Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 1 (1928)
- Issue
- Heft 20 (17.5.1928)
- Date
- 1928-05-17
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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Seite 4 DIE STIMME Nr. 20 Englische Herren- Pamenstofffe TUCHHAUS RUDOLF TEWELES Wien VI, Mariahllferslr. 125 entweder sich aufzulösen oder sich zu reorganisieren und eine erneuerte Aktivität zu entfalten. Die Jubiläumsversammlung beschloß daraufhin, eine Kommission zu wählen, die einen Reorganisierungsplan auszuarbeiten und vorzulegen haben wird. Der jüdische Schriftsteller römisch-katholischer Konfession Einige Bahnstunden von Wien entfernt wurden dieser Tage die „Sünden und Fehler" eines Schriftstellers von einem Strafgerichtshof in das Licht der Oeffentlichkeit gestellt. Es ist der Prozeß gegen den Budapester Baron Ludwig Hatvany; ein Prozeß, dessen vorläufiger Ausgang, ja sogar schon Anklage, einen großen Teil der europäischen Intellektuellen gefesselt, erschüttert, zu lautem Protest herausgefordert hat. Nachdem Ludwig Hatvany in der ersten Instanz zu 7 Jahren Zuchthaus und 500.000 Pengö (d. i. 90.000 Dollar) verurteilt worden war, hat jetzt die zweite Instanz, die königl. ungarische Tafel, die Strafe auf 4 Jahre Zuchthaus, 6000 Pengö Geldstrafe und 250.000 Pengö Vermögensbuße herabgesetzt. Was erzählt uns der Staatsanwalt von der Persönlichkeit des Angeklagten? Der plutokratische Baron Hatvany hat in der ungarischen Oktoberrevolution 1918 eine hervorragende Rolle gespielt. Durch den revolutionären Nationalrat wurde Ungarns tausendjährige Verfassung zertrümmert. Hatvany geht zuerst nach Belgrad, dann nach Berlin, um sich bei Harden und Rathenau Rat zu holen, bei zwei Politikern also, die ... „durch ihren extremen Radikalismus Deutschland unterminierten". Hatvany hat sich in mehreren Aufsätzen einem schrankenlosen Pazifismus hingegeben, die Herrschenden gegeißelt, wodurch er Ungarn in den Augen der Welt herabsetzt und sich mithin des Verbrechens der Schmähung der Nation schuldig macht. Bei all ihrer grotesken Färbung entbehrt die Sache nicht einer gewissen Tragikl Mitten im Walten des Tribunals gibt es einen pikanten Augenblick, wenn der Staatsanwalt mit ironischer Befriedigung erklärt: „Hatvany hat in der Hauptverhandlung angegeben, er sei römischkatholisch. Ich weiß nicht, seit wann er es ist. Vielleicht ist er so geboren, aber in einer Nummer der Zeitschrift „Jövö"» hat er stolz geschrieben: „Ich bin ein jüdischer Schriftsteller!" Ein seltsames Schauspiel! Wir sehen Ludwig Hatvany, fern seiner Heimat, für diese eintreten, im Buch „D a s verwundete Land" das europäische Gewissen zugunsten Ungarns aufrufen, Sympathien sammeln und — Wahrheit, Gerechtigkeit verlangen. Hatvany verlangt Ruhe, seelische Erhebung, Entwaffnung, Pazifizierung, kurzum das, was die edlen Geister des Judentums immer und immer wieder ersehnen*, den Frieden der Völker. Sein Evangelium ist ein jüdisches Evangelium. Sein verschüttetes jüdisches Herz bricht auf, nur daß es für die geschichtlichen Ereignisse kein Verständnis hat.* Aber der (neugebackene römisch-katholische) Ludwig Hatvany mag noch so inbrünstig um Sympathien für die Ungarn werben! Will er ihnen Lehren geben, dann werden sie sich's verbitten. Maximilian Harden, der sich vermessen hatte, mit Bismarck an einem Tisch zu sitzen, wurde mit Gumraiknütteln traktiert, und Walter Rathenau, der für das deutsche Vaterland jedes Opfer zu bringen bereit war — was war er? Ein destruktives Element, eine gottverfluchte Judensau, die man erschlagen mußte! Ludwig Hatvany, der temperamentvolle Intellektuelle, weiß nichts von den großen geschichtlichen Ereignissen. Er in getrocknetem Zustande süß und aus ihnen wird Wein gemacht, der die Herzen erfreut.“ Da sprach der Satan: „Gut, laß uns dieses Geschäft gemeinsam ausführen!“ Was tat nun der Satan, als Noah seine Zustimmung gegeben hatte? Er trug ein Schaf, einen Löwen, einen Affen und ein Schwein herbei, tötete sie alle und tränkte mit ihrem Blute den Weingarten. Die Bedeutung hievon ist: Bevor der Mensch trinkt, ist er ruhig, friedlich und still wie ein Schaf. Trinkt er mäßig, so wird er stark wie ein Löwe, wird mutig und spricht: Wer ist mir gleich? Trinkt er übers Maß und wird berauscht, dann ist er wie ein Affe (sic!), springt herum, lacht, spricht ungereimtes Zeug und weiß nicht recht, was er tut. Trinkt er aber noch weiter, dann wälzt er sich in den Kloaken herum und beschmutzt sich auf jede Weise wie ein Schwein. Wir wollen hier noch aus der Kategorie von jüdischen Sprichworten eines zitieren, für welches wohl keine wörtliche Parallele im Talmud zu finden ist, das aber im talmudischen Geist — wie Löbel Taubes meint — aus den lokalen Verhältnissen heraus geschaffen wurde. So z. B. wird einer, der sich überall vordrängt, ein jüdischer „Adabei", mit folgendem jüdischem Sprichwort charakterisiert: „Bin ich auch ein Ochs un geh' auch kein Olmütz." Im Talmud wird ein solcher Mensch mit dem Sprichwort: „Auch wir sind Holzspäne“ (d. h. bedeutungslose Menschen) gekennzeichnet. Die zitierte jüdische Parallele ist bereits eine lokale Adaptierung. Früher war nämlich Olmütz in Mähren ein berühmter Rindermarkt. Aus Ungarn und Galizien wurden Ochsen nach Olmütz getrieben. Olmütz war damals gegenüber den kleinen galizischen Städtchen und Dörfern eine Großstadt mit großstädtischer Kultur. Der Volksmund schuf daraufhin eine Anzahl bissige Sprichwörter, so auch das Wort: „Ein Ochs geht nach Olmütz und kommt zurück ein Ochs“; das heißt, obgleich er bereits in der großen Stadt war, merkt man ihm davon nichts an, er bleibt ein Ochse. Das oben angeführte Sprichwort ist eine Zurückweisung aller Hohlköpfe, die sich in Positionen drängen, zu denen sie nicht gehören. Korrekt und bescheiden schließt Löbel Taubes sein Vorwort mit dem Geständnis, daß mit seiner Sammlung nicht das ganze Meer talmudischer Sprichwörter und Redensarten, von denen die jüdische Volkssprichdichtung beeinflußt wurde, erschöpft sei. Aber wer seine Arbeit mit Liebe und Aufmerksamkeit durchgearbeitet hat, wird ihm dafür Dank wissen und ihm das Zeugnis ausstellen, daß ihm das Ziel, das er sich gesetzt hat, die talmudischen Elemente im jüdischen Sprichworte nachzuweisen, in vollem Maße gelungen ist. weiß nichts davon, daß, während er sich in noch so ernsten Abstraktionen verlor, der jüdische Name Weltgeltung, das jüdische Volk die Berechtigung eines eigenen kulturellen Daseins erlangt hat. Ludwig Hatvany muß seinen Patriotismus verteidigen, sich ihn von europäischen Intellektuellen bestätigen lassen. Mit Genugtuung erzählt sein Verteidiger, daß Ludwig Hatvanys zwei Vorträge in Klausenburg (Koloszvär!) starken Eindruck gemacht hätten auf das siebenbürgische Judentum, das in den Versuchungen des Zionismus und der Assimilation lebe! Versuchungen des Zionismus, der das neue, dem Ungar tum fremde Ideal symbolisiere; Versuchungen der Assimilation, die den Siebenbürger Juden dem neuen Staate Rumänien nähere! Welche Versuchungen, welche Gefahren für die armen jüdischen Seelen in der Auffassung des ungarischen Barons Hatvany! In welcher Gemütsverfassung hatte Ludwig Hatvany das von ihm nicht widerlegte: „Ich bin ein jüdischer Schriftsteller" geschrieben? Hatte er in heimlichster Stunde seine jüdische Seele entdeckt und sie aus Schwäche, Feigheit, Ehrgeiz mit mißverstandenem Patriotismus zugedeckt? Wir sind gerecht genug, die verantwortliche Entscheidung dieser Frage offen zu lassen. Aber wir sind erfahren genug, um zu erkennen, daß Hatvany von seinem tragischen Geschick verschont geblieben wäre, hätte er das stolze Bekenntnis: „Ich bin ein jüdischer Schriftsteller" wahr gemacht. or. Wozu der Lärm? Vor einiger Zeit beschloß das American Joint Distribution Committee, außer dem Normalbudget, das für die landwirtschaftliche Ansiedlung von Juden in Rußland aufzubringen ist, 20 Millionen Dollar zur Konsolidierung des bisher vom Joint in Rußland geschaffenen Siedlungswerkes unter den amerikanischen Juden zu sammeln. Der Chicagoer Multimillionär Julius Rosenwald hat für diesen Zweck 5 Millionen Dollar versprochen, sobald der Rest aufgebracht ist, der Präsident des Joint, Bankier Felix W a r b u r g, hat diesem außerordentlichen Fonds 1 Million Dollar zugewendet. Seither ist der Leiter der Joint-Kolonisation in Rußland, Dr. Joseph Rosen, in New York eingetroffen, und da es sich jetzt um die Aufbringung der noch fehlenden 13.9 Millionen Dollar handelt, hat Dr. Rosen die Aufgabe, eine zugkräftige Sammelparole zu entwerfen. Dazu wurde eine neue jüdische Kolonisttionsgesellschaft begründet, deren Ehrenpräsidium die Großspender Rosenwald und Warburg erhielten; und nun wird erklärt, diese neue Gesellschaft (lies Sammelorganisation) bezwecke die Erweiterung der jüdischen Kolonisationsarbeit des Joint in Rußland. Wo soll das neue Tätigkeitsgebiet für die erweiterte Kolonisation sein? In Sibirien? Dafür ist nichts zu haben und so erklärt Dr. Rosen, der Joint sei wohl nicht gegen diesen Plan, aber er beteilige sich nicht daran, denn — es gebe noch genug europäische Siedlungsgebiete für Juden in Rußland. Nun wurde aber von der russischen Regierung offiziell festgestellt, daß im europäischen Rußland für die landwirtschaftliche Kolonisierung von Juden kein Boden mehr vorhanden sei. Wie um diese notorische Tatsache herumkommen? Dr. Rosen verrät nun ein Geheimnis: es gibt für diesen Zweck freies Land in Rußland, aber nur »vorübergehend«, und wenn das Geld rechtzeitig beschafft wird, kann man in der Ukraine, in der Krim und in Weißrußland noch 25.000 jüdische Familien ansiedeln; und die Juden Amerikas brauchen gar nicht viel dazu hergeben, denn die russische Regierung sei »höchst interessiert« an dieser sozusagen inoffiziellen Kolonisationsaktion und werde gleich 10 Millionen Dollar für den neuen Fonds beisteuern. Zu deutsch heißt das: Die russische Regierung schickt den Joint auf den Bodenmarkt, um Boden zu kaufen. Die Lobredner der russischen Judenkolonisation haben bisher gegen Palästina stets das Argument im Munde geführt, daß der Kauf des Bodens in Erez Israel die Kolonisation nahezu unmöglich mache, während die kostenlosen großen Bodenflächen in Rußland das Problem vereinfachen. Und nun? Der Boden in Rußland kostet ebenso Geld wie in Palästina; der Effekt der in Rußland aufgewendeten Summen wird stark verringert, da eben der Boden bezahlt werden muß; die Phantasien von der riesigen Zahl von Juden, die in Rußland angesiedelt werden können, von der Lösung der Judenfrage in Rußland, sind also verflogen; und der Rest ist: philanthropische Kolonisiationsarbeit ohne nationale Sicherheit, ohne Zukunft. Wozu der Lärm? Die polnische Regierung gegen die Schächtverbote der Städte Da in der letzten Zeit nicht nur in Warschau, sondern auch in anderen Städten Polens die Stadträte sich in der letzten Zeit mit Anträgen auf ein lokales oder generelles Schächtverbot befassen, sah sich das polnische Ministerium für Kultus und Unterricht veranlaßt, dieser systematischen Hetze gegen das Schächten durch eine offizielle Stellungnahme Einhalt zu gebieten. Darin wird festgestellt, daß das Kultusministerium, dem die Ueberwachung und der Schutz der religiösen Interessen der gesamten Bevölkerung von Polen obliegt, das Schächten nach jüdischem Ritus als einen Teil der jüdischen religiösen Gebräuche ansieht, die unter keinen Umständen verboten werden können. Sollten dennoch einzelne Stadtverwaltungen ein Schächtverbot beschließen, so müßte das Kultusministerium solche Beschlüsse annullieren. Bezeichnend für den angeblichen moralischen und humanen Hintergrund dieser Antischächtbewegung ist die Tatsache, daß die polnischen Schlächterverbände erst den Versuch gemacht haben, eine Kontingentierung des Koscherfleisches durchzusetzen, um, wie sie meinten, auf solche Weise die jüdische Konkurrenz zu schwächen. Da eine Schädigung der jüdischen Konkurrenz auf diese Weise sich als undurchführbar erwies, wird nunmehr versucht, dieses durchaus nicht selbstlose Ziel durch eine Agitation für ein völliges Verbot das Schächten# zu erzielen, Ein jüdischer Wirtschaftsrat Die schwierige Wirtschaftslage der Juden in Polen, die sie niederdrückende Steuerlast, bringt es mit sich, daß täglich Abordnungen jüdischer Institutionen beim Finanzministerium erscheinen und um Abhilfe bitten. Diese isolierten Aktionen führen naturgemäß meist nicht zum Ziele. Im jüdischen Nationalrat wird nun ein jüdischer Wirtschaftsrat gebildet, dem ausschließlich die Verteidigung der jüdischen Wirtschaftsinteressen obliegen soll. An der Spitze des Rates wird Abg. Farbstein stehen, der Deputierte R a s s n e r wird die Kleinhändler und Handwerker, Dep. E.isenstein die galizische Kaufmannschaft vertreten. Abg. Rosmarin wird dem Komitee als der jüdische Vertreter in der Finanz- und Budgetkommission angehören. Vertreter anderer jüdischer Wirtschaftsorganisationen sollen herangezogen werden. Der jüdische Nationalrat in Polen wird demnach von jetzt ab aus zwei Sektionen bestehen: aus der von Dep. J. Grünbaum geführten politischen und der von Dep. Farbstein geleiteten wirtschaftlichen Sektion. Gesetze für Ost- und für Westjuden In der letzten Generalversammlung der Züricher jüdischen Gemeinde sprach Nationalrat Dr. Farbstein über die Erschwerungen, welche die Regierung des Kantons Zürich der Einbürgerung von Juden entgegensetzt, und berichtete über einen Fall, wo ein Jude, um seine Naturalisierung durchzusetzen, gezwungen war, seinen Kindern eine protestantische Erziehung zu geben. Die Regierung des Kantons Zürich hat in dem vor einigen Jahren geschaffenen Naturalisationsgesetz spezielle Bestimmungen mit Bezug auf die Naturalisierung von Ostjuden aufgenommen und auf diese Weise zum ersten Male einen gesetzlichen Unterschied zwischen Ost- und Westjuden gemacht. Dr. Mauriciu Singer gestorben Wie aus Bukarest gemeldet wird, ist dort Dr. Mauriciu Singer, ein angesehener Bukarester Arzt, einer der Begründer und Führer der radikal-zionistischen Partei »Renasterea«, im blühenden Alter von 34 Jahren unter tragischen Umständen verstorben. Bei der Behandlung eines Scharlachkranken infizierte er sich und erlag nach drei Tagen dieser schweren Krankheit. Dr. Singer, der vor Jahren den akademischen Verband »Hasmonea« begründet hat und dessen erster Präsident war, gehörte der Exekutive der Zionistischen Organisation Rumäniens an. Die Organisation hat aus Anlaß seines Ablebens eine dreitägige Trauer für alle Zionisten angeordnet. Ernst Bechert — 70 Jahre alt Am 15. Mai feierte in Teplitz-Schönau Ernst Bechert seinen 70, Geburtstag. Er ist einer der ersten Vorkämpfer der zionistischen Bewegung in Böhmen, der er, der weit über die Grenzen seiner Heimatstadt angesehene Kaufmann, gleich beim Auftreten Theodor Herzls, sich anschloß und ausgezeichnete propagatorische und organisatorische Dienste geleistet hat. In Böhmen und Mähren hat Bechert eine große Zahl von jüdischen Volksvereinen begründet, welche die organisatorischen Keimzellen des Zionismus waren. Seit 1919 gehört er als jüdisdh-nationäler Vertreter der Stiaidtvertretung vo» Teplitz-Schönau an. Anläßlich seines 70. Geburtstages war Bechert Gegenstand vieler Ehrungen. Kleine Nachrichten Wie aus Odessa berichtet wird, ist dort der Organisator des blutigen Pogroms von Proskurow, der im Jahre 1920 die Welt mit Entsetzen erfüllte, ein gewisser D o p a k, verhaftet worden. Dopak, der in Odessa seines Wohnsitz auf geschlagen hatte, wurde jetzt von einem Juden aus Proskurow, der bei dem Pogrom verstümmelt worden war, zufällig auf der Straße erkannt und der Polizei übergeben. * Der jüdische Friedhof von C h o 1 m in Polen wurde von unbekannten Tätern zum großen Teile verwüstet. Etwa 30 Grabsteine wurden vollständig zertrümmert und die Gräber mit Spaten zerwühlt. Am 7. Mai wollten die Zöglinge der jüdischen Schule« und Chedarim von Warschau das Lag b'Omer-Fest in traditioneller Form durch Wanderungen im Grünen in der Umgebung der Stadt begehen. Die Polizei verbot aber diese Kinderzüge mit der Begründung, daß im Hinblick auf die Vorkommnisse am 1. Mai Ausschreitungen und Zusammenstöße zu befürchten seien. * In Wilna wurde zum Andenken an den vor 120 Jahre« im polnischen Freiheitskampf gegen die Russen gefallene« Obersten des jüdischen Regimentes Berek Josselo witsek unter dem Protektorat des Ministerpräsidenten Pilsudski eine Feier veranstaltet, bei der im Munizipalhause ein von dem Maler Laskow geschaffenes Bild des jüdischen Kämpfers für Polens Freiheit enthüllt wurde. * Der Wohlfahrtsausschuß des Preußischen Landesverbandes'jüdischer Gemeinden hat ein Preisausschreiben über das Thema »Das großstädtische Wohnungsproblem und sein Einfluß auf die jüdische Bevölkerung« erlassen. Es sind ein erster Preis von 1000 Mark und ein zweiter Preis von 500 Mark eingesetzt, Einsemdungstermin für die Arbeite« 31. März an das Büro des Landesverbandes, Berlin N 24, Oranienburgerstraße 39, wo auch nähere Auskünfte erteilt werden.