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Die Stimme · 1928-08-02 · Heft 31 (2.8.1928) · page 7

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Journal
Die Stimme
Volume
1 (1928)
Issue
Heft 31 (2.8.1928)
Date
1928-08-02
Page
– (sequence 7)
Language
German
Belongs to
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Nr. 81 UTE STIMME Seite 7 werkstätte für /essel und Tische Salengarnlturan und SlmalmebalslOcka ADLER, VII., APOLLOd. 18 Rilimtf. 12 Miszellen Der Leiter der Patestine Electric Corporation, Ing. Ruthe nb erg, .hat sich, wie die Zeitungen in Amman ntitteiten, bei der transjordanischen Regierung um eine Konzession für die Versorgung der transjordanischen Hauptstadt Amman und der zwei anderen größten transjordanischen Städte Kerak und Es Salt mit Elektrizität beworben. In der Mitteilung heißt es weiter, daß die drei in Frage kommenden Städte in die der Pakstine Electric Corporation erteilten Generalkonzessionen nicht eingeschlossen sind. * Die vom Wiener Industriellen Delfin er vor einigen Jahnen begründete Seidenfabrik in Tel Aviv, die vor einiger Zeit ihren Betrieb eingestellt hat, ist von einer von Herrn Nasatissin geführten Londoner Gruppe käuflich erworben worden und wirddemnächst wieder in Beide b gesetzt werden. JÜDISCHE Rabbiner Dr. David Feuchtwang Zu seinem 25jährigen Amtsjubiläum in Wien. In diesen Tagen ist ein Vierteljahrhundert verflossen, seit m der Wiener Judenschaft einer ihrer ausgezeichnetsten geistigen Führer wirkt. Im August 1903 trat Dr. David Feuchtwang sein Amt als Rabbiner in (Wien an, nachdem er von 1892 an als Nachfolger seines .Vaters, des hervorragenden jüdischen Gelehrten und Kenners der jüdischen und allgemeinen Philosophie Dr. Meyer Feuchtwang, das Rabbinat seiner Geburtsstadt, der angesehenen Judengemeinde Nikolsburg, bekleidet hatte. Dr. David Feuchtwang hat in Wien und Berlin die theologischen Studien absolviert und als philosophisches Fachstudium orientalische Sprächen und Geschichte sowie Assyriologie betrieben (aus dem letztgenannten Gc 'Jet war auch seine Dissertationsschrift und er hat auch beachtenswerte Studien über das babylonische Recht veröffentlicht). In Nikolsburg erlangte der ausgezeichnete Gelehrte und vornehme Charakter höchste Achtung und Autorität und sein segensreiches Wirken ist dort bis heute unvergessen. In Wien wirkt Dr. Feuchtwang als Rabbiner im 18. Gemeindebezirk. Ein ausgezeichneter Kanzelredner, ein Mann von profundem, jüdischem und allgemeinem Wissen und weitem geistigen Horizont, ein stets hilfsbereiter Mensch, hat Dr. Feuchtwang weit über seinen Wirkungskreis hinaus sich höchste Wertschätzung erworben. Nach dem Ableben des Oberrabbiners Dr. Chajes wurde ihm denn auch ein Teil der Agenden des Oberrabbinats übertragen. Die Lebens- und Weltanschauung Dr. Feuchtwangs vereinigt bestes Judentum und bestes Europäertum, Volkoompfinden und menschheitliche Gesinnung in harmonischester Weise. Dem nationalen Ideal des Judentums treu und mit Einsatz seiner ganzen Persönlichkeit ergeben, ist er stets in den Fragen der geistigen Renaissance mit dem Einsatz seines Wissens und seiner Arbeit in erster Reihe zu finden. So ist Dr, Feuchtwang ein wirklicher geistiger Führer. Mit uns stimmen seine vielen Freunde in den Wunsch ein, daß sein wertvolles Wirken, das dem jüdischen Wien so viel Gut und Ehre gebracht hat, noch lange, lange währe. Die Schabsei rühren sich Wir haben vor kurzem die Feststellung gemacht, daß in der an sich bedeutungslosen «Vereinigung werktätiger Juden» seit ihrem letzten Delegiertentag allerhand drunter und drüber geht. Dabei haben wir auch darauf hingewiesen, daß diese Vorgänge mit der nunmehr programmatisch festzulegenden Absicht dieser Vereinigung, die Institution der Kultusgemeinde zu unterminieren, in Verbindung stehen. Die Leute, die das durchführen sollen, handeln über Auftrag. Ihnen ist natürlich eine solche Entlarvung nicht angenehm» und daher bemühen sie sich, in der letzten Ausgabe ihres Mitteilungsblättchens so laut als möglich «haltet den Dieb!» zu rufen, Mit einem großen Aufwand an Druckerschwärze versucht der «bodenständige» Herr Leo Rath, die «werktätigen Juden» als die Retter des Wiener Judentums hinzustellen. Wte aus seinem Programmentwurf hervorgeht, retten die «Werktätigen» das Wiener Judentum dadurch, daß sie es davon überzeugen wollen, sein Schicksal sei nur «mit dem der Arbeiter und Angestellten dieses Landes eng verbunden», weshalb «die österreichische Sozialdemokratie ihre po» Oie statistische Orgwtiwtioti bat bis zum Oktober 1927 insgesamt 841.966 Pfund in der Bodenbesiedlung investiert Zur Konsolidierung der vierzig bestehenden zionistischen Kotonfcn ist eine weitere halbe Million Pfund notwendig. * In Berlin weilt das frühere Mitglied der zkxn^tischen Exekutive Julius Simon und der palästinensische Vertreter der Pakstime Economic Corporation of America, deren Präsident Herr Bemard FI e x ri e r ist, um mit den ebenfalls in Berlin weilenden Mitgliedern der zionistischen Exekutive und den Repräsentanten des Jüdischen NationaMcmds über die Erwerbung von 2 5.000 Dunam Boden im Gebiet der Haifa-Bucht, der der Haifa Bay Development Company gehört, Verhandlungen zu pflögen. Man erwartet, <iaü der Kauf im Herbst perfekt sein wird. * Der Londoner Konzern der von dem Griechen Mavromatis die Konzessionsreobte zur Versorgung Jerusalems mit Elektrizität und Trinkwas'ser erworben hat, hat zur Verwirklichung der Konzessionen eine Palästina-Gesellschaft mit einem Kapital von 500.000 Pfand gegründet. ’• .. 60 britische PoßzÄsten haben soeben Palästina verfassen; 40 weitere britische Polizisten werden ihnen in den nächsten .Tagen folgen. GEMEINDE lifischen und wirtschaftlichen Interessen zu vertreten berufen ist». Die Kultusgemeinde ist eine Organisation des gesamten Wiener Judentums, nicht nur seiner Klassen oder Schichten, und die Verlogenheit dieses ersten werktätigen Programmpunktes ist damit deutlich dokumentiert. Die wahre Absicht dieses «Programmes» aber zeigt sich darin, daß es die religiösen Angelegenheiten, die der Kultusgemeinde obliegen, aus ihrem Wirkungsbereich ausscheiden will. Damit würde die Kultusgemeinde gegen das gesetzmäßige Statut verstoßen und sofort eine Handhabe geben, um sie a u f z u¬ Streng orth. Geflügelhandlung unter Aufsicht der Adas Isroel. Zu jeder Tageszeit frisch gebratenes Gansl. Emanuel Schlesinger 11.9 Große Schiffgasse 5, Tel. R 40-5-90 lösen oder sonst ihren autonomen Bestand zu gefährden. Und nach dieser Handhabe suchen die von den' Juden in <Ler sozialdemokratischen Parteileitung Wiens engagierten Provokateure. Deshalb laufen sie auch gegen die Zuwendungen der jüdischen Gemeinde für den Palästina-Aufbau Sturm; denn es handelt sich hier um eine gesamtjüdische Angelegenheit, die ihren Auftraggebern ein Dorn im Auge ist. In der gleichen Linie liegt die sogenannte programmatische Forderung nach der Unterstützung des Sowjetkolonisationswerkes, das ein zu politischen Machtzwecken arrangiertes Unternehmen der kommunistischen Propaganda ist. Nach dem Gesagten Ist es selbstverständlich, daß die sozialdemokratischen Unterläufel sich gegen jede Geltendmachung der religiösen und nationalen Minor i t ä t s r e c h t e für die jüdische Bevölkerung Oesterreichs sträuben; dabei entblöden sich diese Gesellen, welche sich gegen den Vorwurf der Assimilation mit Händen und Füßen wehren, nicht, die alten, abgehausten Argumente der Assimiianten von dem «politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Numerus clausus», der uns, wie das werktätige Programm so schön sagt, «aufgehalst» werden würde, zu wiederholen. Zeigt also schon das Programm die wahren Abeichten des werktätigen Klüngels, die er befehlsgemäß auszuführen hat, so machen die Vorgänge, auf die sich unsere letzte Mitteilung bezogen hat, die Sache noch deutlicher. Daran können alle Ableugnungsversuche der kommandierten Schreiber nichts ändern, Sie sind auch zu ungeschickt. Denn selbst aus dem breiten Geschreibsel geht deutlich hervor, daß die Werktätigen vom Schlage Rath, Bader, Bauer und Konsorten eine Sezession unternommen haben, als sie für die ihnen aufgetragenen Postulate bei den eigenen Leuten, soweit sie noch etwas jüdisches Empfinden besitzen, keine Gegenliebe fanden. Wir sagen nunmehr klipp und klar, was hier vorgegangen ist: Der Bader-Bauer-Rath-Klüngel hatte den Auftrag erhalten, sich «von einem schweren Ballast» zu befreien, nämlich von den jüdischen Forderungen. Deshalb wurde gegen die Poale-Zion, welche an diesen Forderungen festhielt, eine Ausschaltumgsfcampagne Inszeniert. Aber die Werktätigen, die diesen «Reinigungsprozeß» befehlsgemäß inauguriert haben, sind auch nur armselige Werkzeuge. Es ist allgemein bekannt, daß die Führer der österreichischen Sozialdemokratie 6489.» KORREKTUR von rrff O'uitd XBeinen \\ U durch Verdecksystem (Auflagen in kg Flor- oder Gummistrümpfen), voll- (7 >» kommen unsichtbar zu tragen, oder wirkliche Heilung durch den patentierten öePv korrektionsapparat ohne Operation, der schmerzlos und ohne Berufsstörung anzuwenden Ist. Institut für Fußheilbeheife und Bandagen ANTON BSTÄNDIG, Sanltätshaus SANITAS, Wien, IM Teint alt Straße Nr. 7 (nächst dem Burgtheater). Beratung und Untersuchung in allen Fällen von Fußleiden durch unseren Fußexperten kostenlos. nicht nur kein Interesse an einer jüdisch-sozialistischert Gruppe haben, sondern sie direkt ab lehnen. Es ist also lächerlich, wenn die Bader, Bauer und Rath auch nur einen Augenblick daran denken, die jüdische Bevölkerung würde ihnen glauben, daß hinter ihnen die Macht der österreichischen Sozialdemokratie steht. Der Kultuswahlfonds der Bader, Bauer, Rath und Konsorten, dem bereits 50 Schilling aus Anlaß des «freudigen Ereignisses» der Spaltung gespendet wurden, wird wohl aus den Kassen der sozialdemokratischen Partei und ihrer wirklichen Anhänger keine Stärkung erfahren. Es wäre sehr verwunderlich, wenn ein anständiger Jude, mag er nun sozialdemokratischer oder anderer politischer Anschauung sein, diesen armen Schabsein auch nur einen Heller zuwenden würde. Deshalb sind auch alle Lügen, mit denen sie die Zionisten bombardieren, zwecklos. Weder der dumme Dreh von der Ablehnung eines Kompromisses mit den Zionisten seitens der «Union» (über ein solches Kompromiß ist nie gesprochen worden) wird ihnen etwas nützen, noch die faustdicke Lüge, daß die Zionisten ihre Forderung nach dem allgemeinen Wahlrecht im Jahre 1924 fallen gelassen hätten, noch auch das Getue, als ob der sogenannte neue Lehrplan für den Religionsunterricht von den Zionisten beifällig aufgenommen worden wäre, der Lehrplan, über den wir sofort bei seiner Publikation erklärt haben, daß er der alte in lateinischer Transkription ist. Nichts wird ihnen nützen, denn sie sind arme, kommandierte Schabsei der nur in der Wiener Spielart möglichen und verständlichen roten Assimilation, Austritte aus dem Judentum Erich Strascblinov, 5. 8. 1895 Prag, led., VüH„ Josefstädterstraße 52; Julius Schwarz, 22. 2. 1861 Brünn, led., VIII., Langegasse 58; Günther Wilhelm Gold* Schmidt, 22. 12. 1867 Wien, led., Schriftsteller, IV., Schleifmühlgasse 11; Sofie Melzendorf, 23. 5. 1908 Berlin, led., XVI., Klausgasse 83; Moritz Schleyer, 14. 8. 1900 Cernautl, led., XVI., Hubergasse. 1; Otto-Jerda, 15. 10. 1894 Wien, led., IV., Florgasse 9; Heinrich Kor«, 28. 9. 1988 Burgkunstadt, verh., V., Einsiedlergasse 18; Alfred Max Korn, 30. 7. 1922 Wien, led., selbe Adresse; Hans Glücksmann, 29. 4. 1904 Wien, led., XIII., Auhofstraße 90; Adele Steindler, 4. 4. 1901 Wien, led., XIII., Hüttelbergstraße 9a; Adele Knöpf elmach er, 1. 11 1887 Wien, verh., XII., Geylinggasse 7; Hedwig Reuschel, geb. Rosenthal, 30. 8. 1898 Wien, verh., XIII., Eislergasse 26; Valerie Korn geb. Stadler, 5. 12. 1892 Wien, verh., V., Einsiedlergasse 18; Josef David S c h 1 ö s i n g e r, 30. 5. 1902 Wien, Jed., IIm Steraeckplatz 6; Eduard Schleifer, 9. 2. 1887 Ybbs, verh., XX., Wlnarskygasse 17; Alice Schleifer, 1. 6, 1922 Wien, led., selbe Adresse; Artur Löwy, 2. 1. 1880 Wien, led., VI., Capistrangasse 2; Regine Spieler geb. Vogel, 16. 2. 1890 Wien, verh., II., Josef-Gall- Gasse 5; Richard Heß, 30. 3. 1900 Wien, led., II., Lichtenauergasse 7; Ernst Kornreich, 15, 3. 1905 Wien, led., II., Pazmanitengasse 10; Beatrice A n i n g e r, 23. 8. 1909 Wien, led., XIX., Peter-Jordän-Straße 12; Dr. Maximilian Barber, 21. 2. 1878 Czernowitz, Apotheker, verh., III., Weyergasse 5; Dr. Siegwert Silber mann, 19. 5. 1893 Storonetz, getr., Beamter, III., Trubelgasse 4; Simon Pu 11m a n n, 15. 2. 1887 Warschau, led., Professor, III., Modenapark 6; Rosalie Wer th e I m geb. Farkas, 10. 6. 1878 Bene, gesch., XVI., Haberlgasse 18; Gustav Wieselberg, 24. 3. 1905 Wien, led., III., Lechuerstraße 8; Therese Mayer, 27, 11. 1890 Wien, led., III., Marokkanergasse 8; Johanna Blaß geb. Strobl, 31. 4. 1875 Puschwitz, verh., XVII., Diepoldtplatz 5; Wilhelm Groag, 7. 1. 1893 Linz, led., IX„ Währinger Gütel 168: Koruelie BdJaj, 8. 12. 1893 Wien, led., IX., Rögergasso 18; Otto Schwarz, 6. 1. 1901 Wien, led., IX., Berggasse 14; Berta Kraus«, 21. 2. 1902 Budapest, led., XV., Turnergasse 21; Sändor Wellisch, 5. 4. 1881 Upto Szent Mlklos, verh., III., Rochusplatz 9; Julius Lilienthal, 12. 3. 1899 Wien, led., II., Böcklinstraße 114; Erna Kurz, 7. u. 1906 Wien, led., Schottenfeldgasse 41; Pauline Billitzer, 10. 10. 1903 Wien, led., Um Reinbrandtstraße 34. . Haut-Schnelibräununs und SoonenbrandBchut* - Creme „Dlm" schützt vor Sonnenbrand und br&unt die Haut auf natürliche Weise, auch bei Kindern A, Für braune und normale Hautfatbe, für Kinder'und Massage B. 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