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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1920-01-09 · 2 (9.1.1920) · p. Seite 31

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
37 (1920)
Issue
2 (9.1.1920)
Date
1920-01-09
Page
Seite 31 (sequence 15)
Language
German
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Nr. 3 ).)r. bloch*s wocBKNseHttiFf. Srilr- M Br. Rudolf Ergas, geb.. 10. Dezember 1885, Wian, »IX., Porzellangasse, 11. Havaa„Emil, geb. 21. „Oktober '1873...Budapest,. IX., Hörl- ^3tSSd 9 Hendl Heinrich, geb:' 30. Juli 1894; Wien, IX., Pflugvgasse 3. itiH;er2ika;:t.Henriette.f,!aiÄrie,- geb. 30. Juli .1900^\Wien, XVI., , Habichergasse. 50. Katz Lazar Alois, geb. 9. März 1898, Wien, . (IX., Älserstraße 30. ^Kote-Olga, geb. 16.-September 1893,: Wien, VII., 'We3t- <; rbahnstraße 35. .«Mundstein.vvEmiV" geb. 15.-^. .Mai- 1896, Wien, IX., Schulz .... S.traßnitzkygasse '7. Pisker Theodor, geb. 20. Mai 1878, Znaim, XVI., Ditter- gasse 5. uReif Friedrich, geb. 31. Mai 1896, Wien, IX., Bergg. 29. Schubert Alexander, geb. 5. März 1894, Lappersdorf, IX., Porzellangasse 8. Wagner Anton, geb. 8. August 1900, Brody, IX., Sechs- -? - schimmelgasse 14. ' ^>Weiß,-~geb. Adler-Eegine, geb. 11. April 1863, Wien, IX., Porzellangasse: 58. \ Weiß; Paul, geb. 1. Februar 1866, Temesvar, IX., Porzellangasse 58. | Baden. Am ersten Chanukka-Abend fand, wie alljähTÜeh, auch! heuer, trotz der großen Beschaffungsschwierigkeit, seitens des israelitischen Frauenwohltätigkeits Vereines eine Kinderbekleidung statt, wobei 351 arme Kinder mit vollkommen guten und wannen Kleidern verseben wurden. Oderberg, Bahnhof. Sr. Ehrwürden Herr Rabbiner D>\ Moses Friediger hat in den letzten Dezembertagen unseiv. Gemeinde verlassen, um sein Amt als Oberrabbiner in Kopenhagen anzutreten. Am Sonntag, den 28. Dezember, hielt Rabbiner Dr. Friediger beim Mincha-Gottesdienste eine formvollendete Abschiedsrede an die vollzählig versammelten .Gemeindemitglieder,; Spitzen der. politischen Behörden, Direktionen und Leitungen der ' öffentlichen Schulen usw. Nach, dem Gottesdienste f and im Gasthofe Safier ein Abschiedabankett statt,. bei welchem Herr Vorsteher Josef Zanker und die Herren Dr. Max Beer (M.-Ostrau), Gymnasialdirektor Günzl, Dr. Mannheimer, Tierarzt Sonnen- >ü_echein und .Wolf Wellisch-dem scheidenden Seelsorger herzliche Worte der Anerkennung, widmeten. Die verspätet . eingetroffenen Kollegen Herr Oberrabbiner Dr. Spira (M.- Ostrau) und Dr. Obstler (Freistadt) verschönten mit ihren ' - geistreichen Toasten den herrlichen Abend. Die Präsidentin ■•{ des iFrauenvereines Frau Charlotte.„.^Zänker, welche unter Mithilfe der , Damen des Vereinspräsidiums dieses Bankett , geschmackvoll arrangierte, feierte mit 'herzlichen Worten die scheidende Schriftführerin des Vereines, Frau Fanny n Friediger, und überreichte dieser zum; Zeichen der Aner-. i-kennung ihrer Verdienste um. das gesellige und ..kulturelle lieben unserer Gemeinde ein schönes Ehrengeschenk. Dr. Friediger war der erste Eabbiner Unserer Gemeinde, der nebst seiner gottbegnadeten. Eednergabe über ein hervorragendes Organisationstalent verfügte. Allem voran stellte er das Interesse des Judentums-und der Gemeinde. Als der Krieg ausbrach, da erfaßte er sofort die Notwendigkeit, gründete ein Hilfskomitee und widmete sich teilnahmsvoll allen hilfsbedürftigen Flüchtlingen. Unterstützt von seiner ebenbürtigen Gattin, Frau Fanny Friediger, rief er einen „Literaturverein jüdischer Mädchen" ins Leben; Frau Friediger selbBt-stellte sich-8of6rt> als ein Beamter unserer ^Gemeinde ** einrücken mußte, - als - Religionalehrerin zur Ver- "-fügung; ebenso-; fühlte sich FJirw. Dr. . Friedigerveranlaßt, unter .Hintansetzungseiner-Amtswürde die- Sekretariats - .tragenden' desselben zu führeh>Herzliche - Segenswünsche einer - zahlreichen^-Freundesschar' geleiten denscheidenden - Seelsorger und seine Familie. Ostjüdlsfe'teFIortWfdüngssichule in- Berlin. Wochentäglich' von & bis5 10 Uhr abends. Lehrgegenstände':" Hebräisch, Deutsch, Englisch, liechnen, Naturwissenschaft, Hygiene, Rechtskunie, \üiker\\irtschäfV jüdische Geschichte und Liter-iim; der^allen/unü neuen Zeit. 'jt Der^Uiiterricht ist unentgeltlich. Anmeldungen erfolgen beim Verband der Ostjuden in Df utschland, Berlin, Linienstraße 19, Telephon Amt Norden 3480, lEettlMeten. ~ Sabbathai Cohen. yoa, Albert, Lßw. ^.SabbAfchai .w<Gohen*><<^ac.uteine vLeuehte in «feraek' eia . Stemmers ter>- ßröß&i/amwHorizontß,. de« «talmudischettuSSfissen- ...schafti!-. Seintahervorr^giendea Werk „Lippe Q*de<8c Frles t e ra" ist eiuwiMeiaterwerk^ ^das. den^ifamen , seines Ver?« ..ifassera auf ,dem ganzen rJErdkreia. terühtotitgeniacht hat* Mit . seinem . Kommentare zu dem jüdischen Eitual- . kodex Schuleh&n. Aruch, Chosche;n Mischp at und Jore Dea. setzta< sich!, Sabbathai Cohen ein--unseesgänglichea Denkmal für alle: .Zeiten. Sabbathai Cohen entstammte einer vornehme n^Rabbinerfamilie zu Wilna, wo stpäter der .berühmte Gaon :3LLi a <W i 1 n a segensreich wirkte; sein Vater war der , Gaon iRab bi M ä i r,' dessen. Stammbaum bis au£ den^GaonJita b b i J u d a aus P a d u a zurückreicht» .Sahbathai Cohen, war ein Schüler dea großen Talmudgeiehrten Kabbi . Heachtl, nachmaß ligen Rabbiners zu Lublin, der seine? großen . Gelehrsamkeit wegen., das „Aron Hakodesch der Ukraine" genannt wurde und als weiser Katgeber vieler Adelafamiliea in Podolien bekannt war. Infolge der mörderischen Einfälle der Kosaken in Wilna im Jahre 1656 unter. Führung dea grausamen Hetman Bogdan Chmelnitzky flohen,! Kabbi Heschl und dessen Schüler. Sabbathai Cohen und-erreichten nach mühevollen Fußwanderungen die ..alte jagellonische Stadt Krakau. Rabbi Heschl wurde von Krakau aus. zum Rabbiner,: ,nachi Lublin berufen,',.während« .Sahhathat.,>Cohen sich um . den viele Jahre unbesetzten; Rabbin£rygQaten zu Holleschau bewarb. Holleschau war damals nebst Nikolsburg..eine., deru größten, und im.jüdischen Wissen bedeutendsten Judengemeinden Mährena. Während Nikolsburg im .Herzen dea Landes» Mähren stets der Sitz der LandesrabbineE war^hattc.Holleachau „sozusagen von Haus aus. große ..Talmudgölehrte. ^ast jeder Kaufmann, jeder Gewerbetreibende, und.vjederj.,,Handwerker, besaß reiche Talmudkenntnisse, ja; selbst»,«, .wie der Volksmund , zu . sagen pflegte,, die, bei den Gh#tifcotoren bediensteten Nachtwächter. waren gewappnet, beivden>iDera- .«ches. im Pilpul (Talmudvorträge) . einzugreifen. Nun ereignete sich' folgendes: Rabbi Heschl wurde aufg«forderty;izumi--Monarchen zu reisen, um Hilfe uncU Rettung für» "W41na> Möbilew und andere' große Judengemeinden aus Ajilaßder siehie-stetet mehrenden Pogrome .durch! BogdanvOhmelnii.fczk:3u zu erflehen; diese -Reise, igleicMalla- «ine.Fußwanderung, war von.bestem JSrfolg gela'önt>£l)ie..Rüclff«i8«J^bbiifl^8G^ Wien erfolgteüber ^Nikolsburgy. waadamalaf ^der»JbarHhmte Gelehrte Landearabbiner Ea b b ij Me na»ob~amt.^Me n d l Krochmalj Verfasser<des KemacluZieiek, lebte. Rabbi Heschl bliebüber^ Sabbat, zu,Gasfc<ibei demuLandeasabbiner Rabbi Menachem Krochmal, 'undu^dieser ieauchivt war-, dem hohen Gastgeber, schan^» deshalb+erarünscht, weil, ijfc derselben- Zeit von der- ' Gemeinde , Holleschattj. ein» r.S&ndbote; mifc einem•..-Schreiben -angelangt iwar^um. Infbnnatioa über den „Schach", welcher sich um die RabbinÄcatelle in?aHolleschau bewarb, einzuholen. Räbbi Menachem Krochmal ..überreichte .dieaea ^Sehreiben dem Gaste-und ersuchte ihn, .Bich, zuu äußern. „Sabbathai Gohen",.^eagte:,4Babbi.u>He3ChU.-^war im meiner Jeschiwa zu W-ilnaimein4>allerbeateri<:;Schüler und tdeasen - reiches Wissen berechtigt ihn sogar, ein. * Landesrahbinat zu-.verwalten." - Diesem Aeußerung ist authentisch^ .da. sie heiiVfiMECagende ^Männer^' -wie »Rabbi- Josef Weisse», /iRabbinec zu H&ty^jßi&ly, und-^Jesaia* Dresnifcz -beatätigten. . *) Kach jj'einea .Schriften jrT* "J^ft^ L>pi>w> des Pritdieirs . .abgekürzt der "Ttt*,genannt.

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