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Die Stimme · 1928-09-06 · Heft 36 (6.9.1928) · page 7

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Journal
Die Stimme
Volume
1 (1928)
Issue
Heft 36 (6.9.1928)
Date
1928-09-06
Page
– (sequence 7)
Language
German
Belongs to
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Nf. 36 DIE STIMME Seite 7 l aufhält und jetzt in Zürich weilt, dem Vertreter der dortigen «Jüdischen Preßzentralev. «Die Palästinaregierung anerkennt nur die offizielle Gemeinde. Oberrabbiner K o o k sagte in meiner Gegenwart beim Abschied von Lord Plumer, die Genehmigung des Gemeindegesetzes sei ein großes und erhabenes Werk für die Entwicklung Palästinas. Lord Plumer könne es sich als großes Verdienst anrechnen, daß während seiner Regierungszeit das Gesetz zustande gekommen ist. Die Kenesseth Israel wird die Kompetenz haben, Steuern für Erziehung und soziale Wohlfahrt auszuschreiben. Man wird allerdings in nächster Zeit davon keinen oder nur ganz geringen Gebrauch machen. Da übrigens die Steuern von den Abgeordneten bewilligt werden müssen und dieselben vom Volke gewählt sind, werden keine anderen Steuern zu zahlen sein, als welche das Volk sich selbst auferlegt. Jedenfalls haben wir die Einheit erreicht; das Judentum in Palästina ist eine Organisation, in welcher alle Klassen, alle Berufe, die Parteien aller Richtungen und Schattierungen ihre Vertreter haben und es wird sich niemand über Schmälerung seiner Rechte beklagen können.» Direkte Verbindung von Triest nach Palästina Wie uns aus Triest berichtet wird, hat sich der Lloyd Triestino entschlossen, seine Palästina- Linie wieder aufzunehmen. Die Abfahrten werden regelmäßig jeden zweiten Donnerstag um 8 Uhr abends von Triest stattfinden, die Ankunft in Jaffa, beziehungsweise tn Haifa erfolgt nach einer Fahrt von bloß 5 y2 Tage n. Die auf der Linie eingestellten Dampfer «Bucovina» und «Oianicolo» verfügen über eine komfortable I. und II. Klasse, ferners über eine vereinfachte tll. Klasse und schließlich über eine Deckklasse. Der Fahrpreis beträgt von Triest nach Jaffa oder Haifa in der I. Kl. engl. Lst. 22.—w—, II. Kl. 15.—.—, III. KL 5.—.— inklusive Kabine und voller Verpflegung. Die Fahrt am Deck kostet bloß engl. Lst 3.—.—. Den C h a 1 u z i m werden in der IH. Klasse der e rmäßigte Fahrpreis von engl. Lst 4.— inklusive Kabine und Verpflegung gewährt Diese Linie ist besonders unseren Touristen zu empfehlen, die rasch, und äußerst billig nach Erez Israel gelangen wollen. Es gibt keine Jerusalemer Straße in Tel-Awiw kn «Haarez» beklagt sdch ein «alter Jerusalemer» darüber, daO bei der Benennung der Straßen von Tel-Awiw, der jüdischesten Stadt der .Welt, Jerusalem in keiner Form Bre.rüöksichtigung gefunden habe. Keine Straße and .selbst nicht die kleinste Gasse erinnert irgendwie an Jerusalem, die uralte hebräische Stadt. Aber, meint der Einsender, nicht nur Jerusalem selbst sondern auch diejenigen, die an seinem Aufbau und seiner Besiedlung io der neuen Zeit opferwfflig mitgearbeJtet haben, verdienen durch die Benennung einer Straße nach ihnen in Tel-Aviv geehrt zu werden. Die älteren Bewohner von Tel-Awiw wissen wohl, daß Jerusalem nicht immer den Anblick bot den es heute bietet Noch vor 50 Jahren gab es bloß sehr wenige Gebäude außerhalb der uralten Mauer von Jerusalem, und dort wo heute die König-Georgstraße und die angrenzenden Gassen ein überschäumendes Leben aufweisen, also an jener von der alten Stadt gar nicht weit entfernten Stelle konnte man des Nachts oder schon in der Abenddämmerung nicht gehen, ohne Gefahr zu laufen, von Räubern und Wegelagerern überfallen zn werden. Männer wie Moscheh Salomon, Josef Riw 1 in u. a. haben nicht nnr mit großen Opfern den Aufbau und die Entwicklung Jerusalems gefördert; sie waren auch die Begründer der wichtigsten Vorstädte im neuen Jerusalem, unterstützten die Errichtung der ersten jüdischen Kolonie «Petach Tikwah» und indirekt auch den Bau von Tel-Awiw, das heute sich zum Ruhme des jüdischen Volkes erhebt. Bemerkenswert sei übrigens — hebt der Einsender weiter hervor —, daß unter den Straßennahmen von Tel-Awiw auch das Wort «Zion» in keinerlei Verbindung vorkommt, es ad jedoch zn wünschen, daß Jerusalem nnd seine Erbauer, aber aach Zion als Begriff und Sammelname durch die Verewigung in einer Straße der hebräischen Stadt Tel-Awiw geehrt werden. Miszellen Die Palästina-Regierung hat wiederum das Visum für Schalem Schwarzbard verweigert. Es heißt in der Begründung, daß er als «nicht gewünschter Immigrant» betrachtet wird. Eine große amerikanische Handefeuntemebmung offeriert« Wladimir Jabotinsky den Posten eines Direkt o r s für Palästina. Es gilt als sicher daß Jabotinsky den Posten auaehmen wird. Laut einer Mitteilung des orientalischen Institute der Universität Chicago, wurden von einer Expedition Im Emek die Pferdeställe König Salomons entdeckt Die Ausgrabungen ergaben, daß die Pferde in Reihen zu zwölf untergebracht waren. Die Krippen selbst waren aus Stein angefertigt. » Die Palästina-Regierung bereitet eine Verordnung vor, wonach das Betteln ln den Jerusalemer Straßen und an der Klagemauer verboten sein soll. Von diesem Verbot werden mehr als tausend Juden und Jüdinnen betroffen werden, die das Betteln, besonders an der Klagemauer, als Beruf betreiben. ff Die in diesen Tagen stattgefundene Konferenz des Verbandes der hebräischen Lehrer in Palästina hat ein neues Zentralkomitee gewählt, das sich aus den Frauen Fcinsud-Sukenik, Dr. Engel, . Kivlin, Haoth und den Herren Yellkt, Ehrlich und Kimchi zusammensetzt. In der Chanukka-Woche dieses Jahres (Dezember 1928) begeht der Verband das 25 jährige Jubiläum seines Bc-iandes durch eine grof’c festliche Veranstaltung. » Reuter meldet aus Jerusalem: Der Wassermangel in der Stadt macht sich allmählich ernst fühlbar; es ist wenig wahrscheinlich, daß sich die Situation vor Eintritt de: Regenzeit in etwa 7—8 Wochen bessern \v,iid. Das seht kostpiciige Wasserwerk, welches das aus Ainfara kommende Wasser benützt, bat den chiomis.hen Wasseimangel nicht behoben da es nur dlic Hälfte des Wassers liefert, auf das man hoffte. Nach wie vor wird nach dem alten System Wasser aus der Saron ^’V^hahn nach Jerusalem gebracht- Nach Errichtung der neuen Chaussee Tel Awiw— Petach Tikwah hat sich der dortige Automobilverkchr so verbilligt und verstärkt, daß diie Eisenbahn den Persone nv er kehr auf der. Linie Jaffa- Petach Tikwah wegen Mangels an Reisenden vollständig c i n g e s t e 111 hat. Auch der Eiserrbahnf rächt verkehr auf dieser Linie hat bedeutend abgenommen. Es Ist dies zum Teil auch Folge der ungünstigen Traceführung, die infolge eines großen Umwegs za einer sehr zeitraubenden Fahrt nötigt. Nathan Straus hat zur Erhaltung der ersten Kinderpflegestation in Transjordanfeil telegraphisch einen Betrag überwiesen. Die Station wird jetzt in Amman unter Anleitung der II a d a s s a h eingerichtet. Der jetzt L Warschau weilende polnische Handelsrat in Haifa, Dr. Hausner, erklärte Pressevertretern, daß die Verwaltung des polnischen Tabakmonopols Der nene Volkssport Tennis Gestern noch eine Exklusiv-Angelegenheit, heute keine Ausgabe mehr Kurs: 10 Stunden samt Trainer S18'- Einzelstunde samt Trainer S 4‘- Platzstunden ohne Trainer von S 1/50 bis S 3- Prachtvolle Gartentennisplätze: XIX., Kahlenbergerstr. 46, Tel. A-12-6-85 4m April In Palästina ein Probe-Quantum Tabak erstanden habe. Die angesteilten Untersuchungen hätten ergeben, daß sowohl Güte wie Preis entsprechend seien, so daß die polnische Monopolverwaltung mit der Vereinigung der jüdischen Tabakzüchter in Rosch Pinah in Verhandlungen wegen Ankaufs eines größeren Quantums Tabak eingetreten sei Aus diesem Tabak soll eine besondere Sorte von Zigaretten mit hehräischem Aufdruck hergestellt werden. * Wie der «Times» aus Jerusalem gemeldet wird, hat der Bäck erstred k, der schon vor einiger Zeit in den arabischen Bäckereien begonnen hat, einen größeren Umfang angenommen. In der ganzen Sfadt Jerusaiem streiken sowohl arabische als auch jüdische Bäcker. Die Streikenden fordern die Einführung des Zehnstundentages, am Vorabend von Feiertagen zwölf Stunden. (Heute ist die Arbeitszeit nicht bechränkt und beträgt praktisch etwa 14 Stunden täglich.) Die Streikenden versuchen, den Vertrieb von Brot zu verhindern, indem sie den Transporten auflauern und die Vorräte mit Petroleum begießen. Sie müssen schon jetzt Ihren Warenbedarf für den Herbst decken, da Sie nur bei Beginn der Saison wirklich billig kaufen und, was Sie brauchen, Ihrem Geschmack und Wunsch entsprechend, aus dem reichsortierten Lager wählen können. Das wegen seiner besonderen Leistungsfähigkeit und Billigkeit bestbekannte Leopoldstädter Warenhaus der Brüder Schiffmann, 2. Bez., Taoorstraße 48, bietet in der kommenden Woche seinen Kunden eine wirklich großartige Okkasion. Ahe Herbstneuheiten in Straffen, Seidenwaren, Strick- und Wirkwaren, Weißwaren jeder Art, Damen- und Herrenwäsche, Regenmänteln, Vonhängen, Teppichen, Linoleum usw. werden ab Montag, den 3. September, wegen Umbau und Vergrößerung zu beispie!- isl=lakiiaKia«tll»ai«Bi la» .=*■ Km w'ia ■ iäfei* i£! IBIlaaMiämalSMBBP ZWISCHEN PETEREPLATZ UNO TUCHLAUBEN TELEPHON 66-0-77 SAMTL. ARTIKEL, ENTWICKELN UNO KOPIEREN wyrze * liÄJ ’ * los billigen Preisen abgesioC-en, da bos Rieseniager wahren! der Ban-.ibciten um joden Preis reduziert we.den muß. 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