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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1919-12-05 · 46 (5.12.1919) · p. Seite 648

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
36 (1919)
Issue
46 (5.12.1919)
Date
1919-12-05
Page
Seite 648 (sequence 12)
Language
German
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8.1t. 7U Br. N.O-L Z WESWWMW» Nr. 44 Wiea^ jc 10; 2fisa Barrtein. 8; Markus Student aus Wagatadt, Welliech' Student aus Oderberg, je 5; Moritz Bitter. 4; 'zusammen 207; Israeiitischia Kulttisgemein.de Miß>- lita 207; Wilhelm Singer, Liptovßki, 100; Moritz Stern, Liptoveki, 55; -‘ IsraelitisShtes Armeninstitut Triesch 50; PMLpp Weil, Neustadtl, 5 tschfech. Kronen. Ans Jugoslawien ist eingegangen; Babbiner Saul Stern,' Brod a. 8. (teils Thoraapenden, tafls Sammlung), Kultus gemeinde Warasdin, Nissim Merkadie, Dosn.'Brod, Julius Fuchs und Moritz Braun; Mitrovica, je 100; Vilim Weiß, Arpad Fuchs, beide Mitrovica, je 50; Adolf Sommer 30; Alex. Perl 15; Sander Villany 5; der Bert diverse Spenden, zusammen 890 Kronen. Aus Deutschland ist eingegangen: Wohltätigkeitsverein der jüdischen Gemeinde Görlitz, L.-Steinhardt, Wltzenhausen, Babbiner Dr. Kahn, Bad Mer- - Kyntheim, je 1GQ; Israelitische Kultusgemeinde Düsseldorf 75;' J. Nußbaum, ,Viersen, 72; Bezirksrabbiner Dr. Spitz, Galligen, aus der Kriegsgedäclitnisstiftung der Syhagogcn- «meihde zu Witzenhausen, je 50; Kultusvorstjänd A. Dreyfus, teUgen, 40; Lehrer Klein, Norden (Spenden),* 38; Chewra Bybnik, 30; Alfred Bruck, Magdeburg; Israelitische BeLKonsgemeinde Oppenheim, durch Vorsteher 8. Bosenäüad; je? 20; S. Frank; ‘Wädhtersbacb, 26; Synagogengem. p£ine 25; Alfred Efrcm, Breslau, 15; Louis Alt, Breslau, Krifflkenpflege- und Beerdigungsverein, Nicolai, je 10; Frau CL /Wkersdorff, Breslau* 5 Mark. Zahlstelle für Deutschösterreich: Bankhaus S. M. von IfejÖtoduldj Wien, I., Benngosse 3; „Neue Freie Presse“,Wien, I., Fichtegasse 11; für die tscheche-slowakische Republik: Böhmische Unionbank, Prag; für Ungarn: Magyar:Altalanos Hit^ibaak; Budapest; für Deutschland: Deutsche Bank, Berlin; für Polen: Couunerzbank W. Landau, Warschau und Lodz; für Galizien: Wiedenski Bank Lombardowyä i eskontowy w PÄtfauT, - .. ____ Verein Machsike Hadath. Wien, II., Scbiffsmtsgasse 20. Zugunsten der .unentgeltlichen Ausspeisungsaktion der notd.m V.reine. nachstehende Spenden^ , WmrK..Kerry .Aron Bamchsk gesamrnelt: 8. Nichtenfeauser 200; Leon Weintrhub 80; B. Zeller 50; Max Splittezr 2L8.4B; Bo$enbe?g 10; GoldseMnidt 10; Weber 10; Dergctyöwitz 24; pänschak 50; Sammlung Feldstein. 300; Spindler 120; Hochzeit -Neste 300; Sammlung unbekannt 275; Äuri^ lernt Küpferberg, H. Fisch 120; Krochmal 50; . Gold- B: Hdrowitä 20; Mendelsohn, Petersburg, 200; i des Ablebens des Schwiegervaters des Herrn Bar- Sammlung, 2?5 Kronen; zusammen 2332.40 Kronen. .; Spenden. Bei der „Wochenschrift" sind eingelaufen:. Fü? die Augenklinik fn Jerusalem: vom Bethäus des Vereines.,,,Bene BerithT*, gesammelt durch Herrn Abraham Scha-. pärsis 63 K; anonym unter „Gottes Hilfe ist überall“ 100 K. DMnÄvende tut Verein zur Beförderung der Handiwertcer unter den Inländischen Israeliten, rv Wien, IX., Grünetorgasse 26. Sehr vielen unseren Wiener Juden ergeht es sicherütS&ähnlicb wie dem Valentin in Goethes- „Faust". „Mit Stichelreden, Naserümpfen soll jeder Bube mich beschimpfen 1" usw. ' Es verdrießt einen, daß es tatsächlich auch' unter den Juden und nicht nyr unter den Bauern, Bankmagnaten und anderen nicht gerade arierreinen Kategorien Schieber und ähnliches Gelichter gibt, gewissenlose Schelme, die das Wort Jude jzum Schimpfwort machen. ^HHMkpipschend muß man es dann iüber sich ergehen wenn die „Beiehepost" samt Gefolge mit Behagen dieise j,Juden" an den Pranger stellt. „Und möcht ich sie miBammffliHhhVniBißeiTL könnte ich eie doch nicht Lügner heißen." Um so trostreicher ist ein Lichtblick in dieser ktiistenen Zeit, wie er, uns M» Sonntag, den 23. November k* in unserem' jüdischen Handwerkefverein sich bot, Erndicht gedrängtes Auditorium prächtiger jüdischer Burschten, die redliches Handwerk zu ihrem Beruf gewühlt ^ü»n. Dieser Verein^ von. djaa ein wahrer Strom gemeim nützigen 'MWens; «mg® gangen, und der trotz» Liier- Mma, die ihm Wien; che hm das Judentum zu-danken Ihat,-in den weitesten Kreisen unserer Gemeinde unbekannt, sicherlich ohne verdiente Würdigung geblieben ist, er zählt'.in wenigen Wochen iaedfrig Jahre. „Ben’ schemonim ligwuräh.“* „Der Achtzigjährig zeigt sich in voller Kraftentfaltung.“? Das kann man mit den Worten unserer alten Weisen auch von diesem Jubilar sagen. Trotz der Ungunst der Zeit entfaltet der Verein gerade " jetzt Wieder eine Rührigkeit, die Bewunderung auslöst. 30 Zöglinge sind nun wieder mit vollständiger Beköstigung Und Verpflegung in das Heim ftufgenommen worden. Waisenknaben, denen der. Verein, somit das Elternhaus zu ersetzen sucht. Aber Hunderte sind es außerdem, die Mer Bat, werktätige Unterstützung und Anschluß finden. Um den wohltuenden Einfluß. auf . diese Jugend, die den Gefahren , der Großstadt, der sittlichen Verrohung, der Einwirkung geistiger Verderbnis ganz. besonders .ausgesetzt ist, zu verstärken, veranstaltet der, Verein in diesem Jahre Heimabende, an denen geistige Anregung und Kunstgenuß geboten werden sollen. Intime Veranstaltungen, die den jungen Leuten das Heim zu einem Anziehungspunkte, zu einer gern aufgesuchten Einkehr- und Sammelstätte. gestalten können. Der Eröffnungsabend, an dem sich' der Vorstand und eine Anzahl Gäste eingefunden hätten, wurde am. Sonntag, den 23. November, mit einer Ansprache des Herrn Rabbiners Dr. MaX Gr un.wald. eingeleitet. Hieran schlossen sich künstlerische Därbietungeii der Herren Qberkantor Morgenstern und Klaviervir«. fcuose Professor Eoderich B aß, sowie der Violinvirtuosiii Fräulein. Erna Kaudek. Alle Progfammnunmiern wuri. den von den jugendlichen Zuhörern mit lautem Beifall apf^ genommen, der sich verstärkt wiederholte, als.das Vorstandsmik glied Herr Jul. ,S t e r n mit einem Dank an die Vortragenden die gelungene Veranstaltung beschloß. Besonderer Dank gebührt dem Veranstalter des Abends, Herrn Max Schwager. Sämtliche Teilnehmer, denen auch' noch eine pühruhg durch! die Räume des Heims unter, Leitung des rührigen Sekretärs Herrn Leopold Schäfer geboten wurde, verließen das schöne Haus mit dem! Wunsche, daß dieser inhaltsreiche, stimmungsvolle Abend recht bald eine gleichwertige Fortsetzung finden möge. ' Wien. Die technische Studiengruppe des Palästinaamtes beabsichtigt, demnächst. einen Kurs zur Heranbildu ng v;o n Oh auf f e u ren und Mo-' torb.ootfiührerh für Palästinainteressenten ins Leben zu rufen. Dieejnigen, welche si-ch1 dafür, interessieren, werden ersucht, sich rechtzeitig beim 'technischen Referat des Palästina-Amtes, II., Zirkusg. 35, zu melden, da nur eine beschränkte Zähl von Teilnehmern aufgenommen wird. „Dichtung jdes Ostens.“ Unter diesem Titel findet Samstag, den 6. d, M., 6 Uhr abends, im „Stock-im-Eisensaale“, I., Käxntrierstraße 4, ein Vortragsabend statt, an dein! Miriam Schnabel Dichtungen der Juden, Inder und Chinesen vortragen wird. Karten daselbst und bei Löiwit, I., Rotenturmistraße 22, und im Hochschulausschuß, IX,, Alserstraße 28. "* Efite-Konzert^ Zugunsten des israeliRsdbien Frauen-Wohltätigkeitsvereihes für den II. und III. Bezirk und des Altersfürsorgeverbandes findet am 16. d. M. ein Konzert mit äußerst interessantem Programm im großen Konzerthäussaal statt. Ihre Mitwirkung haben zugesagt: Lucille Weingärtnerr,Marcel, Felix Weingartner,- Opernsänger Richard Mayr, Alfred Grünfeld, Wilhelm1 Klitseh vom Deutschen Volkstbeater, Stiftem, Gründern und Mitgliedern syer-:

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