Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 37 (1920)
- Issue
- 1 (2.1.1920)
- Date
- 1920-01-02
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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fett« 7 z:. B. verboten, den Leuten die Haare an deri Ohren wegzuschneiden, damit sie sich leichter Ringellöckchen drehen könnten, welche zur Nationaltracht erhoben werden sollten. Am nächsten Osterfest sollten auch Schon auf die Brotkarten Mazzes aus' Kukuruzirieh.1 verteilt werden und' "wer sie zurückweisen' würdev sollte vor die Revolutionsgerichte kommen. Die jüdischen Soldatenräte in» der Roten C rde arbeiteten bereits leifrig daran, den Kaftan als t form' einzurühren. Es kriuß als ein glücklicher Zufall 1 zeichnet werden, daß die Rumänen diesen jüdisch< i Absichten mit Waffengewalt zuvorkamen. Denn nach der Eroberung von Budapest wäre natürlich auch Wiein an die Reihe gekommen. Von der Polizei wurden einige Leute festgenommen, welche sich zum Schein als1 Schleichhändler verhaften ließen', in Wirklichkeit aber Spione der jüdisch-bblschewistischen Regierung Waren und hier mit Gesinnungsgenossen Zusammenkünfte hielten. Der Eid der Verschwiegenheit wurde auf eine Kiste mit Revolvern abgelegt, die wegen der jüdischen' Feigheit der Teilnehmer fest verschlossen blieb, obwohl die Revolver gar nicht geladen Waren. Bei der ]} Eroberung Wiens' durch1 den' ungarischen Judenstant sollte zum' besonderen Spott für das' Germanentum die Redaktion der „Ostdeutschen Rundschau" das jüdische Hauptcraartier werden, verschärft durch das strengste Alkohol verbot _ . •' Außer dem1 Budapester Zirkular ist in derri gleichen Artikel noch eine höchst überraschende Meldung enthalten. Diese lautet: „Jakob Sehiff und Baron Hirsch hauen' sich nicht aus' „Bruderliebe" soeben ihre. Palaste in Jerusalem!, 'sondern: nur zu dem' Zweck, darin von Zeit zu Zeit ein verschwiegenes' Stelldicfrein aller Großen Israels veranstalten zu kennen. Eines Gojims Gegenwart ward dort nicht geduldet werden, das ist klar. Neujemsälem'wird ein Spinriehnest ^=ein, aus dein' Goldfaden' zürn1 nähen Orient, zum' neüerob'erteh Syrien, Persien und Tibet (das jüngste englische „Schutzgiebiet") hiriüberges'ponrieri werdend Wie sagt 'doch' der 105. Psalm': „Er gab ihnen Länder der Völker und die Mühe der Nationen gewannen sie. weil sie seine .Satzungen; wahrten und' seine Lehre beobachteten." Der Baron Hirsch weilt ztöar nicht mehr unterJ den Lebenden, aber das geniert die großdeutschen j Geister bekanntlich' nicht. Wahrscheinlich' ist es dann-! ein anderer schäbiger Jude, der in Jerusalem' ein Haus für jüdische Zus'amm'enkunfte baut, bei denen er sich zum1 Dalai-Lama von Tibet wählen lassen: 'will. Wie'Wir in Ergänzung zu dem1 obigen, höchst Wahrheitsgetreuen Bericht noch' melden körinen, befinden sich in de'm! Haus' noch Kerker für etwaige Verräter der jüdischen Verhandlungeri. Diese sind zwar äußerlich gar nicht schrecklich'eingerichtet, aber den h^er Eingesperrten werden ohne Gnade urid Barmherzigkeit von grausariien Wächtern' während' des ganzen Tages großdeutsch'-antisemitische Zeitungen vorgelesen. Es' ist beabsichtigt, auf die'se unerhört abgefeimte Art ah ihrerii1 Verstand einen Ritualmbrd_ zu begehen. * * * Das christlichsoziale Abendblatt brachte nach den Weihnachten, fleht" Fest der Nächstenliebe, das unter 'dem' Motto gefeiert wird: ,,Friede den Menschen auf Erden", ein Stimmungsbild, das eine jüdische Kriegsgewinnerfamilie rings u;m einen mächtigen Christbaum darstellt. Die ältere Tochter betrachtet einen neuein Schmuck, der Sohn 'zählt das; Geld in seiner Brieftasche nach, die Mama hat einige 10.000 Krorieririoteri in der Hand, ringsum1 stehen in .Ballen; Zucker, Mehl imd : F*tt, ©ia P«lg'iijiS(»i»l h&ogt aaor Hiri-toi^riracl uail das kleine Tochterchen fragt die Mutter: JffalBjBr,, haben die Christen auch! einen Weihriachlsbaumi?" Auf diesen runkelnagelneuen Witz korirint die geistreiche Antwort: „Früher, mein GoltE, haben sie aucfi an gehabt, aber bei de heutigen Zeiten! gibt's nur bei uns an'l" Man sollte nun annehmen, daß die Zeichnung und die Worte geeignet wären, deri Juden einen moralischen Schaden anzuturi. Das ist jedoch durchaus1 nicht der Fall. Denn die christlichsoziale Presse kommt nur in christlichsoziale Häuser, das sind die der Grundbesitzer, der Greisler, jWirte, Gewerbetreibenden, Kaufleute usw. Diese werden sowohl über das Bild lachen, wie auch' über seine Unterschrift. Denn 'daß bei ihnen NahrurigSriiittel zum Weihnachtsgeschenk gemacht werden, korimit wohl nicht vor, denn diese stehen das ganze Jahr hindurch! ausreichend zur Verfügung.- Auch' Schmuck und Geld für die Familienmitglieder haben den Reis der Neuheit urid den Anwert als) «Geschenke vollständig verloren. Am: meisten aber ist fes zürn1 Lachen, 'daß die genannten . bürgerlichen y Stände, auf die sich der christlichsoziale Eochige- ' danke eigentlich stützt, keine Christbäumö haben. Die ehristlichsozialen WaTdb'esitzer und Großaararier können auf Verlarigen ganze Wälder zur Verfügung stellen, wenn sie es1 nicht vorziehen würden, diese im' Schleichhandel abzugeben. Diese Leute werden* wohl den Kopf schütteln über die Zumutung des antisemitischen Abendblattes, daß es bei ihnen am Wethnachtsfest notiger zugeht, als bei den Juden. Wenn sie sich nicht fröhliche urid ausgiebige Feste leisten können, wer denn? Wenn das Abendblatt Not an niustifetibrien hat, kann rii'an ihm* etwas weit Besseres* bieteri, näbalich die Photographie der erstell und bisher leinizigen Spende für die hungernden Wiener Kinder, welche aus einer niederösterreichischT« Landgemeinde in der Vorwoche kam'! * &sr „__ "«-"TT? Der Jutteifepltgef. Man fühlt sich zuweilen gedrängt, erleich dem alten Faust den Gnmdtext des alten Buches aufzu;- schlaoren uncf riiit redlichem: Gefühl einmal das heijlige Original in sein geliebtes Deutsch' zu übertragen'. So schlagen wir denn auf das Alte Testament, Jesaias, den sechsten .Vers* im' rieuriimdvi ©reiften Kapitel. Urid wir übersetzen getrost: „Und ich "Werde dich riiachen zuriV Spiegel der Völker." Tn der Tat: der Jude in der Geschichte ist der Spieerei, darin rii'an den Kxilturstahd jedes Volkes' in iefjli'cher Zeit seheri kann. Deri Aufstieg urid den Niedergang jedes1 Volkes, das Blühen und das1 Werken jedes Landes, die Kulturhöhe urid den. sittlichen Verfall jedes Zeitalters spiegelt der Jude in semer Geschichte. Aber nicht nur Völkern und Zeiten, auch dem' Einzelneri zu seiner Zeit hält der Jude seinen Spiegel vor. Daraus, wie sich mancher 'zuimi Juden urid zürn1 Judentrim stellt, tritt manchmal ein gar nicht schwankendes, vielmehr ein festumris1senes! Charakterbild hervor. Ein antisemitisches Wiener Abendblatt veröffentlicht in letzter Zeit allabendlich einen „Judenspiegel", eine Saririnlung von Aussprüchen großer Männer, worin das Schlechteste, was über Menschen gesagt werden kann, von den Juden ausgesagt wird. Es ist die alte beliebte Methode der Anfäs'emiten, von gelegentlichen Aussprüchen großer Geister, von absichtlich ,mißverstaiJ^m«% aus' üm* 7A*^Tim9®kskUg