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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1920-01-09 · 2 (9.1.1920) · p. Seite 18

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
37 (1920)
Issue
2 (9.1.1920)
Date
1920-01-09
Page
Seite 18 (sequence 2)
Language
German
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$eit« 18 > Bwm&wocBmsmm't. ä Bevor wir indes zur Ausfimrung dieses Planes »chieiliea/K^Ärers es noteendig^ in.«äinsererv eigenen Mitte eine Einheitsfront herzustellen. Es gehört leider zu uiQsei^'^^^n-^iewohinheiten, immer in die-Ferne zu schweren und^das fifiächstliegende zu. übersehen. Das ISachstliegende in dem1 gegebenen Falle ist: die Schaffung. emejJEinheitsfront im' eigenen Lager-,- einer 4üdisehen, iE jjaheitsfront.: Ehe daran,, .gegangen .wird, .eine höhere .Kampfeinheit, die jüdisch-christliche Ein- Jaeitsfcontr zu csc^baöen, muß die einfache Gruppe in sich -gegiiedert- und zu einer geschlossenen..jhimheit -verbunden:-3ein., -Aber -selbst. dem Feinde^gegenüber, im Kampfe gegen unseren erbittertsten .§egner, treten ,2ÄÄlÄS£t ^i^finfti^n^alilfiiiKiw Itenfeicliiaiehung^elMer^ jind zw-eitens der ^ampj^gegen bSufll&il. äien AnÄmüismus? aal Btoeäächkeitjamdg^mitian « Von Josef Steiner, K^us^mein^-Voetohca&tellverjejBRjnnen.; ' . *-*fl^teaauinde^ Maiäenbad. Schon seit der Erlassung der Staatsgrundgesetze .im „Kaisanstäate «Oesterreich* wehte in aDautschböhmen ein freisinniger Geist. Die Juden waren begeistert von der neuen liberalen Zeit-^und<'sehlossen sich an die Vertreter der einstigen liheralen - späteren Fortschrittspartei mit Begeisterung an,;±ämpiten für deren Wahl mit Einsetoung ihrer.. Persönlichkeit und ihres .ganzen Einflusses.. Sie gaben sich dem^ verzeihlichen Irrtum.' hin, daß-sie-äui allen"Gebieten im Staate die Gleichberechtigung unschwer erlangen würden,1 < wenn liberale, freisinnige^ Menschen n mit ihrer Unterstützung, in ^die^ertretm^feörpeT^wänlt würden. In den meisten. Fällen, hielten dje Herren wir. mcht als^escMosseöes jGajaze^alaL.einein»^der''r.'ihre ..yersprechungen , jaipht, „.und . wenn sie Verteidigung liäiidtiche^£^p&ijyieiLauf> Wirumüs- « eiirnia^Ugewsälilt ^waren^iMmmer.teny„-siei'.sich um ihre sen es uns eingestehen; daß es,;~viele unter uns^gibt, •^üdisehen^^ia^er-omclht;-« ja^'-auch'«um»^die anderen Einzelne und Gruppen,..die..-.den'/Ernst;.unserer* Lage *. WjäMer»nicht, und-hsegnägten^sichi.atif-rden Schultern v Jucht '„Jhrer Parteigenossen, zu^hohen Staaisposten empor- - Yj^^^guogskajnpfes^Joein- -Verständnis haben. ^zugel^ngen^verziehtelen dann gewöhnlich; auf ihr i^^A^ Vo^a;»™™ 1 ••Mandatcundr ließen/«cb .in ihrem' Wahlbezirke über- Wenn irgendwo -^.^ unsere Andere liberale. Abgeordnete waren wohl für ihre Person liberal* «aheridanhjtsehr-(indigniert, wenn man sie nach der Wahl»ibfii ügendeinem Anlasse erinnerte, für die Gleichheitr-dez. Juden vor .dem Gesetze iiri . Parlamente. einzutieten^-oder...sich-ifür«..die.,J-uden in . der. Deffentnchkeik irgendwo zUiengagieren.,..InJhrem Privatleben- Rollten jdlese JHerren. seht; häufig, ,mit Junennichts, zu;;tun-.habenl^undstellten..in ihren Fa-> . MksbeMeben^ in_mien jGesid^ Bur * daß das Judentumdie" Summe' aller semerEiWteüe - i»auM^ ristvWalle lebm d? alte.ßurgerm. uns. lebt,, und sollten daher, gemeinsam. unsere gemeinsame Sache vertreten. Und gerade legen unkampfe gegen den Antisemitismus könnten wir altert samt, uioä^cjhadet deii^politischenv^ationfllenjjoder k ceiigpö^eniifGesinn^ eine id&nheitsfront bilden. In diesem Kampfe 4utr;uns J&nigkeit.not; und hier ist sie auch möglich. Gewiß:, viele sind der Bisse, die v durch das heutige. Jud^entum: gehen; da gibt es verschiedene' Strömungenvund , Bewegungen und Bichtungen üind Parteien, die wider einander streiten und fc.alle Gemeinsamkeitsbestrebungen zunichte . machen*. Nochtnidht gereift ist in uns die Einsicht, seren gemeinsamen Feind, jgegen den Antisemitismus', müßten wir in, Bjeih? und Glied, in einer Einheitsfront kämpfen. Hierist der Punkt, wo jwir e;inig isein können; djenn da braucht niemand auch nur den winzigsten -Teil seiner Ueberzeugung, auch nur ein Jbtayon seiner Gesinnung* oder, auch. nur. .einen kleineh Runkt seines Parteiprogramms1 preiszugeben. Hier Igilt es nur, über alle Gegensätze. Jainweg. eins1 zum1 andern . zu finden, / -um1 idem Eeinde, der 3tufe Ganze gehtg als einheitliches * Ganze zu begegnen. Es wird immer wieder betont, das! Steeben*aiach rechte,., so;sorgteiusie. immer dafür,...daßv..di&. Juden ... nicht in .deren, Besitz ikamea..oder.,setzten.sioh..wenig: r.; stens^nie^ dafür^ein. ~" YieJfach-;.wjarde& und die r l'.Mittel. 4er-,..re^ lindem* sie. i-si chufür.. liberaL ausgaben,uaim durch die ,. Imterstützung^der Juden,, zu&jeiner^hohenSienung zu ...gelangen. .*i.Deri Schreiben dieser Zeilent.,gehörte,^selbst„durch ..Jahi^ejhnte.,der.., deute der Foils.ehm.UsparteLanuund*. battet.Gßlegenheiti;. das ... Wirken^ jdiesej^.5.einstigeri freisinnigen Partei;: kennen . zu Jernen*~In£qlg<e wdej ^poliiiischeh XJmgestaltung und da.kdie^1ibeiieÄmnir^päter.,^ die Einheit, nach der Synthese zwischen Idee und Wirkjy^ung, mit. der* Jngends,verloren: hatten wirtschaftete henkelt, Lehre rund Leben, bedanken nnd Tat sei; diese; ah und,.an.ihrÄ.Stelle^gelangteni^^^ -ejnes der Hauptmerkmale^ des jüdischen-VollcstJfaarak-;.^nntischeSarteien^welche.die;Jnden ivonJhreLTätigrters; aber in unserem' Kampfenach a«ßenrgegen ^eiL ausschlossen^und Ä.rbel^pften.i EaTisind^dies; die-grimmen Femde des Judentams^w^ereines^vondie cJbLristlichsoziale^die. alldeutsche;, die,deutsxjhradi- - nöten^Hdas-Streben inach Einigkeit, diß-^mheitsfronjt. fciie>4mid_die,. deutsche „Yolkspartei. So;oberflächlich, so ^sich%rund iron-^ngbeschoJXmwdenJetztemJahrennror.demJCriege.natten "grenztem .iforizont iner Antisemitismus anchi-gt in gich^^.jn^äa^ ^e2^. ^nd^ df Mt:ef weit ausrda-rkennt , ^mehr)i4Uggebildetaind .waren zu,.großem. Einflüsse ge- -er^en: Juden als Einzeiiieii'Trich^ dar geht; eir-rmmer; wt/.Es^^iea.die. zioniisti scheiiPartei, die t-äufs .GameT-md.nmes^ 0n alj&dwÄhÄ.Eartdinnd^die^aldeinokra- •^z« .inioßtoarwir, mergesagt,;als-tga^zesrais;|eüschß B.Qai.€zioi^a^teUDer-^roßerJ?eiLlder Ju- ^<Moss^-r^alanx den iavDeutsßhhohmeni,isttfobersbisher-,auf ihrem -heute-toch^ ~großer«Tdenn je;: esist daher ein-Gebotrner-Stunde, dej Ums.tnr'z ~J^J**^ md mtem®^ot™& trennemund f, ^rde-de^as^ho^owakis^^taatj. geiretanr. : . 1 ^rtgrüMetLlaa daesem^bil^^ —:. .jti^OiiiSL^f&jtsnB£x#knp.%,«MieHeich.^söhon^ ii^d«reni- % ^^en^M^ate^w^den ^e«^)keii des ilschechoT&lowa-

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