Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 1 (1928)
- Issue
- Heft 19 (10.5.1928)
- Date
- 1928-05-10
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seitr s DIE STIMME Nr. 19 „Die Mission eine Gefahr iür die öiientliche Sicherheit Palästinas*'. Unter diesem Titel veröffentlicht der Professor der Universität Kairo, Ali M a c hm e d, in dem Jaffaer arabischen Blatt „Sul el Chak“ aus Anlaß des in Jerusalem stattgefundenen MissionsUongresses einen Aufsatz, in dem es u. a, heißt: ..Die Missionen arbeiten in Palästina, in allen Teilen des Landes und verausgaben dabei Summen in der Höhe kleiner Regierungsbudgets. Was war das Ergebnis all dieser Bemühungen? Auf Grund der offiziellen Ziffern gelangt man zu dem Ergebnis, daß nichts vorhanden sei, dessen sich die Missionäre rühmen könnten, oder womit sie ihre Gehälter rechtfertigen könnten." Der Verfasser erzählt weiter, daß er eine Anzahl vornehmer Christen gefragt habe, was der Nutzen sei, den die Missionare aus ihrer Tätigkeit zögen. Ihre Antwort lautete, daß die .Missionäre s e 1 b s t z u g e fe e n, keinen Erfolg z u haben. Die Missionen sei aber eine Quelle der Existenz, und wenn sie ihren Landsleuten erzählten, daß die ganze Missionspropaganda nutzlos sei, würden diese sofort ihre finanzielle Unterstützung einstellen. Die Missionäre täten somit alles, was sie könnten, um sich ihre Existenzquelle zu erhalten. Wenn die Regierung die Propagandia der Missionen weiterhin erlauben würde, 'könne man sich auf blutige Zusammenstöße zwischen den christlichen Missionären und den Angehörigen der übrigen Religionsgemeinschaften gefaßt machen. Wenn nicht das moslemische Gesetz es verbieten würde, würden die Mohammedaner jetzt eine Missionsigesellschäft gründen, um gegen die christliche Mission zu kämpfen. — Dem soeben herausgegebenen Bericht des Unterrichtsdepartements der Palästina-Regierung is't übrigens zu entnehmen, daß 524 jüdische Schüler in Palästina die Schulen der christlichen Mission besuchen. In dem' Bericht wird ferner mitgeteilt, d’iß 9 arabische Kinder hebräische Schulen besuchen. (Die Gesamtzahl der jüdischen Schüler in Palästina beträgt 26.481.) * Einstein und Dr. Magnes. Die Erklärung Prof. Einsteins, daß er aus dem Rat der hebräischen Universität aus treten wird, wenn nicht an dessen Spitze eine Persönlichkeit von intellektueller und wissenschaftlicher Bedeutung treten wird, hat in Erez Israel einen starken 'Eindruck gemacht. „Schon lange“, schreibt .Jiaarez“, „wollte man in eingeweihten Kreisen, daß zwischen Einstein und Dr. Magnes, dem ge genwärtigen Präsidenten des Rates der hebräischen Universität tiefgehende Meinungsverschiedenheiten beständen, die auf die eigenartige Stellung des Dr. Magnes innerhalb des 'Rates zu rückzuführen sind. Dr. Magnes hat niemals den Anspruch darauf erhoben, tals Gelehrter an die Spitze des Universitätsrates gestellt zu werden. Andererseits aber kann nicht geleug net werden, daß es in der Hauptsache sein Verdienst ist, daß das amerikanische Judentum die Mittel für die Erhaltung und den Ausbau der Anstalt zur Verfügung gestellt hat. Es ergeben sich nun in manchen Fragen gewisse Differenzen zwischen den verschiedenen Gesichtspunkten, die für Prof. Einstein und Doktor Magnes maßgebend sind, die nur äußerst schwer auszugleichen sind.“ * Jom-Kippur als statistische Grundlage. Im New Yorker ,,Tog" unterzieht der bekannte Publizist B. Z. Goldberg die Zählumgsergebndsse des jüdischen Statistischen Amtes in Amerika zum Ausgangspunkte einer Betrachtung. Eine ganz genaue einwandfreie Zählung der jüdischen Bevölkerung in New York kann schon aus dem Grunde nicht durchgeführt werden, weil die Juden in der allgemeinen New Yorker Bevölkerungsstatistik nicht als solche gekennzeichnet sind. Man ist also mehr auf Approximativschätzungen angewiesen, die nach folgender, etwas origineller Methode Zustandekommen. Man hat errechnet, daß in 'New York die Anzahl der Schulkinder (von 5 bis 14) 18 Prozent der Gesamtbevölkerung ausmacht. Nun haKman weiters, auf der Grundlage der Schulabsenzen am Jcan-Kippur ermittelt, wie groß der Anteil der jüdischen Kinder an der allgemeinen New Yorker Schülerzahl ist, und auf diesem Wege kam man vor zehn Jahren zu einer jüdischen Bevölkerung&zabl von 1,500.000, oder 30 Prozent der New Yorker Gesamtbevölkerung'. Die neuerlichen Untersuchungen ergaben jetzt eine Steigerung der jüdischen Bevölkerungszahl um ungefähr 250.000 Seelen, eine Vermehrung, die dem allgemeinen Bevölkerungs- Wachstum völlig proportional ist und daher den vor zehn Jahren festgestellten 30-Prozent-Status nicht verschoben hat.“ * Geht es den Juden in Sowjetrußland besser als anderswo? Diese Frage untersucht Prof. D u b n o w in einem Artikel im New Yorker „Tog“, in dem er mit gewohnter Gründlichkeit die schönfärberischen Behauptungen des Präsidenten der weißrussischen Regierung, Tscherwiakow, widerlegt. „Es bleibt,“ — schreibt Dubnow — „trotz allen Beschönigungsversuchen, unbestrittene Tatsache, daß neunzig Prozent des russischen Judentums durch die Sowjetmacht politisch und ökonomisch zugrundegerichtet wurden. Diese schwere Schuld versucht man nun zu sühnen, indem man, in etwas mechanischer Weise, jüdische Bürger in Bauern verwandeln will. So aber kann dieses Experiment schwerlich gelingen. Es ist ein historischer Umwandlungsprozeß, der normalerweise Jahrhunderte dauern muß. Indessen aber wird die jüdische Stadtbevölkerung systematisch vernichtet. Die jüdische Kaufmannschaft wird von den offiziellen Kooperativgenossenschaften aus dem Markt gedrängt und hat dazu noch die drückende Steuerlast und die furchtbaren Schikanen der Sowjetbehörden zu ertragen. Wenn weiters von den Sowjetkreisen immer wieder mit entschieden deplaciertem Stolz darauf hingewiesen wird, daß die russischen Juden wenigstens keinen Numerus clausus zu beklagen haben, so darf man nicht vergessen, daß die Sowjetregierung eigentlich einen Numerus nullus in den höheren russischen Bildungsanstalten eingeführt hat — allerdings nicht für die Juden allein, sondern iberhaupt für alle Deklassierten, für die Angehörigen ehemaliger Kaufleute, Rechtsanwälte, Ingenieure und anderer „Intelligenzler". Gegen diesen schändlichen Numerus nullus darf man in Rußland nicht einmal Protest erheben, wenn man nicht gerade den Wunsch hat, die Bekanntschaft der Tscheka und der sibirischen Zuchthäuser zu machen." Ueber das Leben der Juden in Indien erzählt ein Reiseberichterstatter im ,Jfi3'arez", Jerusalem: „Die jüdische Bevölkerung Indiens zerfällt in drei Gruppen. Zur ersten gehören jene Juden, deren Vorfahren vor vielen Jahrhunderten aus Bagdad eiagewandert sind und sich in verschiedenen Teilen des Landes niedergelassen haben. Sie stehen im allgemeinen auf einer sehr niederen Entwicklungsstufe und haben fast gar keine Kenntnis vom Judentum in allen Teilen der Welt. Weiters sind die Abkömmlinge der persischen Flüchtlinge zu nennen, die vor langer Zeit aus Persien geflüchtet sind, nach- Seriös HANSA sc Diskret Prompt WIEN I„ FRANZ JOSEFS-KAI 13 TELEPHON 75-409 Muser, Büros, Wohnungen, Hypotheken, Verwaltungen Unter wenigen Tagen beste Resultate Eifene Kreditabteilung hur für große Transaktionen Tllctit. Illd. Köchin Hospital in Gleichenberg für die Monate Juni, Juli und August gesucht. Reflektantinnen,dle bereits in rituell geführten Heimen oder Anstalten tätig waren, werden bevorzugt. Vorstellung mit Ausnahme Samstag täglich von 9-12 Uhr vorm. I, Seitenstetteng. 2, Tür 10 dem sie dort gezwungenermaßen einen ScheinüberPritt zur mohammedanischen Religion vollzögen haben. Sie sind im Innern immer Juden geblieben. Die dritte Gruppe nennt sich „Bnai Israel“ (Kinder Israels) und soll die Nachkommenschaft | der legendären „zehn Stämme" bilden, die vor vielen Jahr- - tausenden ins Land gekommen sind. Sie wissen fast gar nichts mehr von der jüdischen Religion, von jüdischen Ueberlieferungen, befolgen jedoch die Sabbatgesetze. Alle jüdischen Kreise Indiens aber sind von einer tiefen Liebe zu Erez Israel durchdrungen, sprechen mit glühender Begeisterung von det zionistischen Bewegung, in der sie die Erfüllung der messianischen Verheißung erblicken." Die Jewish Agency hat mehr Bedeutung für das amerikanische Judentum als Iür Erez Israel. Diesö Ansicht wird in einem Artikel im New Yorker „Morgenjournal" auseinandergesetzt: „Erez Israel“ — heißt es da — „wird zur Not auch ohne die materielle Unterstützung der Nichtzionisten, die die Jewish Agency zur Mitarbeit am jüdischen Aufbauwerk heranziehen will, auskommen können. Dagegen wird das amerikanische Judentum niemals die große geistige und moralische Förderung entbehren können, die aus der Verbundenheit mit der nationalen Wiedergeburtsidee resultiert. Es handelt sich natürlich um jenes nichtzionistische amerikanische Judentum, dem im Wege der Jewish Agency ein wahrhaft jüdischer Lebensinhalt vermittelt werden soll und das sonst an innerer Leere zugrundegehen müßte. Wenn, auch zugegeben werden soll, daß die Erweiterung der Jewislt Agency nicht ohne Gefahren für die Treue zulh zionistischen Ideal zu sein scheint — dieses Experiment muß versucht werden, um weite Kreise der Nichtzionisten in Amerika und in anderen Ländern für das Judentum zurückzugewinnen.“ Was wird aus dem amerikanisch-jüdischen Kongreß? Diese Frage wirft der jüdische Journalist Ziwian im New Yorker „Forward" auf. „Die von Dr. Stephan Wise geschaffene Institution des jüdischen Kongresses hat ihr Ansehen und ihre Bedeutung ausschließlich der moralischen Unterstützung seitens der von L i p s k y geleiteten zionistischen Organisation Amerikas zu verdanken gehabt. Ohne die zionistische Unterstützung wird der Kongreß zu einem leeren Scheindasein verui teilt. Allerdings dürfte Dr. Wise die Hoffnung hegen, daß die neue zionistische Administration Amerikas aus den Anhängern der Brandeis-Gruppe bestehen wird, in welchem Falle dei amerikanisch-jüdische Kongreß erst recht auf die zionistische Unterstützung wird rechnen können." Die Araber bieten Ersatz Iür Lord Planier. Die arabische Zeitung „Al Carmel“ verzeichnet das Gerücht über die Demission des englischen Oberkommissärs für Erez Israel, Lord Plumer, und beeilt sich, der britischen Regierung den „Rat" zu erteilen, die freiwerdende Stelle des Oberkommissärs mit Sir Gilbert Clayton zu besetzen, der das besondere Vertrauen der Araber genießt. Antisemitenspiegel Antisemitisches Präludium zum Wiener Sängerfest Im Juli findet in Wien das große Fest des Deutschen Sängerbundes statt. Aus nahen und fernen Ländern werden deutsche Sängerschaften nach Wien kommen, um hier ihre Festkonzerte zu veranstalten. Man sollte meinen, ein der edelsten Kunst geweihtes Sängerfest sei an sich schon etwas, das selbst den borniertesten Hakenkreuzler aus seiner alltäglichen Niedrigkeit erflehen müßte. Und zumal wenn es sich — w>ie es diesmal der Fall ist — um ein Sänngerfest handelt, das im Scbubertjahr in der Sclhubertstadt veranstaltet wird und obendrein dem A n d e n k e n d e s großen Schubert gewidmet ist! Sollte ein solches Fest des Gesanges und der Musik, ein deutsches Sängerfest, das zugleich <als Gedenk- und Dankfeier zu Ehren des großen Wiener Franz Schubert gedacht ist, sollte ein solches Fest nicht jeden Deutschen, selbst den hakenkreuzlerisch-antisemdtisch gesinnten, für eine Weile wenigstens mit Weihestimmung erfüllen? Aber — Hakenkreuz und 'Weihestimmung, das reimt sich selbst bei einer Schubertfeier nicht. Was so ein waschechter Häkenkreuzler-Antisemit ist, der siagt euch S c h u b e r t, und meint das Geschäft. Man horche doch auf das antisemitisch schnarrende und unwienerisch 'kunstwidrige 'Präludium, das der Hakenkreuzler Dr. Walter Riehl zum Wiener Sängerfest anstimmt! Doktor Walter Riehl präludiert folgendermaßen: „Es wäre traurig, wenn unsere arische Geschäftswelt, insbesondere in der Konfektionsindustrie, anläßlich des Sängerfestes den großen ,,Schah" den Juden überfassen würde, und es wäre eine Pflicht der arischen Organisationen, jedem ankomm enden fremden Sänger ein Verzeichnis der d e u t s ch-a r is c h e n G e s c b ä f t e i n die Hand zu drücken,.. Großartige nationale Begeisterung der fremden, meist völkisch eingestellten und fast ausnahmslos aus Ariern ibestehendeaii Sängerschaften und Einkäufe hei unseren ärgsten jüdischen Feinden, womöglich mit jüdisch-marxistischen Ladengehilfen — das wäre wohl ein Hohn auf jede nationale Begeisterung!" — Der Mann besitzt wirklich eine „großartige nationale Begeisterung“ und höhere völkische Ideale, Aus allen Ländern der Welt werden deutsche Sängerschaften nach Wien iherbeiströraen zu einem Fest der Musik und des Gesanges; unser Häkenkreuzler-Antisemit aber tut so, als würden sie in der Schubertstjaidt Zusammenkommen, um hier ihre Einkäufe zu besorgen. Er fordert seine Mannen nicht auf, dieses Fest festlich zu begehen, sondern den Festteilnehmern ein „Verzeichnis deutsch-arischer Firmen in die Hand zu drücken". Und das soll ein deutscher Händedruck sein! Wahrlich, wer den Dr. Riehl moclb nicht kannte, an diesem Präludium zum Wiener Sängerfest wird er seine Wesensart leicht erkennen. Ozeanflug und — deutsch-arisch# Rasse Es war vorauszusehen, daß der kühne Ozeanflug der Deutschen Hünefeld und Koehler den 'Rassedünkel der deutschnationalen Hakenkreuzler gar mächtiglich aufbläiben wird. Ihr Jubel war denn auch ungetrübt, zumal sie den Freiherrn von Hünefeld, einen waschechten Deutschnationalen, als einen der ihren anseihen durften. Diesmal konnten sie sieb in der Tat den Beweis aus der Luft iberunterfvolen, daß nur arische Rassenechtheit solches Heldenstück wie den Ozeanflug, vollbringen könne, und nach bewährter Hakenkreuzlerart ergriffen sie hochgemut die Gelegenheit, wieder einmal den arischen Heldengeist dem jüdischen Händlergeist gegenüberzustellea. Das „Berliner Tageblatt" war grausam genug, einen kleinen Wermutstropfen in den Freudenbecher der Hia'kenkreuzler zu mischen. Das Blatt weist nämlich auf die Tatsache hin, daß Freiherr von Hünefeld, der Stolz der deutscharisohen Hakenkreuzler, der So ihn einer Jüdin ist. Das „Berliner Tageblatt" schreibt: „Frau Baronin v. Hünefeld, die 'Mutter des Ozeanfliegers, war die Tochter des Kaufmannes M a r ik u s 'L a cbm a n n in Eisenach, der seinerseits der Sohn A 'b r a 'h ia m L a c h m a n n s in Graudenz war. Nach dem frühen Tode ihres Vaters nahm ihr Onkel, der Gelheime Kommerzienrat Salomon Lach mann (Großvater des Heran Hans Lachmann-Mosse, des Verlegers des „Berliner Tageblattes"), sie in sein Haus, wo er sie mit seinen Kindern .zusammen erziehen ließ," — Man denke bloß: Hünefeld — Mosse — Lachmann! Die ganze Raasentheorie ist auf dem> Kopf gestellt. Wie verhallt sich nun die Sache jetzt? Bleibt der Ozeamflug einie kühne deutsche Tat? Oder ist er jetzt nur noch ein jüdischer Schwindel, womöglich von den „Weisen von Zion" ausgehedkt, um hoch in den Lüften, gleichsam über alle arischen Köpfe hinweg, die Judenweltherrschaft aufzurichten? Juden, Jüdünge, Judenser Vor kurzem brachten wir an dieser Stelle eine kleine Blütenlese aus den Wahlflugblättern der Völkischen in Deutschland- Ergänzend sei hier eine herrliche Stilblüte deutschvölkischer Wahlpropaganda mitgeteilt. In den letzten Tagen ist der sogenannte »Völkisch-nationale Block« auf den Plan getreten, (Nebenbei: Ist »völkisch-national« nicht eine Tautologie? Nein; im vorliegenden Falle eher eine Ungereimtheit.) Dieser »Völkisch-nationale Block« ist eine neue Bezeichnung für die in beständiger Umgründung befindlichen »Völkischen^, der Richtung Graefe-Wulle. Nun wird von den Völkischen die Herausgabe eines Nachrichtendienstes für die Zeit der Wahlen angekündigt. In der betreffenden Notiz heißt es: »Unser Nachrichtendienst wird so organisiert, daß bei den kommenden Wahlen uns nicht nur jene gegnerischen Kandidaten bekannt werden, die Juden, Jüdlinge oder Judenser sind, sondern daß wir dank des in unseren Händen befindlichen Materials im Nu festzustellen in der Lage sind, welcher der Kandidaten ein Freimaurer ist. Wir werden jede Rücksicht fallen lassen und gegen die anerkannten gedeckten Juden, gegen die weißen Juden, gegen die Freimaurer ein enthüllendes und vernichtendes Feuer eröffnen.« Bezüglich des völkischen Führers Albrecht v. Graefe, der angeblich von Juden abstammt, fragt der »Vorwärts«: Ist er ein Jude, Jftdling oder Judenser, ist er ein offener Jude oder ist er »gedeckter«? Völkische Religionslehre In einer Berufsschule in Köln hat der dortige Religioaslehrer der schulentlassenen Jügend ein Büchlein »Schlagworte des modernen Glaubens« mit auf den Lebensweg gegeben. Dieses Büchlein, von einem Franziskanertnissionar,