von Gizeh, Sphinx, Felsentempel, die Stufenpyramide von Sakkarah Memphis mit allen Sehenswürdigkeiten, das ägyptische Museum, alle Moscheen, die Mameluken- und Kalifengräber, die verschiedenen Synagogen, den weltberühmten zoologischen Garten und Ezibekiyeh Garden unter fachmännischer Führung zu besichtigen. Von Kairo fährt die Reisegesellschaft mit dem Expreßzug über den Suezkanal nach Jerusalem. Diese Bahnfahrt macht den Reisenden mit dem südlichen Palästina bekannt. Ein sechstägiger Aufenthalt in Jerusalem ermöglicht das gründliche Studium von Jerusalem und der umliegenden Kolonien: die Altstadt, Dawids- und Zionsturm, die Klagemauer, alle Synagogen, Omarmoschee, die hebräische Universität, die Königsgräber, griechische und deutsche Kolonie, die neuen jüdischen Viertel, Bethlehem mit allen seinen Sehenswürdigkeiten, Salomonische Teiche, Hebron, Höhle Mächpeiä, Rachels Grab, die Nationalfondskolonie Dilb, Nationalbibliothek, Hadassah - Krankenhaus, Bezaiel, Fahrt zum Toten Meer, Alt- und Neu-Jericho, der Berg Gerisim. In Jerusalem finden Empfänge beim High Commissioner, beim österreichischen Konsul und bei der Exekutive der Zionistischen Organisation statt. In Privatautos (zu drei bis höchstens vier Personen) besichtigen die Reiseteilnehmer die übrigen Städte und verschiedene Siedlungspunkte. Von diesen seien erwähnt: Ein-Charod, Tel-Joseph, Beth-Alpha, Kfar Jeciieskiel, M.rchawja, Balfouria, Transylvania, Nahalai, Tiberias; hier ist ein eintägiger Aufenthalt zum Besuch der dort befindlichen historischen Stätten vorgesehen. Die Reise wird über die Kolonien Mizpa, Migdal zu der ältesten Kolonie im Lande, Rosch Pinah, fortgesetzt. Von dort führt die Reise nach Safed und schließlich bis Metulah, dem nördlichstenPunkt Palästinas. Nach einer Besichtigung der am Tiberias-See gelegenen Kolonien Daganiah, Kinereth geht die Fahrt Über Nazareth nach Haifa. In Haifa, der aussichtsreichen Hafenstadt Palästinas, ist während dreietr Tage die Möglichkeit geboten, die Hafen- und Industrieanlagen zu studieren, sowie die kulturellen Institutionen (Technikum), die deutsche Kolonie und den Karmel mit all seinen unbeschreiblichen landschaftlichen Reizen, Festung und Kolonie Athlit, Sichron Jakob, Benjamina, Cäsarea, Chederah, Ein-Ganim, Petach Tikwah, Herzliah, Sarona wird der Tourist sehen, bevor er in einem viereinhalbtägigen Aufenthalt die erste jüdische Stadt T e 1 - A v i v betritt. Tel-Aviv wird in allen Einzelheiten den Reiseteiinehmern das Entstehen einer jüdischen Stadt vor Augen führen. In Tel-Aviv wird die Reisegesellschaft, da sie am Purim dort weilt, auch das Purimtreiben kennen zu lernen Gelegenheit haben. Von Tel-Aviv aus werden die Kolonien Mikweh Israel, Rischon le Zion, Neß Ziona, Rechowoth, Ben Schemen besucht. Am 29. März wird mit dem direkten Dampfer «Gianicolo» die Rückreise angetreten. In mehreren Vorträgen, für die Colonel Kisch, Dr. Hugo Bergmann, der Lei er der Universitätsbibliothek, Architekt Kaufmann gewonnen wurden, erfolgen zu den Besichtigungen wertvolle Ergänzungen. Die Programmeinteilung wurde derart getroffen, daß Interessenten kürzere Exkursionen nach Ober-Aegypten (Luxor-Assuan), Damaskus und Beirut, nach Transjordanien, nach Petra, nach Bagdad, eventuell Babylon und Mossul unternehmen können. Die Preise, welche sämtliche Schiffs-, Bahn- und Autofahrten, die gesamte Verpflegung während der ganzen Reisedauer, alle Trink- und Eintrittsgelder sowie die Beförderung des Handgepäcks umfassen, betragen für die Dauer der 32tägigen Reise: I. Klasse 122 ägypt. Pfund, II. Klasse 85 ägyptische Pfund, III. Klasse 50 ägypt. Pfund, Mit der definitiven Anmeldung sind 25 Prozent des Betrages als Anzahlung zu leisten, während der Rest in beliebigen Raten zahlbar ist. Vierzehn Tage vor der Abreise müssen die ganzen Kosten erlegt sein. Die Prospekte gelangen in den nächsten Tagen zur Versendung und können beim oben bezeichneten Reisebüro sowie dem Zionistischen Landeskomitee, Wien, I., Kärntnerstraße 28, kostenlos bezogen werden. Vor Antritt der Reise werden von Palästinafachleuten instruktive Vorträge für die Reiseteilnehmer gehalten werden, so daß diese, mit den notwendigen Kenntnissen ausgestattet, nach Palästina kommen. Für die Reise liegen bereits zahlreiche Anmeldungen vor, die sich auf die meisten Länder Europas erstrecken. Sie ist die erste jener Studienfahrten, deren Durchführung vom Zionistischen Landeskomitee für Oesterreich in Vereinbairung mit den Organisationen anderer Länder angeregt wurde, uin den breitesten jüdischen Schichten Gelegenheit zu geben, das Land, das sie zur alt-neuen Heimstätte der Judenheit aufbauen, genau kennen zu lernen. Beim Einkauf von Koscherwürfeln achten Sie auf die Insignien des Ehrw. Rabb. Sigmund Fürst vom Schifftempel * j KOSCHERWÜRFEL“ | ■I Das vielumstrittene Beth-Schan Von Dr. Karl Schwager In der letzten Sitzung der Mandatskommission des Völkerbundes gab es lebhafte Diskussionen über die Böden von Beisan (Hebräisch: Beth-Schan). Wer das kleine arabische Städtchen, das im Mittelpunkt der Erörterungen stand, näher kennt, muß sich wundern, daß der Name dieses abgelegenen Erdenwinkels in die Verhandlungssäle der Diplomaten aller Welt kam. Freilich nicht immer war diese Gegend so unbeachtet wie bis zu dem Zeitpunkt, in dem die zionistische Forderung an die Mandatsregierung, die palästinensischen Staatsländereien der jüdischen Kolonisation zugänglich zu machen, das allgemeine Augenmerk auf Beth-Schan und seine Umgebung lenkte. Touristen, welche abseits von der Autostraße die Wirtschaften des östlichen Emek — des Nuris-Blockes — besucht haben, werden sich des unnatürlich regelmäßigen Hügels erinnern, der einer abgestumpften Pyramide ähnlich, schon von Ain Harod aus sichtbar, genau in der Mitte des sich verbreiternden Tales liegt. Das ist die Trümmerstätte der alten Stadt Beth-Schan, besser der alten Städte, denn die Ausgrabungen haben nicht weniger als sieben Schichten aus verschiedenen Perioden aufgezeigt. Daß Beth-Schan in den Zeitläuften der Geschichte oftmals ©ine wichtige strategische und wirtschaftliche Rolle gespielt hat, ist in seiner Lage begründet. Dort öffnet sich das vom Nahar Jalud und seinen Nebenbächen durchströmte Tal, — die Verbindung zur eigentlichen Ebene Jesrael — gegen die Jordansenke. Ebenso wie die heutige Eisenbahnlinie diesen Talweg zur Verbindung von Haifa mit dem Ostjordanland benützt, muß schon in frühesten Zeiten hier eine Völkerverkehrsstraße gewesen sein und Handel und Kriegszug konnten diesen Platz nicht umgehen. Die Ausgrabungen weisen auf eine noch vorkananit Ische Geschichte Beth-Schans hin; den interessantesten Teil, der durch die wichtigsten Funde belegt ist, stellt aber die ägyptische Schicht dar, die ergibt, daß etwa in der Zeit, als die israelitischen Stämme aus den östlichen Wüstengebieten gegen das Kulturland vorstießen, die ägyptischen Pharaonen hier eine starke Garnison unterhielten. Daß Beth-Schan in der Königsgeschichte Israels eine traurige Rolle spielt, ist ja bekannt: Die Philister schlugen den Leichnam des König Saul, gefallen in der Schlacht ^m Golbon, an das Stadttor von Beth-Schan, von wo die Getreuen ihn nächtlicher. Weile holten, um ihn In Bevor Sie einen Dauerbrandofen kaufen versäumen Sie nicht, unseren idealen HERG9HH Dauerbrandofen zu besichtigen I IV, Friedrlchstraße sm KitnifiiTtor, gegenüber dem Vetkebrebureu Tel. A 30-1-66 Bequeme Abzahlungen, Referenz-, Preisliste, fachmännische Beratung kostenlos Ehren zu bestatten. Eine letzte Blütezeit erlebte die Stadt in der hellenistischen und nachhellenistdschen Epoche, wo sie unter dem Namen Sk'ythopolis, — auch diese Name deutet auf eine fremdnationale Militäi?- besatzung hin —, als Mitglied eines Zehnstädtebundes, eine politische Rolle spielte. Bauüberreste aus hellenistischer Zelt sind häufig. Es ist übrigens interessant, daß die Stadt selbst eigentlich niemals von den Juden besiedelt war. Das Beth-Schan von heute ist ein freundliches, typisch arabisches Städtchen, das mit seinen rund 3000 Einwohnern und den wenigen Gäßchen eher ein Marktflecken zu nennen ist. Tatsächlich scheint es seine Wiederbelebung, — vor fünfzig Jahren war hie* nur eine kleine dörfliche Siedlung —, seiner Bedeutung als Marktplatz zu danken und der eindruckvollste Teil des ganzen Städtchens ist denn auch die Bazarstraße, wo ein kleiner Laden neben dem anderen außer Lebensmitteln, Früchten, Süßigkeiten, die Bedarfsartikel der umwohnenden Bevölkerung feilhält. Da vor allem der Beduine aus dem Jordantale und von (Transjordanten hertiberkommt, so sind es meist Artikel, die.--dieser Kunde schätzt: arabische Reitzeuge, die leichten, absatzlosen Lederschuhe, den bosnischen Opanken ähnlich, Ledertaschen, Wasserpfeifen, Stricke, aber auch moderne Sturmlaternen, Emailgeschirr und andere Waren, womit Europa in den dürftigen Haushalt des Beduinen erndringt. Beth-Schan ist Sitz eines Distriktsgouvemeurs und eines starken Polizeipostens, die in einem ansehnlichen Gebäude mit altgriecbischem Säulentor untergebracht sind. Die zahlreichen in der Nähe entspringenden Quellen sind die Ursache, daß das Städtchen und seine nächste Umgebung einen grünen, frischen Eindruck macht, trotzdem es, hundert Meter unter dem Meeresspiegel, klimatisch bereits ganz zur Jordansenke gehört und sicherlich einer der heißesten und niederschlagsarmsten Plätze Palästinas ist. Aber das überreichlich vorhandene Quellwasser wird in mehreren Kanälen durch die Stadt geleitet und ermöglicht eine schöne Baumkultur. Die Regierung unterhält in der Nähe der Stadt eine landwirtschaftliche Versuchsanstalt und eine Baumschule. Die Juden haben bisher in Beth-Schan nur in beschränkter Anzahl Fuß gefaßt. Es leben dort schon seit Jahrzehnten etwa 40 sephardische Familien, die sich in ihrer Lebenshaltung stark an die arabische Umgebung angepaßt haben. Meist sind sie Händler und Handwerker Für den oberflächlichen Beobachter sind diese Juden kaum von den arabischen Bewohnern zu unterscheiden, nur am Sabbat erkennt man an den vielen geschlossenen Läden, daß die Krämer, oder Blechschmiede, die man für Araber gehalten hat, Juden sind. Sie sprechen untereinander natürlich arabisch, aber auch hebräisch, freilich mit so viel Gutturallauten, daß man scharf hinhören muß, um zu verstehen. Für die Kinder gibt ei eine hebräische Schule. Die aschkenasisch-jüdische Bevölkerung wächst langsam an: ein Arzt, der dort eine von der «Hadassah» für den ganzen arabischen Distrikt eingerichtete Klinik vorsteht, ein Dentist, ein Uhrmacher und mehrere Regierungsbeamte, wie die Leiter der landwirtschaftlichen Stationen uswt Auch jüdische Arbeiter sind zeitweilig bei Regierungsarbeiten beschäftigt, doch macht dort die Malaria dem schwerarbeitenden Europäer zu viel zu schaffen. Da de? Distrikt Beth-Schan auch die Wirtschaften des Nudskomplexes umfaßt, und die gesetzlichen Vertreter dieser Siedlungen häufig mit den Regierungsstellen zh tun haben, wurde vor einigen Jahren für Beth-Schan endlich ein besonderer jüdischer Regierungssekretät für die hebräischen Amtsgeschäfte bestellt. Wie steht es nun mit den die Stadt umgebenden Böden, welche von den Zionisten reklamiert werden? Das ganze Gebiet war noch vor etwa hundert Jahren ERFOLGREICH werden Neuralgie, Gicht, Rheuma, Ischias, Verdauogsstörungen behandelt im Therapeutisohon Institut, Wien, II., Aussteilungsstr. 65/4 Auskünfte kostenlos