Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 37 (1920)
- Issue
- 2 (9.1.1920)
- Date
- 1920-01-09
- Page
- Seite 22 (sequence 6)
- Language
- German
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$-Ae t'l Dr. BtöGHvS' .WOCHENSCHRIFT. •V L> •Dem Staub entronnen, birgt er sich*- - In :seines Waters -Saus-'- Ja, juble - Seele 1:-• Gott errettet dich-*' Vor der - •Vernichtung-1 Graus. . - Was, ficht dich an des Reichtums" lockend Bild, , Wehn Tag um Tag sich' ih^"'der-'S^icl^r;''füllt?" Nichts nimmt er mit sich in die Gruft, Nichts folgt ihm nach von Glanz und Glück;'; Was frommt ihm aller Schmeichler Weihrauchsduft; Die ^glücklich priesen sein Geschick'? Geht doch dahinKbsu jenen^er,' Die wiederkehren: nimmermehr.— Der Weisheit bar, teilt deine < Pracht Das Los des Tieres: der Vernichtung Nacht. Der Psalmist fürchtet nicht den Reichen, <der; pochend" auf. -Seine Macht/ 1 ■fhtof 'den - armen ~~Tröpf^ - ■> bedroht. Er sieht hinter -aller prunkenden Prachit »die Ohnmächt des! Feindest;£je*zers1äebtin nichts, wenn ihres Herrn Stunde schlägt?* wied er gelbst -?spurioS schwändet/dem1 Tiefe gleich^(^ki-.^tAy-äafiöst.'-'BiD^ den gottbegeisterten' San^iyselbst^aber-trägt1 das-- Vertrauen. aufGott, die Zuversicht, die er in ihm: findet, <- sicher "durch -Tod und^Über- Grabespförte 'hinauf-• Nicht uinf einen Unsterblichkei ts1 gl -a u b e n handelt*- es sich1 somit, sondern üiri Gottvertrauen. („ V ertrau auf Gott und 'Verlässe dich nicht auf deine- Einsicht" Spruche Sal: 3, 5.) Ich möchte^ um!' diesen^ UntersoMed zu verdeuthchefi; an das1" chässidis<5he *v Sprichwort erinnern: %,Ziiri Rebben. ^SS man e m i n e (Glauben) hüben/ zi Gott brauchtman *b i 11 o ch'e n (Vertrauen)* hübend Die Zuversicht 'zu unserer« Unzerstörbarkeit stützt-sich nicht-auf Wunder^' sonderii -•• auf das Gefühl der Zugehörigkeit^ zu^unserem- Vater - im- Himmel "(Psaim 23, 5). Das ist die Weisheit, von * derr unser :Psalmist: spricht;' die 'wahre' Einsicht, die-nicht;* wie^dieVmäterialistische Wissenschaft;' her''jedem' Fortschritt'' neues Leiden erzeugt (Koheleth"!, 18), daher äber^bei>! jeder neuen Frucht vom1 Bauni'-der Erkenntnis vonneuem ein1 sTriunphgeSchrei über den > Gottesglauben - erhebt. „Wie" ein* Mensch/" der!/ein'Geschenk erhält^ und zum Dank die Zung^. ausstreckt!" .Ist es' nicht doch Zeit, daß diese Wissenschaft umkehrt; zu der alten jüdischen Maxime; ,,(k>ttesfurchtJist aller Weisheit Anfang"? Noch eines aber' i>etont der^Psälmist: Geld löst k-eine Schuld der Seele. Auch^hier^eder^der-schSaTfe, unüberbräckbare Gegensatz - 'zwischen^ ^Judeirtum1 -lind Ahlaßglauben. DaS Judentum' hat'eberi ,,ein' schweres Tun, aber ein leichtes Glauben". Versuche einmal einem Mdeisgläubigen'HaraumaK&en, daß es' für den Juden keine Seelenmesse;*^ keinJ läuterndes „Seelenbad" (vergleiche "Faust Ü. Teil;5 5 Anfang), daß es fiür ihn'.keine iändere'Tilpng'einieTtSchuld gibt, als die Sühne. i , Und wenn selbst voUstahdige 'Umkehrendes Wandels zu einer ganz neuen« LebeniSweise und mbrunstige Bitte ' des p: reuigen:15 -Kmdes3s-lim', des Vaters Verzeihungund'' ekdücK:i%lbst"Au^.e^ilen in Betätigung edler Menstohenpflicht der; .Seele: ^.die Last so weit erleichtertt,*-daß"? siesTwieder^^ aufatmen oder wie Öie Bibel sagt (Gent*4, 7), wieder»daS' Antlitz zu Gott erheben kann:, es bleibt *dochf einwdunkler Punkt, es bleibt xeine ^at^e^ztii^u^^Pie.^' duriMen Punkt sehen wir, und ^esVbiS äh^unserLebensende, sofort, söbaH>imseriSee1eÄ Auge tritt. Diese Narbe der altenr»Wunde,?diefwir^uns selbst geschlagen, sie steigt in stillen*^Stuhd£rt' * oft und oft aus dem' Unterbewußtsein ,*auf* 'Sie i"wirfl durch eine Art sittlicher Apperzeption sogleich' fühlbar, wenn,unsvünlieil<traffi;i Si^ä^^uns^unerbittlich: Du hast »es nicht anders., verdientkSiebfe doch der Psalmist (62, >13)- geradehin dem* r Walten der fie.-.. rech t ig k e i t die - Bezeigung^er *,G n=ade,.. Gottes,! Und schreckt^ »dei^Gedanke^än diese s^füntilgfiaa» «?•>- Bran'dm'al^aufcfder eigenen^ Seele^nichti vor einerv.Uri^fn tat, zumaK vor der*Wiede*holting zurück^-irwelcheif* Jude >wirch m^htTgebänoag^^ dement Kindern*; wird es einstcgesühnt^y von wdertfee- *** wissenstimme: „Handlei^rifwie?du^wünschest,^aß> «■ deine /.Kinder handeln werden d' Welche em?^ Volk fvhatteP^'doeB ^dae *; Thorax "vor sich|i;:^ wenn w sie -i>—- anstaeÖPi--mit^ j:Hölf-??w lenqüaleii1«in'einemr^Jenseits ^- mifcdensfi Hinwei^-i auf d i e N-a jch k'o totoein tdroheiiikon^ da nicht <äfff*N östro yj>'>der^ als-m'aa ihri^an-'seine'n.'^ PfUchten^^en1iberfderi-Nabhwe^lt>'erin^ die:iburb'v leske ^'Aatwbrt Jgäh:iw, Ja,; WaS^ihat idenn« die t ^achwtett # für föhzB geto^«'IstTd,aeuit«nichtuwah^e^ v.' der Durchschnitt ünserör ^Spiete gezeichn.et?a';;Wäs^ « schert^niich»*- Weib',? was scherti^ch iEihd^f?i Wer!So klär fiilrid' $'6härf die Scheidew;ände 'erkennt;^^ die das5 rehgöse'Empfinden deS'Juden von'dem jedesM;- anderen trennen, dein wird es nicht schwer falleri;^' der jüdis;cheh ^Jugend "izum1''Bewußtsein zu 'brihgen v und fes'^üür:'* unäli^lös^mlch-• tief* m^Gemut^zu 'fflä$&t£?''-- welchen^ funer^etzhcheri-^Schatz! in unserer/-R e"1^ 1 i g i o n besitzen/-'? Auch ^dieser* - Stefh" ^leü-chtet --umb - so hellef,Ic-je deüthöher^-uns^das D u%kel'rdfes?Wirma:- " mentes erkenniäT'Jwird,1 v«rj?deni? es si ch - äbhebti1 Nur" durch dfen"Vtefgleich (mit' andeTen^^Religibnen und dürCh5 ä n 1 Konfrontierung mit den verschiedenen Philosophern'en/1 nür so:'wird^ d^ das, waser sein'^s'oll, er!wird lebendig undvin WäHr-u-' heit ein L ehen s q'ü feil- und-;da^^ und üneritbeh.Thbhfs^ m jedem^üdis^hen^Schul-;:; prograinirn':r; . ' (Wiid-fprt^esetzti)* Vom tdes:Xefains; Glossen zur vTagesgeschichtfe.^ Man1 sprichtobffenri'und rgeheiBäftvon*feine» Regierrungskrise-. ^enn>'derrStaatskanzier Renne** ivonrf seineam Reise^ach' Prag^ohne^Ergebnis1 zuriickkömfeftt; soll>dern Kampf» entbreimm^?DieviGhiastlic mäehthüngiv rig wie« imhier/v glauben-hnuni^ waedier^^ Zeit yä^'igetoatoeö.'i 0hn«hiii''is5ftze®;f^!e in^dfer K^alitiioneigentHch^ alstFeinde rder -Regierung «undi»bleib&n^nurt:ui; aus dem>€rrunde darmnen,«umsahreirf Aiüiängem > Posten*>?zu fverschäffen-> rundWamtl-gegebenenr-^Moment n r die Zügehergreifen &ü -können.f?Getan ^häb'eii^ie ^füxft?. den Staat gaK-nicht^aber^e^eii'^ihn ^h^vieli^ihtef^« Bauem-hfoykoiitieren Wie'n.inach^wie vor, ihre* Länder wollen'- vom'^Staat^'abfaHen/- ihreu Vertretet in.» deöf*; StaatsänrterniferfüUenhgar-'nichts^ von ihren- Atifgäbenr^f» ihre Politik«ryagitierett*Hmausgeseteto rung ^undinhre -Pres'Se-^hetzt-xinit voller- Lun^enfe!aftJn?. gegen den Staat und seine Leitung. Es ist eigentliche der größte^Unsimai a?:on^deniSozialdemokraten^^dallisie sich' #äs gefalä#f lassen^Die €hristh(iisö^alen, owela^ö che;dbch,denTaKrje^/ ^aben^' sollten-* doch-,u nun.auch«als*Regie;r^gridie~Folg^n .tragea. Sie'/Solleh..^ eS aUein?^Jversü©hen^ den^Kurs der.^röne«iinau^Uah/f Setzen, "die^Teuerung'<izu vmaldempdic^Lohhschräuüjfe **s aufzuhälteh7"deh Gesetzen Geltung zu verSchaffeh und was Sonst"'noch^ an SchWierigen"*Äüfgaben «vorhanden!istr; Sie %QrdeliifcsichcdäiKei^Sip, jrnmter ^nänög*^-- hch mächen'und Maimieren" Wäium*alsö ,spannen^Jsjch