Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 1 (1928)
- Issue
- Heft 4 (26.1.1928)
- Date
- 1928-01-26
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 14 DIE STIMME Nr. 4 Rätselecke Redigiert von Joto. Kreuzworträtsel Wagrecht: 5. Ausgezeichnet, glänzend. — 8. Ungebundene Rede. — 9. Singweise. — 10. Kurort in Neuitalien. — 13. Nebenbuhler. — 14. Hülsenfrucht. — 16. Wüsteninsel (Mehrzahl). — 17. Deutscher Reichspräsident (gest. 1925). — 19. Europäische Hauptstadt. — 20. Schwur. — 21. Reinigung. — 22. Eiland. — 24. Synonym für „Kummer“. — 26. Baumhülle. — 29. Nebenfluß des Rheins. — 31. Schlingpflanze, — 32. Teil eines Theaters. — 33. Donauinsel bei Wien. — 34. Laubbaum (LMehiteahl). — Senkrecht: 1. Nähbehelf. — 2, Dichtungsart. — 3. Alter Mann. — 4. Schauspieler am Burgtlheater, — 6. (Landwirtschaft!. Gerät. — 7. Farbe. — 8. Seeräuber. — 11. Aeußerst streng, genau. — 13. Laubenartiger Vorbau, Balkon. — 15. (Gerade Räche. — 16. Befehl, Auftrag. 18. Erfrischung, — 22. Stadt in der Tschechoslowakei. — 23. Blume. — 24. Wahltönend, angenehm. — 25. Büchergestell. — 27. Inneres Organ. — 28. Himml. Wesen. — 30. Ungebraucht. Füllrätsel 1 Klostervorstand 2 Inneres Organ 3 Griech. Göttin d. Gerechtigkeit 4 Fleischspeise 5 Größer werden, zunehmen 6 Schweizer Kurort 7 Weibl. Vorname 8 Mineral 9 Sprenggeschoß aaaaaaaabceeeeeeeeeeghiiimnnnnn oprr.rsssssstttttvw. Aus diesen Buchstaben sind neun Wörter von der obigen Bedeutung zu finden, so daß die senkrechte Mittelreihe einen berühmten Komponisten (gestorben 1827) ergibt. Visitkartenrätsel S. TAUHE REIMS Was ist der Herr? Auflösungen der Rätsel aus Nummer 2 Kreuzworträtsel. Wagreoht: 1. Sevilla. — 7. Dora. — 8. Most. — 10. Teil. — 12. Hera. — 14. Rim. — 15. Ebene. — 18. Elk. — 20. Erna. — 22. I. N. J. — 23. Kuba. — 24. Fm. (Feldmarschall). — 25. Malaria. — 28. An. — 29. Opal. — 30. Wort. — 31. Ae. — 33. Elegant. — 35. El. — 36. Igel. — 38. Ten. — 39. Esse. — 41. Nem. — 42. Atlas. — 44. Irr. — 45. Riss. — 47. Anna, — 49. Rate. — 51. Arie. — 52. Massage. Senkrecht: l.Sol. — 2. Erle. 3. Va. — 4. I. m. — 5, (Lohe. — 6. Ase. — 7, Denn. — 9. Treu. — 10. Turm. — 11. Jena. — 13. Alba. — 14. Refrain. — 16. Billet. — 17. Nirwana. — 19. Kanzler. — 21. Ampel. — 23. Karte. — 26. Aal. — 27. Jon. — 32. Eger. — 34. Gelb. — 35. Esra. — 37. Emir. — 40. Sine. — 42. Asta. — 43. Sarg. — 46. Sam. — 48. Nie. — 50. Es. — 51. Aa. Magisches Quadrat: 1. Hagel. 2. Adele. 3. Geben. 4. Elend. 5. Lende. Zahlenrätsel: 1. Josef. 2. Elefant. 3. Rasse. 4. Urteil. 5. Samt. 6. Adonis. 7. Luzern. 8. Eisen. 9. Maerz. — Jerusalem. Richtige Lösungen der Rätsel in Nummer 2 haben mit drei bezw. sechs Kupons eingesendet: Sigmund Asriel, Jakob Aronsmann, Max. Aufweber, Netti Birnbaum, Ernst Brandeis, Moses Brandler, Emil Dubsky, Aron Epstein, David Ehrenfeld, SaraJh Ehrlich, Samuel Eisenfest, Rosa Resdh, Josef Fliegei, Julius Glaser, Paula Goldenberg, Simon Grünwald, Otto Hauser, Nathan Horowitz, Klara Karpeles, Salka Kapeller, Isaak Krochmal, Elsa Lederer, Moritz Lederer, Josef Meiseis, Moses Neustadt, Siegfried Ostermann, Adele Ornstein, Sälomon Rapapport Alfred Reich, Jakob Reiß, Kurt Rosenberger, Markus Rothstein, Abraham Schindler, Elias Schwadron, Kurt Schwarz, Richard Teidhbaum, Gustav Wertheimer, Isidor Wolf, Erna Zeisig, E, Philipps (Lwow). Die Genannten beziehen von Nummer 3 an das gewonnene Gratisabonnement unseres Blattes Auch diesmal setzen wir für die richtige Losung der Rätsel Preise aut, und zwar erhält, wer zusammen mit der richtigen Lösung drei der nachstehenden Kupons einsendet, ein G r a t i s-M onatsabonnement unseres Blatt es, wer sechs Kupons mit der richtigen Lösung einsendet, ein Gratis-Vierteljahresabonnement unseres Blattes. | Rätsel-Coupon Nr. 4 i Name:. I! Wohnort: i j Adresse: ] Jüdischer Sport [ Das Problem der jüdischen Turnerschaft Krise und Ausweg Die jüdische Turnbewegung in Oesterreich hat die in sie gesetzten Hoffnungen bisher nicht erfüllt, im Gegenteil, sie befindet sich sichtlich in schwerbedrängter Lage. Die jüdische Turnerschaft, die zweifellos für den nationalen Ausbau der Organisation unter den Körperkultur betreibenden Vereinigungen die höchste Bedeutung hat, konnte ihrer Aufgabe als verschiedenen Gründen nicht gerecht werden. Die Entstehung der jüdischen Turnerschaft ist einem Akt der Assimilation entsprungen. Vor dreißig Jahren, als der Erste Wiener jüdische Turnverein gegründet wurde, galt es, ebenso wie durch die schlagenden Verbindungen, zu zeigen, daß man alles auch so könne wie die anderen. Es wurde den anderen gut nachgemacht, aber nur nachgemacht. Das beste Material der deutsch-jüdisch-liberalen Vereine trat in den jüdischen Turnverein ein und brachte Glanzleistungen zustande, wie noch das im Jahre 1913 abgehaltene Schauturnen. Aber das Material war bloß turnerisch geeignet und wurzelte nicht im Boden nationalen Bewußtseins, das körperliche, geistige und materielle Opfer erfordert. Der Krieg warf alles auseinander und erst s e i t 1919 gibt es eigentlich hier eine wirkliche, von unten beginnende und nicht aufgepfropfte jüdische Turnbewegung. Freilich, sie lebt in krisenhaften Verhältnissen, was sich in dem Rückgang zahlreicher Turnplätze, namentlich an der Peripherie der Stadt, zeigt. Dies hängt klarerweise mit dem Rückgang der zionistischen Gesinnung und mit der Materialisierung des Zeitalters zusammen. Die heutige Jugend fragt: was wird mir dort geboten und welche Vorteile kann ich haben. In dieser Hinsicht kann die jüdische Turnerschaft natürlich nicht Schritt halten mit Turnbewegungen, denen Säle gratis zur Verfügung gestellt werden und die fast gar nichts kosten. Die jüdische Turnbewegung ist auch nicht in der Lage, in fachlicher Beziehung eine außerordentliche Ausbildung zu geben, deshalb, weil sie in erster Linie die nationale Erziehung und Erfassung anstrebt. Seit jeher beruht das Wesen des Betriebes in der jüdischen Turnerschaft darauf, solche Leiter zu bestellen, die sowohl in fachlicher als auch in nationaler Hinsicht voll entsprechen. Diese Einstellung bringt es mit sich, daß man immer nur über sehr wenige geeignete Kräfte verfügt hat. Denn für diese Arbeit ist außer den dazu notwendigen Qualitäten ein Uebermaß an Zeit, Hingabe und Opferwilligkeit erforderlich, was in den meisten Fällen zum persönlichen Zusammenbruch führen muß. Es hat sich gezeigt, daß, wenn ein derartiger Funktionär ausscheidet oder, wenn eine leitende Turnschwester heiratet, der betroffene Verein geradezu in seiner Lebensfähigkeit erschüttert wird. Das Beispiel des Turnbruders T a g 1 i c h t, der sich nach Bielitz — rettete, wodurch der früher einmal blühende Makkabi 10 verkümmert, ist hiefür so recht charakteristisch. In letzter Zeit wurde nun mehrfach der Wunsch nach persönlicher Trennung der zwei Funktionen, der fachlichen und der nationalen, ausgesprochen. Aber die Wege, die der Sport gehen kann, wo in jüdischnationalen Vereinen sogar nichtjüdische Fachlehrer arbeiten können, sind für die jüdische Turnerschaft nicht gangbar. Eine Trennung der Funktionen wäre eine Verkennung der Ziele der Turnerschaft, die durch ihre Fachlehrer auf die Schüler eben in nationaler Hinsicht einwirken muß. Die jüdische Turnbewegung leidet hier durch die Bedrängnis und den großen Auflösungsprozeß des Judentums. W" Rhythmisches Turnen der Damensonderriege des Wiener Makkabi 1X/XIX. Eben darum darf sie nicht die Wege des Sportes betreten und kann auf die nationale Beeinflussung zugunsten der bebneren fachlichen Ausbildung nicht verzichten. Aber die Bedeutung der Turnerschaft wird auch von der Organisation nicht genügend erkannt oder gewürdigt. Ist es schon sehr betrüblich, daß das Interesse der jüdischen Studentenschaft für aktive Mitarbeit nicht ausreicht, so ist die Vernachlässigung der Turnbewegung seitens der maßgebenden Faktoren noch mehr zu beklagen, fis ist keine Frage, daß die gesamte Bewegung den Mangel an Aktivität bezahlen muß, weil bedeutende Kräfte, die national erfaßt werden könnten, verloren gehen. Der Erste Wiener jüdische Turnverein, 'jetzt Ma kkafbi 9 hat sich mit dem Makkabi 19 vereinigt, um durch Rationalisierung zu retten, was möglich ist. Dbs ist ihm auch gelungen und er arbeitet unter der obersten Leitung seines unermüdlichen Vorkämpfers, des Dozenten Dr, Wsllh e i m, mit einigen hervorragenden weiblichen und mäunlicbeit Funktionären wieder sehr verheißungsvoll. Diese kleine Heldenschar opfert sich auf und läßt nicht locker. Hoffentlich wird die jüdische Gemeinschaft die jüdische Turnerschaft «rieht ganz sich selbst überlassen. Vorturnerkurse der Makkabi 9/19. Dienstag, den 31. d.f hält der Leiter der Freiübungen und der Gymnastildkiuue des Makkabi 9/19, Rudolf Z i m m e t, einen Vortrag über Turnen und Gymnastik. Beginn 9 Uhr abends. Ort: Liechtensteinstraße 20. Freier Eintritt. Eine Sportwoche in Paris unter Teilnahme der Wiener Hakoah Vom Sportklub Hakoa'h erhalten wir die Nachricht, da# im Frühjahre eine große All-Round-Veranstaltung in Paris vor sich gehen werde, ,zu der drei der populärsten Amateurs ektionen des Vereines eingeladen wurden. Veranstalter dieser Sportwoche ist der Club Stade Fraupais, Paris. In der Vorwoche weilte ein führender Funktionär dieses französischen Vereines in Wien und suchte das Sekretariat des Sportklubs (Hakoah auf, wo die ersten Verhandlungen Aber diese Veranstaltung gepflogen wurden. Der Termin ist noch nicht bestimmt, aber es steht fest, daß die Hakoahner zur Stportwoche nach Paris fahren werden. Die erste Hockeymannschaft wird gegen Stade Franpaiis und noch einen zweiten Pariser Verein antreten. Die Wasserballmannschaft wird in Paris ebenfalls auf sehr starke Gegner stoßen. Von der Rennschwimmerabteilung werden Goldberger, Nassau, Lichtenstein, Gutih sowie die Damen Hedy Bienenfeld, Löwy und!dy K o h n an den Start gehen. Ursprünglich war diese Sportwoche für dem Monat Juni geplant, doch mußten die Franzosen wegen der Olympiade in Amsterdam die Veranstaltung vorverlegen. Man denkt an den Monat April, doch werden die genauen Termine eret in den nächsten Tagen bekamntgegeben. Fritzi Burger gewinnt die österreichische Kunsteislauimcisterschaft Die in der vorigen Woche auf der Kunsteisbahn Eagelmann ausgetragene Damenmeisterschaft von Oesterreich in Kunsteisläufen sah die 17jährige Jüdin Fritzi Burger als Siegerin vor der favorisierten Melitta Brunner. Fritzi Burger wird auch in Vertretung Oesterreichs zu der im Februar stattfindenden Winterolympiade in St. Moritz entsendet. Fräulein Hella Gottesmann (Makkabi 1X/X1X): Schluftspraog vom Hochreck. y •<# S-