Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 1 (1928)
- Issue
- Heft 22 (31.5.1928)
- Date
- 1928-05-31
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 12 ME STIMME Nr. 22 Weisungen des Gebetes beiten sollte, HeitHche Kompositionen dieser großen Hymnen unseres Glaubens findet man unter den Werken von Salomon Rossi, Sulzer, Gerovitch und Spicker, In der Regel jedoch besitzen die Chormeister so wenig Gefühl und Verständnis für das hebräische Gebet und sind so sehr darauf bedacht, der Gemeinde zu gefallen (statt sie zu leiten), daß die Schlußhymnen nachgerade zur Unterhaltungsmusik herabsinken. Ich möchte jedoch hervorheben, daß sich die vorstehenden Bemerkungen ledig« lieh auf jene „modernen" Kirchengesänge beziehen, die sich in die religiöse Musik eingeschlichen haben und eine Beleidigung für die Kirche wie für den Tempel sind. Gute Kirchenmusik, komponiert von Meistern der Vergangenheit, entspricht viel mehr dem Geiste unserer Psalmen und Gebete als mittel« mäßige oder schlechte „moderne” jüdische Tempelmusik. Lieber einen ganzen Sabbat ausschließlich Musik von Bach und Mozart als die in den amerikanischen Synagogen üblichen Greuel, genannt „Schlesinger-Service”. Im Tempel Emanu«El in New York (jetzt verbunden mit Beth«El), dessen musikalische Leitung innezuhaben ich die Ehre habe, singen wir die Hymne, die im Uniongebetbuch dem „Olenu l’schabeach" (Adoration) vorangeht, zu den herrlichen Chorälen von Bach, Händel, Arcadelt, Purcel, neben verschiedenen jüdischen religiösen Melodien, wie „Eljibne Hagalil" der yemenitischen Juden, „Wie mächtig ist unser Herr in Zion” der russischen Juden etc. Diese Hymne vor der „Adoration” eignet sich am besten zur Unterlegung passender Choralmusik der großen Klassiker, die jüdischen Komponisten Meyerbeer, Mendelssohn, Halevi, Rubinstein inbegriffen. Untersucht man die sogenannte amerikanische hebräische Tempelmusik näher, so stellt sie sich als ein recht sonderbares musikalisches Gemisch und als Erzeugnis recht neuen Datums dar. Ihre Tradition beruht darauf, daß gewisse Hymnen von zwei Generationen regelmäßig gesungen wurden. So eroffnete man z. B, in vielen Synagogen den Neujahrsgottesdienst alljährlich mit einem recht banalen „Ich erhebe meine Augen” von Alois Kaiser. So wird auch der Jom-Kippur-Gottesdienst in vielen Tempeln nicht mit dem herrlichen „En chomocho” von Sulzer eröffnet, sondern mit Spickers „Niemand ist Dir gleich”, einer Bearbeitung aus „Freischütz” (welch groteske Idee!). Nur ungern befasse ich mich kritisch gerade mit dem verstorbenen Max Spicker, meinem Vorgänger im Tempel Emanu-El, der ein ernster, edler Charakter von großem Pflichtgefühl und ein ausgezeichneter Musiker war, nur leider weder Wissen auf dem Gebiete der jüdischen Musik, hoch intuitives Verständnis dafür besaß. Dieser Mann, dessen „Synagogal-Service" sozusagen das musikalische tägliche Brot der amerikanischen Synagoge darstellt, dessen Musik als „die” amerikanische hebräische Musik gilt, hatte sehr sonderbare Anschauungen: In einem seiner „Keduschas“ verwendet er z. B., wie er selbst mit naivem Stolz erwähnt, ein Motiv aus Wagners „Rienzi"! Auf meine Eingangsbemerkungen zurückkommend, muß ich sagen, daß der amerikanischen Tempelmusik Stih und einheitlicher Charakter sehr nottäten — vor allem aber die Rückkehr zur wirklichen Ueberlieferung und den wahren Meistern jüdischer religiöser Musik! Rundiunkkonzert aus der hebräischen Musikliteratur Am 21. Mai fand durch die Berliner Funkstunde über den Sender Witzleben die Uebertragung eines »Konzertabends aus der hebräischen Musikliteratur« statt. Nach einleitenden Worten, von Leopold Kellermann sang der Solist des Abends, Magnus Davidsohn, vom Chor der Neuen Synagoge und von Arthur Zepke an der Orgel begleitet, das »Adon olom« von S. Rossi; dann ein Gebet um Erntesegen am Pessachfeste »Tal«, bearbeitet von L. Lewandowsky. »Raw's Nigen« für Violine und Harfe von Albert Kellermann, von Maurits van der Berg (Violine) und Hildegard R oscher (Harfe) zu Gehör gebracht. »Ki k'schinko«, gesungen von Magnus Davidsohn, schlossen sich an. Darauf trug die Sopranistin Frieda Wolf das bekannte »Ruth« und »Neomi« vor. Magnus Davidsohn sang das »Kol nidrei«, bearbeitet von G. Sulzer und beendete den Abend mit »B’rosch haschonoh« von A. Kellermann. — Die Berliner Presse nennt die Veranstaltung eine Darbietung von hoher künstlerischer und wissenschaftlicher Bedeutung. (In Wien bekommt man im Radio an jüdischen Dingen höchstens eine blöd gemauschelte Darbietung der Nestroy'schen Judith-Parodie zu hören. — Die Redaktion.) Von Büchern Rudolf Lothar; Zwischen drei Welten, Pilgerfahrt eines Gläubigen, Mit 60 Bildern nach Aufnahmen des Verfassers. Drei Masken-Verlag, München. Schilderungen und Betrachtungen von einer Levantereise, flott und mit Geist geschrieben. Lothar weiß zu sehen und zu den großen Menschheitsproblemen der Antike, der Religion überhaupt, des Christentums wie des Orients seine Bemerkungen zu machen. Es sind freilich mehr Bemerkungen des zugreifenden journalistischen Eklektikers als des abwägenden Denkers und so manche seiner Erkenntnisse präsentieren sich als Halb- oder Viertelwahrheit, die blenden, aber nicht überzeugen können. Einige Abschnitte handeln über Palästina und Lothar berichtet mit warmer Sympathie von den Eindrücken des jungen jüdischen Aufbauwerks und von den Möglichkeiten des altneuen Landes. Gewisse Uebertreibungen, welche der Wahrheit dicht standhalten (»es gibt sogar Kolonien, wo die Vaterschaft eines Kindes vollkommen unbekannt bleibt!«) sind freilich auch hier unterlaufen, wenngleich in der Absicht, Palästina mit voller Anerkennung als das »grandioseste soziale Experimentierfeld, das es je gegeben hat«, hervorzuheben. a. f. Jerusalem. (Lied von Carlo Plank. Text von Walter Handy. Wiener Phönix-Verlag, Wien, II.) Zu einem Text, der sich reimt, läuft eine einigermaßen eingängige Melodie, die nicht allzu belangvoll, aber immerhin sangbar ist. Mit dem Ganzen ist niemand wohl- oder wehgetan. —ie— Pierre Bonardi; Le Retour k Jerusalem. (1927. Paris, Andrö Delpeuch.) »Vergebens wird man Korsika auf der blutigen Wanderroute des jüdischen Volkes suchen. Kein Jude hat dort jemals seinen Wohnsitz aufgeschlagen. Trotzdem bewaffnen sich dort alljährlich Kinder und Väter und unter wüstem Geschrei fingieren sie ein fürchterliches Judenmassaker.« So erzählt der Korse Pierre Bonardi in seinem kürzlich erschienenen Palästinabuch, in dem er die Rückkehr des jüdischen Volkes in die angestammte Heimat feiert und sich, schaudernd vor der Tiefe des Judenhasses, dessen das christliche Europa fähig ist, als ein glühender Verfechter der Wiedergutmachung an Israel erweist. Mit heißer Teilnahme am Geschick unseres Volkes, tiefem Verständnis für seine Heimatssehnsucht und zärtlicher Bewunderung für seine heroische Aufbauarbeit im neuen Palästina hat Pierre Bonardi den originellen und geistvollen Bericht über seinen Besuch in Erez Israel für die Sammlung von Reisebüchem geschrieben, die der Verlag Andrö Delpeuch in Paris herausbringt. Begeistert fühlt er das neue Leben, das überall durch das Land pulsiert, selbst in Safed, »der lavendelblauen Stadt des Messias, die sich im See von Tiberias spiegeln kann, wenn sie sich nur etwas von ihrem Hügel vorneigt.« Auch für Tel-Aviv findet er die schönsten Worte, »für diese Oase des guten Willens, diese wunderbare Bresche in die Klagemauer, diese Stadt der Jugend und der Freude, diese »Ghetto«, in dem die Helle und Sauberkeit eines Sanatoriums herrschen und »das, obwohl wie für eine Ausstellung erbaut, doch so fest zementiert ist, daß es so lange zu dauern verspricht, wie das neue palästinensische^ Reich, also nach den Worten des Propheten 77 mal 77 so lange als das Exil«. Und als das Symbol der wunderbaren zionistischen Triebkraft und ihrer Unversiegbarkeit erscheint ihm der Springbrunnen, der aus dem Wüstensande von Tel-Aviv, aller Dürre und aller Kleingläubigkeit Trotz bietend, emporschießt. Bonardi ist von Palästina zurückgekommen in der unerschütterlichen Ueberzeugung, daß »was immer noch geschehen könne, wieder einmal die Dichter Recht behalten werden gegen die Spekulanten, die Narren gegen die Weisen, die Leidenschaft gegen die Vernunft.« Dr. Nadja Stein. Dr. Manka Spiegel: Das völkerrechtliche Mandat und seine Anwendung auf Palästina. (Verlag der Universitätsbuchhandlung Leuschner & Lubensky, Graz, Wien, Leipzig.) Eine treffliche Juristin und ausgezeichnete Ziondstin unterzieht in dieser über 180 Seiten starken Arbeit das Mandatssystem in juristischer und politischer Hinsicht einer gründlichen Untersuchung und schließt daran eine wertvolle Abhandlung über das Palästina-Mandat. Nach einem einleitenden Abriß über die Entstehungsgeschichte der Mandate, als deren Anreger sie den südafrikanischen General Smuts feststellt, erörtert Frau Dr. Spiegel den Unterschied zwischen Mandatsterritorien und Kolonien einerseits und Protektoraten andererseits und untersucht sodann eingehend das zentrale Problem des völkerrechtlichen Mandates, die Souveränität, ferner die Verteilung der Mandate, die Kompetenzen der Mandatsverwaltung und das Völkerbundes. Der sodann folgenden Darlegung über die einzelnen Bestimmungen des Palästina-Mandates schickt die Verfasserin einen kenntnisreichen instruktiven Ueberblick über die Entstehung, die Entwicklung, die Forderungen des politischen Zionismus und die verschiedenen Probleme der zionistischen Politik sowie der Stellung der einzelnen Gruppen in der zionistischen Bewegung voraus. Die einzigartige Bedeutung des Palästina-Mandates, das sodann eingehend analysiert wird, liegt nach Frau Dr. Spiegel darin, daß es den Juden in Palästina die Stellung einer Staatsnation einräumt und garantiert, auch solange sie noch zahlenmäßig eine Minderheit bilden, während sie sonst überall ausschließlich eine nationale Minderheit darstellen. Die Verfasserin zieht bei diesen theoretischen Erörterungen eine Reihe von praktischen Schlüssen, die in der Forderung nach zielsicherer zionistischer Arbeit und stärkerer Förderung des jüdischen Palästina-Aufbaues durch die Mandatsmacht England gipfeln. Auch die Rechtsstellung der im Palästina-Mandat vorgesehenen J e w i s h Agency wird unter Berücksichtigung der Rechtssprechung des Internationalen Gerichtshofes eingehend untersucht. Das der Arbeit beigegebene Literaturverzeichnis ist erschöpfend. Das Buch der Frau Dr, Spiegel ist eine überaus wertvolle, objektive und dabei doch kritische Zusammenfassung aller mit der Materie verknüpften Probleme und kann von niemanden, der an diesen Fragen interessiert ist, übergangen werden. Dr. L. G. Jüdisches Archiv (Zeitschrift für jüdisches Museal- und Buchwesen, Geschichte,- Volkskunde und Familienforschung. Herausgeber L. Moses. Redaktion Wien XVIII., Karl Beckgasse 29.) Das Doppelheft der neuen Folge dieser interessanten Zeitschrift bringt aufschlußreiches Material zur Familienforschung durch eine wertvolle Arbeit von Hofrat Dr. Michael Holzmann über den Marienbader Arzt Dr. S. B. Lucka, einen Anverwandten der berühmten Sängerin Pauline L u c c a, sowie durch die Studie von Tobias Ben Juda zur Geschichte der jüdischen Patrizierfamilie Donnebautn. Leon Ruzicka behandelt in einer anziehenden Skizze das Leben des Isidor Busch, der in Wien das durch neun Jahre (1842 bis 1851) erscheinende jüdische Sammelwerk »Jahrbuch für Israeliten« herausgab und dann, nach Amerika ausgewandert, dort die erste jüdische Zeitschrift Nordamerikas »Israels Herald« erscheinen ließ und später in der Rebenkultur Bedeutendes leistete. Arbeiten und Materialien über die Geschichte der Juden in Klosterneuburg (von Hermann Erber) und zur Bibliographie über die österreichischen Juden (von Max von P o r t h e i m und Hofrat Holzmann) sowie eine Skizze aus dem Burgenland »Am Neusiedlersee« ergänzen das lesenswerte Heft glücklich. —ie— Arthur-Hoff-Abend, „Jüdische Kunst”. Samstag den 2. Juni findet im Theatersaal des Hotel „Post”, I., Fleischmarkt 24, ein jüdischer Kunstabend, von dem früheren Mitglied der „Gildenen Pawe”, Arthur Hoff, geleitet und zusammengestellt, statt. Außer Volksliedern werden Einakter von Scbolem Alejchem, Perez usw. zur Darstellung gebracht. Leiwiks „Golem" in polnischer Aufführung Wie aus Warschau berichtet wird, fand dortselbs! im Großen Zirkus eine Aufführung von Leiwiks Legendendrama »Der^Goiem« in polnischer Sprache statt. Die Bearbeitung stammt von dem Bühnenschriftsteiler Mark Arnstein, der auch die Regie führte. Die Besetzung der Rollen geschah durch 46 der bekanntesten polnischen Schauspieler, die Titelrolle gab der bekannte Darsteller A d w e n t o w i c z, die weibliche Hauptrolle Helena A r k a w i n. 150 Komparsen wirkten mit. Die Dekorationen waren von dem berühmten polnischen Maler Andrzej Pronaszko entworfen. Die der Handlung beigegebene Begleitmusik wurde unter Beteiligung des Chors der Warschauer Tlumacki-Synagoge ausgeführt. Die Aufführung trug monumentalen Charakter und errang stürmischen Erfolg. Ein hebräisches Theater in New York Der seinerzeitige Führer des Moskauer hebräischen Theaters »H a b i m a h«, N. Z e m a c h, ist bekanntlich mit einem Teil der in Amerika gastierenden Truppe zurückgeblieben und hat ein hebräisches Studio begründet. Nun ist bereits ein neues hebräisches Ensemble entstanden und soll im kommenden Herbst unter der Leitung von N, Zemach in einem neugegründeten Theater spielen. Laut unseren Informationen ist die finanzielle Grundlage gesichert. Sommerspielzeit der Jüdischen Künstlerspiele« Freitag, den 1. Juni findet die Erstaufführung der Operette »Die drei Kalles« statt, die Samstag, den 2. und Sonntag, den 3. Juni wiederholt wird. Von Montag, den 4. bisinklusive Freitag, den 8. Juni bleibt das Theater geschlossen, mit Ausnahme von Donnerstag, den 7, Juni. An diesem Tag findet der II. Jüdische Liederabend des Oberregisseurs Isaak Deutsch, der soeben aus Paris zurückgekehrt ist, statt. Isaak Deutsch wirkt bereits in der Operette „Die drei Kalles« mit. Infolge des anhaltend guten Besuches hat sich die Leitung der Jüdischen Künstlerspiiele entschlossen, das Theater auch für die Sommersaison weiterzuführen. Nach einer an Arbeit und Verantwortung reichen Hauptsaison wird die Sommerspielzeit mit einer jüdischen Operette guten Stils Samstag, den 9. Juni eröffnet. Hiefür wurden die bekannte Warschauer Soubrette Vera Kaniewska, der Liebhaber und Sänger Paul Breitmann und der Charakterkomiker Max Brün verpflichtet. Diese drei Künstler haben eine Welttournee hinter sich, die sie über Südamerika und Südafrika nach dem Osten Europas geführt hat, wo sie eben in Warschau ein erfolgreiches Gastspiel beendet haben. »Der Dorfsjing«, das bekannte Volksstück von Leo Kobrin, wurde Sonntag, den 27. Mai als Sondervorstellung im Carl- Theater aufgeführt. Im Mittelpunkt stand der auch als Regisseur zeichnende Bernhard W i 111 e r, der trotz seiner Jugend sich beim Publikum als Charakterdarsteller und Liebhaber durchgesetzt hat. Bemerkenswerte Leistungen boten Lea Weintraub-Graf als Natascha, Mina Deutsch als Mutter und Frau W e i ß b e r g; von den Herren fesselten’ Dr. B r i n d, Benzion Sigal, N. Breitmann, M. Herschk o w i t s und der als Rezitator bekannte Jehuda Ehrenkranz. Die Vorstellung war abgerundet, stimmungsvoll und vor allem echt ijp Szenischen. Starker Beifall rief alle Beteiligten vor die Rampe. Dem Verein »Mathilde«, zur Bekleidung jüdischer Waisen, dürfte ein ansehnlicher Reinertrag zufließen. Jüdische Bühne (2. Bezirk, Taborstraße 12). Wochenprogramm. Freitag den 1. bis Montag 4. Juni: »Surke a Doktor«, Komödie in drei Akten (Titelrolle Laura Glticksmann). Sonntag, 3 Uhr: „Ketten fin Lieb e”, Lebensbild in vier Akten. Dienstag, 5. Juni: »D u s S c h ä f a 1 e«, Operette in drei Akten. Mittwoch, 6, Juni: »Die Opferung Isaks«. Biblische Operette in drei Akten. Donnerstag, 7. Juni: »Surke a Doktor«. Beginn 8 Uhr. Ende 11 Uhr. Mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage täglich freier Eintritt. L Opatoschu in Europa Der bekannte jüdische Romancier I, Opatoschu, dessen berühmter Roman »Polens Wälder« demnächst in deutscher Uebertragung im Welt-Verlag erscheint, weilt gegenwärtig (sein Wohnsitz ist New York) in Warschau. Dort nimmt der Dichter an der Konferenz der jüdischen Pen-Clubs teil, deren Zentrale sich in Wilna befindet. Opatoschu vertritt die New Yorker Zweigstelle der jüdischen Pen-Club - Association, deren Präsident der bekannte Dramatiker David P i n s k i ist. Ausstellung der jungen jüdischen Künstler in •< Palästina Im Hause des »Ohel« in Tel-Aviv wurde die 3». Ausstellung der jungen jüdischen Künstler iifc, Palästina eröffnet. Zehn junge Maler und Bildhauer haben 52 Werke ausgestellt, die ein Abbild geben von den künstlerischem Eindrücken des neuen Palästina und dem eigenartigen Kolorit des Landes. Oberkantor Josef Grob, der, wie berichtet, vor kurzem sein 25 jähriges Schriftstellerjubiläum feierte, tritt über Einladung von amerikanischen Freunden demnächst eine Reise nach den Vereinigten Staaten an. Dort wird Oberkantor Grob,, dessen scharfpointierte jüdische Erzählungen und Skizzen beim' amerikanisch-jüdischen Leserpublikum durch mehrfache Probenim »Vorwärts« und in anderen bedeutenden jüdischen Tageszeitungen New Yorks lebhaftes Interesse erweckt haben, eine Reihe von Vorlesungen aus seinen Werken halten. Redaktionsschluß und Schluß der Inseratenannahme Montag um 4 Uhr nachmittags. Zuschriften und Manuskripte! die für unser- Blatt bestimmt sind, mögen nicht an einzelne Personen sondern ausschließlich an die Redaktion (L, Rauhensteingasse 1) gesendet werden, da nur so rechtzeitige Erledigung bezw. Veröffentlichung gewährleistet Ist.