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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1919-12-19 · 48 (19.12.1919) · p. Seite 677

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
36 (1919)
Issue
48 (19.12.1919)
Date
1919-12-19
Page
Seite 677 (sequence 9)
Language
German
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Nr. 48 fh. SL0C8B W0C8M86MUFT | s«t» 778 wehÄss von Gern VezchkauÄi ÄsiS"?Ywtaisdes-»>})4slellt.T«fid‘ .gMtzgsn sei, hersd^ssetzt MSiÄtz;' Äer Woistend 'Würde seihst MdMMVM,WerM er-vonemKm'^Mriate'derLesWten- WhMMsammeMrhnappen möchte; solchen.: destruktiven Machenschaften - dürfe -er.«ticht Vorschub lelsten..Es^ette--alsofür den Vorstand, zu -wählen Miseh'en^mer igrundlnsen klemlicben Etikettfrage and einer >woH<.moti vierten -SteUifflgnabme des Präsidiums mM dsu köime esf kdehtife'ebwer. fallen^ sieh tauf* dier Seite des Präsidiums -Zu schlägen. Ich stelle daher -den Antrag/in folgender Poikrtiliexxifttg: y^Der iÄrrfrag Dr. Ehrlieh sei zu teilen und zu ifechließen, es Sei ‘die Deputation "der; Beamtenschaft' durch« das Präsidium' zu empfangen. Der Emp - fang ‘habe aber nicht vor und inmitten des Plenums zu -erfolgen. Del der Abstimmung erhielt indessen der Antrag Res Mr. Ehrlich die Majorität. Sein Antrag, die ®eamtenSch‘äft jsofort und im' Angesichte des Plenums 'zu empfangen, wurde mit 12 gegen 9 Stimmen angenommen'. Diese reine Kanapeefrage hatte natürlich die Kon- Se^^az, daß das Präsidium hieraus die.Konsequenz Lcrg und resignierte. ■Was sich heriiacK abspielte, War offenbar eben-’ so zusammenhanglos als ungereimt. Ich war nicht mehr Augenzeuge, der sich hierauf ahspielenden Szenen;. 'die Sache -für meinen Teil für erledigtiürid habe mich mit einigen anderen Vorstehern eüMmt, welche die vorgerückte Stunde hei der jetzigen' VerkehrsheSchrärikung' an die Heimfahrt mahnte. - Ich bähe aber vom1 Hörensagen folgendes vernommen: Die^^-/zurückgebliebenen Vorsteher, mit Ausnahme der jüdischnationälen 'Mitglieder, - votierten. dem Präsidium-, trotzdem' sie es iri : dieser Frage im Stiche gelassen batten, -das Vertrauen imd das Präsidium' widerrief seine ‘ Demission.' Nun Konnten die Dinge ihren Lauf hehmen. -Es -kcmnte-nmmtehr .geschehen, was sich die Beamtenschaft dn den Kopf gesetzt hätte und die Deputation "/wurde eingelassen. Hier wechselte Rede und Gegenrede Zwischen dem' Sprecher der- Deputation und dem -Präsidium1; -was im Weiteren Disput zu emem .-regellosen -Gezänke ausartete. Ein Wort gab natürlich das andere, die -Versammlung geriet heftig aneinander .und insbesondere Vizepräsident Dr. Pap - PveiL-hOamV. auf -denes ■ die Angestellten:, -besonders scharf:,hahen, warVriiden Angriffen und Drohungen ausgesetzt/ .Die Nichts weniger als erbauliche und gesittete Affaire nahmsohm den beklagenswerten Ausgang, daß Vizepräsident Dr, Pappenheim! aufgebracht erklärte, ‘den Schauplatz - solcher Szenen - nicht m^hT'betreten rZuV-Wöllen.-Wer möchte es ihm verdenken? Es War keihfEhredtag für die Kultüsgemeinde. V>JÜ^bMiWilraleti^;;]i^ Mafzgas&e16. -SamMg, den rß. ’ Dezember d. I., - hielt luden BMmeinKWr/RMirBhithl die „Gesellschaft für Sammlung LÄd äKonservteruingvon 'Kunst- und Msterischen f'DenMhMern des Judentums* ■ die XI. Eordentlich'e GeneralverSaMmlung ab. Die Beteiligung der Mitglieder war /eine / rege -und. groß die Zahl der erschienenen Gäste, minter - denen man -die Vertreter des* PräteidiiAhSder israelitischen/Kultusgemein.de, /der israelitischen THinnani^tsvereine B. -B. „Wien*‘ -.und „Eintracht“, rJdes ^Brofes'sbrenkollegiums - der „IsraeLtheöl. Lehranstalt**, der; „Israel. Allianz“ und anderer Vereine und Korporationen bemerkte. Der VorsitetzMe,, Herr JÜoirat Prof. Mr. A. Mo - litzer, eröffnete um 6 Ehr /die VersaMntesg, rädern1 er rzunächst die zahlreich Erschienene., begrüßte. Sodann erstattete, er den mit vielem Beifall aufgenomimenen Tätigkeitsbericht des Kuratoriums für die abgelaufene Berichtsperiode 1914—1918. Beginnend mit der Motivierung der durch die Kriegsereignisse und deren Folgen eingetretenen Berichtspause hielt der Redner einen w'aimenNachruf den im verflossenen Zeiträume hiogeschiedenen Mitgliedern des Kuratoriums, dem weitbekannten Altertumsforscher Abraham Epstein s. Ä. (gest. 6. April 1918), dem'unvergeßlichen Oberrabbiner Dr. Moritz Güdem-änrn >s. Ä. (gest. 5. Augnst 1918) und dem1 Seit dem Tode Sonnenthals als ersten Vizepräsidenten fungierenden Dr. Bela Taussig s. A. (gest. 3. November 1918). Er gedachte in treffender Schilderung des Konsens und Leistens dieser um' die Sache des Museums^ so hochverdienten Männer und feierte unter den änderen dahingesdiiedenen fünfundvierzig Mitgliedern der Gesellschaft, deren Zahl nun 311 beträgt, insbesondere das Andenken des am' 25. April 1917 heimgegangenen vielgerühmten. Wohltäters' Salo Cohn sV A und des erfolgreichen Präsidenten der Wiener israelitischen Kultusgemeinde Dr. Alfred Stern -s. A. (gest. 1. Dezeihber 1918), die beide stete Förderer und Gönner der Gesellschaft gewesen" sind. . Zu/m. Tätigkeitsberichte des Kuratoriums „übergehend, gab der Vortragende .ein Bild der Mitgliederstandsbewegung, Wobei er trotz der Schwierigkeit der Propaganda in der Zeit der "heutigen starken charitativen Alltagsariforderungen einen .erfreulichen Zuwachs an Mitgliedern, hauptsächlich, aus dem Kreise ‘der. hiesigen beiden Logen,, feststellte. Er dankte sodann, in erster Linie die letztwillige Zuwendung von Salo Cohn s. A. mit Kronen. 10:000 . erwähnend, allen hochherzigen Gönnern für die dem Museum 'zugewendeten Legate und Spenden und nannte unter den Spendern, die als „Stifter“ eingetretenen Herren .Albert Mayer, Dr. Siegmund Stiaßny, Samuel Glückselig und letzthin Oskar Ro s n e r. Der. israelitischen KuRusgemeiride Wien und den beiden Logen „Wien** und „Eintracht“ wurde besonderer Dank für die. alljährlich. gewährten Subventionen gezollt, ebenso den. Spendern von Objekten, darunter Frau Kamilla Cohn, Herrn Dr. Siegmund Stiaßny, Herrn.Alfred W.aizner-Wien, und zuletzt auch' den Mitarbeitern und Förderern, Herrn Eduard Beer-Wien, Kalman .L^ttgsner aus Nadwöma und dem rührigen KustoS und Sekretär der Gesellschaft Dt.. .Jakob Brenner,, dem* .die vollste Anerkennung ausgesprochen (wurde: Herr Bankdirektor Emst Lemberger, der Kassaverwalter der Gesellschaft,. erstattete dann in kurzen Worten den Kassabericht für 'die Zeit von 1914—1918 und .beantragte .über Antrag, der Revisoren, die wiedergewählt wurden, das AhsOlutoriüm', das einstimmig, .angenommen wurde. Der Vorsitzende berichtete hierauf über die durch den Heimgang Dr. Bela Taussigs erforderlich gewesene Veränderung unter den Funktionären.des1 Kuratoriums, derart, daß /Herr .Hofrat Dr^ Frankfurter-nun die .Stelle des ersten Vizepräsidenten und Dr. Siegmünd StiaJJny die des,zweiten Vizepräsidenten bekleide und .schlug, mit .Beruhxng auf Paragraph 6 «der Satzungen die Wahl des Herrn .Oberrabbiners Dr. H.-P. Chajes-als :Nanh&Iger Dr. Gü de m a n n s und «des Herrn Samuel Glückselig als Antiquar-Sachverständigen .ins Kuratorium, vor. Nach einstimmiger Annahme dieses' Vorschlages

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