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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1919-08-01 · 30 (1.8.1919) · p. Seite 378

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
36 (1919)
Issue
30 (1.8.1919)
Date
1919-08-01
Page
Seite 378 (sequence 6)
Language
German
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Seite 474 Br. BLOCH'S .WOCHENSCHRIFT Nr. £0 wissende Masse weiß keinen Unterschied zu machen, so daß unschuldige Juden das1 Bad ausgießen werden. Dies»; ist eine unglückliche Tatsache, die die intelligenten Juden und Russen beherzigen müssen. Ein Teil meiner Arbeit wird " darin bestehen, die antisemitische Stimlming h'si denen, die unter dem' Bolschewismus gelitten haben, abzuschwächen. €rinnenrn#n am §tvvrftü®tnbe iitbifdi* ^m|j6nift«n. - föinm fyvfofäm IGsinb-tiä in bie beuifäje unb öfterrei* dfifdje SSÄufifenpeXt m ben fjimj&iiflßr unb fefeiaer ^ar}Ten be§ Woxv&xi &ö®rl}ünberi£ lojetoiUjren bie bemffentXidjten ^v^mbttiantmit^ai ber ^wefter 35 iß It. 5, ber Termine ©d}W£T& ©in ^fdjniit barauS, ber fiöj mit 5Br!üXI, Muftinfttin unb (UoXbmarF, brei ^ctöörm^cttbcn pbifdjen ®ontb'oniften,. befa&t unb barjer unferc ßefer befonber»1 jntereffieren Wirb, fei nadjftegjenb äöiebet^eif^eÖcn. $tud); blon Sftialj.ter ift in itnn bie Iftebe. tiefer ftammte ftWar aud) bon Suben boit) befteidjneie er fidj unfereg 3SHffen§: fdum Ju^tenb feinet Jgmibuvctet $aj#tfmeifterfceit, atfo nodj bor feinen SBte* ner ©rfoTjajen al§ £öfo:per*2}ireföor unb föamjMmifr, aT5 „fonfcffrajnliCo^. -pm ^Itern^oufe S8rüU& War bie ätfufif feit jeJjer ' %imifdj, fein diäter unb feine *öhitter waren foefcar burdj 4)iefe 33orXieb-e feufjammenflefä^i Würben. ,$jie SKntter toirlte aX3 jun^eg äföfödjeh in SBo^tt&tiflEei^ fpngerien mit. unb arrangierte aud> ftu ^aufc Heine förioabenbe, bei benen S3eelfjiobeit unb %fto%axt auf bem •^noßramme fianbeu, wa£ fru jenen Reiten nodj ajar nx$t ilblia} war. 55en Söater, ber eine ^ÜÜ6fd)e #eine *8aritön<* sfttmmc platte, gleitete fie mit Vorliebe $u ben ,,*DWei> liebem" mnb $u Jben MXaben »pn Äoewe. ©o muftgierten fie firi) in bie<£X)S Ijinein." . . SBier ^<r|ire nadj ber ®eX>urt bc3 f(einen S&naä #>ßen-bie tSttem nadj; ^ien.; SJfttödjt SaX}ten ^ei#e ber fXeine Snn$e, ber bim feiner Butter; ben erfreu ®laöieruntcrrid)t!Mam, 'bereite eine fo berbXüffcnb Ieicf)tc Söifföffun^ab'e, bat er einige SBödjen f^äter emen Sef)rer erhielt, unb itaäj ftWei Satyren übernahm ber $rofeffor am Söiener ®onferbatorium, Snliu# ©.pjtciit, . bie wettere 9Xu§bilbun&. <Sbftein mar in ber SBieneu ®.e* feXlf^öft au^erorbenttid) beliebt, mau wufete, wie tjitfS!* frereit er fcbe§- iunaje Talent mit Mät unb Zat unter* ffcüfcie. %& 58raX}!m§ fid^ in SSten nieberXiei, fö.är e§ lieber %ftein, ber ifym über bie erfte fdjnuerigß Bc^ X?intt3e^fiXf- Slu^ @uflaö\3fbäfftet;^örte p ©^ffetn^ ^üXern, unb i^ierui&er jueife; ÖriiXfö ©a^wefter ein f)v& fdie§ '©efdjidjtd^en %u cr^ä^Xen: ^er junge MaTyXcr ^attc nur gRuftf im ß!obf nnb njeiflertc fidj, bie ^aubeX»fd^uXc ^u befugen. Ser SSater, ber' eine ftcüie ©^lituafaibril 'bt\a% woXXte bbu ©p* fteüt Är bie mufifaXifaie SeaÄn^ feinet '^un^eu ein UrteiX pren. ^5er flehte 3M)Xer fhielte übr, unb fdjxm nad) wenigen SKinutcn unterbrad) iX}n ^ßrofeffor ^^>- ftein mit bem SütSruf: „©^itituS ^.at er, aber -Bpi* ritusföbrifant luirb er nie merben, er ift ein geborene/r SHujifer. unb n?trb, wie ic^ ajtonbe, eine 'jtlfäit^enbe flu? fünft Xyal&en/' ©pftein intereffierte fid^ auf ba§ Xcb^af" tefte für SSrüXf, er uuterrirfjtete #t fep }\u feinem fed^er/nten Sa|re unb bXieb1 fori an einer feiner freueften ^reunbe. ^er fun^e ^yflna^ beaamt IkxdiS im SXXter 'bou elf jSaf/ren ^u fom^onicren. ©r fefbft er^a^te f^äter iüber feine. erfte ^omyofition: „%& ßnöbe ajiuflj id^ einmal in ^ie^ing: frieren. Qt% toar ein fd^öner <3ommerta& Me-Sö^eX* gtoitfd^erten unb fanden. ^a§; anfiel mir fo fiut, böB ic| öuftl&efanf, e§'; iljiteu nadH^inmd^en. tiefer S&erfudj murbc meine erfte ^om^ofitioü, ein föa.bierftütf ^ißoffeX^toitfdjer^ — fo Steftann taS Un^irK7 3tf§ SBviltt mit pitf$efyn Sa^reu fein erfte^ Mäbierfon^ert mit DrdjefterB'effXettun^ fomVoniert Statte, fam Iftwb in* fi ein -nad) SBien. .(S^fteiu bradite ben .ßnÄn ftit -iTjün, unb .%n^ -f^Hette iT)tn feine /;®rei oricittati^eii^tütfe'', bie ■ fester af§ Öjju-3 3 erfdjienen, bor. 'jRubinftetn fd^Iu^ bem fünften Sbmponiften eine fXeine Stenb exungi in ber ^armontfierunicp bor unb fraate tljn, ob! er e^ lttc^t fo beffer finbe. S^no^y erlfärte aßtx, iljim fei feine £ar* monifierunff Xteber. ^u^tnftein war bon bem Knaben cntjyü^t unb erhärte, bat er unbebinfiit $imi SJhtfiTerer^oqen werben mlüffe. <So mar ber ^Befudj bei tRubin*» ftein au^fc^Xafiffjebenb für ^s,ajna^ S5^üX!'§ Bufunft Sm ^aljfrc 1860 Würbe ^na^ mit ßaxl ^olb^ marf 'begannt, mit bem ifjfu oon ba ab baucrub bie innißfte ^reunbfe^aft tierbanb. ©5 fanben im -Ottern* fycmfe bxeXe ^ou^erte palt, ülubtufteiit Wofmlc ifjnen inandjmaX bei, fßuyi® war Ö.oISmarf anmefenb, - unb bic ^on&erte Würben, <ß& jadf}%#t .^aX)re aXt war, b.md? bie llftiiiimtfuri® ber jungen .©iäntjerin Helene Söia^uuiä" bereid^ert, bie ber, Önfel (Sbuarb SriüXf,!ür^. „OnteX Qfouaxb" genannt, einfi^rte. ©eine erfte $ünftXerfrJ)rt unternahm SörütX atä ^mnp^äi)x[^x nadf ©tutt^art, Wo er fofort mit feiner ©ereitabe unb feiner erften SSioXinfonate großen ©rfoXfl X;atte. 2BäX)renb feiner weiteren Saufba^n (blieb '58X&Ü ftet§ mit ^ubtnftein in S3erü^;run.q> am ^äufi.qfteu aber , war er mit &plbmattunb feinem Dnlel €buarb ^ufämmen, mit benen er aud) feine erfte SdjWei^er ^eife unternahm, ©ine fteine öeob^ ,ad)tun.q bion biefer iReife weit bie ©djwefter ^u beridjten : ,,^ie brei ^reunbe, OnM, ^oXbma.rl unb Sanafr TjieXten ifid^ einige Seit auf Iftini^uXm auf. $>o oft nun OnleJ unb '©oXbmarf bie iöefanntfdjaft bon fdjönen ^rtuen unb Mbdjeit madjen WöXXteiT, b/atten fie ein!6emäX)r^ö 'Littel: mu§te l^um fötabier.' fem. erften. %m\ tarn bic ...#au$e ^.teXqiefcXffdjaft Ah bad SKufi^immer unb bie ^eWimfd}teu Selanntfcfjaften luurbeu 'tfemadjt!" Zwei namenlose Prophetön» Es sind deren eigentlich "weit mehr als zwei, aber zwei haben die Eigentümlichkeit, daß ihre Namen in ihren Werken Idar erwähnt werden und riur eine antike, tendenziöse Mißdeutung bewirkte, daß die unzweideutig eTW'ähnteii Namen für. alle Zeiten mißverstanden wurden, ]a sie wurden eine Quelle von uns. verhängnisvollem' Aberglauben, eine Tragsäule des uns seit 1800 Jahren grausamst x^rfolgenden neuen Testaments. Es; ist, glaube ich, . an der Zeit, auch in dieser Beziehung der Wahrheit auf die Beine zu helfen und unseren namenlösen Propheten zu ihren legitimen Namen zu verhelfen. Es sind das der sogenannte Deut er o je s' af a s und der sogenannte M a le achi'. Was den ersten betrifft, wird dessen Name; nicht weniger als: elfm'al in den Kapiteln Jes. 40—54 (mehr wird diesem'Propheten nicht zugesprochen) erwähnt. Er hieß (vgl. Jes. 42, 1; 42, 19; 43, 10; 44, 26; .49, 3 ff.; 52, 13; 53, 11), eüi Name, der auch sonst für verschiedene andere Personen der biblischen Zeit im'-Gebrauch war. (Vgl. I. Ohr? 6, 29; II. Chr. 29, 12; Esra 10,. 26:.) D.ie adjektive Natur dieses Namens mit dem\ Sufix führten. leicht ztim Mßverständnis, obwohl in der Bibel diese .Form für Personennamen gar nicht selten sind (vgl.rVlE? '^ST WD And A^n Steh syfcV üv. a.)... Allerdings' hat -zum' Mißverständnis' auch der Prophet selbst beigetragen, indem er einigemal a!s'' Anspielung auf seinen Nartfen sich. Gottesdiener- (TT "1^5? ) oder

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