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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1919-07-25 · 29 (25.7.1919) · p. Seite 366

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
36 (1919)
Issue
29 (25.7.1919)
Date
1919-07-25
Page
Seite 366 (sequence 10)
Language
German
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Seite 462 Dr. BLOCH'S WOCHENSCHRIFT Nr. 29 Ifcc»^^ „Dr. BIQ&& WöÄJÄrjft" ■Jwi Jfeffc 'Fnaiiwle .und Gömier im Ausland. . „ör; Blochs! WjQ&^&tikm&'' weuäet sich-:an. ihre £^«mde iißd ööim^ im Ausland mit-jier Mitteilung, daö sich! in größter Bedrängnis befindet und Qilie jßjsrartei. Man braucht nicht erst zü sagen, was unser Biatf ist und geftan hat Man zeige uns ein anderes Qgrgan, das1 die ^s«hieh!te und Bedeutung von' „Dr. Blochs Wöcihens^rift" besitzt. Ohne Partei und ohne 'Furcht hat es für sie stets nur ein. 2iel gegeben :„ Den Kampf für das1 gesamte Judentum. In diesem Kampf hat sie stets1 alles eingesetzt, was journalistisches Können ohne ■ Rücksicht auf persönliche Ge- £a.hr vermag. In der Brandung des* neuen Antisemiij#mus i entstand sie vor mehr als' drei Jahrzehnten und^t dem Tohen ider schmutzigen Hochflut häufig länhält,getan, seine Kraft dauernd gehrochen. Keines von den Blättern, welche sich1 an die Allgemeinheit wenden, vermochte solchen Widerstand zu leisten, wie „J)r. Blochs! Wochenschrift44. Wiederholt drohte der Antiseinitisimus auch bei uns solche Formen anzi^ehmen, ~wie er sie ^n Rußland und Rumänien besaß. Die niedrigsten Instinkte wurden mit den gefährlichsten Schlagworten entfesselt, die Leidenschaften des Pöbels manchmal bis zum Aeußersten auijgepeis'cht. Aber die große Gefahr fand „Dr. Blochs Wochenschrift44 und ihren Herausgeber auf dem Posten. Im Blatt Wurden die Angreifer journalistisch so empfangen, daß sie in den Gerichtssaal ge- ^asmn^en wniden; Die Prozesse gegen Kanonikus Rah ling,. Pfarrer Josef De c k e rt, gegen Paulus Mayter und Aron Briman.gehören der Geschichte l an ^ijs eine .geistige Hunhenschlacht, welche die bis - lief zu -den l^bensquellen des1 Judentums vorgedruageaen Feinde auf Jahrzehnte zurückwarf. Es war eine gewaltige Aufgabe, die Verurteilung eines'. Wiener Pfarrers' durch Wiener Geschworene durchzusetzen, einen Pseudogelehrten auf einer Lehrkanzel zu entlarven, einen Kanonikus und einen Professor ^n ^iaer Judenfeindächaft unschädlich zu machen. Unter Blatt kämpfte mit der Wahrheit der Wissen!- schaft und der Tatsachen und bot stets unermüdlich idas große Arsenal, aus welchem ihre journalistischen Mitkämpfer in anderen Blättern die geistigen Waffen holten. „Dr. Blochs' WochenscSbirift4 4 brachte immer - die ScMagworte, die Richtlinien und die Nachriclv 4en, nach welchen der Kampf geführt werden konnte-, tmd -sie -allein .^(wickelte -die Kraft und'Wucht, mit - sicher dieser Kampf gegen die Gewalten der Finster- ■ -nis geführt werden mußte. Der Kampf wird wieder aufleben,- denn die Feinde rüsten mit Macht und werden. immer lauter und drohender. „Dr. Blodhls Wochenschrift44 ist in ihren ^ets^Asm. amd in ihrer geistigen Rolle als Vorhut und. Vorkämpfer des' Judentums1 nicht schwächer und nicht zaghafier geworden.und wird dem .Ansturm &#gej(nen Vosteen. Sie wirdjwieiter ohne Rücksicht \ aiif rechts -imd' 3oiiks/';ol^Le verschämtes Schweigen jüfeer die Schwächen des Liberalismus und über die - Möhler deö. Naü>naUsmuS Ä und festes - Sei verfolgen, näjnKch das! Wohl des Judentums und der Juden. Sur jiie materielle Möglichkeit muß - der geistigen hinzugefügt werden. Der Krieg hat auch; unserem' Blatt Opfer über Opfer gekostet. Wir haben "sie gehracWt, in der Meinung, unseren - Kampfplatz nach mehr als vier Jährzehnten rücht verlassen zu sollen .und . in der Hoff- 'nung, unsere alte Gemeinde im1 ^Frieden wjederzu^piden. Tausende unserer 'Abonnenten.' wareji jns.'.J&id gezogen, das! jüdische Siedlungsgebieti^wurde Z8T,- stört, die Valuta Sank so .tief wie die^ Ein^ahnien uns'eres Blattes;, während die Ausgaben, die .Herstellungskosten infolge der phantastischen Preise für Druck und^ Papier, maßlos' stiegen. "Nun'hiat der Frie: den die alte Monarchie vollends .zerschlagen jmd unsere" Verluste sind nneiträgUchi gebnis ist kurz, klar und scharf: Der weitere Bestand von „Dr. Blochs1 Wochenschrift44, welche mit J^erechitigtem Stolz auf ihre stete Wirksamkeit und ihre Erfolgte -.wiähiEend' \teieiihalbs Jahrzehnte hinweisen kann, wird durchaus vcm unseren Gönnern .und Freunden im Auslände abhängen. An diese wenden wir uns, in Erinnerung alter Freundschaft und um Erneuerung alter Treue. Wir fordern das! nicht für uns;, weil es1 Personen angeht, sondern weil es eine ""allgemein jüdische Sache gilt. Wir haben stets, den hittersten Haß der "Antisemiten gefunden, den wir uns1 durch unsere Arbeit zugezogen Ji'aben, weil wir die Sache der Juden am entschiedensten vertreten haben, und wir glauben, daß wir aus! diesem' jGhrande um rasche, tatkräftige und ausreichende Unterstützung unserer Freunde nicht nurersuchen dürfen, sondern die Hilfe sogar,' pochend auf uöSere Vergangenheit und Gegenwart, fordern - können. Die Redaktion von „Dr. Blochs Wocfeeßßföhfift44. Aufruf der orthiodoxen jugendgruppe! Die bitteren Jahre der Trennung von -Haus und Familie sind vorüber, der - Jüngling" /ist nieder;auf der Bahn seines S.trebens, der Mann wieder bei «einem Beruf, dßch! Äd sie noch! inicht festgewurzelt. Noch lasten die Nächwehen des -Krieges auf uns', , noch wanken einzelne ziellos' dahin, noch1 bückt das1 .matte Auge sehnsuchtsvoll nach dem Lehensquell, der uns auffrischen könne. . Die Lebensquelle/ aus1-der wir in dieser Zeit der allgemeinen Erschlaffung neue Kräfte*-schöpfen, die uns .unseren inneren Halt, unseren Frohsinn und Tatkraft,aufs neue beleben"soll, ist die „Thaurohi". In Erkenntnis dieser Notwendigkeit -halben' wir deshalb eine Gemeinschaft „ J u ,ge n dgr up p e44 gegründet, innerhalh welcher die Jugend zu. einer gefestigten Weltanschauung in den Lehren der .Äauroh heranreift und sich auf Grand .des1 Gelernten im praktischen Leben betätigt, wie es1 vollkommen und zweckmäßig dem einzelnen niemals möglich ist. Als unsere .wichtigste Aufgabe betrachften wir die möglichst allgemeine Verbreitung der Thaüroh- - kenntnis. Wir haben Lehrkurse eingerichtet, in welchen der Gottesgedanke in der gestaltenden Beziehung des1 menschlichen Daseins und Lebens' gelehrt wird mifl« Wir lernen Gottesbffenharaftgen in Natur und Geschichte erkennen, ^K^* Die Lehrsätze aus dieser BnfodcMung für unser tägliches Leben, flJtBÖ und dies Lehensans^haunngen und Weishleitslehren unserer Cbachoinim, "«^jö ufil2K?p!)B -Hervorragende Lehrkräfte, deren Geistes- und Herzensbildung in dieser Thaurohlehre gereift sind und mit Gründlichkeit die jüdischen "Leli-cen in sich! Aufgenommen, Minner, welche die .allgemeine Weltanschauung vom Standpunkt des Judentums zu wiirdigen wissen, haben:, die - 'Leitung der Schiurim in selbstloser Weise übernommen. Es sind - dies die Herren rRahbiner Siegmund F ü r & t, Rabbiner Josef B-a um^ a rst em, Rabbiner Dr. Adolf D-eutäch: (Kostel), Stäftbiner Moritz

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