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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1919-12-05 · 46 (5.12.1919) · p. Seite 643

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
36 (1919)
Issue
46 (5.12.1919)
Date
1919-12-05
Page
Seite 643 (sequence 7)
Language
German
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Hr. 46 Eh“. BLOCKS WOCHENSCHRIFT. Seite 73» laad linddas gegenwärtige Benehmen der Ostjuden, in Wien und der/Unterschied wird sinnfällig genug. Gerade die Deutscheri Oesterreichs hatten neben den Ungarn und Polen am meisten unter dem Judentum zu leiden, sowohl unmittelbar, als durch' das charakterverderbende Beispiel. Der skrupellose Kapitalismus und der zersetzende Kommunismus — beide werden fast ausschließlich von Juden geleitet. Gewiß, es sind auch Christen unter den Schiebern und 'Antreibern; aber wie verschwindend wenige, wenn man bedenkt, daß mehr als 94 Prozent der Bevölkerung arisch ,sind. So sehr sich die beiden Hauptrichtungen der jüdischen .Kraftentfaltung zu bekämpfen, ja innerlich aufzuheben scheinen, haben sie doch - das gleiche Ziel, die Unterwerfung der arischen Stammbevölkerung unter die semitischen; Einwanderer. Wie nahesie diesem-. Ziele gekommen. sind, ist gerade in Oesterreich am deutlichsten Lu Sehen. In 'der Regierung «und jjm Parlament), jn. den „Räten“ und in der Presse, im Wirtschaftsleben und In der 'Kunst, kurz überall, wo physische oder geistige Macht ausgeübt wird, ist der eingeborene Christ an die Wand gedrückt und der semitische Einfluß obenauf. Das christliche Bürgertum ist so gut wie vernichtet, das christliche Proletariat durch ihre jüdischen' Aufpeitscher vergiftet; alle Begriffe eines ■ Staates auf- Grundlage der christlichen Weltanschauungsind in den . Kot gezerrt und der Weg zur internationalen Herrschaft der Juden ist, wenigstens in unserem Vaterlande, bereitet. Da gehört die Frage nach primärer Fixation und sekundärer Beweglichkeit in die Studierstübe. -Die berechtigte Abwehr des - arischen 'Stammvolkes trifft die ganze fremde Rasse. Ausnahmen werden immer bestehen, aber gelten können sie nur vom Menschen zum Menschen. So kann .auch Trebitsch vom Fluche seiner Rasse nicht mehr erlöst werden, so sehr man ihn persönlich schätzen muß. So oft er sich an die Oeffentlicnkeit wendet, wird er nicht als Deutscher vor Deutschen, sondern als Jude vor Christen stehen. Als Individuum mag er längst ein besserer Deutscher f geworden sein, wie mancher eingeborene Mitbürger. Im? Kampf der Massen ist er doch nur eine löbliche. Ausnahme unter den Juden.“ Also jetzt wissen wir es: In den Äugen, der Offiziere sind wir eine minderwertige. Rasse, wir mögen tun, was wir wollen. Niemand schenkt uns etwas, wir müssen in harter Arbeit, -unsere Existenz ..fristen, wir .sind Steuerträger und keine Pensionisten.-Vergeblich haben wir, gegen jüdische Kommunisten und Schieber protestiert, mit denen wir gar nichts gemein haben, und unter denen wir mindestens ebenso sehr leiden, wie die Offiziere. Wir müssen es eben hinnehmen, daß wir von den Generalstäblern und Offizieren als minderwertige Rasse betrachtet und behandelt werden, und daß jeder „Feschak” in der Kaserne mehr wert ist, als unser Doktor, unser Fabrikant, unser Gewerbetreibender und unser Kaufmann. Wir sind eben die tiefere Rasse und die Offiziere die höhere. „Man vergleiche das Auftreten der Emigranten in Deutschland und das gegenwärtige Benehmen der Ostjuden in Wien und der Unterschied wird sinnfällig genug“, — so sagt der Offiziers-Journalist. —. Wie wenig sind diese Patrioten in der deutschen Geschichte bewandert!! „Die Emigranten“, schreibt ein Zeitgenosse, „verachteten uns Deutsche mit unserer Sprache und un-. seren Sitten ärger als irgendein Türke die Christin verachtet/* „Unsere Sprache , verstanden sie nicht und ‘ mochten sie nicht erlernen, sie nannten sie Jargon, de cheval; decochon— Pferde- und Schweinesprache“ (Laukhärd, Leben und Schicksale, II, 12). " ' * » * Kultur. Aus Budapest wird telegraphiert: Der „Pester -Lloyd“ meldet, daß gestern dreißig jüdische Studenten in der. Aula beschimpft, verprügelt und verhindert wurden, zu den Prüfungen zu erscheinen. Der „Charlottenburger Zeitung” (vom 12 November 1919) wird geschrieben: „In einem „vornehmen”" Weinlokal am Kurfürstendamm erschienen am Sonntag abend zwei Herren mit einer „Dame”, die sich in lärmender und pöbelhafter Weise in widerlichen Beschimpfungen der Juden ergingen. ,,Ich will heute noch einen Juden schlachten!" brüllte der eine durch das volle Lokal. Der geschmackvolle Kriegsruf fand bei seiner Begleitung und einigen seelenverwandten Gästen ein begeistertes Echo. Als aber Schließlich die Beschimpfungen immer gemeiner wurden und sich der eine dieser „Kavaliere” an einen Herrn wandte und ihn mit den Worten: „Da sitzt so ein Jude!" begrüßte, kam es zu einer Wendung der Dinge, die die Radaubrüder nicht vorausgesehen hatten. Der angerempelte Herr, ein junger Arzt, gab dem antisemitischen Rohling ein paar derartige Ohrfeigen, daß er platt auf den Rücken fiel und wahrscheinlich' für die nächsten paar Wochen außer Gefecht geselzt sein dürfte. Der also öffentlich Geohrfeigte war ein Herr Dr. Lang off, Friedenau, Goslarstr. 7; nach seinen eigenen Angaben Oberleutnant! Seih Freund, der ihn bei seinen antisemi'ischen Rüpeleien kräftig unterstützt hatte, entpuppte sich als Herr Ernst B o i g k, Inhaber der Leibniz-Drogerie, Kurfürstendamm 51, angeblich auch Oberleutnant und Alter Herr eines ehrenfesten Berliner Korps1. i RituafmordhCtze in Polen. Vor einigen Tagen hielt in Warschau ein Herr. Professor Dr. Czerbak eine „wissenschaftliche“ Vorlesung über „Ritualmorde bei Juden“. Er sprach zuerst über Ritualmorde „im! allgemeinen“, über den Einfluß des Blutes auf das menschliche Gemüt. Gefühl usw. Nachdem er auf solche Weise das Publikum ^wissenschaftlich“ vorbereitet batte, ging er zu seinem eigentlichen Thema über, zur Besprechung der Ritualmorde speziell bei den Juden. Er erklärte zunächst kategorisch, daß»die jüdische Religion; verbiete, menschliches Blut zu gebrauchen^ Aber es existieren bei Juden Sekten religiöser Fanatiker* welche Blut zu verschiedenen Zwecken gebrauchen. Und diese < Behauptung suchte nun der gelehrte polnische Professor mit „Tatsachen“ und „Dokumenten" zu beweisen. Es folgte eine Demonstration lebender Bilder, die darstellen sollen, wie fromme Juden christliche Kinder peinigen und ihnen das Blut abzapfen, Unter dem Publikum1 befand sich auch ein illustrer Gast: Mr. Stuart Samuel und das zweite Mitglied der englischen UntersuchüngskommiSsion, Kapitän Wright. Sir Samuel konnte nicht begreifen, daß man die Abhaltung eines solchen Vortrages erlaubt hatte' der doch den einzigen Zweck hatte, einen Teil der Bevölkerung gegen den anderen aufzuhetzen. Aber noch mehr erstaunt war Sir Samuel, daß sich unter dem Publikum kein einziger Christ fand, welcher gegen diese Lügen protestiert hätte. Sir Samuel richtete sofort nach dem Vortrage einen Brief an den polnischen Vizeminister des Aeußem, Grafen Skrzynski, in welchem er seinem Erstaunen Ausdrück gab, daß die Behörde die Abhaltung eines solchen Vortrages erlaubt hatte. Ob dieses Briefes entstand in der polnischen Presse, auch) in den liberalen Blättern, -ein Wutgeheul. „Eine solche Frechheit“, schrieben' die polnischen Zeitunsen. „Der Mann (Sir Samuel) erfrecht sich sogar, polnische Vorträge zu zensurieren.“ Der mildeste Ausdruck war „Unerhörte Taktlosigkeit“. Der Vizeminister Skrzynski aber erklärte in seinem Antwortschreiben, vollständig die Meinung Sir Samuels zu teilen, sprach sein Bedauern

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