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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1919-12-05 · 46 (5.12.1919) · p. Seite 646

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
36 (1919)
Issue
46 (5.12.1919)
Date
1919-12-05
Page
Seite 646 (sequence 10)
Language
German
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Dt: BLDCH8 W OCRENSCH RIFT Kr. 4ft‘ von Rabbiner Eleazar Fleckeles erwartet wurde. Nun trat Benedikt sano Reise etwa im Juli 1829 an —- er starb, wie angegeben, am 12. August —^ während R.r?Barucii' Teomin-Fränkel am 7. . Tanimus 5588, 28.,- Jmi 1828, und Eleazar Fleckeles schon am 7. - Pessachtsge G586,; .27. April 1826, gestorben waren. Beide AMrsn können ihn erst nach seiner Rückkehr aus ^Karlsbad im Gan Eden erwartet haben. \ Ob Benedikt auf, dem Wege nach' Karlsbad in Höhenstadt^ den Sabbat zubrachte, ob es' dort wirklich/.eiiien Heb.Schale Fröhlich gegeben bat, kann ich nicht wissen, obwohl R. Abers Buch, wenn ich es besäße, iriir darüber Auskunft .geben könnte. Ich weiß auch nicht, ob die Pferde, die den Rabbi aus der:1ieiiigen Gemeinde Nikolsburg fortbringen sollten, .sich prophetisch gegen diese Zumutung gesträubt haben. Cer Kutscher wird Wahrscheinlich schon gestorben sein. Hingegen beweist diese Untersuchung, wie Wichtig genaue, selbst auf den Tag,genaue Daten, Mr die Feststellung der Glaubwürdigkeit einer Ueber-pc Heferungsein können, wie Wichtig daher biogra-M phische Daten, von unmittelbaren Zeitgenossen ge* Ts sammelt,' für die Geschichte sein kennen. Man stelle sich, „vor, was es für die früheste Geschichte des Christentums bedeuten würde, Wenn man die chronologische Stellung'. R. Gamalielszu Paulus’ so beleuch-' ten könnte, wie die von R. Mordechäi Benet zu R. Baruch Frankel'(fehlt int Jewish Encyclopsdia, siehe r Fünn: Keneset Israel, p. 202) und Eleazar Fleckeles1. In dieser kleinen Skizze liegt auch ein Beweis für die Wichtigkeit der Sammlung der Nikolsburger Grab- Schri£ten,;die der frühere dortige Rabbiner, Dr. Lewin, empfohlen hat, Die Zeiten sind freilich hart, aber der Talmud sagt (Sanh-. 98 a): Wenn Du siehst, daß •viele Leiden sicheln eine- Generation zusammenfasse Mut. Cincmcinnati, am Tage vor ErebN Rösch Haschanah; frrrv b» ttnws daß das .seinerzeit .vom. Vorstand' begründete Lehrerseminar infolge falscher Alethoden zürn. Eingehen verurteilt gewesen sei. Allein, auch' die besten Lehrer sind nicht imstande* in wöchentlich zwei Stunden für sämtliche Gegenstände des israelitischen Religionsunterrichtes Ersprießliches 'zu * leisten.- Des wegen bleibe es: hauptsächlich Aufgabe des Hauses und der Familie, für die gründlichere Ausbildung der Jugend in den Religiohsfäch'ern Sorge zu tragen. : Allerdings; philosophische System'e zu behandeln, Kant’sche Lehrsätze zu interpretieren, gehöre nicht zu den Ausgaben des Religionsunterrichtes^. Dr. Papp en beim'replizierte: „So spricht man heutzutage nicht als Doktor zweier Fakultäten, Wenn man dabei Obmann der Unterrichtskom'mis'siön ist: man blamiert sich sonst.-“.:Redner fügt hinzu: Leider wird, der obligatorische israelitische Religionsunterricht nicht nur * an Mittelschulen, sondern auch an . Volks- und Bürgerschulen schon aus Mangel an .geeigneten Lehrkräften von selber aufhören. . I Abgeordneter Stricker erklärte es als Pflicht der Gemeinde, für die Heranbildung geeigneter Lehrkräfte und deren angemessene Besoldung Sorge zu tragen. . , . Hofrat Löwner regte an, Lehrkräfte aus Deutschland zu beziehen; Dr. Karl Pollak verwies auf das von den Zionisten gegründete „Jüdische Pädagogium“,; ' 1 Ein Ansuchen des Kuratorium^ des „Israelitischen Blindeninstituts“, der Belehnung des Gebäudes’ mit 340.000 Kronen durch die Bödenkreditanstalt, .zuzustimmen, wurde abgewiesen,' wegen Einwände der zionistischen Vorstandsmitglieder Abgeordneten Str.ijcker und Gemeinderat Dr. Pias c bk es, daß „ auf; diese Weisekeine' Samerang-derÄnstalt;- wohlaber eine Schädigung der Gemeinde zu erwarten sei;' Die Verpflegsgebühf en im Roths chi1 dgpital wurden auf 100 Kronen, Tesp. 60 Kronen erhöht, die der dritten Klasse im alten Ausmaße unverändert gelassen; die Beträge zur Anschaffung der Ofenhei-: zung dortseihst und im’ Versorgungshaus’ wurden be- Aus der Plenarsitzung der IsraefItisfeWen Kuhusge- . sweinde Wien. Unter dein' Vorsitz des Vizepräsidenten ■ ' - “ Hofrat Dr. Rappapo-.rt. I . Ain 23. v. M. hielt der Vorstand der Kultusgeineinde eine Plenarberaturig ab, welche infolge Eingreifens des' Vorstehers1 Dr. Heinrich Schreiber sehr'bewegt'sich gestaltete. ' 'Dr.: Schreiber interpellierte über das Geschick des neuen Wahlstätuts, verlangte Aufklärung über die Ursachen, welche die Genehmigung des Statuts verzögerten. Da die Mandatsdauer der Vorstandsmitglieder abgelaufen, müßte die statutarisch ' vorgesehene Neuünd Ergänzungswahl durch den" Vorstand selbst eingreif en. ' .Vorsitzender Hofrat Dr. Rappaport antwortet/. Haß das: Präsidium' sich bemüht, die Angelegenheit zu' beschleunigen. Sehr eib e r lenkt die Aufmerksamkeit' des ^Vorstandes; anläßlich' der Bestellung des neuen Re- Hgibnsschuljrispektors auf dessen programmatische Veröffentlichung in der „Jüdischen Lehrerstimme“.. Redner. - wünschte Aufklärung über die Zulässigkeit, solcher Absichten. Daran knüpfte sich eine lebhafte Diskussion zwischen Dr. Markus Spitzer, und Dr, P-a p ponhe i m. Gegenübermeiner Bemerkung des Vor: si&zfendea Hofrat D?,;.Rappapdii erklärte Df. Spitzer, Zur Steuerfrage regte Abgeordneter Stricker nochmals an, das Reicbenberger Kultus'stei^ersystein einzuführen. Seinen Ausführungen ist Ki^ltusVorsteher Dr. Heinrich* Schreib er in einer instruktiven Rede entgegengetreten,, worauf der Antrag abge-ehrit wurde. Leider Widerfuhr das. auch* einem Antrag ' P1 ä s c b k e s, 'die Kasitalieriwirtscha Ct abzustellen, trotz ausführlicher Begründung durch den Antragsteller. Besonders1 stürmisch gestaltete sich die Diskussion in einer Persbnalangelegenbeit, wobei die Parteigegensätze heftig aneinander gerieten. Zu einer Abstimmung in dieser. Frage kam. es' nicht, da inzwischen, infolge der Entfernung einiger Vorstandsmitglieder die Plenarversammlung beschlußunfähig geworden ist. , Unerfreuliche Zustände in .der. Wiener jüdischen .6c- LWei'iÄMhllvtkvk.; •' <Eiri Appel! an Wie es, jetzt in der ist einfach eine Blamage, dien ist die Benützung de Bücherei auf dem Gebiete geradezu« unmöglich. Der Münz behütet, .wie der Nominalkatalog hält mit das Kuratorium) Gem'eindebibliothek zugeht, Für, wissenschaftliche Stur einzigen großen jüdischen der ehemaligen Monarchie Realkatalog wird ^on Dr. Gralschätz im Verborgenen i.Ueber den flamtmendem'. Schwerte Thv

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