Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 1 (1928)
- Issue
- Heft 23 (7.6.1928)
- Date
- 1928-06-07
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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j\i. 23 DIE STIMME Seite 7 In Leipzig ist der hervorragende Alttestamentier Geheimer Konsistorialrat Prof. Wilhelm N o w a c k im Alter von 78 Jahren gestorben. Sein wichtigstes wissenschaftliches Vermächtnis ist das zweibändige Lehrbuch der hebräischen Archäologie, das im Jahre 1894 erschienen ist. Am 31. Mai feierte der Vorsitzende des Vorstandes der Berliner jüdischen Gemeinde, Kommerzialrat Gerson Simon, seinen 70. Geburtstag. Österreich Aus den zionistischen Ortsgruppen Delegierientagung des Distriktes Niederösterreich- West Am 9. und 10. Juni findet in Krems an der Donau der Delegiertentag des Distriktes Niederösterreich-West mit folgender Tagesordnung statt: Siirasta g, den 9. Juni, '/,8 Uhr abends: Vortrag Dr. Leo Goldhammer, Präsident des Zionistischen Landeskomitees für Oesterreich: „Die gegenwärtige Situation in der Zionistischen Weltorganisation.” Vortrag Dr. E. M. Z w e i g, Jerusalem: „Palästina nach Aufhören der Arbeitslosigkeit.” — 10 Uhr abends: Eröffnung der Distriktskonferenz (Dr. Paul Brill, Obmann der Zionistischen Ortsgruppe Krems an der Donau); Konstituierung; Referate: 1. Die Organisation der österreichischen Provinz und die Errichtung des Distriktes Niederösterreich- West (Paul Stein, Wien), 2. Kultusgemeinde (Karl Sachs, Krems). Sonntag, den 10. Juni, 9 Uhr vormittags: Referate über Keren Hajessod (Dr. N. M. Gelber, Wien), Keren Kajemeth Lejsrael (Dr. E. M. Zweig, Jerusalem), Jüdische Kulturarbeit in der Provinz (Dr. Ch. Tartakower, Wien); Debatte über die Referate, Abstimmungen, Eventualia. Die Tagung findet im Brunner-Saal (Hotel Post), Obere Landstraße, statt, Wien Zionistische Arbeitsgruppe VI-VII. Am 29. Mai fand der erste Vortragsabend in den Bezirken Mariahilf und Neubau statt. Präsident Dr, Leo Goldhammer und Prof. Dr. Wilhelm Stein erstatteten einen ausführlichen Bericht über die derzeitige Lage in Palästina und in der Zionistischen Weltorganisation. Kammerrat K o h n, der den Vorsitz führte, konnte ein überaus zahlreiches Publikum begrüßen. Es wurde beschlossen, allwöchentliche Zusammenkünfte gemeinsam mit der Zionistischen Frauenorganisation VI-VII abzuhalten. In der anschließenden Debatte sprach Dr. Max Bernhardt, der den Anfang der Arbeit besonders begrüßte, Frau Rosl Kohn zur Erziehungsfrage und Dr. Heinrich Glanz, der die hebräische Schule forderte. Der Vorsitzende beantragte eine Resolution, wonach dem Zionistischen Landeskomitee, speziell dem Präsidenten Dr. Leo Goldhammer, das Vertrauen ausgesprochen wix-d, insbesondere für die Schaffung der „Stimme". Es wurde dem Bedauern Ausdruck verliehen, daß durch widersprechende Berichterstattung in zionistischen Blättern eine Verwirrungin den Reihen der Zionisten entsteht. An die Zionisten in Oesterreich und im Ausland! Das Zionistische Landeskomitee für Oesterreich (Wien, I., Kärntnerstraße 28) ersucht dringendst alle Zionisten, welche im heurigen Sommer österreichische Sommerfrischen oder Kurorte besuchen, uns ihre Adressen und die Zeit ihres Aufenthaltes gefälligst ehestens bekanntzugeben, Eröffnung des Heimes der Zionistischen Bezirks- Organisation Favoriten Am 31. Mai fand die feierliche Eröffnung des schönen und behaglichen Heimes statt, welches sich die erst vor nicht langer Zeit reaktivierte zionistische Bezirkssektion Favoriten dank der zielbewußten Tätigkeit ihres Vorstandes so bald schaffen konnte. Zu der Feier hatten sich Vertretungen sämtlicher jüdischen Vereine und Institutionen des Bezirkes, sämtlicher anderen zionistischen Bezirkssektionen Wiens, des zionistischen Landeskomitees, der Fonds eingefunden; besonders erfreulich war die starke Teilnahme der jüdischen Jugend des Bezirkes, darunter des Favoritener jüdischen Sportklubs „Hagibor". Nach einer herzlichen Begrüßungsansprache des Sektionsobmannes Dr. Pollatschek verdolmetsche der Obmann des Tempelvereines Herr Grünspann sowie die Vertreter der übrigen jüdischen Vereine Favoritens die Glückwünsche ihrer Vereinigungen in warmen Worten und gaben dabei der Hoffnung Ausdruck, daß dieses Heim eine Stätte der Zusammenarbeit der gesamten Judenschaft des Bezirkes bilden werde. Sodann sprachen der Rabbiner des Bezirkes Dr. Mandl, Rabbiner Dr. Feuchtwan g, der Präsident des Favoritener jüdischen Frauenvereines, Frau Doktor Mandl, Frau Dr. Martha Hoffmann (WIZO), Frau Doktor Brandweiner (Zionistische Frauenorganisation Favoriten), Dr. Tartakower, Herr Löbl Taubes u. a. Die Feier nahm einen würdigen und wahrhaft herzlichen Verlauf. Todesfall. Am 15. Mai verstarb in Krems an der Donau der allgemein geachtete Hausbesitzer und Schuhwarenhändler, Vorstandsmitglied der dortigen Kultusgemeinde, Herr Samuel Kolb, im 62. Lebensjahre eines plötzlichen Todes infolge Herzschlag. An dem verstorbenen verliert unser Gesinnungsgenosse, Herr Alois Kolb, Kaufmann in Krems an der Donau, seinen älteren Bruder. Die massenhafte Beteiligung beim Leichenbegängnisse gab Kunde von der Wertschätzung, der sich Samuel Kolb in allen Kreisen der Bevölkerung erfreut hatte. Chajes-Realgymnasium (Wien, II., Castellezgasse 35). Aufnahme in die erste bis achte Klasse täglich von 12 bis 1 Uhr in der Direktionskanzlei. In Oesterreich noch nie dagewesen ist die Aktion Urlaub am idealen Meeresstrand von Grado mit Sonderbegünstigungen für öffentliche Beamte und Fixangestellte sowie deren Familien. Schon bei einer Anzahlung von S 150.— und vier Monatsraten & S 30.—, zusammen S 270.— für 14 Tage und S 155.— und vier Monatsraten ä S 75.—, zusammen S 455.— für 28 Tage, kann die Reise angetreten werden. (Entgeltlich.) Urlaub in Grado für öffentliche und fix Angestellte sowie deren Angehörige SonderbegflnstigungeB Pauschalpreis inkl. Fahrt in 5 Teilzahlungen abzüglich eventueller Visum- und Fahrtbegünstigungen einschließlich erstklassiger Logis, Verpflegung, unbeschränkter Bädergebrauch samt Zelt, Kurtaxe etc. Reiseantritt schon nach Anzahlung gewährleistet Auskünfte und Prospekte durch die Generalvertretung des internationalen Reisebüros F. GRIGOLON & CO. Wien i, kohlmarkt s (Eingang Wallnerstraße) Telephon 69-4-17 Gesellschaftsreise der Wiener Zionisten nach Bratislava. Am 17. Juni findet, wie bereits gemeldet, eine Gesellschaftsreise der Wiener Zionisten mit einem Sonderdampfer nach Bratislava statt. Diese Reise steht unter dem Protektorate der Fremdenverkehrskommission der Slovakei. Die Abfahrt erfolgt um 7.30 Uhr vom Praterkai (Reichsbrücke); auf dem Schiffe konzertiert eine erstklassige Musikkapelle; für zahlreiche Belustigungen ist vorgesorgt. Um 10.30 Uhr landet das Schiff in Bratislava, wo die Gäste vom Bürgermeister der Stadt sowie von der Zionistischen Organisation Bi'atislavas begrüßt werden. Sodann erfolgt die Besichtigung der Stadt unter Leitung ortskundiger Führer, und zwar Rathaus, Museum, Burg (Innenansicht zum ersten Male gestattet), alter jüdischer Friedhof und Ghetto. Für diejenigen Teilnehmer, welche die Stadt selbst schon kennen, wird ein Ausflug nach dem nahen Kurort Eisenbründel veranstaltet. In der Stadt selbst findet am Nachmittag ein Gartenfest statt, für welches erstklassige Kunstkräfte ihre Mitwirkung zugesagt haben. Die Rückfahrt erfolgt um 18 Uhr, sodaß die Teilnehmer um zirka 24 Uhr wieder in Wien eintreffen, wo Separatwagen der Straßenbahn bereitstehen werden. Anmeldungen werden entgegengenommen: Zionistische Büros, I., Kärntnerstraße 28 (Tel. 77-4-85/86), und Jugendverein „Erez Israel" (Sekretariat), Wien, II., Zirkusgasse 33. Preis der Fahrkarte S 9.— (plus 10 Prozent Zuschlag für den Jüdischen Nationalfonds). * Vor dem Krieg bestand die Gepflogenheit, daß die Zionisten verschiedener Länder einen regen persönlichen Kontakt aufrechterhielten, der durch Veranstaltung von Gesellschaftsreisen wesentlich gefördert wurde. Das Zionistische Landeskomitee hat im vergangenen Jahre, der Einladung der Bratislavaer Zionisten Folge leistend, mit einem Salondampfer eine Gesellschaftsreise nach Bratislava unternommen, an der gegen 1000 Personen aus Wien und der Provinz teilnahmen. Die heurige Gesellschaftsreise gewinnt politisch an Bedeutung, weil in diesem Jahre der zehnjährige Bestand der - tschechoslowakischen Republik gefeiert wird und die Gesinnungsgenossen aus Bratislava auf die Anwesenheit der österreichischen Zionisten großen Wert legen. Dieser Besuch stellt auch eine Erwiderung der Anwesenheit der 100 Zionisten aus Bratislava in Wien anläßlich des ictztjährigen Ganges zum Grabe Her2l$ dar. Nach dem Stande der bisherigen Vorbereitungen und der überaus zahlreichen Anmeldungen, die wiederum nur bis zur festgesetzten Höchstzahl angenommen werden können, läßt dieses Unternehmen einen großen Erfolg sowohl in politischer als auch in gesellschaftlicher Hinsicht erwarten. Der Wiener Kongreß für Blindenwohlfahrt. Vom 23. bis 25. Mai fand in Wien der erste Kongreß für Blindenwohlfahrt in Oesterreich statt, an dem sich auch Vertreter aus dem Deutschen Reiche, der Tschechoslowakei, Ungarn usw. beteiligten. Das Präsidium führte Herr Direktor Siegfried A11 - mann, Direktor des Israelitischen Blinden-Institutes Hohe Warte, der auch in einem wertvollen Referat die Lage und Aussichten der österreichischen Blindenwohlfahrt darlegte. Die Situation der Blinden in Oesterreich ist. wie aus einem Vergleich mit der der reichsdeutschen hervorgehf, eine recht triste. Syndikus Dr. Carl S t r e h 1, Leiter der i.Hinden-Hocbschulbücherei und -Studienanstalt in Marburg an der Lahn, berichtete über die Gesetze, die in Deutschland die Pflichten des Staates gegen seine blinden Bürger regeln, und man konnte aus seinen Darstellungen entnehmen, wie weil fortgeschritten dort dieser Zweig der sozialen Gesetzgebung ist. Stadtrat Prof. Dr. Julius Tandler sicherte in seiner Ansprache das volle Entgegenkommen der städtischen Behörden zu, sodaß durch die aufopferungsvollen Bemühungen der in der Blindenbewegung führenden Persönlichkeiten, besonders Direktor Siegfried Altmanns, auch in Oesterreich Aussicht auf eine bessere Gestaltung des Blindenwesens vorhanden ist. Nach den fachlichen Beratungen folgten sämtliche Delegierte und Gäste aus dem Auslande einer Einladung in das Israelitische Blinden-Institut Hohe Warte, womit die Tagung ihren Abschluß fand. Zur Orientierung der Festgäste. Qualitäts-Schuhe in folgenden Del-Ka-Verkaufr-häusern: I., Rotenturmstr, 12, II., Taborstr. 21, IV., Suttnerplatz 3, VI., Mariahilferslr. 47, VII,, Neubaugasse 28, IX,, Alserstr. 6, IX., Nußdorferstr. 14, X., Keplerplatz 15. Vereinsnachrichten Pfadfinderbund „Zirenu“. Am 29. Mai fand im Vereinsheime, VIII., Bennoplatz 1A, die Generalversammlung des Elternverbandes statt, bei der Oberbaurat Ing. P i s k als Obmann, Frau Freund und die Herren: Dr. L ö w y, Dr. Meissner, David und Dr. Grünberger als Ausschußmitglieder des Elternverbandes gewählt wurden. Verband der jüdischen Kaulleute und Gewerbetreibenden (Wien I., Elisabethstraße 9). Montag den 11. Juni, punkt 8 Uhr abends im Klubsaal! des Gafö „Exzelsior", I., Rotenturmstr. 24, Verbandsdiskussionsabend. Einleitende wirtschaftliche Vorträge von Verbandsanwalt Dr. Ludwig Ehrlich (über das Handelsagentenigesetz), von einem Delegierten der tschechoslowakischen Handelskammer und von Vizepräsident A. M. Ehrlich (über die neueröffnete Kredit- und Handelskasse „Metropole“ und den ihr für jüdische Kaufleute und Gewerbetreibende zugewiesenen 3jährigen Rahmenkredit von 40.000 Schilling). Zionistisch-akad. Verbindungen und Vereine Oesterreichs. Das Programm für die nächste Zeit lautet: Donnerstag den 7. Juni 6 Uhr abends, Präsidialsitzung, zu der jede Korporation einen Vertreter zu entsenden hat. Dienstag den 12. Juni 8 U,hr abends im Saale der Lese- und RedehalLe, IX., Tütrkenstraße 9, Plenarversammlung. Der nächste Seminarvortrag Dr. G e 1 b e r s findet wahrscheinlich Donnerstag den 14. Juni statt. Zeit und Ort wird noch 'bekanntgegeben. Verband der professionellen Hebräisch-Lehrer. Mittwoch den 13. Juni um 9 Uhr abends findet im Lokale ill., Zirkusgasse 33, eine Versammlung sämtlicher Mitglieder statt. Erscheinen Pflicht! Stimmen aus edler Welt „Radikaler“ Antisemitismus in Argentinien. Die „radikale" argentinische Zeitung „Junin", die in der gleichnamigen Stadt erscheint, schreibt zum Problem des Antisemitismus: „In unserem Lande, wo die semitische Bevölkerung noch nicht sehr zahlreich ist, hat der Antisemitismus vorläufig noch keinen ernst zu nehmenden Charakter. Es ist jedoch unleugbar, daß der Antisemitismus im Wachsen begriffen ist. Der Jude — schreibt das „radikale" Blatt weiter —, seinem Wesen nach ein Egoist, Spekulant, Feind der körperlichen Arbeit und der Menschheit, voll von Vorurteilen, die in den Eigentümlichkeiten seiner Rasse liegen, ist geradezu ein Schulbeispiel eines unerwünschten Emigranten. Unser Land benötigt Agrarelemente und Menschen, die den Willen haben, sich zu assimilieren. Wenn der Jude in der ganzen Welt verfolgt wird, so geschieht dies gewiß nicht um seiner guten Eigenschaften willen." Diese boshaften Auslassungen werden von der konservativen Zeitung „El Mentor" entschieden zurückgewiesen. Das Blatt stellt fest, daß das argentinische Volk, im Sinne seiner Konstitution, jedem Ausländer, ohne Unterschied der Nationalität und Rasse, das volle Recht zuerkennt, im Lande zu leben, zu arbeiten und an dem Aufbau der nationalen Volkswirtschaft nach seiner Kraft und seinen Fähigkeiten mitzuwirken. — Ueber diese elementaren Grundsätze einer freien Republik müssen sich die argentinischen Sozialisten von den Konservativen belehren lassen. . . , v * * Drei Jahre hebräische Universität nimmt der an der Jerusalemer Universität als Dozent für hebräische Literatur wirkende Dr. Josef Klausner zum Anlaß, um an der Hand von Tatsachen die Mängel und die Vorzüge dieser Anstalt in einem im »Haarez« veröffentlichten Artikel aufzuzeigen: »Zu den fundamentalen Fehlern, die ehestens korrigiert werden müßten und die die normale Entwicklung der hebräischen Universität behindern, gehören: 1. Der Mangel an Leh*- r e r n für gewisse Hauptfächer, der bewirkt, daß die Studenten ihr Studium nicht beendigen und daß sie infolgedessen auch kein Diplom erhalten können, 2. Die Trennung von Lehr- und Forschungsbetrieb, an der das Kuratorium noch immer ohne einleuchtenden Grund festhält, obgleich wir in Erez Israel, wo es keine zweite Hochschule gibt, in erster Linie eine Lehranstalt und erst in zweiter Linie ein Forschungsinstitut benötigen. 3. Die Teilung des allgemeinen Lehrstoffes in »profane« und in jüdische Fächer, die wir unglücklicherweise aus der Galuth herübergenommen haben. An Stelle des Judaistischen Instituts hätte eine allgemeine historisch-philosophische Fakultät errichtet werden sollen, in deren Rahmen dem jüdischen Studenten die Kenntnis des Judentums zu vermitteln wäre. Wir müssen aber, der Objektivität wegen, auch der positiven Seiten der Jerusalemer Universität gedenken. In diesen schwierigen drei Anfangsjahren sind wir doch schon um ein großes Stück weitergekommen. Es bestehen heute an der Universität sieben Institute: für die Wissenschaft des Judentums, für Chemie, Mikrobiologie, Orientforschung, Hygiene, Mathematik und ein Institut für die Erforschung Erez Israels, die über ein vorzügliches Hörermaterial verfügen,« * Die afrikanischen Juden für Erez Israel. Nebst der regelmäßigen großen Geldaufbringung für die zwei zionistischen Fonds hat sich das afrikanische Judentum einem speziellen Arbeitsgebiet zugewandt: dem Ausbau und der Erhaltung der zwei größeren Farmen in der Nähe von Sichron Jakob und im Emek, in denen jüdische Pogromwaisen angesiedelt sind. Diese Waisensiedlungen wurden — nach einem Bericht von Dr. Za* gorodski im New Yorker »Jiddischen Folk« — durch das afrikanische Waisenkomitee von den »Kehiloth Zion« angekauft, die ursprünglich auf diesem Boden die abgerüsteten jüdischen Soldaten Amerikas kolonisieren wollten. Der Keren Kajemeth hat für die jüdischen Pogromwaisen 1000 Dunam Boden zur Verfügung gestellt, auf dem die Kolonie »Giweath Hajeladim« für die bisher im ganzen Lande zerstreut gewesenen ukrainischen Pogromwaisen errichtet wurde. Das afrikanische Waisenkomitee hat die Kolonie mit allen Erfordernissen praktischer Siedlung ausgestattet. Feste Wohnhäuser,