Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 1 (1928)
- Issue
- Heft 7 (16.2.1928)
- Date
- 1928-02-16
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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Seite ü DIE STIMME Nr. 7 P. Stein Behördlich konzessioniertes Frachten-, Tarif- Revisions- und Reklamationsbureau Wien, XIII,Trauttmansdorffg.8 1 Telephon 85-2-19 besorgt die Überprüfung von Frachtdokuraenten u. Durchführung von Reklamationen wegen Mehrfracht, Beschädigung, Verlust, Minderung und Lieferfristüberschreitung. Übernahme der Überprüfung der Tariflage von Industrieu.Handelsunternehmungenu.lnterventionbeiden Behörden. Frachtauskünfte und Ausarbeitung von Versandvorschriften. Verlang«nSI« Spezialofferte! v: Vereinsnachrichten Redaktionsschluß Montag abends; später einlangende Verlautbarungen und Ankündigungen, deren Publikation in unserem Blatte gewünscht wird, können in der laufenden Wochennummer nicht mehr Aufnahme finden. * Zionistische Arbeitspartei „Hitachduth‘‘ — Verband der zion.-soz. Jugend. Samstag den 18. Februar halb 8 Uhr abends findet im Saaie des ,,Jüdischen Zentrum", II., Untere Augartenstraße 35 ein Gordon-Gedenkabend statt. Redner: Prof. Dr. Wvvi Die sendruck (Die Persönlichkeit A, D. Gordons); J. Manoach (Dagania), (Aus dem Leben A. D. Gordons). Regiebeitrag 50 Groschen. Moadon Iwri. Infolge der am Samstag, den 18, Februar, um 8 Uhr abends, im Jüdischen Zentrum stattfindenden G edenkfeier für A. D. Gordon, entfällt die dieswöchenlliche Versammlung des Moadon Iwri. Die Mitglieder werden aufgefordert, an dieser Feier teilzunehmen. Misrachi-Organisation für Oesterreich. Sonntag, den 19. Februar, um 6 Uhr abends, findet im Bethaus Liwjat Chen (II., Hollandstraße 2), eine Trauerfeier für Oberrabbiner Gedaljc Schmelkes s. A. statt. Redner: Rabb, Schmer- 1 e r und Löbl Taubes, Zionistische Bezirkssektion IV-V. Die Sektion eröffnet Hebräisch kurse. Der Kurs für Erwachsene und Vorgeschrittene hat bereits begonnen. Die Kurse für Anfänger beginnen nächste Woche. Auskünfte und Anmeldungen Sonntag, den 19. Februar, 11 Uhr vormittags, im Unterrichtslokal, V. , Siebenbrunnengasse la. Zionistische Sektion VI—VIII. Samstag den 18, Februar 8 Uhr abends, im Festsaale des Vereinsheimes, VIII., Bennoplatz 1 a, Gesellschaftsabend mit Akademie und Tanz. Regiebeitrag. Gäste herzlich willkommen! Vereinigung jüdischer Aerzte in Wien. Das ursprünglich für den 2. Februar angesetzte Referat des Herrn Primarius Dr. Robinsohn findet nunmehr Donnerstag den 16. Februar präzise 8 Uhr abends im Souterrainlokale des Cafe „Arkaden", I., Universitätsstraße 3, statt. Prim. Robinsohn spricht über seinen dreimonatlichen Aufenthalt in Palästina vom ärztlichen Standpunkte unter besonderer Berücksichtigung der Aussichten für jüngere Kollegen im Lande selbst und in den Nachbargebieten. Mitglieder und eingeführte Gäste, auch Damen, willkommen. Zionistische Frauengruppe Prater (II., Jungstraße 8). Samstag, den 18. Februar, um 8 Uhr abends, erster Vortrag aus dem Zyklus „Silhouetten jüdischer Dichter'1, Referentin: Frau Dr. Amalie Kantor. Zionistische Mädchengruppe „Dworah“. Im Rahmen der „Führungen durch das jüdische Wien", erfolgt Sonntag, den 19. Februar, 10 Uhr vormittags, die zweite Führung durch das Jüdische Museum, II., Malzgasse 16 (Preis 20 Groschen). In den nächsten Wochen folgen Führungen durch die alten jüdischen Friedhöfe, das jüdische Ghetto, sämtliche jüdische Institutionen Wiens mit anschließenden Vorträgen in der Gruppe. Anmeldungen bei „Dworah1* *, im Lokal des Jüdischen Zentrum, II., Untere Augartenstraße 35. Brith Ha-Zofim, II., Rembrandtstraße 18. Samstag, den 18. Februar, 144 Uhr, Kurs „Geschichte des Zionismus1' Sonntag, den 19. Februar, 7 Uhr, gesellige Zusammenkunft, Dienstag, den 21. Februar, 148 Uhr. Vortrag „Revisionismus", Mittwoch, den 22, Februar, 1/>8 Uhr, „Sicha Klalith". Jüdisches Zentrum der Sozialen Hilisgemeinschaft Anitta Müller (II., Untere Augartenstraße 35). Sonntag, den 19. Februar, pünktlich 4 Uhr, im Festsaale, künstlerischer Nachmittag, mit folgendem Programm: Klaviervorträge (Herr Alfred Friedmann); Gesangsvorträge (Julia Anders); Ostjüdische Dichtungen (Herr J. Haber). Zionistischer Klub „Blau-Weiß‘‘ (Wien XIX., Peter-Jordan-Straße 10). Mittwoch den 22, Februar halb 9 Uhr abends Vorträge: Dr. Kalman Kupfer „Die Juden in der modernen Literatur"; Otto Braun „Das Pro-Palästina-Komitee und die Keren-Hajessod-Aktion'1. Jüdischer Unterstützungsverein „Ahawath Achim" (Wien VI. Millergasse 43), In der am 29. Jänner stattgefundenen 5. ordentlichen Generalversammlung dieses Vereines wurden Beschlüsse hinsichtlich der Gründung einer Frauensektion zwecks Ausgestaltung der Vereinstätigkeit sowie die Errichtung einer Talmud-Thora-Schule gefaßt. Die bisherigen 12 Vorstandsmitglieder wurden einstimmig wiedergewählt. Als Präsident des Vereines fungiert nach wie von der Holzindustrielle Herr Oskar Preminger, Verband der jüdischen Kaufieute und Gewerbetreibenden (Wien I„ Elisabethstraße 9, J. Stock 10). Donnerstag den 16. ds. punkt 8 Uhr abends findet in der Kaufmannshalle des Wiener Bürgercafe, EL, Praterstr. 11, die 37, Plenarversammlung statt. Tagesordnung: Angebote und Nachfragen, vakante Vertretungen des In- und Auslandes, freie Diskussion über wirtschaftliche Fragen, Verein „Homographia‘‘ (Wien XX,, Petraschgasse 3/9), Der erste „Homographie-Unterrichtsbrief" samt den Tabellen ist für die all^n Sprachen gemeinsame grammatische Konformation durch den homographischen Verlag H. Löw-Vogel, XX., Petraschgasse 3i zu beziehen. „Habooeh", Bund zionist. Absolventen höherer technischer Lehranstalten. Montag, den 20. Februar. 8 Uhr abends, ira Klublokal I., Rotenturmstraße 24 (Cafe Exzelsior), Vortrag des Herrn Dr. Desider Friedmann „Die kommenden Kultuswahlen". Unentgeltliche Arbeitsvermittlungsstelle des Jüdischen Hochschulausschusses. Hofmeister, Hauslehrer mit Kenntnissen fremder Sprachen, auch für Nachihiilfeiunterricht Ln allen Mittelschulfächern (Philosophen, Pädagogen), erstklassige Kräfte für kommerzielle Unternehmungen und Advokaturskanzleien (Handelshochschüler, Juristen), Privatsekretäre vermittelt unentgeltlich der Jüdische Hochschulausschuß, IX., Zimmermannplatz 8, Tel. A-25-2-28. Telephonischer Anruf oder Postkarte genügt, Stimmen aus aller Welt Die Liebeserklärung Fords an die Juden wurde in der jüdischen Presse der ganzen Welt lebhaft kommentiert. Der Redakteur des New Yorker jiddischen „Tog", Z. H. Rubinstein, hatte dieser Tage Gelegenheit, mit Ford selbst über diesen Gegenstand sowie über einige aktuelle jüdische Fragen zu sprechen. — „Wie fühlen Sie sich, Mr. Kord — fragte der Interviewer — nach Ihrer Absage an die Antisemiten?" — „Unsäglich wohl — antwortete Ford —, Ich wünsche bloß, ich hätte selbst durch meinen früheren »Antisemitismus« diese allzu späte Absage nicht notwendig gemacht. Nunmehr kann ich nur hoffen, daß mir die Welt die absolute Aufrichtigkeit meiner Absage auch wirklich glaubt." — „Wissen Sie, daß der deutsche Verleger Fritsch Ihren »Internationalen Juden«, trotz Ihrer-Warnungen, weiter verbreitet?" — „Dies wird sehr bald aufhören — erklärte Ford —. Fritsch hat für die Einstampfung oder Verbrennung der ganzen Auflage ziemlich komplizierte Bedingungen gestellt, wir werden aber zweifellos schon in der allernächsten Zeit zu einem diesbezüglichen Uebereinkommen gelangen. Auf jeden Fall aber wird die Vernichtung des antisemitischen Buches durch einen Christen und in Gegenwart von Zeugen vorgenommen werden." — „Kennen Sie die Wirkung, die Ihre Absage auf Juden und Nichtjuden gehabt hat?" — „Ich hoffe, daß meine in dem Briefe an Marshall manifestierte Abkehr vom Antisemitismus für die Juden der ganzen Welt von Nutzen sein wird. Viele Judenhasser sind bisher, ohne daß ich es gewollt hätte, durch mich zum Antisemitismus ermutigt »worden. Vielleicht werden sie nunmehr, ebenso wie ich, die Erkenntnis der Wahrheit anstreben." Ford sprach dann noch über die Judenverfolgungen in Rumänien und Ungarn und gab der Hoffnung Ausdruck, daß dies die letzten Versuche sind, ein Volk, wie das jüdische, zu unterdrücken, * Ueber die Bedeutung der amerikanischen Rabbis für die jüdische Politik schreibt Dr. Foonberg im „Tog1': „Während der gesellschaftliche Einfluß der zahlreichen orthodoxen, konservativen und reformistischen Rabbis auf das amerikanische Judentum in den letzten Jahren erheblich gestiegen ist — trotz der erschreckenden Leere der verschiedentlichen Gotteshäuser — hat dieser in glänzenden ökonomischen Verhältnissen lebende Rabbinerstand im politischen Leben des amerikanischen Judentums keinerlei Bedeutung. Mit Ausnahme des Rabbiners Stephen Wise, der nur kurze Zeit, u. zw. bevor seine „free Synagoge" eine so wohlfundierte, gut ge- ANKHAUS M. ROHATYN WECHSELSTUBE: WIEN II., PRATERSTR. 50 Gegründet 1900 Telephon 45-3-60 u. 48-0-42 empfiehlt sich zur kulanten Durchführung aller Banku. Börsentransaktionen im Inu. Auslande hende Institution wurde, eine politische Tätigkeit entfaltet hat, wüßten wir keinen einzigen jüdischen Rabbiner in Amerika, der politisches Interesse oder gar politischen Einfluß hätte. Dies aber wäre noch beiweitem nicht so zu bedauern, wie der Umstand, daß manche amerikanische Rabbis, ohne daß sie selbst an dem politischen Leben des Landes wirksamen Anteil nehmen würden, ihren gesellschaftlichen Einfluß zur Züchtung eines sehr schädlichen mystischen Ideals, des erzreaktionären „Ueberamerikanismus" und vulgären Hurrapatriotismus, mißbrauchen." * Das jüdische Emigrantenleben in Cuba wird in einem Artikel in der jiddischen „Presse", Buenos Aires, geschildert: „Die Einschränkung der Immigration in die Vereinigten Staaten hat einen starken Emigrantenstrom nach Cuba geführt. Viele gaben sich der Hoffnung hin, daß sie im Sinne des amerikanischen Einwanderungsgesetzes, nach einem einjährigen Aufenthalt in Cuba, das Gebiet der Vereinigten Staaten werden betreten dürfen. Diese gesetzliche Bestimmung wurde jedoch im Jahre 1923 aufgehoben und die jüdischen „Transitemigranten" mußten nun daran denken, in Cuba ihr stabiles Heim aufzuschlagen. Die meisten Immigranten leben in sehr schweren ökonomischen Verhältnissen, arbeiten in tropischer Hitze um einen äußerst geringen Lohn auf den Zucker-, Kaffee- und Tabakplantagen, oder suchen Verdienst als Hausierer, Kleinkrämer und Bauarbeiter. Die cubanische Einwohnerbevölkerung wußte bis vor kurzem überhaupt nichts von der Existenz von Juden und hat die ersten jüdischen Emigranten aus Polen, Rußland, Rumänien usw. für Deutsche gehalten, in denen sie tapfere Kriegshelden verehrte." * Die Lage der Palästina-Rückwanderer in Argentinien schildert ein im „Dawar" veröffentlichter Brief eines ehemaligen Chaluz, der gegenwärtig in Buenos Aires lebt: „Wir sind hier etwa fünfzig Arbeiter aus Palästina, die über ganz Argentinien zerstreut sind. Die Not ist groß. Der Arbeitsmarkt ist von Italienern überflutet, die die sogenannte „Schwarzarbeit" um niederen Lohn verrichten — ähnlich wie bei uns die Araber. Freilich haben wir auch in Erez Israel lange Zeit „schwarz" arbeiten und drückende Not ertragen müssen, ohne zu murren. Hier aber bringen wir es einfach nicht zustande. Für wen schuften wir da eigentlich in diesem fremden Lande? Und welchen Sinn sollen unsere Opfer und Entbehrungen haben? Wir alle, die aus Erez Israel hieherkamen, bereuen es aufs tiefste. Wir warten au'f die erstbeste Gelegenheit, wieder heimzukehren, da wir hier niemals unser» Heimat finden werden.‘‘ * Die Nutzbarmachung des palästinensischen Fremdenverkehrs iür den jüdischen Jischuw behandelt „Haarez": Die großen internationalen Reisegesellschaften, die ihre Touristen durch Erez Israel führen, halten träge an der alten Tradition fest und zeigen den Fremden noch immer dasselbe, was man vor vielen Jahrzehnten zu sehen bekam. Immer sind es dieselben Moscheen und Tempel, heiligen Stätten und Gräber, die man die Reisenden bewundern läßt. Dagegen fällt es keiner Gesellschaft ein, die Touristen, die zum überwiegenden Teile Juden sind, auf das hinzuweisen, was jüdische Energie und jüdischer Idealismus in diesem Lande in kurzer Zeit geschaffen haben. Sogar der Name T e 1-A v i v wird den Reisenden in den meisten Fällen verschwiegen. Die antisemitische und antizionistische Hetzrede, die Shibli Dschemal an die erste vor kurzem eingelangte große Reisegesellschaft gehalten hat, beweist, daß die zionistische Organisation der Frage des Fremdenverkehrs mehr Aufmerksamkeit als bisher entgegenbringen muß. Im letzten Jahre haben sich wohl, dank der Einwirkung der zionistischen Organisation manche Reisebüros zur „prinzipiellen Anerkennung" des jüdischen Jischuw entschlossen — in der Sache selbst hat sich jedoch nichts geändert und der Reisende, der nicht zufällig mit eigenen Wünschen ins Land kommt, wird nach wie vor laut dem üblichen, seit Jahrzehnten festgestellten Reiseprogramm geführt," * Ueber den Nachlaß Achad Haam’s teilt dessen Sekretär in der hebräischen Wochenschrift „Haolam" folgendes mit: „Das ganze Briefmaterial, das auf die Verhandlungen über die in Vorbereitung gewesene Balfour-Deklaration bezug hat (bekanntlich hat Achad Haam, der damals in London lebte, an diesen Verhandlungen in hervorragender Weise teilgenommen) und eine wahre Fundgrube für den Geschichtsschreiber des Zionismus bildet, wartet nun auf die Veröffentlichung. Achad Haam selbst wollte bei Lebzeiten diese außerordentlich bedeutungsvollen Briefe nicht veröffentlichen, damit ihm nicht nachgesagt wird, daß er die zionistische Welt auf die Erfolge seiner eigenen politischen Arbeit aufmerksam macht. Außerdem befindet sich im Nachlaß ein vollständiges, russisch geschriebenes Tagebuch von seiner ersten Palästinareise im Jahre 1900, das die damaligen Verhältnisse im Lande mit besonderer Treue widerspiegelt. Ebenso sind zahlreiche Manuskripte gefunden worden, die wissenschaftliche Kommentare und Glossen zu Talmud, Bibel, Maimonides aus den Jugendjahren und aus der späteren Zeit Haams enthalten." Kleine Nachrichten In Lemberg ist 57jährig Dr. Anselm Landau gestorben. Aus Stanislau gebürtig, hat er in Leipzig das Doktorat der Agronomie erlangt und war zwei Jahre Administrator in den von der „Ica" begründeten jüdischen Kolonien in Argentinien. Dann machte er sich in Lemberg ansässig und war einer der eifrigsten (Mitarbeiter beim Aufbau der zionistischen Organisation in Galizien. Seine zionistische Tätigkeit hat Dr, Landau seither unermüdlich und mit größtem Pflichteifer ausgeübt; er gehörte dem Vorstande und Parteirat der zionistischen Landesorganisation an. Besonders in der Arbeit für den Jüdischen Nationalfonds und für den Keren Hajessod, den Palästina-Aufbaufonds, hat Dr, Landau Ausgezeichnetes geleistet. * Der Vorsitzende des deutschen Zentralbüros des Misrachi, Dr. Oskar Wolfsberg, hat wegen beruflicher Ueberladung den Vorsitz niedergelegt. * Der Gemeinderat von Athen hat beschlossen, eine der Hauptstraßen der Stadt nach Max N o r d a u zu benennen, zum Ausdruck der Dankbarkeit dafür, daß Nordau für die völlige Unabhängigkeit Griechenlands eingetreten war. * Der in Buffalo lebende Philanthrop Raphael Hermann, ein N i c h t j u d e, bestimmte in seinem Testamente eine Million Dollar zur Schaffung eines Fonds zur Bekämpfung des Rassenhasses in den Vereinigten Staaten und Herstellung besserer Beziehungen unter den verschiedenen Religionsrichtungen, Nach dem Ableben des Stifters soll der Fonds von einem hiezu speziell einzusetzenden Komitee verwaltet werden. * Das polnische Unterrichtsministerium hat dem Ministerrat einen Gesetzentwurf über allgemeines Schulwesen unterbreitet. Das Projekt enthält eine Bestimmung, daß allen jüdischen Schulen, deren Lehrplan den gestellten Anforderungen entspricht, mögen die Schulen nun von Vereinen oder von Privaten geleitet werden, das Oeffentlichkeitsrecht zuerkannt wird. * Nach einer soeben veröffentlichten Statistik wohnen in Leningrad (Petersburg), gegenwärtig 84.503 Juden. Die Zahl der Russen wurde mit 1,386.872 ermittelt. Gegen das Jahr 1923, wo 916.833 Russen und 52.373 Juden gezählt wur- _■ _ ■_■ Mitte Februar Keren - Hajeaaod - Aktion. Juden erfüllet eure Korea- £.BnilWIwH I Hajessod-Pflicht! Meldet euch zur Mitarbeit. Je mehr opferwillige Mit- ™ w ■■■■w« ■ ■ argolterk desto erfolgreicher das Ergebais der Keren-Hajossod~ Aktion.