Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 1 (1928)
- Issue
- Heft 39 (27.9.1928)
- Date
- 1928-09-27
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
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Nr. 89 DIE STIMME Setter ,19. Bezirk: XVIII., Schripenhauerstraße 39; XX Bezirk; XX., Kluckygassc 11; 21. Bezirk: XXL, Holzmeistergasse 12. 3. Reklamationen. Das aktiv« Wahlrecht haben jene KSulftissfettertrSger ohne Ureterschied des Geschlechtes, welche das 21. Lebensjahr vollendet haben, mindestens seit dem Verwalten gsjator 1926 in Kul tus-steuervorschreibim g stehen und die ihnen für das Verwaltimgsjaihr 1927 oder für das Verwaltungsjahr 1928 statutengemäß vorgeschriebene Kultussteuer bis zum Abläufe der Reklamationsfrist, das ist bis einschließlich 22. Oktober 1928, entrichtet haben. Reklamationen wegen Auslassung wahlberechtigter oder Aufnahme von nichtwahlberechtigten Personen sind bis spätestens Montag, den 22. Oktober 1928, hi der Amtsdirektion der Kultusgemeinde, L, Seltenstettengasse 4, schriftlich ein Zubringern 4. Erstattung von Wahlvorschlägen. Die Wahl erfolgt nach dem System der Verhältniswahl (Proportionalwahärecht) auf Grund von Wahlvorschlägen, welche von jenen Wäblcrgruppen (Parteien), die sich an der Wahl b.etfili^cn, frühestens drei Tage nach Auflegung der Wählerliste, das ist am 11. Oktober 1928, und spätestens dreißig Tage vor dem Wahltage, das ist am 2. November 1928, bei dem Präsidenten der Kuitusgememde einzureichen sind. Die Vertreter der Wählergruppen (Parteien) erhalten über Verlangen von der Amtsdirektion der Kultusgemeinde die vom Präsidenten der Kultusgemeinde gemäß § 29 der Wahlordnung erlassenen Erläuterungen einzelner Bestimmungen der Wahlordnung und Musterformulare der Wahl Vorschläge. Wien, am 26. September 1928. b) Vorbereitungskurs für Barwizwah Um den Kindern mittelloser Eltern Gelegenheit zu geben, sich für die Barmizwah vorbereiten zu können, hat der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde Wien einen unentgeltlichen Barmizwahr-Kurs eingerichtet. Einschreibungen und Unterrichtsbeginn: Mittwoch, den 26. September 1928, von %3 bis Uhr nachmittags im Lehrzimmer der israelitischen Kultusgemeinde, 1., Seitenstettengasse 4, IV. Stock. Dauer des Kurses ca. drei Monate. c. Jugendgottesdienst An die jüdischen Eltern! Nach Ablauf der Feiertage, und zwar am Samstag, den 13. Oktober d. J. (Schabbos b’reschis) wird der Jugendgottesdienst wieder aufgenommen und allsabbatilch uim 3 Uhr nachmittags in folgenden Synagogen abgehalten: I., Seitenstetten,gasse 4; II., Tempelgasse 3; III., Untere Viaduktgasse 13; V., Siebenbrunnengasse 1; VL, Schmalzhofgasse 3; VIII., Neudeggergasse 12; IX., Müllner,gasse 21; X., Humboldtgasse 27; XIII., Penztnger Hauptstraße 132; XV., Turnergasse 22; XVI., Hubergasse 8; XVIII., Schopenhauerstraße 39; XIX., Dollinergasse 3; XX., K'luckygasse 11; XXL, Holzmeistergasse 12. Dieser Gottesdienst, der für Volks-, Bürger-, Haupt- und Mittelschüler und -Schülerinnen bestimmt ist, wird schulbehördlich vertäu,tbart und von den meisten Religionslehrern allwöchentlich ihren Schülern ln Erinnerung gebracht. Der Vorstand der israelitischen Kufttrsgemeinde Wien sieht sich veranlaßt, an die Elternschaft das dringende Ersuchen zu richten, im Interesse der religiösen und demnach auch sittlichen Erziehung ihrer Kinder Sorge zu tragen, daß diese regelmäßig den Jugendgottesdienst besuchen. Jüdische Eltern! Es handelt sich um Euer .Teuerstes, um Eure Kinder, von denen Ihr doch sicherlich erwartet und wünschet, daß sie Eurem und Eurer Väter Glauben, Eurem Volke, Euch und sich selbst treu bleiben. Unterstützet uns daher in unserem Bestreben, Eure Kinder religiös zu erziehen, zunächst dadurch, daß Ihr säe veranlasset, allwöchentlich an dem sabbatlichen Jugendgottesdienst 1 eiteren ehmen. Begleitet sie zum Mindesten von Zeit zu Zeit dahin, damit Ihr Euch selbst durch eigene Wahrnehmung überzeugt, welch großen ethischen Wert der Jugendgottesdienst dem jugendlichen Gernüte Eurer Kinder zu bieten vermag und in welch »hohem Maße Ihr in ihm Unterstützung in Eurem Bestreben die sittlichreligiöse Entwicklung Eurer Kinder zu fördern, finden werdet. Wien, im September 1928. d) Zum Bau der neuen Zeremonienhalle Im Anschlüsse an die Berichte über die Schlußsteinlegreng der neuen Zeremonienhalle wurde im offenbar mißverständlicher Weise von mehreren Zeitungen die Mitteilung veröffentlicht, daß die gesamte Baudurchführung und Bauleitung durch die Baumeisterfirma Edmund Melcheru. Ing. Steiner erfolgt sei. Demgegenüber wird vom Vorstände der israelitischen Kultusgemeinde Wien richtiggestellt, daß die genannte Baumeisterfirma wohl im Vereine mi't anderen Bau firmen die Baumeister-, Eisenbeton- und StraßenbauarbeLten durchgeführt hat, während alle übrigen Arbeiten und Lieferungen vom Vorstande der israelitischen Kultusgemeinde an die betreffenden Kontrahenten direkt 31\\ Das Indanthrenhaus befindet sich letzt Indanthren im n®H®n Haus bedeutend vergrößert EINZIGES SPEZIALHAUS OESTERREICHS WIEN, VI., MARIAHILFERSTRASSE 71-73 (früher Lessnerhaus) Garantiert waschu. lichtechte ftoffe für Kleidung, Wüsche, Vorhänge, Möbel Provinzversand Tel. B a 5-2-55 vergeben wurden. Die Bauoberleitung für die gesamte Anlage oblag in technischer und administrativer Hinsicht ausschließlich dem Technischen Amte der israelitischen Kultusgemeinde Wien. e) Einmahnung von Kultussteuerrückständen In Gemäßheit der Bestimmungen des § 5 der «Wahlordnung» haben bei den diesjährigen Wahlen das aktive Wahlrecht jene Kultussteuerträger, welche mindestens seit dem Verwaltungsjahre 1926 in Kultussteuervorschreibung stehen und die ihnen für das Verwalt rengsjahr 1927 oder für das Verwaltungsjahr 1928 statutengemäß vorgeschriebene Kultussteuer bis zum Ablaufe der Reklamationsfrist, d. i. b i s e i n s c h 1 i e ßläch 22. Oktober 1 928, entrichtet haben. Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde hat nun gelegentlich der Anlegung der Wählerliste an jedes einzelne Gemei-ndemitglied, welches bisher wegen DIE SCHÖNSTE ZEIT FÜR TENNIS aaamwBw» •II., TABORSTRASSE NR. 63 a, AUGARTEN TELEPHON NR. R-46-1-44 Hochmodern <► Zentralheizung ♦ Garderoben ♦ Schließkästen ♦ Kalte und warme Duschen ♦ Parkklub-Trainer ♦ Sorgfältigster Unterricht Bei Berufung auf die „STIMME“ Begünstigung seiner Steuerrückstände in die Wählerliste nicht angenommen werden konnte, unter detaillierter Angabe des St euer rück st an d es, den dringenden Appell gerichtet, ■gurch Leistung einer Zahlung im Sinne der vorstehend angeführten Bestimmungen des § 5 der «Wahlordnung» vor Ablauf der Reklamationsfrist die Aufnahme in die Wählerliste zu bewirken. Konkurs Im Spitale der Israelitischen Kultusgemeinde, Wien, XVIIL, Wähdnger Gürtel 97, gelangt am 1. Jänner 1929 an der urologischen Abteilung die Assistentenstelle zur Besetzung. Mit dieser Stelle ist nebst freier Wohnung, Beheizung und Beleuchtung derzeit ein monatlicher Barbezug von S 365.—, der sich nach Ablauf der ersten beiden Dienstjahre einmal um S 10.— pro Monat erhöht, verbunden. Zur Bewerbung um diese Stelle sind im Sinne der Dienstordnung für die Abteilungsärzte des Spi.ta.les der Israelitischen Kultusgemeinde Wien die Sekimdarärzie des eigenen Spitales, dann die klinischen Aspiranten und die Hochschulassistenten der Wiener Universitätskliniken, sowie die Frequentanten der Operatioresiinstitute und die Sekundarärzte der Fondskrankenanstalten, sowie der Heilanstalten der Gemeinde Wien berechtigt. Zur Anstellung ist erforderlich die österreichische Bundesbürgerschaft, lediger Stand, ein Alter von unter 35 Jahren, die körperliche Eignung, nachgewiesen durch ein amtsärztliches Zeugnis, sowie die Berechtigung zur Ausübung der Heilkunde in der österreichischen Republik. Mit den Personaldokumenten (Diplom, Geburtsschein, Nachweis der Zugehörigkeit zum Judentum, Zeugnisse über die bisherige ärztliche — wenn möglich spitalsärztliche — Tätigkeit) belegte Gesuche sind an den Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde, Wien, I., Seitenstettengasse 4, bis längstens 31, Oktober 1928, mittags, zu überreichen. Wien, 19. September 1928. Der Verstand der Israelitischen Kultusgemeinde Wien. Arbeitsgemeinschaft der Zionistischen Landesorganisationen Europas Von Paul Stein, Wien. . Mit der Ausbreitung der zionistischen Riese stad auch ihre Agenden zahlreicher und komplizierter geworden. Die Beobachtung lehrt, daß in den meisten zionistischen Landesorganisationen zahlreiche Aktionen gleichzeitig vorbereitet lind diurchgeführt werden, wobei die Verbindung zwischen den Lareciesorganisiationen vollkommen fehlt. Dadurch werden wertvolle Kräfte und erhebliche Mittel in Anspruch genommen, wiewohl sich schon bei der geringsten Verständigung an beiden viel ersparen ließe. Bisher ist es nur auf den Kongressen zu einem Zusammenschluß einzelner Landesorganisat'ionen — und dann meistens reur kleinerer — gekommen, wenn es sich darum handelte, nicht zwischen den großen Parteien zerrieben und zur vollständigen Bedeutungslosigkeit verurteilt m werden. Das Zionistische Landeskomitee für Oesterreich hat ln dieser Erkenntnis seit dem letzten Zionistenkongreß mit den wichtigsten europäischen Organisationen das Einvernehmen über die Zusammenarbeit ln allen Fragen der Organisation, Propaganda, Kultur und der Palästina-Arbeit gepflogen. Die Exekutive in London sowie alle Landesorganisationen, mit denen das Landeskomitee in Verbindung trat, griffen den Plan freudigst auf und sagten ihre tatkräftigste Mitwirkung für diese Arbeitsgemeinschaft zu, die eigentlich selbstverständlich war, aber aus unbekannten Gründen bisher noch nicht ins Leben gerufen wurde. Die erste Tagung der zu gründenden Arbeitsgemeinschaft wird Sonntag, den 14, Oktober 1. J. i n W i e n stattfmden. . Die fundamentale Frage wird die Organisation bilden. Gelingt es, sie in einem für aWe beteiligten LandesoTgarriisationen glücklichen Sinne zu lösen, ist der Erfolg gesichert. Es wird zu entscheiden sein, ob alle Agenden an einem Orte zu zentralisieren sind und von e i n e m Sekretariat zu bearbeiten, oder ob die einzelnen Arbeitsgebiete je einer Landesorganisation zu übertragen sind. Den weitesten Riatnri innerhalb der zionistischen Agenden nimmt die Propaganda für den Zionismus ein. Hier ist der Hebel anzusetzen, und es sind unter Mitwirkung aller Länder die seit Jahrzehnten angewendeten Propaganda an, ii<tteil auf ihre Tauglichkeit für die gegenwärtige und künftige Arbeit zu prüfen und durch geeignetere eventuell zu ergänzen oder zu ersetzen. Nach einem sorgfältig aufzusteltenden Plan sind Redner und Propagandatourneem auszuarbeiten, der Austausch bewährter Redner zu organisieren. Die moderne Reklame, die heute bereits auf wissenschaftlichen Forschungen und Erkenntnissen basiert, hätte uns in unserer Propaganda viel zu bieten. Im engen Zusammenhang mit der Werbung für die zionistische Idee wird auch die Propaganda für Erez Israel stehen: Die intensivste Vermittlung der Kenntnis über Palästina (Geschichte, Grograpbie, Kolonisation, Industrie, Handel, Finanzen usw.); auch hier heißt es, neue Werbe- und Informatioits-mittel zu schaffen, die uns den Weg zu den Ntehtzionisten und werden Neuralgie, Gicht, Rheuma, Ischias, Verdaungssiörungen behandelt im Therapeutischen Institut, Wien, II., Ausstellungsstr. 65/4 Auskünfte kostenlos Herren- und Damen-Hielder noch Maß Rjicke Z»hUaf nach UeberelnkemineB. lohonn ■.«■clmca Wien, VI., Mariahüferstraßo 107, Tel. B 97-2-38