Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 1 (1928)
- Issue
- Heft 11 (15.3.1928)
- Date
- 1928-03-15
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/3053752-3053753-3053764--0179-3055441- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Nf. 11 DIE STIMME Seite 7 rabbiner Dr. C h a j e s s. A. statt. Herr Oberrabbiner Doktor Schächter gab in seiner groß angelegten Trauerrede einen kurzen Abriß über den Werdegang des Verstorbenen, seine Tätigkeit als Rabbiner und Lehrer und seine wissenschaftlichen Leistungen und schilderte dann in eindringlichen Worten den unersetzlichen Verlust für die Wiener Kultusgemeinde, ihre sozialen und kulturellen Institutionen, für das ganze Judentum und insbesondere für die zionistische Bewegung. Die Ausführungen übten tiefen Eindruck aus. Graz Keren-Hajessod-Sammelwoche. Anschließend an den Vortrag des Präsidenten der Zionistischen Exekutive, Nahum S o k o 1 o w, wurde in Graz die Keren-Hajessod-Sammelwoche durchgeführt. Dabei wurde die Keren-Hajessod-Kommission tatkräftigst durch Frau Dora Schwarz aus Salzburg unterstützt, welche insbesondere jene Kreise, welche bisher keine Zahlung geleistet haben, besuchte. Durch diese Mitarbeit der Frau Schwarz ist es auch gelungen, von bisher fernstehenden Kreisen einige nennenswerte Zeichnungen für den Keren Hajessod zu erhalten. Die Sammlung, die bisher 9000 Schillin g an Zeichnungen pro 1928 eingebracht hat, wird fortgesetzt. Reaktivierung der Grazer Studentenorganisation, Die Grazer jüdische Studentenschaft, organisiert in der „Akademischen Vereinigung", die eine Sektion des Gesamtverbandes jüdischer Hochschüler Oesterreichs „Judäa" bildet, erhielt anläßlich einer Veranstaltung zugunsten der Grazer Mensa academica judaica den Besuch einer Abordnung des Wiener Jüdischen Hochschulausschusses, der Vertreter der Wiener akademischen Verbindungen „Kadimah", „Josia" und „Maccabäa", sowie studentischer Gäste aus Leoben. Dieser Kontakt mit den Kollegen ist für die Grazer jüdische Studentenschaft, die sich auf exponierten Posten befindet, sehr wertvoll, da sie in ihrer schweren Situation das Bewußtsein hat, daß sie nicht vereinsamt ist. Auf Initiative des Herrn Dr. Spiegel wurde die alte J. A. Verbindung „Caritas" reaktiviert. Eine Vereinigung zionistischer Studenten wurde ebenfalls gegründet. Vereinsnachrichten Zionistische Fraiuengruppe Prater (II., Jungstraße 8). Montag den 19. März oun 8 Uhr abends 3. Vortrag iaus dem Zyklus „Jüdische Geschichte". Referemtin tDr. Amalie Kantor. Hechaluz, Die Z e ih n - J a h r - )F e i e r ides „Hechaluz" findet Samstag den 24. März um 8 Uhr abends im Saale des Motel „Post" statt. Alle Gesinnungsgenossen und Freunde des „Hedhaluz“ werden herzfiichst eingeladen, zu dieser Feier zu erscheinen, Moadon Ivri, Samstag den 17. März, HL, Zirkusgasse 33, 8 Uhr abends, findet ©in Vortrag des (Herrn Dr. Schlomoih Auerbaclh, über das Thema „Mechalje schaalh lechaje olam basifnut“ statt. Der iMoadon Iwri eröffnet Arabisch- Kurse unter der Leitung des Herrn Dr. Joch, Kapliwatzki gegen einen kleinen 'Regiebeitrag. Anmeldungen von Teilnehmern bei Herrn iDr. Birnbaum, I., Drahtgasse 4. Verband Jüdischer Kaufleute und Gewerbetreibender (Wien,, iL, Elisabethstraße 9). Donnerstag den 15. iMärz punkt 8 Ulhr abends 41. Plenarversammlung in der (Kaufmannshalle des Wiener Bürgercaiö, II., 'Praterstraße 11. Tagesordnung: 1. Wirtschaftlicher Vortrag des Sekretärs Dr. iE, 'P a - n e t (hi vom Gremium der Wiener 'Kauifmaunscbaft. 2. Angebote und (Nachfragen in allen Branchen und von allen Ländern. Internationale Musterschau, Standesfragen, Mietengesetzprotest {Novelle). Bukowinaer Zentralverband, Donnerstag den 15. März um 7 (Uhr abends ©ine V er'biandsdiskussion im Klublokal (des Wiener 'Bürgercafe, II., Praterstraße 11, für alle Bukowinaer. Anmeldungen für Pessacbspenden-Verteilung werden auch dort entgegengemommen. Zehn Jahre Verein „Schnelle Hilfe“. Anläßlich seines 10jährigen Bestandes veranstaltete der humanitäre Verein „Schnelle (Hilfe" am Purim ©ine Feier im (Restaurant Ehrlichhof, XX., Klostemeuiburgerstraße 10, bei der 30 Arme ausgespeist wurden. Dem vom Obmann Herrn Philipp Hermann erstatteten Tätigkeitsbericht ist, zu entnehmen, daß im verflossenen Vereinsjahr mehrere tausend Unterstützungen an Bedürftige verteilt wurden; am letzten Pessach wurden 100 Bedürftige ausgespeist, ln diesem Umfange dürfte die Ausspeisung am kommenden Pessach ebenfalls erfolgen, da der Festalbend, welcher mit einer Ansprache des Obmannes des Bethausvereines BrigiUeiüau geschlossen wurde, ein ansehnliches Reinerträgnis abwarf. Jüd. Bet- und Unterstützungsverein Zwischenbrücken, Wien XX. In der am 26. Februar 1928 stattgefundenen vierten ordentlichen Generalversammlung dieses Vereines wurde der zwölfgliedrige Vorstand neugewälhlt. (Herr (Max Steiner wurde zum Ehrenpräsidenten ernannt, als Obmann des Vereines fungiert Herr Mendel iGoldiberg, als Obm.-Stellvertr. Herr Sigm. Deutscih, als geschäftsführenlder Vizeotam. und als zweiter Kassier Herr David Koller, als Schriftführer Herr Julius iBerlad, als erster Kassier Herr Moses Go ldl wurm. Es wurde beschlossen, gemäß den Statuten in Zwischenbrücken ein B e 11 o k a 1 zu errichten. Zu diesem Zwecke werden alle Juden Zwischenbrtickens ersucht, diesem Vereine bedzutreten und ihn mit aller Kraft zu fördern. Zum Pessnchfeste verteilt der Verein .wie alljährlich, teils unentgeltlich, teils zu ermäßigten Preisen, Maizzoth, Kartoffel und Fett für bedürftige Juden Zwischenbrückens, Anmeldungen ab 15. März bei Herrn David Koller, XX., Allerheiligenplatz 12. Wiener „Alter Herren-Verband“ der „Hasmonea“, Lemberg. Dem Tätigkeitsbericht für das 41. Semester ist zu entnehmen, daß der Verband wie bisher, eine rege zionistische Tätigkeit entwickelt hat. Es wurden eine Reihe V or träge abgehalten, u. a. von den A. H. Dr. M. Steinberg, Dr. B. Kitz, ,Dr. Karl Rosenfeld. Außerdem wurde eine ganze Reihe; freier ,D i s k u s ® i o m ,s a ib e n d e über verschiedene aktuelle Themen und Probleme wirtschaftlicher und1 politischer Natur, eingeleitet durch die A. IH. Ing. Landau, Dr. Hafpern, Ing, Goldenberg, Bb. Dogülewski .u. a„ abgehalteim. Es wurde auch' eifrig für „Keren Haijessod1* * und „Keren Kajemeth" gesammelt. Die Wahlen für das 42. Semester ergaben folgendes Resultat: A. H. Dr. Karl (Roise nie Id, Senior; A. H. Dr. Mii- 'dhiael Steinberg, Cosenior; A. H,i Dr. Bemard Kitz, Sekretär, Treffpunkt: KluMokal Ca!f6 „Arkaden", jeden. Donnerstag, 8 Uhr .albemds. Frauensektion des jüdischen Unterstützungsvereines „Ahawath Achim“ (Wien VI., Millergasse 43). IBdhulfs Förderung der religiösen und kulturellen Aufgaben ides ijüdischen Unterstützungsvereines „Ahawath Achim“ wurde ©Ine Frauensektion gebildet, die sich mit dem Armenwesen und insbesondere mit Sohulangelegenheiien (Talmud Thora) befassen soll. Die gründende Versammlung, an der eine große Anzahl von Frauen und Gäisten teilnahm, fand Donnerstag den 1. März d. J, statt. Die dort erfolgte Konstituierung ergab nachstehendes (Resultat: Präsidentin Berta Fried, Vizepräsidentin iMalvine Weidller, Schriftführerin Dora Kupfermann, Kassierin (Rosa Menczer, In das Komitee für Armenwesen wurden die Damen: Kaliscih, Kestenibaum, Woznicer, für Schulangelegemheiten die Frauen: Jäckel, Weioler, Winkler und in den Vergnügungsausschuß die Damen: Granik, Menczer, Obstgarten, Preminger, Pressner, Senensieb gewählt. Zionistische Jugendorganisation Brigittenau. Am 25. Februar 1928 fand die erste ordentliche Generalversammlung statt, in der folgender Ausschuß gewählt wurde: Isak Feuerstein, Moses Klahr, Elias Sigall und Theodor Sälberbusoh. Die konstituierende Sitzung vom 28. Februar bezw, die Ausschußsitzung vom 1. März hat noch Rosa Süßmann und Klara Dorf in den Ausschuß kooptiert und die Referate wurden wie folgt verteilt: Obmann Feuerstein, Obm.-Stellvertr. Sigall, Schriftführer Klahir, Propaganda und Veranstaltung 'Silibeibusoh, Organisation Feuerstein, Kulturreferat: Feuerstein und! StgaU, Kassier Klahr, Nationalfonds Klahr und Süßmann, Vertreter nach außenhin Feuerstein und Silberbusch, Bibliothekarin Dorf. SrteitdVSQiflfett im 9(tet fidjern Sie flcf) bur* ‘Borbeugung ber Sltterien* oerfolfuttg. ßortrefflidj bo^u ift „fRobfofflerfn", roeldjes bie Blutairfulntion in ben ‘•pulsabcru förbert, bos Blut oerbiimtt, bie Bbern elaftifd) macht, Ralfabfagerungeu oorbeugt, geiftige ttttb förperlirfje Brbeitsfäbigtcit auffrifd)t uitb er» hält. Bie frei oertäuflichen raoiumbaltigcn BabiofHerintabfetten fitto auch afe SJiubetutigsmittel beroribtt. Babiumgeljalt amtlich geprüft. Bpotljefe Bat)er, B3ieit, I., ©oUjeilc lß. Stimmen aus aller Welt Wahlpropaganda und Inserat. Die Haltung gewisser jüdisch-nationaler Zeitungen anläßlich der Sejm - Wahlen in Polen wird im „Nowy Dziennik“ (Krakau) in scharfen Worten kritisiert. „Wir müssen das Verhalten gewisser „zionistischer" Blätter — mit Ausnahme der „Clhwila", Hajnt“ und „Nowy Dziennik“ — „rücksichtslos" anprangern. Diese Zeitungen ließen die jüdischen Wähler im Stich und stellten ihre Spalten der Reihe nach jenen Gruppen zur Verfügung, welche für die Annonce am meisten bezahlen konnten! „Lodzer Tagblatt", „Unser Expreß" (Warschau) avancierten teils zu Leiborganen des Bund und der „Aguda'', während „Nasz Przeglad“ (Warschau), das in polnischer Sprache erscheinende ..zionistische" Tagblatt, den jüdischen Wahlkampf mit keinem Sterbenswörtchen unterstützte. — Seine Spalten waren aber voll bezahlter Annoncen des „Bund" und der „Aguda“, die bekanntlich nur dazu beigetragen haben, jüdische Mandate zu zerstören," * Die schmähliche Wahlniederlage der Agudah in Polen bespricht Abgeordneter Jizchak Grünbaum in einem Artikel m Warschauer „Hajnt", der sieb mit dem Ergebnis der Sejmwahlen befaßt. „Eines steht fest" — schreibt Abgeordneter Grünbaum — „der Block der nationalen Minoritäten bat bei den letzten Sejmwahlen in den Randgebieten! der polnischen Republik versagt. In Kongreßpolen jedoch haben sich unsere Erwartungen im allgemeinen restlos erfüllt. Wir haben jetzt neuerlich die alte Erfahrung bestätigt gefunden, daß der politische Einfluß der Agudas Jisrael und ihrer provisorischen Bundesgenossen völlig unbedeutend ist oder höchstens noch so weit reicht, jüdische Mandate, die einer anderen Partei zufallen würden, zu zerstören, keineswegs aber sie für die eigene Partei zu gewinnen. Dies trifft besonders auch bezüglich des durch die Zerstörungsarbeit der „Agudah" in Kalisdh verloren gegangenen jüdischen (Mandates zu. Das Gerede von den „breiten Massen der jüdischen Orthodoxie“, die die „Agudah“ umfaßt, hat sich nun vor aller Welt als ein leerer Bluff bloßgestellt. Trotz des „höheren Schutzes" hat der Agudahblock in keinem einzigen Wahlkreis ein Mandat zu erringen vermocht. Und hierin liegt für uns Juden die große innere Bedeutung der polnischen Wahlen. Wir haben an der inneren jüdischen Front einen glänzenden Sieg erkämpft. Alle Einschüchterungen und Drohungen halben es nicht vermocht, die jüdischen Massen von der Erfüllung ihrer staatsbürgerlichen und jüdischen Pflicht abzubringen. Das polnische Judentum war entschlossen, sich seine Abgeordneten nicht aufdrängen zu lassen, sondern sie frei zu wählen. Dies ist eine hohe Errungenschaft, die wir dem Zionismus, der nationalen Befreiungsidee, verdanken.'* * Jüdische Schulautonomie in Canada ist eine Forderung, die die ganze jüdische Bevölkerung des Landes nachdrücklichst erhebt. Bekanntlich haben die Juden seit einer Reihe von Jahren den Anspruch auf eine proportionelle jüdische Repräsentanz innerhalb der Uniterricihtsverwaltung der protestantischen Landesschulen, die auch von den jüdischen Kindern besucht werden, erhoben. Dieser Anspruch wurde von sämtlichen Instanzen und letztens auch vom Obersten Gerichtshof in London mit dem Bescheid abgewiesen, daß es wohl nicht gegen die Verfassung verstoßen würde, ein Gesetz, betreffend die Schaffung von eigenen Schulen für die nichtchristlichen (jüdischen) Kinder zu erlassen, daß es aber unstatthaft sei, Juden in die Verwaltung der protestantischen Schulen zu entsenden. Die jüdische Presse Canadas kommentiert diese jüdische „Niederlage'* dahin, daß es nunmehr an der Zeit ist, das von der Regierung indirekt konzedierte und von den nationalen jüdischen Kreisen ersehnte jüdische Schulwerk zu errichten und zu einem lebendigen nationalen Erziehungszentrum auszugestalten. Das Urteil des Obersten Gerichtshofes in London — schreibt die jüdische Presse Canadas — hat die Lage völlig geklärt, Wir verzichten auf eine Einflußnahme auf die Führung der protestantischen Schulen, die auch von Tausenden jüdischen Kindern besucht werden, fordern aber die Errichtung von nationalen Schulen für die jüdischen Kinder — aus staatlichen Mitteln. * Die „unverantwortliche zionistische Kritik“ bekämpft der bekannte jiddische Publizist Jacob Fishman im New Yorker „Morgenjournal1*: „Die letzten Jahre haben zwei neue Kategorien unverantwortlicher zionistischer Kritiker hervorgebracht. Zur ersten gehören Zionisten, die ehedem verantwortliche Stellen innerhalb der Organisation bekleideten und nun aus verschiedenen Gründen in die Opposition gegangen sind. Diese „Ehemaligen“ produzieren allerhand „Tatsachen“ und „Argumente“ gegen die jeweilige Leitung, die es gewagt hat, auf ihre wenig ersprießliche (Mitarbeit zu verzichten. Zur zweiten Kategorie gehören die „Touristen“, die beispielsweise einen Ausflug aus New York nach Palästina machen und gleich, auf den ersten Blick, in der Lage sind, festzustellen, daß Palästina ein „armes Land“ und keineswegs mit USA. zu vergleichen ist..., Dabei ziehen sie aus dieser „tatsächlichen Erkenntnis’* insofern auch einen persönlichen Nutzen, als sie sich ja nunmehr auf ihr „Gewissen" berufen können, wenn sie, ohne mit ihrer „zionistischen Sympathie" ganz zu brechen, dem Keren Hajessod, der „ohnehin nicht viel helfen kann“, ihre Beiträge verweigern.... Diese unverantwortliche zionistische Kritik muß gerade jetzt, da das amerikanische Judentum sich anschickt, neuerlich große Anstrengungen für das Aufbauwerk in Erez Israel zu machen, entsprechend gekennzeichnet werden, * Eine englisch-jüdische Annäherung fordert der Jerusalemer Korrespondent der „Times“, der anglikanische Priester Dr. Denby, unter Hinweis auf den großen Nutzen, der aus einer systematischen Verständigungsaktion zwischen dem jüdischen Jischuw und der englischen Gesellschaft in Erez Israel für beide Teile erwachsen würde. Hiezu teilt „Haarez" aus Jerusalem mit, daß dieser Gedanke nunmehr konkrete Form anzunehmen beginnt. In jüdischen Kreisen geht man mit großem Ernst daran, die Kenntnis Englands, des nationalen Charakters des englischen Volkes, seiner Kultur und Politik und der Verwaltungsmethoden des britischen Weltreiches in England und in den Kolonien, im jüdischen Jischuw zu verbreiten. In gleicher Weise soll innerhalb der englischen Gesellschaft Erez Israel eine breit angelegte Aufklärungsaktion, betreffend das Leben und Schaffen des Judentums in der Diaspora und in Palästina durchgeführt werden. Der Initiator dieses Annäherungsgedankens, Dr. Denby, hat seinerzeit das bekannte Jesus-Buch Dr. Klausners aus dem Hebräischen ins Englische übertragen. ♦ Zur Frage der Arab Agency, die von gewissen arabischen Kreisen im Zuge der Propaganda für den siebenten arabischen Kongreß neuerlich in den Vordergrund der Diskussion gestellt wird, schreibt »Haarez«: »Sollten die arabischen Kreise wirklich die Schaffung einer »Arab Agency«, die sie bekanntlich unter der Regierung Herbert Samuels entschieden abgelehnt haben, fordern, dann müssen wir mit aller Klarheit und Energie den Standpunkt vertreten, daß dies gegen den Sinn und die Bestimmungen des Mandates verschlägt, daher unzulässig ist. Die Jewish Agency hat die Funktion, die Regierung bei der Errichtung der jüdischen Heimstätten in Palästina zu beraten und zu unterstützen. Die Jewish Agency ist der organisationeile Ausdruck des Gedankens von der historischen Verbundenheit des ganzen jüdischen Volkes mit Erez Israel, die im Mandat ausdrücklich hervorgehoben wird. Es ist ein selbstverständliches, vom Mandat anerkanntes Prinzip, daß in Erez Israel selbst sämtliche Bürger des Landes vollständig gleichberechtigt sind. Es besteht aber keine Analogie zwischen dem jüdischen und arabischen Volke außerhalb Palästinas. Das arabische Volk außerhalb Erez Israels, das im weiten Orient über genügend starke und große »nationale Heimstätten« verfügt und bei dem von einer »historischen Verbundenheit« mit Erez Israel keine Rede sein kann, kann auf die Errichtung einer Arab Agency keinen begründeten Anspruch erheben. Wohl wäre die Schaffung einer nationalen Repräsentanz der palästinensischen Araber, die die Interessen der arabischen Einwohner Erez Israels zu vertreten hätte, auch vom Standpunkt des jüdischen Jischuw zu begrüßen. Diese kann und darf sich jedoch keineswegs die Funktionen einer »Agency« arrogieren, sondern muß ungefähr auf der Basis des Gemeindegesetzes organisiert werden. ROTAREX- HAUSFRAUENWOCHE Gänzlich KOSTEILOS reinigen wir in der Woche vom 15. bis 20. März jeder Leserin der „Stimme“ die Wohnung mit unserem ROTAREX -STAUBSAUGER oder ROTAREX -BODENBÜRSTE ROTAREX-APPARATE Ges.m.b.H. Wien, I, Fischhof 3. Tel. 64-4-49 u. 61-1-47 .Abschneiden — Einsenden.. Telephonieren oder eventuell Karte einsenden 1 Name:. Adresse •. Ich wünsche die kostenlose Reinigung mit Rotarex-Staubsauger oder mit Rotarex-Bodenbürste* am.um.Uhr. * (Nicht Gewünschtes streichen.)