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Die Stimme · 1928-09-13 · Heft 37 (13.9.1928) · page 10

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Journal
Die Stimme
Volume
1 (1928)
Issue
Heft 37 (13.9.1928)
Date
1928-09-13
Page
– (sequence 10)
Language
German
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DIE STIMME Nr. 8T rSefle 10 Bankhaus M. Rohatyn WECHSELSTUBE; WIEN, H, PRATEMTR. 00 Gegründet 1000, Telephon R 4S-O-0O o» II 48-0-48 empfiehlt eich zur kulanten OurohtOhrttKC «dir Bank- und Börsentransaktionen Im In- und AuafAltdd Geschiftstelie der öaterrelohlaohen KJasaenlotterte «Volksbuch» über Palästina, das in dem vornehmen Verfem Velha-gen und Klassfag ersoWeoea Ist, folgende Sitae Über die zionistische Politik von heute: «Und diese Politik Ist genau noch derselbe Zionismus, den einst Judas der GaWläer and Kafrbas und Hannas hatten und um dessen willen sie Jestmt am Kreuz geschlagen halben: Gründung einer uittMi&ngJgen Judenherrschaft in Palästina, um von dort aas die anderen Völker zu beherrschen.* Ela ovattgeBsoftef Pastor behauptet also, daß die Juden Jesa kreuzigten, und zwar wegen ihrer Politik der jüdischen Weltherrschaft! Seine verblüffende Entdeckung über die Ziele des Zionismus kommt leider ein wenig zu spät Die nichtsahnenden Großmächte haben schon vor einigen Jahren da« Palfisttnamandät garantiert und völkerbundlieh festgelegt, Oie Armen wußten nicht, daß sie damit ihr Todesurteil besiegelten. Armes Amerika! Armes England! Osw. Bis das Naüonafhetm geschaffen sein wird, werden die Juden «von dort aiis* Euch and die anderen Völker beherrschen. Angesichts solcher Entgleis imgen eines Wissenschaftlers muß man die fortwährenden Versuche, den Antisemitismus rein psychologisch zu erklären, aMehnen und darauf beharren, was schon Ptasker erkannt bat, daß er ehre pathologische Erscheinung ist. Ohne eine Störung des normalen Denkens atizunehriien, sind solche unsinnige Behauptungen eines Gelehrten nicht zu erklären. PALÄSTINA Das zionistische Palästina- Budget wird gekürzt Eine Erklärung der Palästina-Exekutive. Die zionistische Exekutive Palästinas gab ki)re- Iich eine Erklärung zu dem Budget für das Jahr 5689 heraus, die u. a. besagt: Die Finanzlage der zionistischen Exekutive Palästinas hat, sowohl was die erwarteten Einkünfte betrifft, als auch hinsichtlich der Ausgaben, die im Jahre 5G&Ö zu machen sind, eine Verschlechterung er fahren; sogar in dem kurzen Zeitraum seit der Berliner Tagung des Aktionskomitees ist eine Verminderungder Eingänge zu verzeichnen. Nach den Auskünften des Hauptbureaus des Keren Hajessod besteht kein Grund, eine über die ursprüngliche Schätzung hinnusgehende Einnahme des Keren Hajessod für das Jahr 5689 zu erwarten. Die Exekutive steht nun wieder — wie in der Vergangenheit öfter — vor der Notwendigkeit, ein Arbeitsbudget festzusetzen, das beträchtlich niedriger ist, als das von dem Aktionskomitee angenommene. Es erhebt sich nun die Frage, wie man die notwendig gewordenen Einschränkungen der Ausgaben vornehmen könne. Es wurde der Vorschlag gemacht, einen mechanischen Schnitt dufch alle Budgetposten zu machen, in der Weise, daß alle in eiuem bestimmten Verhältnis verkleinert werden sollen. Automatisch kann man aber ein Budget nicht behardeln; von gewissen Posten ließen sich Abstrich ungen nicht vornehmen, ohne daß später doch ein Defizit sich ergibt. Wenn also heute die Exekutive annähernd auf den Budgetvorschlag zurückkommt, den sie der Berliner Aktionskomitee-Tagung unterbreitet ha*ce, so ergibt sich diese Haltung aus der Tatsache, daß das heute sich bietende Bild der Keren-Hajessod- E‘,:.hahmen der früheren Schätzung gleich ist, die der Aufstellung des Budgetvorschlages der Exekutive zugrunde lag. Es wird jedoch anerkannt, daß mit Bezug auf einen Posten des ursprünglich von der Exekutive vorgeschlagenen Budgets eine neue Lösung gefunden werden müsse: den Posten des Kulturkomitees der Jüdischen Arbelterföderation (Histadruth). Das Kulturkomitee ist in einem sehr hohen Maße von direkten Zuschüssen aus zionistischen Fonds abhängig; ohne solche Zuschüsse ist dessen ganze Arbeit gefährdet. Die Exekutive hat demgemäß beschlossen, 2500 Pfund dem Kulturkomitee der Allgemeinen Arbeiterföderation, ebenso im Verhältnis Zuschüsse idr die Kulturkomitees der Misrachiarbeiter und der yemenitischen Arbeiterorganisationen zu bewilligen. Als das Aktionskomitee ein Budget annahm, das um 42.000 Pfund höher war als das von der Exekutive auf Grund der Schätzung der Keren-Hajessod-Elhkünjte ursprünglich aufgestellte, fand die Exekutive es flir nötig, die folgende Erklärung abzugeben: «Die Exekutive spricht die Hoffnung aus, daß es den vereinigten Anstrengungen der Mitglieder des Aktionskomitees und der Keren-Hajessod-Mitarbeiter in Zusammenarbeit mit der Exekutive gelingen wird, die Einkünfte zu erhöhen. Die Exekutive wird die vom Aktionskomitee vorgenommene Erhöhung des Budgets nur so weit verwirklichen, als die Einkünfte es erlauben werden.* Das Bad Im der Tasche T „■» ■ U VI u •“ * * \ da kltiniU Badeapparat 4a Walkt Fateato io 1 - ollen KoUareUataalnal|U«M raaehea Sale« I* 8omiaer and Wlatar, za Haaaa, mf Aa*f1l|en aa«. (Gesicht airka 250 g). Fft* Heilbare* snd rerafigUoh I Uaeatbebrlleh fflr jedermann 1 Breitst Toükoamen eia Bodealmmer t Bin* Wohltat ft» Jede Vomliiel lat Somit Crfriachaai, lei Wlater ReiahtU •ndBeeeaduot 4ee KBrtere* _ asrhls , y vereandet Alleineraeape» Cgluv’m£j/ Wien. II.. 08. POBIBIlT If Sa< Heute sieht sieh die Exekutive durch (de Macht der Tatsachen gezwungen, demgemäß zn verfahren. Sie hegt aber noch immer das Vertrauen, daß alle Mitglieder des Aktionskomitees, alle Teile des Jischuw in Enz Israel und die Keren-Hajessod-Arbeiter überall sich mH ihr in dem Bemühen vereinigen werden, ein Arbeitsbudget wiederherzu'iteilen, das die vom Aktionskomitee ausgesprochenen Wünsche voll zu befriedigen in der Lage wäre. Die Einreise der verbannten russischen Zionisten Die erschwerende Verordnung der Palästina-Regierung aufgehoben. Laut «Dawar* hat der "Vertreter des Chief Secretary der Palästina-Regierung der Zionistischen Exekutive mitgeteilt, daß auf Grund ihres Memorandums die vor kurzem eingefübrte Erschwerung für die Einreise russischer Juden nach Palästina, von denen ein Visum mit der Erlaubnis der Wiedereinreise nach Rußland verlangt wurde, wieder aufgehoben worden ist. Die Finanzand Bttdgeftage Palästinas. - Der■ st^tvertretende-'^berkammissär Luke empfing <fie Vertreter der palästinensischen Presste und schmerzlos behoben Erzeufe für Frostballen, empfindliche, leidende sowie Senkfüße leichte orthopädische Schabe. ■'Ai-t'i Wes auf Grand meiner langjährig; erprobten Praxis eingebaute Einlagen, daher ven normalen Schuhen nicht za unterscheiden ist. Garantie für Heilung und ]ede Paßform nnd angenehmes Gehen Komme auf Beat «Hurt et In* Hau« HANS VEIGL vorm. Bubenicek Spezfalwerfcsiättc tftr ormopfidlsdie Sdiutic IV., Starhemberggaaae 5/7, Parterre machte ihnen die folgenden Mitteilungen über die Finanz- und Budgetlage der Palästina-Regierung: Die Regierung Palästinas hat für das Jahr 1929 beträchtliche Ersparnisse in ihren laufenden Ausgaben ins Auge gefaßt. In Anbetracht der Verminderung der Einkünfte werden Beschneidungen der Budgetteile gemacht werden müssen. Davon sollen aber die vitalen Notwendigkeiten des öffentlichen Dienstes nicht betroffen werden. Wegen der Notwendigkeit, Ersparnisse zu machen, mußte der Plan der Verlegung des Eisenbahn- Knotenpunktes von Ludd nach Jaffa fallen gelassen werden. Di« Einsamm-Umg der Zehentsteuer in den von der Dürre betroffenen Landgebieten ist verschoben worden, die Regierung gewährt den Landwirten Hi diesen notleidenden Gebieten Darlehen in der Form von Saafcgutverteiiung. Das Zollabkommen zwischen Palästina und Syrien wird einer Revision unter- , zogen werden nach der Richtung hin, bessere Bedingungen zu erlangen für den Handel in Artikeln, die in Palästina hergesteHt werden. Neue Plantagen- und Industriegründungen Aim Jerusalem wird berichtet: Die Herren Potökansky, Yatie und andere jüdische Kapitalisten ans Südafrika haben in der Nähe der Kolonie Nee Zfona ein Bodenareal kn Umfange von 900 Dun am erworben. Die Gesellschaft hat bereits mit der Anlage von Plantagen begonnen. Herr Yafle gründete ferner eine Gesellschaft, die eine große KoflservieruagsanUge mit Küblspeichern schaffen wird« Die Geaellechait investiert in diesem Unternehmen 35.000 Pfund. Eine von den Herren Gordon, Loshak und Stotbov geführte Londoner Gruppe beschloß die Investierung von 80.000 Pfund in neuen Plantagen. Die Gruppe hat bereits lu der Nähe vot Rccbowoth 900 D u n a in Boden erworben. Auf dem Wege von Jafa nach MMcweh Israel geht der Bau einer neuen Gerberei der Herten L Ctoawas wdl Söhne seinem Ende entgegen. Mit der Produktion soll aoeh im Laufe des September begonnen werden. Vorläufig wandten dort 50 Arbeiter, darunter eitrige Facharbeiter aus Aegypten, Beschäftigung finden. Es Ist dies neben dem Unternehmen von Lewkowltz die zweite Gerberei in der Nähe Tel Awiws. ((Bisher wurden nach Palästina jährlich bearbeitete Felle für 30.000 Pfund etegeführt Die Red.) Nach mehrmonatlichen Bemühungen hat nunmehr ein» schwedische Gesellschaft von der Palästfoo-Re» gienuug die Bewilligung für die Errichtung einer neuen Zflndholzfabrik Im Kreise Jaffa erhalten. Dte Gesellschaft hat für diesen Zweck 7 Dunam Boden in der Nähe von Mikweh Israel erworben und soll demnächst mit den» Bau beginnen. Das neue Heft der Zeitschrift «Palästina» Demnächst erscheint Nummer 8/10 der Zeitschrift «Palästina», mit besonders reichhaltigem Inhalt Beiträge von Dr. A. R u p p i n (Memorandum an die Survey Commission über die nächsten 10 Jahre Aufbauarbeit), Dr. Luft (An Siedlung von Kolomearbeiteni), Dr. Graaorsky (Bodengesetzgebung), Agr. Hirsch (Ansredltmg auf bewässertem Boden), Dr. Peiler (Ueber das gesamte Spitalswesen), Dr. Buchmann (Die Thermen von Tiberias), Dr. Schwager (Rindtviehzucht), Dr. Weltsch (J6“ wfeh Agency) u. s, w. Ferner Bericht der Survey Comm»- sion, Zolltarif, RumÜschau, Nachrichten und Daten, Bücberbesprectoungen usw. Zu beziehen durch die Administration, Wien, I, Kärntnerstraße Nr. 28. Jahresabonnement Oesterreich: S 10.—, Ausland: Dollar 2.—w Arabische Legenden aus Palästina Nacherzählt von Marie RosentaL Das Recht der Ungläubigen auf Pa l ä stina. Seit Omars Zeiten gilt der Spruch: Nicht werden die Ungläubigen Palästina erobern, bevor die Wasser des Nils dorthin gelangen. Als aber AUenby mit seinem Heere durch die Wüste Sinai zog, lütten die Engländer sehr an Durst, und so ließ er Kanäle graben, die seinem Heere Wasser vom Nil her zurführten. So gelangte das Wasser des Nils nach Gaza, und es erfüllte sich der tiefe Sinn der Prophezeiung. Deutlich genug hat eis sich gezeigt, daß die Herrschaft der Un-) gläubigen unabwendbar war, und so müssen sie ge« duldet werden Im Lande. Der Fel sendom. Der Stein, um den herum der Felsendom erbaut Lsr, auf dem Abraham Isaak opfern wollte, auf dem Salomo seinen Tempel erbaute in Pracht und Herrlichkeit, und die Römer den Altar des Zeus errichteten; der Fels, auf dem die Christen ihre Basilika erstehen ließen, und die Gläubigen ihre erste Moschee schufen aus Baumstämmen des Karmel; dieser Stein hängt zwischen Himmel ' und Erde, Ein rundes Loch umgibt ihn, und er schwebt frei im der Luft, denn er ist heilig, und reinigt von Schuld, seit Abraham auf ihm sein Liebstes schlachten wollte, und Gott ihn davon abgehalten hat. . Ehedem umgab ihn kein Zaun und jeder konnte sehen, daß er schwebte, und in das Loch frimmtersteigen, und viele kamen und taten es, denn der Stein trägt geheime Kräfte in sich. Eines Tages aber kam eine fremde Frau des Weges und sie stieg hinunter in das Loch, denn sie war müde, und wollte sich dort zur Ruhestrecken. Da gewahrte sie den Stein und erschrak, und dachte, ihre letzte Stunde sei gekommen. Und vor lauter Schreck gebar sie ein totes Kind, so entsetzlich, daß keiner ohne Furcht es sehen konnte. Da ließ der König der Juden ein Gitter um den Stein herum bauen und das Looh zusohütten, und so ist es geblieben bis heute. Ein Gang führt aber hinunter, durch den Stein hindurch, unter der Stadtmauer — ins Freie. Du-rch den verbuchte sich der letzte König der Juden vor seinen Verfolgern zu retten. Es gelang ihm aber nicht, denn ein Fluch war auf ihm. Die Gläubigen aber werden sich durch diesen Gang retten, wenn auch sie einmal von ihren Feinden besiegt sein werden. Die Stadt der Kabbala: Blick auf Safed. (Noch einem Gemälde von Saul Raski&J

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