Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 1 (1928)
- Issue
- Heft 13 (29.3.1928)
- Date
- 1928-03-29
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 13 DI£ STIMME Seite 13 zialen Neuordnung und Neuentwicklung in M o s k a u und in Palästina liegen. Ich will sie an Ort und Stelle kennen lernen und mir ein Urteil bilden. Derart steht mir ein reiches Programm, eine tiefe Arbeit bevor. Alles soll erst reifen, alles soll sich organisch ergeben, bevor ich die Bilanz meiner Reise ziehen werde. Ohne positiven publizistischen Zweck, ohne Wissen um die Resultate trete ich meine Erez Israel - Fahrt an. Die Hauptsache ist, daß meine alte zionistische Sehnsucht erfüllt wird. Von meinen neuen schriftstellerischen Arbeiten läßt sich nicht viel Greifbares sagen. Gegenwärtig interessiert mich die zur Zeit Kaiser Josefs II. bestehende Sekte der Frankist e n, eine pseudomessianische Sekte, die in Polen, in Mähren, später auch in Prag, zuletzt in der Gegend von Frankfurt gewirkt hat. Der Stoff ist episch überaus interessant, da in der Sekte bei aller Verwirrung große Grundgedanken auf gekeimt sind, darunter die Idee, die Juden in Boden und Erde zu verwurzeln. Meine Studien in Rom und Prag des Barock führten mich zur zentralen Figur des Berti i n i, die irgendwie Gestalt annehmen wird. Im Augenblick aber gibt es nur einen triebhaften Gedanken: Palästina. or, ♦ Nach zehn Jahren erschien Max Brod zum erstenmal wieder in Wien am Vorlesepult, als Gast des Kulturbundes. Mit vonbildlicher reproduzierender Kraft las er zunächst das einleitende Kapitel des Judenromanes „Reubeni“, die Kindheitseindrücke des träumerischen Knaben David, die symbolhaft wirkten. Die Proben aus seiner neuen Lyrik „Buch der Liebe“ bezeugten die allerstärkste Erlebnisfähigkeit eines seelisch durchgebildeten Großstadt-Weltmenschen. Ein Kapitel aus dem populären Roman „Di e Fra u, nach der man sich sehmt“ und die grotesk zugespitzte Erzählung „Der Tod ist nur ein vorübergehender Schwächezustand" aus dem noch unveröffentlichten Novelleniband „Allmacht der Lieb e" waren bei aller feinpointierten psychologischen Motivierung von echter epischer Breite. Das empfangsfreudige Publikum, kulturell hochgestimmt und Bestes fordernd, bejubelte den Prager Dichter, der übrigens in Wien ebenso 'beheimatet ist wie in der Stätte seines Schaffens. aus gutem Hause mit absolvierter Volks- und Bürgerschule gesucht. Vorzustelien in der BÜCHERSTUBE M. RATH WIEN, II., TASORSTRASSE 20 A Jüdische Bühne In der letzten Zeit ist bei diesem ältesten Wiener jüdischen Theaterchen eine erfreuliche Rückkehr zur biblischen Operette wahrzunehmen, eine wohltuende und willkommene Abwechslung nach der Sturzflut von diversen Melodramen amerikanischer Provenienz, die trotz ihrer übertriebenen Rührseligkeit und angeblichen Zugkräftigkeit nie recht die Herzen der treuen Theaterbesucher zu entzünden vermochten. Die Aufführung von Lateiners „Joseph in Egypten" (des heute noch lebenden, greisen Epigonen und einstigen Rivalen Goldfadens) war trotz der beschränkten Bühnen- und Ausstattungsmöglichkeiten sowie mangels eines bei solchen Aufführungen unumgänglich notwendigen, eingeübten Chores eine Leistung, Die Schauspieler waren gleichsam in ihrem Element. Allen voran glänzte Reismann in seiner Doppelrolle (als Potiphar und wandernder Kaufmann). Er erzielte Lachstürme und wurde auf offener Szene wiederholt gefeiert. Ferner haben die Damen Glücksm a n n (als Benjamin), Glattstein (das Weib des Potiphar) und die Trägerin der Hauptrolle, Frau L e - r e s c u, sowie die Herren Bell (in seiner gelungenen Maske als Jehuda), Melzer (als Jakob), Lerescu und Waldberg sehr viel zum Erfolge dieser Operette beigetragen. Großes Befremden rief das Auftreten einer, nebenbei bemerkt, recht braven Nackttänzerin hervor. Dies ist besonders unverständlich bei einer Operette, zu deren Aufführung zahlreiche Juden aus dem Volke kommen, die bedeckten Hauptes im Zuschauerraum sitzen bleiben und sich immerhin durch eine solche hypermoderne und ganz überflüssige Einlage verletzt fühlen. Tig. Vorlesung Uriel Birnbaum. Fern von Konjunktur und Tagesaktualität als Maler, Dichter, Denker schaffend, ist Uriel Birnbaum nach langer Zeit wieder am Vorlesepult erschienen. Mit dem ihm eigenen verinnerlichten Fanatismus las er ältere und neuere Gedichte, zum großen Teil aus dem Manuskript und Auszüge aus seinem bereits seit längerer Zeit vollendeten Schauspiel „Schachpartie", worin die Symbolik sich wundervoll mit dem Geschehen verknüpft. Der Dichter wurde nach Gebühr gefeiert. —er. Jüdischer VoIksHederabend, Der jüdische Volksliederabend, den Isak Deutsch jüngst in den „Jüdischen Künstlerspielen“ absolvierte, gehört zu den gelungensten Vorstellungen dieser Bühne. Wir hoffen, daß der große Erfolg den be_ liebten Künstler veranlaßt hat, in Wien bis zum Ende der Saison zu wirken und im Herbst mit neuer intensiver Arbeit an den Künstlerspielen zu beginnen. Ein glücklicher Gedanke ist es, zum historischen Milieu zuriiekzukehren. Wenn auch „Die schöne Mirjam" nicht zu den charakteristischen Stücken dieses Genres gehört, so gibt sie doch — besonders unter der Regie Isak Deutsch — die Möglichkeit, sich von den öden amerikanischen Pseudomelodramen zu emanzipieren, —d. Ein Festabend in den „Jüdischen Künstlerspielen“. Mittwoch, 28. März, findet die Vorstellung in den „Jüdischen K ii n s 11 e r s p i e 1 e n" im Theater Reklame (lM., Praterstraße Ni. 34) als Ehrenaibend für Frau Lea We intrau b-Graf und den Dramaturgen und Schriftsteller A. Meiseis statt. Frau Weintraub-Graf ist heute die weibliche Repräsentantin des jüdischen Theaters in Wien; in gleicher Weise als Schauspielerin wie als Propagandisten der jiddischen Bühne tätig. A, Meiseis hat sich nicht nur als literarischer Berater des jiddischen Theaters, sondern auch als Autor der ersten jüdischen Revue „Auf nach T e 1 - A v i v", die bereits ihr 25. Aufführunigsijubiläum hinter sich hat, einen Namen gemacht. Das Interesse für die beiden Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft der „Jüdischen Künstlerspiele'' ist ein ungemein reges. Jüdische Bühne (II., Taborstraße 12, iHotel „Stefanie“). Spielplan: Freitag, 30, März (Premiere), Samstag, Sonntag und Montag „A nständige Mensche n", Lebensbild in vier Akten. Sonntag, 3 Uhr nachmittags „Der Jeschi we Bücher", Lebensbild in vier Akten, Dienstag, 3. April, „J ank a 1 e", Operette in drei Akten. Jarikale Frau L, Glücksmann. Mittwoch, 4. April, bis Freitag, 6. April, infolge der Feiertage, geschlossen. »RICHTER LYNCH« Infolge Raummangel . erscheint die nächste Fortsetzung der Novelle „Richter Lynch“ erst in der Nummer vom 4. April. Eine Gesellschaft für die Wissenschaft des Juden, tums in Ungarn Unter Mitwirkung hervorragender heimischer und ausländischer Gelehrter, Schriftsteller und Künstler konstituierte sich vor einigen Tagen zur Pflege der jüdischen Universalwissenschaften und der hebräischen Literatur die Jehuda- H a 1 e v y - G e s c 11 s c h a f t, die zu ihren Präsidenten Oberhausmitglied Oberrabbiner Immanuel L ö w wählte. Dem Präsidium gehören ferner Oberrabbiner Arnold K i s s und Redakteur Josef P a t a i an, Generalsekretär ist Ignaz Gabor, Sekretär Jenö M o h a c s i, Anwalt Dr. Nikolaus Hajdu. Zu Mitgliedern der Direktion sind Universitätsprofessor Dr. Eduard Mahler, Hofrat Karl Baracs, Redakteur Edmund Gero, der Professor der Technischen Hochschule Ignaz Pfeiffer und Professor Adolf S t r a u s s gewählt worden. Der Schöpfer des hebräischen Gesamtwörterbuches gestorben In T e ll - A v i v, wo er die letzten fünf Jahre gewohnt hatte, ist, wie uns gemeldet wird, 70jährig Jakob .R>a mb erg gestorben. Mit ihm verliert die hebräische Sprach- und Literaturbewegung einen ihrer ausgezeichnetsten Mitarbeiter. iRamberg, der vor etwa 30 Jahren als Teilhaber des hebräischen Verlags „Tuschiah'' an der Wiege des neuem hebräischen Buch- und Verlagswesens stand und später Mitarbeiter des Stybel- Verlages war, hat eine hervorragende Arbeit durch sein großes hebräisches G e s a m t w ö r t e r b u c h geleistet, welches so angelegt ist, daß es für alle S,p r a c h b e g r i f f e die entsprechenden hebräischen Ausdrücke, alte oder neu geschaffene, gibt, also sämtliche Bedürfnisse einer lebenden Sprache befriedigen soll. Von diesem Riesenwerk sind nur drei Bände erschienen; die übrigen hat Ramberg wohl druckfertig ausgearbeitet, doch konnte er sie wegen Mangels an Mitteln nicht erscheinen lassen, Das Wörterbuch wird als eine geradezu meisterhafte Leistung anerkannt. Ramberg war mit dem vor einigen Jahren verstorbenen berühmten hebräischen Schriftsteller Micha Josef Berdyczewski verschwägert; seine Schwester Rahel Ramiberg gibt Berdyczewskis literarischen Nachlaß 'heraus. Das hebräische Theater „Habimah“ das sein Gastspiel in Italien erfolgreich absolviert und damit unter den Kunstkennern wie unter dem breiten Publikum großen Enthusiasmus geweckt hat, hat am 21. März die Reise nach Palästina langetreten. Das Ensemble der „Habimah" wird am 31. März die erste Vorstellung in T e l-Aviv geben. Am 2. April wird es in Jerusalem spielen. „Peripherie“ auf der jüdischen Bühne Die Wilnaer Truppe, d'ie in der letzten Zeit in Krakau und Lemberg gastiert hat, spielt seit 22. März im Elysiumtheater in Warschau. Auf ihrem Repertoire befindet sich neben Dymows „Sänger seiner Trauer", einer Komödie „Versuchung’ von J, Preger, die der bekannte Regisseur David Hermann inszeniert hat, auch FrantiSek Lange rs „Peripherie", das somit zum ersten Male auf der jiddischen Bühne erscheint. Ferner wird eine Dramatisierung des Romanes „Ein Glaubensmartyrium" von Sdhialom Asch vorbereitet, welche der bekannte jüdische Theaterschriftsteller Dr, Michael Weich er t besorgt hat. Schach Richard Reti Als nach dem großen Krieg das internationale Meisterschach wieder zu neuem Leben erwachte, allerorten immer häufiger Turniere veranstaltet wurden und die moderne Schule auf allen Linien siegreich blieb, da schuf sich einer ihrer glühendsten Vertreter, der Wiener Jungmeister Reti den großen Namen, Zwar hatte er zur damaligen Zeit bereits zwei schöne Erfolge hinter sich, riämllich den ersten Preis im Gam- 'bit-Turnier zu Abbazia 1912 und dien ersten Preis im Kasohauer Turnier 1918, aber sein erster großer Erfolg datiert erst aus der Nachkriegszeit. Es war dies der erste Preis im internationalen Meistertumier von Göteborg 1920, dem größten Turnier, welches nach sechsjähriger Pause, seit Petersburg 1914 stattgefunden hat. Von 'hier ab entwickelte sich Reti immer mehr zu seiner spezifischen Bestimmung, indem er nicht schlechthin ein Großmeister, sondern ein Großmeister der Moderne wurde. Jahrelang marschierte er dann im gleichen Schritt und Tritt mit Aljechin und Bogoiljubo.w und es blieb (lange eine offene Frage, wer von diesen dreien schließlich berufen sein werde, injach der Palme der Weltmeisterschaft zu greifen. (Niemzowitsch stand um diese Zeit weit im Hintergründe.) Wenn schließlich Aljechin und auch Bogoljubow besonders in den letzten Jahren erfolgreicher blieben, so ist dies in erster Linie auf bessere physische Qualitäten zuriiekzufiihren. Reti ist der typische Künstler seines Faches, während Aljechin und Bogoljubow ausgesprochene Kämpfer sind1. Röti erfindet, dichtet, träumt und hofft — aber er bleibt immer etwas weltfremd. Die leidige Weltfremdheit! Sie ist der Krebsschaden des echten Künstlertums. Und sie ist im Schach viel schwerwiegender als auf anderen Gebieten, denn das Schach ist ein Kampf und verlangt stets die größte Nüchternheit. Hauptsächlich auf diesen Umstand ist es zurückzuführen, wenn es iR6ti in letzter Zeit nicht mehr gelingen wollte, einen durchschlagenden Erfolg zu erringen. Er versteht es wie kein zweiter, Partien anzulegen, er ist ein überaus feiner Positionsspieler, ein großer Endspielkünstler und ein geistreicher, tückischer Kombinator. Aber er hat eine geradezu tragische Schwäche für das (Naheliegende. Es ist ungemein schwer, ihn mit einer langen Kombination zu besiegen, es ist aber verhältnismäßig leicht, ihn, wenn er schon auf Gewinn steht, mit einer plumpen Falle, einer zweizügigen Kombination zu Fall zu bringen, Viel Ruhm und viel Geld hat R6ti schon auf diese Weise verloren! lln den modernen Turnieren bedeutet ein Punkt ungeheuer viel. Und erstaunlich groß ist die Zahl der Punkte, die (Röti auf diese Weise in den Turnieren der letzten Jahre abgegeben hat, Punkte, die jeder nüchterne Kämpfer wie Dr. Aljechin, Niemzowitsoh, Bogotjuibow oder Dr, Tartakower als sicheres Plus gebucht hätte. Auf negative Art ist dies freilich nur eine Bekräftigung von Retis Größe. Denn würde ein Meister mittleren Ranges eine solche Schwäche zeigen — er bliebe ewig ein iNiemand, während Reti trotz alledem seinen Rang behaupten konnte. Im Dr.-Körner-Turnier der Hakoah gelang es Reti nach langer Zeit wieder einmal ruhig Blut zu bewahren, keine Punkte zu „verschenken" und das war das Geheimnis seines Erfolges. Zwar hatte er, wie bereits neulich erwähnt, anfangs etwas Glück, doch dafür hat er auch den Sieg mit dem gewaltigen Vorsprung vom zwei Punkten erstritten und man muß [außerdem 'bedenken, daß erste Preise nur in seltenen Ausnahmsfällen ganz ohne Fortuuas Hilfe erstritten werden. Jedenfalls hat iReti in diesem Turnier härter gekämpft als sonst und wenn er seine letzte Verfassung beibehält, wird er in der nächsten Zeit wieder zu dem gefürchteten Preisstürmer avancieren, der er ungefähr in den Jahren 1920—'1924 gewesen ist. Im nachfolgenden wollen wir eine Partie wiedergelben, in welcher iRetis moderner Positioins-Angriffsstlil /besonders klar und schön zum Ausdruck kommt. Zukunftser'Öffnung. Weiß: Reti. — Schwarz: Rubinstein. (Gespielt im Karlsbader Turnier 1923.) 1. Sgl—f3 d 7—d 5; 2. g^g3 S g 8—1£ 6; 3. Lfl—g2 g 7—g 6; 4. c 2—c 41) d 5—<1 42); 5. d 2—d 3 L f 8—g 7 6. ib 2—lb 4a) 0—0; 7. Sb 1—d 2! c7—c54); 8. Sd2—b35) c 5Xb 4a); 9. L c 1—b 27) S b 8—c 6; 10. S b 3Xd 4 S c 6Xd 4; 11. iL b 2Xd 4 ib 7—b 6; 12. a 2—a 38) L c 8—b 79); 13. L d 4—b 210) b 4Xa 3; 14. T a lXa 3 ID d8—c 7; 15. D d 1—a lu) S f 6—e 8; 16. Llb2Xg 7 Se 8Xg7; 17. 0— 0 S g 7—e 6; 18. Tf 1—ib 1«) L b 7—c 6; 19. d 3—d 4 L c 6—e 4; 20. T b l--d 1 :a 7—a 5ia); 21. d 4—d 5 S e 6—c5; 22. Sf3—d 4U L e 4Xg 2; 23. K g lXg 2 T f 8—d 8; 24. S d 4—c 6 T d 8—d 6; 25. T a 3—e 3 T a 8—e 816); 26. D a 1—e 5 f 7—f 6; 27. ,D e 5—b 2 e 7—e 5; 28,D b 2—b 5!18) K g 8—f 7; 29. T d 1-b 1 S c 5— d 7; 30. f 2-f 3 T e 8—c 8 31. T e 3—d 3!17) e 5—e418); 32. f3Xe4 Sd’7—e 5; 33. D b 5X'b 6!10) Se5Xc6; 34. c4—c5!20) T d 6—d 7; 35. d 5Xc 6 T d 7Xd 3; 36. Db6Xc7f Tc8Xc7; 37. e 2Xd 3 Tc7Xc6; 38. Tbl—b 7f Kf7—«8; 39. d3-d4 Tc6-a6; 40. T Ib 7—b 6!21) Ta6-^a8; 41. Tb6Xf6 a 5—a 4; 42. Tf6-J2 a 4—a 3; 43. Tf2—ia2 Keß—d7; 44. d 4—d5 g 6—g 5; 45. K g 2—f 3 T a 8—a 4; 46. Kf3—e3 h 7-4i 5; 47. h2-h4 g 5Xb 4; 48. g 3Xh 4 K d 7—e 7; 49. K e 3—f4 Ke7^d7; 50, K f 4—f 5, Aufgegelben22). Anmerkungen. *) Dieses an sich nicht neue Angriffssystem hat R6ti zu seiner Spezialwaffe ausgebaut. Wenn von den vielen Beziehungen, die für diese Eröffnung im Umlauf sind, eine gewählt werden soll, die mit dem Namen eines Spielers verbunden ist, so kommt nur der Titel „Röti-Eröffnung" bezw. „Rdti-System" in Frage. 2) Wie in den meisten Fällen, ist das frühzeitige Vorgehen über die Mitte auch hier von sehr fraglichem Wert. Besser war c 7—c 6. 3) Ausgezeichnet! Der Bauer d4 soll isoliert und sodann entweder erobert oder — nach ,e 2—e 3 — zum Tausch auf e 3 gezwungen werden, wonach Weiß entscheidende Ueberlegenheiit im Zentrum erlangt. 4) Schwarz hat keine strategisch befriedigende Verteidigung, obwohl der Textzug die erwähnte Hauptdrohung pariert. a) Wieder sehr gut! Da b 6 wegen Oeffnung der Diiago- 43