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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1920-01-02 · 1 (2.1.1920) · p. Seite 12

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
37 (1920)
Issue
1 (2.1.1920)
Date
1920-01-02
Page
Seite 12 (sequence 12)
Language
German
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Dr. BLOCHE WOCHENSCHRIFT. föS-JmQVir. 5, Ifttdt^i&Ss JÜfca. J. Elias, beide in Wfcn, je $0; 3£. Gdldmann und Hermann Berger, Wien, je 25; Ignaa yuc3», Wien, 20; ,,Hungafia% Kohlenbergbau Leopold Häuser £' Co., "Wien, 10; "Wilifelm Gergely, Klischeefabrit, Wien, fi; M. Byk, Wien, 3; Egon Bergmann, Wien. 8: Sexmanti Enge}, Wien, 11 : Aus . <ier tedlie^-slowaktedien Republik sind einge?^ psagen: \ * XsraeHtisclie Kultusgeineinde Falkenau CK 105; Iarae- Ufiiä«5fee. Kultusgemeinde Luditz 30. Aua Deutschland sind eingegangen: J. Boösen, Berlin, Mk. 300; Leo Fröhlich, Düsseldorf; t&hrer H. Eätzenstein aus. der Erefc Jisroel-Kasse, Wolfenligen,, je 100; David Fröhlich, Bad Mergentheim, 50; Wilireim Haas durch. Israel. Unterstützungsverein 'Meiningen; Alfred Siegfried Freudenthal, Breslau, je 20; Bichard Arnstein, Philipp Itaig und Frifes Israel, Soldau, je 10; Berthold Bör, Karlsruhe, G. < " Zahlstelle für Deutschosterreicfe: Bankhaus S. M. von Jtothschild, Wien, I., Senngasse S; „Neue Freie Presse", Wien, X., Fichtegasse 11; für die tschecho-slowakische Bepublik: Böhmische Unionbank. Prag; für Ungarn: Magyar-Altalanps Hitelbank, Budapest; für Deutschland: Deutsche Bank, Berlin; ftr Polen: Commerabaak W. Landau, Warschau und Lodz; für. Galizien: Wiedeaski Bank Lombardowyi i eskontewy w ^a^stisia**. - - Speiden. Bei der ,.Wochenschriff * e'ngeUvafen: Für die Augenklinik in Jerusalem von M. B. K 500; für jüdische bÜnde Soldaten K 50, für das jüdische BEndeninstätUB IE. 60 tos Aaaa Eingedenk, Wien, V. Verein Machsike Hadath. t Wien, II., Schiffamtsgasse 20. Jfcügtinst -ü der unentgeltlichen AusspeisungsakHou der noti44eäden Flüchtlinge sind &«m Vereine nachstehende Spenden «abflössen:v ."' Bilinki & Beisler, London, durch Frau Ernestine Mära j£ 500: A. Wolf 400; Spandeneingang durch unseren Obmann Jekob März: Josef Samet & M. A. Strom 250; Bard*ch\.2Ö0; Engelberg & Bruder 120; Samuel Kohn 150; Frav Bebekka Tisser 1G0; Abek St3in, BieJitz, 10Ö; Moses Stein, ^jelitz, 100; CK. Altmann 100; Josef Stern, B elitz, 103; Barueh SchnilHch 60; Mas Hiilmann 50; Stern 60: Schem- «a- 25; Ch'. Silbermana UO; Jakob MMrz 10; L. Leitner 20; ^usMomen K 2335. __ DrÄ Bernhard fiftSnz. Mittwoch, den 17. v. M., ist der Bibliothekar der Wiener israelitischen Kultu%em£inde Dr. Bernhard Münz im 64. Lebensjahre gestorben. Dj. Münz, ein eebürtiger Leipniker, war durch seine umfassenden Kenntnisse und1 sein reiches Wissen in der Gelehrten- Welt :bekannt und geschätzt. Er war Verfasser .zahlreicher philosophischer und literarischer Schtii- IfötL Aus seiner Feder stammen mehrere Werke über triechische Philosophie, so: „Die Keime, der Erennthistheorie in. der vorsophistischSen Periode der griechischen Philosophie", „Die Erkenntnistheorie des I^otagoras", „Lebens- und Weltfragen". Ueber den Philosophen der „Weltphantasie" Jakob Froh- )Bc|ia-ittm;er veröffentlichte er eine Reihe von Abhä^lühgeii und den Briefwechsel mit ihm. Außerdem schrieb' er über Moritz' Lazarus und Adolf Pi c h 1er. Andere Schriften von ihm! behandeln Hebbel und Hamerling als Denker, Goethe als Erzieher, Q&ezi als Erzieher/ Shakespeare als Philosophen. Dr. .Bernhard Münz war seit einem' Vierteljahr- ^uiiäert Bibhothekar der Wiener Kultusgemeinde; in lüeser Eigenschaft hat er beigetragen, die Schätze äeifGemeiMebibKoithek zur mehren und deren Benützung den Forechern. und Lernbe^erjgen zu erleich- *ko^ V1"'"V"T..';"'..'.; ,\.. Die Beisetzung erfolgte unter iahlreiclw Beteiligung am Freitag, 19: v: M., auf dem neuen jüdischeil Friedhof. An der Bahre des Entschlafenen hielt Rabbiner Dr. Feu chtwang einen ergreifenden Nachruf. Wien. (Todesfall.) Einer der bekanntesta-n ungari* sehen Aerzte, dessen Buf als hervorragender Gelehrter und edler Mensch' weit über die Grenzen seines Vaterlandes gedrungen'ist, der Stadtarzt Herr Dr. Isidor Menczer aua Groß-Beczkerek, ist im Alter von 69 Jahren am 12. Den zember 1910 in einer hiesigen Klinik einem schweren Leiden erlegen. Ein Zahlreicher Freundeskreis, unzählige derer, denen er mij Hilfe und Trost fcur Seite gestanden ist, beklagen den Verlust eines edelmütigen Freundes und Beraters. An seine? Bahre trauert eine Witwe, die in langjähriger inniger: Gemeinschaft ihm zur Seite stand. Besonders in Groß-Becskerek, wo der Verblichene 40 Jahre als Stadtarzt segensreich' tätig war, wird sein Hinscheiden schmerzlich empfunden werden. Der Verstorbene wird nach' seiner Heimat überführt und dort bestattet. Erbarmtet auc-ft unserer Kranken und Greise! < „Des Frommen Art ist: geben und andere zum Geben bewegen" (Sprüche der Väter). Der Zusammenbruch Oesterreichs hat di3 Judenschaft Wiens besonders schwer getroffen. Unser Gemeindespital, dieser Hoffnungsanker Heilung suchender weit über die Gemarkung Wiens hinaus, un^er Siechen- und Alterversorgungshaus, die Zuflucht der Hilflosesten und Beklagensweitesien in unserer Mitte, unser Blindeninstitut und unsere Taubstummenanstalt, die so viel^elahmte Kraft einem Lebensrufe zugeführt haben, diese vier Anstalten, Ruhmestitel des Wiener Judentumes, stehen aus Geldmangel unmittelbar vor-der Notwendigkeit, ihre Pforten zu schließen. Wiener Juden 1 Die wir inf Stolz auf den klang: vollen Namen unserer Gemeinde aufgewachsen sind, dürfen'wir'untätig zusehen, wie ihre Krone in ßm Staub sinkt? Müssen wir nicht alles daran setzen, zu erhalten, was unsere Väter geschaffen haben? Und wie muß es auf unsere Kinder wirken, wenn unzählige obdachlose, hungernde und frierende Greise, schmerzgepeinjgte Kranke, jammernde Sieche unserer Herzlosigkeit oder Lässigkeit zum Opfer fallen? Wir sind entschlossen, in die Bresche zu tretend Helfet uns, Brüder, das schwere Werk zum Siege führen! Schätzet euch' selbst ein, wie .es' euch eingibt euer jüdisches Herz, das Andenken eurer Eltern, der Gedanke ah das Elend, das ihr verhüten könnt durch rascheste ausgiebige Hilfeleistung. Spendet für Gemeindespital, Siechen♦ und Alters versorgungshau s, Blinden- und Taubstummeninstitut. Komitee zur Sanierung der notleidenden israelitischen , Wohlfahrts-Anstalten Wiens: G. Adlerstein, L. Agid, Kohlengroßhahdlung, Franz B o 8 c h a n, in Firma Peter Boschan und Söhne, B61a Böhm, Fabrikant, Julius Berg er, in Firma Schiller & Rom1, David Dohan, in Firma Brüder Dohan, Franz Denes. Fabrikant, A. Herrn. "Frank 1 & Söhne, Eisengroßhahdlung, Dr. Max Grunwald, Rabbiher, Julius Haber, Direktor, Arthur Herzl, in Firma Brüder H e r z 1," Emil Kornfeld, Direktor der allgem'. Verkehrsbank, Alfred Landesberger, Konlengroßhandlung, Heinrich' N e u r a t h1, in Firma Michael Neurath, Edmund Philipp, in Firma Telt: scher & Philipp, S. M. Rübner, Bezirksrat, Max Simon, in Firma Bauer & Simon, Bankhaus, Karl Schnitzer, in Firma Löwy und Schnitzer, Arthur S>chlesinger, in Firiüa Siegbiund Schlesinger, Mi-

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