Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 37 (1920)
- Issue
- 2 (9.1.1920)
- Date
- 1920-01-09
- Page
- Seite 26 (sequence 10)
- Language
- German
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vSftite"2'G Dr.' BI^H^W#gÄS(^^ ht 2' ^^ef/Sanfl&r^V^ (Zu -jgeui&xjlc XOO. ,Gebur|stage.) Vor»jW€!aigenvWoc!h^.waseai>iiun d e r t Jahre ver-■ flossea^fseitajaWail^rüto Dr. Daniel S'a n dfiars irä itAlt-Streützsn -Mecklenburg geboren vrwde. Dnj^>iseine .> wissenschafthche? s Großtat, das in deniJahren. 1859 iibis^ <1865". in drei Quartbänden erechksne&e^- „Wo rterhuch der deuts chen S p r-a-c&eYy? hat .-.er si cib einen unsterblichen Namen geschaffeö. Als'i&ohn^inesijnidi sch e n -Kaufmannes gebogen, rhätteaer in Berlin und Halle studiert und* trat 1842fGan idie;Spitze;der;j ü di s c h e n ö-em:e i n - deschul« in Alt-Btrelitz, der er selbst .seine erstem SchulMldung.rjizu -verdankengehabt, die aber nach etwa^üc&d&^Jatee&^ieinginig'i Seitdem1 widmete .er sich nur noch seiner Lieblingsforschung als Privatgelehrter? emeig i sammelnd, sSchtehd. forschend: und die Früchte dieser restlosen Arbeit in zahllosen^'Aufsätzen, Büchern, insbesondere Wörterbüchern, ,herausgebend,'Msvan sein«bebensende/ am! ll. März 1897,. Inshesoöfee hat^aufjdem Gebiet der>Sp r a ch reinig umg}öals> ejber^er^Regs^r«un.dr Eifrigsten gewirkt, frauch^pra^s^^pleris1©!!,, andern er - in seinem/ „Fremdjj*ö>terbu^ > vorschlug, die sei^e^.-^temeiBguftp des - deutstohen-rVolkess geworden* sind?. * Von* »den« BesifeeniJisvurdßi -dies^Wirkenanerkannt. Jakob.i6rriaai*m &attei?jbereils dem jungen Forscher, als er-aioehr ndfcseinm^-¥orarbeiten au seinem Haupk werk viyesdyciHgt'.^aiv.i^rieflich die: Anerkennung.:für die SojRgsamfcesfedieserwArbeitentausgedrüekt v-Alexan^ der vo-n H u nalb^b 1 d t schrieb, nicht minder achtungsr voll fiber^ihn?- D u bo i s--Reyin?on d nannte ihn scherzhaft.in emem1*Vergleich mit Leibhiz-die „Akademie der; deutschen Sprache'V Der witzige Julius Stettenhteim1 aber^esang ihn: als: Herkules;, der: den y,Äugiaisstall'.der^deutsdien , Sprache"? ^reinigte. Fer'di«aind> *F r e i I i g r a t h nannte 5 diese «Herkulesar-. beit desuForschers1 Daniel Sanders „ein Denlan'al deutsoheh^Flen3es>' deutscherr^ründlichkeit, wie es wenige'^gibt'&r Gerade in unserer-Zeit der-wüsten^-Antisemitenhe^ze ist- <es ansrez^isft, darauf»: hinzuweisen, daß selbst1 das bestem Wörterbuch der -deutschen Sprache dem' Fleiß, a>m-Verstand. dem^Wissen-und der Arbeit eines Judeir^u verdanken ist. Ein jüdi$£he.$ Schutzbataifron in Palästina.. Ein £TeiJ« der* Mannschaft? und - ider r Offiziere der drei «hen^ligen* jüdischen,r? Bataillone.« Englands,> die hervojaragenden Anfceijl« an; der^JEroheruua,. Palästinas, hatten;* sowie-, neu? shinz^äkommene jüdis'che •: Frei - wiUig^^1|;ea^ichcvan das englische -Oberkommando mit dem An^j^^e^^det.alsvneues^jüdischeswBataillon in ,jdenv«englis^hen, Mhtäjyjerband^eintreten und als paläs%eus3stehe - Schutztrapnen .im'i.Lande.j Dienst mächep,rzu. wollene Das Anerbieten „wurde:- ,angenommen^dt$äs? neu£f$ataillon .unfer..4em?Namen „First Judeans^f^^ge^detr^nd feierhchi.instaM^ert,, Die. FeierlichkedfeiTsrode in?Serafend;tbeifvRischon<Xre^ijon abgehalten*. >Öbejrstt~P a t,te rs1 o n, :hieU . eine 7-Rede, in welcher«er untey-.andex^m^ sagte: Als', die glückliebste Zeit meyaes Lebens1 jwerdfin die% Jahre, in meiner -Er-;, innerung jjortteben,>vdie ich .als f Offizier der (jüdischen Legion,ver3>rachte. Die jüdisehenSoldalen waren nicht nur ycn-.JÜhrende^ erfüllt, .son^r dem-zeichneten' sich auch durch persönlichen Mut. und .außerordenthehe Tapferkeit aus. Als1 Muster dieser herrlicheji Tugenden gilt für uns Leutnant 2abolinski, der Schöpfer der jüdischen Legionen, von-dem wir heute: ',herzli.chteni Absdbäedt nehmen Die; Feier schloßmit rder TUeberreiehungieiner künstlerisch^äus^ geführten Adressetran Leutnant-,Zabotinski;. in der» es > heißt:rin- IMenkkam' der wahre Geist*;der heldeni- - mütigen-j Makkabäer* in : seiner. ganzen Erhabenheit^ zu bewunderungs'würdigemLAusdruck,iwenmi Sie* an der:^ Seite -Ihrer-Brüdervin deu*:Schützengräben:der-Bergev'': von Ephraim oder der Täler des "Jordans mit**Todes^! Verachtung kämpften. So wuchsen Siein unseren- Augen zum' - Synilbol. des jüdischen nationalen Geistesheran, der nur bei treuen, ihrem-Volke ergebenen Ju—• den zu finden ist. Ihr; großer schöpferischer ^Geist wird naeli wie vor in -uns •.leben und^wir "senden a unsere»fGebetezum Gotte iZionsrempor, daßnes Ihneai vergönnt sei, Ihre* Hoffnungen/.'diei auch dieriHoffnungen des -jüdischen Volkes <sindy erfüllt , zu sehen. Sir Herbert SaitjueJ:^- Gouverneur von Patästina... L ondon. In informierten englischen Kreisen-i-ver.-• lautetj daß die englische. Regierung, beschlossen hat, zimi Gouverneur von Palästina den früheren>^Mi-;' nister des Innern Sir" Herbert Samuel (Bruder von Sir Samuel,. des: .'englischen Kommissars in;. Polen;- zu., ernennen. Dieser. Beschluß;^soll(r-< schon, Samuel mitgeteilt worden: 'sein, der. sich zurr.Abreise1 nach Palästinavorbereitet. Seitens' der amerikam*L sehen Regierung „war als .Kandidat.;M.T" den'..gleichen Posten N- Brand eis vorgeschlagen,, die KandiU. datur von .Samuel hat, aber .durchgegxifferi,v.. weiLer englischei'M Untectanicist. titln %u- Konstituierung des Vorstandes?jder Israeltttschenrfr Kultusgerneinde Wien.« In der ,am.;-6. Jänner 1920; stattgefundenen PIenar~. sitzung wurde, die .KeüwahlJIder, beiden Vizeprä?identieii und von;acht nMit gliedern? jrdes sVeil/reter-Eollegiimisxim nti Sinne der* §§ B und'9 des Statutes Torgenommeni1 Die Wahl s des Präsidentenh-wurde auf einen späteren Zeitpunkt verschoben; Zum I. Vizepräsidentenwurde -Herr HofnafeDr. Ben-%:' jamin:JB a p,p,a?p o r t wiedergewählt^ zumwll. Vizeprä'r *• sidenten -Herro Kommerzialrat Leopold .Sim on neugewählt./ In das- Vertreter-Kollegium wurdenrwiedergewählfc : die Heiu-en: Dr., Jakob. E n g e l,? Ernst H Lr s e h^. Siegmand : Kauders, Baurat, Wilhelm- Ke.-mprle-r.fv Dr. Markusr-Spitzea:^; Neugewählt-wurden die Herren: •'Di\eJosef<!B reu er, Hofrat Siegfried: Ger ß t m an.D, Dr. Isidor^SaTm uieil yr--- Appeff *VTan lüi« - orthodoxe, jüdisic'he{ Oeffent!icftk^j (Afudats> jisroel)/ Das,, große reiche .Wien, das: Zentrum* der Juden aller Schattierungen-, ist in letzter' Zeit Jeider. „auf die Hilfe, von außen angewiesen. Wohl wurde bisher für die Notleidenden und Armen viel getan und. wird auch weiter getan, werden, aber für den Mittelstand der orthodoxen Juden, man möchte sageö, für die Majorität der hiesigen Juden ist bis jetzt fast nichts getan worden, nnd/>doe^iist ge^adeader^lüdisGhrorth'ö- . doxe Mittelstand während der.letzten schweren Jahre am härteßton .getroffen' worden.. Wie-,schwer -hat der... orthodoxe Jude heute zu'/leiden, der, seinen Ge-*