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Die Stimme · 1928-07-19 · Heft 29 (19.7.1928) · page 9

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Journal
Die Stimme
Volume
1 (1928)
Issue
Heft 29 (19.7.1928)
Date
1928-07-19
Page
– (sequence 9)
Language
German
Belongs to
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) Nr. 29 PIE STIMME XVIII., Semperstraße 31. Braschek Rudolf, 2. 5. 1898, Wien, verh., Chauffeur, XVIJ., Wattgassc 70. B1 a s c h e k Anna, geh. Weinstein, 31. 8. 1898, Ung.- Brod, verh., selbe Adresse. Berger Alexander, 11. 9. 1910, Wien, I., II., Schönngasse. Masur Sabine, 27.12.1893, Czernowitz, I., IX„ Althanplatz 9. Müller Helene, geb. Suttner, 8.8.1892, Mähr. Neustadt, verh., IX., Canisiusgasse 22. Müller Erna, 20. 7. 1922, Wien, I., selbe Adresse. Kauf Regine, geb. Himmelreich, 6. 8. 1897, Wien, verh., II., Vereinsgasse 36. Weiner Anton, 18. 1. 1901, Wien, verh., V., Sieberobrunnenfeldgasse 42. Weiner Eugen!« Judith, geh. Osolin, 25. 12. 1901, Wien, verh., selbe Adresse. Deutsch Elly, 4. 10. 1904, Baden, Obere Amtshausgasse 25. Ellenbogen Betti, geb. Kuhan, 9.5.1875, Wien, verh., X., Hardtmuthgasse 67. Feld mann Dorothea, geb. Blaha, 15. 8. 1891, Wien, verh., V„ Einsiedlergass« 17. F e 1 d m a n n Albert, 30. 1. 1894, Wien, verh., selbe Adresse. Löwe Bertha, 15. 9. 1907, Wien, L, V, Schwarzhorngasse 11. Der moderne Stil Im Synagogenbau. Die soeben fertiggestellte neue Synagoge in Amsterdam werden. Das Salonikier städtische Bauamt plant die Abtragung von,300 .von Juden bewohnten Häusern. Die Verwaltung der ehemaligen türkischen Staatsgebäude, in denen jetzt 1500 jüdische Familien wohnen, hat plötzlich die Mietpreise um 300 Prozent bis 500 Prozent erhöht. . Das Jahresbudget der jüdischen. Gemeinde betrifft 10 Millionen Drachmen, dazu schießt die Stadtverwaltung, die für allgemeine Wohlfahrtszwecke 16 Millionen Drachmen ausgibt, bloß 250.000 Drachmen zu; demnach erhält die jüdische Bevölkerung, die 30 Prozent der Gesamtbevölkerung ausmacht, aus dem Wohlfahrtsfonds nur 1.5 Prozent. Der Rat. der jüdischen Gemeinde von Saloniki hat in einer Depesche an die Regjerung die Aufhebung des sogenannten «jüdischen Katasters», wonach die Juden Salonikis getrennt von den übrigen Mitbürgern zu wählen haben; im Hinblick auf die bevorstehenden Parlamentswahlen gefordert. Eine Antwort ist noch nicht erfolgt. (Die Jugen Salonikis hätten nach ihrer.,Z[ahl ein Anrecht auf drei Parlamentssitze. Die Red.) , Austritte aus dem Judentum Ty r o 1 e r .Friedrich, 6. 9. 1894, Wien, ger. geseh., XXI., Am Spitz 2. T y r o 1 e r Felix, 20. 7. 1926, 1., selbe Adresse. Kulakowska Oswald Theodor, 3. 3. 1928, Wien, 1., I., Kärntnerstraße 21. Dr. Konrad Leopold, 20. 4. 1892, Marczali, verh., I., Dorotheergasse 7. Konrad Angela Johanna," 28. 10. 1924, Wien, .1., selbe Adresse. Konrad Friederike, geb. Wiener, 30. 4. 190,1, Wien, verh., selbe Adresse. Kraus Walter, 10. 4. 19Ö3, Wien, 1., II., Stuwerstraße 34. Brauner Mary. Margarete, get>, Lahger, 30. 7. 1906, Philadelphia, verh., IV., Schwären-- bergplatz 15. Spieler Isak, 6. 7. 1884, Wien, verh., II., Josef Gall-Gasse ‘ 5. Spieler Gertrud, 29. 12. 1921, Wien, 1., selbe Adresse. Löwy Hugo, 14. 2. 1902, Senica, 1., XII., Raschkygasse 14. Schulzer Leo, 6. 9. 1892, Budapest-Obuda, 1., XX., Wallensteinstraße 36. Eisenh.ammer Erwin, 18. 8. 1922, Wien, 1., XIII., Malingengasse 61. Spitzer Rose (Rosa), geb. Katz, 6. 2. 1870, Nobosa, verw., WISSEN / KUNST / LITERATUR ur. hck usxar, y. ». 1894, Wien, i., Arzt, ajä., Döblinger Gürtel 8. Alt mann Fritz, 8. 2. 1895, Wien, verh., II., Schüttelstraße 2Ja. KratochwMI Hermine, geb. Bocher, 5. 9. 1883, verh., X., Knöllgasse 10. Alt Rosa Lily, 4.7.1910, Wien, 1., X.. Kolumbasgasse 49. Kalmar Friedrich, 18. 5. 1898, Wien, verh., XVIII., Karl-Beck-Gasse 10. Fisch mann Richard EmanueJ, 12. 9. 1922, Wien, 1., XV., Reuenthalgasse 2. F i s c h m*« n « Wilhelm Otto, 6. 11. 1925, Wien, 1., selbe Adresse. Die Mode des Sommers zeigen Krupniks antzUckende eigene Schttprunaen und Nodeila der ersten Pariser Modehäuser Duftige Sommerkleider, hochelegante Complets, fesche Kostüme und Mäntel, hochaparte Abend- und Gesellschaftskleider aus edelstem Material und in den reizendsten Modefarben zu , enorm billigen Preisen im lis JOLIOS KHPHIK NUH VH’ rcaiSERSTRASSE 115 HI W 1 r Hben nirgends Filialen! | Anerkannt größtes Spezialhaus Oesterreichs i—p — J. ‘,/j ff * ■ ' . t ft . L ' Lj“ HL V j .. I . " I Regierungsrat Dr. B. Wachstein Von Dr. Alexander Kristianpoller Der ausgezeichnete Leiter der Wiener Kultusbibliothek, Regietungsrat Dr. Bernhard Wachstein konnte am 1. Juli auf 25 Jahre seiner verdienstvollen Tätigkeit an der Bibliothek zurüokblicken. Wir freuen uns, aus diesem Anlaß der nachstehenden Würdigung des hervorragenden Gelehrten, den unsere Leser auch aus einigen wertvollen Aufsätzen in der «Stimme» kennen, Raum geben zu können. — (Die Red.)) Eine der bedeutendsten Kulturinstitutionen der Wiener Kultusgemeinde ist die Bibliothek in der Ferdinandstraße 23, deren Gründung auf das Jahr 181 zurückreicht. Doch fast ein Jahrhundert verging und immer noch stand diese .Bibliothek, am Anfänge ihrer, Entwicklung, immer noch wurde sie als ein Annex der jüdischen Religionsschule betrachtet. Es war nun ein glücklicher Zufall, daß im Jahre 1903 Dr. Wachstem * von der Philosophie kommend, als Beamter der Bibliothek aufgenommen wurde. Dank seinem großen jüdischen Wissen, dank seiner weitgehenden Vereinigung wissenschaftlicher und technischer Kenntnisse auf dem Gebiete des Buch- und Bibliothekswesens nahm von nun an die Bibliothek unter seiner zielbewußten fachmännischen Leitung stetig zu, so . daß sie sich zu einer, der bedeutenden Stellung der Wiener jüdischen Gemeinde entsprechenden Institution entwickelte. Dr. Wachstein war darauf bedacht, die vorhandenen Bestände zu ergänzen, neu zu katalogisieren und in wissenschaftlichen Abhandlungen 2u würdigen. In erster Reihe mußten die von Salo Cohn s. A. angekauften seltenen und wertvollen Bücher, die Inkunabeln und alten Drucke aus dem Nachlasse des Gelehrten H a 1 b erstamm in Bieütz und des Rabbiner Friedmann in Sadagora (letztere Sammlung wurde auf Anregung von Dr. Wachstein angekauft) katalogisiert und den Beständen der Bibliothek angereiht worden. I)r. Wachstein bearbeitete diese zwei Sammlungen bibliographisch in Katalogen, durch welche er sich nicht nur für. die^ Bibliothek, sondern auch um die h e b r ä i sehe Bibliographie überhaupt im hohen Maße verdient machte. Der Krieg brachte der Bibliothek eine Masse von neuen Lesern, an die Bibliothek wurden neue Anforderungen gestellt; ihnen leistete Dr.. Wachstein mit staunenswerter Schnelligkeit und Leichtigkeit Genüge. Wer Gelegenheit hat, ihn an der Arbeit zu sehen, muß den Ideenreichtum bewundern, mit dem er neuauftretende Probleme,stets richtig zu lösen weiß. Die Kenntnis des Buches und der Bibliothekslehre sind bei ihm nicht tote Wissenschaft, ^söüdefn stehen In lebendiger Beziehung zu den Bedürfnissen des Tages. Vom Beginne seiner Anstellung in def Bibliothek entwickelte er eine rastlose Tätigkeit. In kürzester Zeit ist ein S t a n d o r 1 k a t a 1 o g in 36 Foliobänden iert'ggestellt worden, welcher es ermöglicht, zu jeder Zeit eine Kontrolle der Bücherbestände zu ha,ben. Ueberhaupt liegt der Schwerpunkt von Wachsteins bibliothekarischer Tätigkeit in der Herstellung einer Reihe von .Zettelkatalogen (Autoren-, Schlagwort-, historisch-geographischer- und Zeitschriften-Katalog usw.), die mit wichtigen bibliographischen Bemerkungen versehen sind. Die Bedeutung dieser vorzüglich bearbeiteten Kataloge wird erst völlig in der Zukunft ersichtlich sein, sobald sämtliche nach der Drucklegung den Lesern allgemein zugänglich sein werden; dazu wird die Vergrößerung des Lesesaales und der Bibliothekträume viel beitragen. Dies alles bildet nur einen kleinen Teil der rastlosen Tätigkeit Dr. Wachsteins. Nun auch ein Wort Uber Wacnstein als Forscher; in kurzem Rahmen ist es nicht möglich, die fruchtbare literarische Tätigkeit, Sefte 9 die Dr. Wachstein auf dem Gebiete der jüdischen Geschichte und Literatur entwickelt hat, zu behandeln. Es sei hur auf seine monumentalen Werke über die G r a b i n s c h r i f t e n der jüdischen Friedhöfe in Wien und Eisenstadt hingewiesen, die von seiner umfassenden Gelehrsamkeit, seiner scharfsinnigen Auffassung ais Quellenforscher und seiner packenden Darstellungskraft Zeugnis ablegen. Ihm gebührt das Verdienst, durch diese und andere Arbeiten, wie die Hebräischen Autographen von Gelehrten Jud Schriftstellern, die Beiträge zur Geschichte der Judeft in Eisenstadt und den Sieben G e rrt e r n d e n u. a. m., eine große Fülle u r k u n. d l i c h e n;- M a t e r i a Is erschlossen und bearbeitet zu haben.-Die Vielseitigkeit und Gründlichkeit dieses unermüdlichen Forschers und Gelehrten wird, so hoffen wir, der jüdischen Wissenschaft noch viele große Dienste leislen. Opatoschus Roinan „Polens Wälder“ wird verfilm* Der bekannte Roman „Polens Wälder“ von J. Opatoschu, der bereis in mehreren Sprachen übersetzt wurde (die deutsche Ausgabe ist vor wenigen Tagen im Berliner „Heine-Bund“ erschienen), wurde von dem bekannten Filmunternehmetf Förbert beim Autor zur Verfilmung erworben. Das Drehbuch ist bereits fertiggestellt und der Film dürfte im Laufe des' Jahres 1929 erscheinen. T Der Penklub und die Juden Im Warschaueri«„Moment“ berichtet der bekannte jiddische Schriftsteller J. Opatoschu, der Delegierter des jiddischen Penklubs zum Kongreß der internationalen Penföderation in Oslo, über seine norwegischen Erlebnisse. „Der jiddische Delegierte,“ erzählt Opatoschu, „wurde von jüdischen Notabein der norwegischen Hauptstadt feierlichst eingeholt und begrubt. Oslo zählt im ganzen etwa 800 jüdische Seelen (von )1500, die in ganz Norwegen leben), die sich bisher fast '^ausschließlich als Russen, Polen, Deutsche usw. deklarierte*. ®ie Anerkennung der jiddischen Literatur und Sprach« durch das große internationale Schriftstellerforum, dafc sich soeben zu einem Kongreß in Oslo versammelte, hat1 de® norwegischen Juden den Mut wiedergegeben, sich zürn Judentum zu bekennen. Nach einem Kongreßbeschluß scäl auch Hebräischals gleichberechtigte Sprache anerkannt ^werden und am nächsten Kongreß, der in Wien stattfinden^wird, wird auch die hebräische Literatur durch einen delegierten vertreten sein. Unter den zahlreichen Delegiertem die auf dem Penkongreß die Literatur aller Völker und Rassen repräsentierten, waren viele Juden, die in verschiedenen europäischen Literaturen führende Rollen innehaben.“ i m . m mm ■* - ■*; s ,Y i W'-. J. Opatoschu (X) mit dem Präsidium des jüdischen Penklubs in Wilna Oberkantor Jossele Rosenblatt wird Freitag, den 27. Juli, abends, und Samstag, den : 28. Juli, früh, in der Synagoge des Vereines „Beth Israel“, Wien, II., Leopoldsgasse 29, kantorale Funktionen ausüben. Eür die ungeheure Beliebtheit des großen synagogalen Sängers seien einige Beispiele angeführt: Die Eintrittskarten für ein Rosenblatt-Konzert in Warschau, bei welchem Rosenblatt aussschließlich jüdisch-synagogale Stücke sang, waren in zwei Stunden vergriffen und 6s mußte in dem über 3000 Sitze fassenden „Cirk Ordynacki“ am dritten Tage ein zweites Konzert 'sWttfindeti. — Einv Bischof in Amerika, der zusammen mit mehreren hohen Persönlichkeiten Rosenblatt iai einer '.’SyfriftJbfeib h’Örtü, fnäbhte 'die^interessante Bemerkung, daß in Rosenblatts Kompositionen der wahre Weheschrei des gesamten leidenden Judentums enthalten sei. — Rosienblatt . versprach speziell für Wien ein besonders reichaltiges Programm seiner alten und neuen Kompositionen. — Der Andrang nach Platzanweisungen ist, wie vorauszusehen war, enorm; Zahlreiche Reservierungen kommen täglich von''.mehreren Kurorten des In- und benachtbarten Auslandes. (Entgeltllich.) aOOOOOOOOCOOOÖOOOOOOOOCXXXXXXXXXXXXKXXX Es wird ersticht, für das Blatt bestimmte Elinsendungen nicht an Einzelpersonen, sondern ausschließlich an.' die Redaktion, Wien, I., Rauhensteingasse 1, zu richten, da nur so für die zeitgerechte Erledigung resp. Veröffentlichung die Gewähr übernommen werden kann. Unverlangte l Manuskripte, denen kein Rückporto beiliegt, werden nicht zurückgesendet. otx?oo(xxxiboopooo(xxxx?oooooocx»oooooooo

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