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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1919-06-13 · 23 (13.6.1919) · p. Seite 350

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
36 (1919)
Issue
23 (13.6.1919)
Date
1919-06-13
Page
Seite 350 (sequence 10)
Language
German
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Seite 366 „Dr. Bloch'S Wochenschrift";!; Nr. 33 m staBer LeüchLttast MMeMrter „Totentanz" betitelter sind meines Empfindens -die menschlichsten, erschütterndsten Darstellungen der Kriegssintflut ^überhaupt und werden den Namen ihres! Schöpfers der Machwell über- Mitteln. - i ' Her Dichter Üriel Birnbaum schrieb ein wertvolles DlUsbüch in Sonetten „In diesem Kriege", das gleichfalls' seine künstlerische Berufung dartut. . BirWaum signiert seine Werke mit dem berechtigten Vornamen „U r i e l": Mein Dicht ist Gott.,. . Üeber alle trennenden Schranken der Weltanschauungen hinweg, grüße die Mtwell ihn, den Fackelträger Gottes! Oskar Philipp (Wien). ' Vorlesung Uriel Birnbjaum. Zn der ,MLeNer Zeitkunft", 1- Bezirk, MaysHerMsse 2, liest Uriel Birnbaum aus seinem Drama ,David" am 13. Juni, „Das sterbende Dorf" (Phantastische Novelle) am 14. Juni. Beginn 7 Uhr. Karten bei der „Wiener Zeitkunft" und Buchhandlung Lanyü MrWlch. .(Eine nachahmenswerte Handln n g van Staatsbeamten.) Aus Karlsbad wird ^uns berichtet: In der verflossenen Woche hatten 'wir hier ein trauriges! Ereignis? Der Kommissär des! hiesigen Steuerreferates Arnold Rind, ein stets gutgelaunter Mann von 4L Jahren, der in der hiesigen Gesellschaft Meraus beliebt war, begab sich zeitlich früh in sein ,-Bureau, keMe in seine Wohnung? zurück und stürzte sich -hierauf vom dritten Stockwerke herab. Innerlich schwer verletzt, schleppte er sich noch bis! zum ersten Stvckverke. In einem hiesigen Sanatorium untergebracht,- schien es,, als'M. er mit dem Leben davonkommen würde. Mein es zeigte sich- .. haß die Verletzungen zu schwere waren und er stäM Dir- Rind war ans verengendem Hause, hatte einen großen Gehalt und war ledig; sein Selbstmord erfolgte in einem Zustande der Willenlosigkeit, m welchen er dadurch gelangte, daß er .seitWochen Dag und Nacht für sein Amt.arbeitete und nunmehr auch seinen Chef, der auf Urlaüb tzu gehen be- Msichtigte, zu vertreten gehabt hätte. Seine Beerdigung erfolgte auf dem Wischen Friedhöfe in KarMgd und gcG ZeuWiZ von der hohen Achtung, der sich der Ver- . storbene erfreute. Diie Beamten des. Sleueramtes, sowie - Mich mehrere CheD der anderen, staatlichen Aemter beteiligten sich an dem LeichenbeganMisse; ^allein dieser Akt der Millegialität wird dadurch Mermgt, daß die Beamten d^ Steuerreferates K. 100.— der hiesigen Kultusgemeinde zur Verteilung! an Arme anstatt einer Kranzspende :MergMn; dies ist ohne Zweifel infolge der Anregung des Wefs der FinanMhärde, Herrn Oberfinanzmt Siretin, geschehen, von dem in Karlsbad! bereits mancher Akt edler Denkungsweise bekannt geworden ist TW! dem MtifemMschen Toutschland. Die „,Wbeii", dgs Organ des Happel Hagair, meldet aus Berlin: In einem Teil der deutschsprachigen sozialistischen und 'Mischen Presse veröffentlicht der pro^ vrsvrische Zentrale Waad folgenden Aufruf: „Dem ZenttWbrmitee unserer- Partei sind mehrere Mitteilungen zu- MplNgen, nach denen „polnische" Arbeiter jü- (discher Nationalität durch Erlässe der geg e ntwK x ti&e N f ogial istis ch e n Be h ö.r d en. zwAuMwoise zur MKchr nach ihrer „Heimat" ver- ' anlaßt worden sind. Nicht genug! damit, daß diese Arheiter, die, teW von der REM polllM verdächtigt, ^'D^erMj^tzw,-.1eW-MßBerMWsMg^er^Men!:deüt-- fchen Regierung mach - Deutschland, deportiert worden smd, ihre Betriebe verlassen mußten, nicht genM damit, daß sie von der sozialistischeu Regierung ausgewiesen, in d i e Po g rom e hi n e i n g eh etzt. wer - d e n, sie werden. sogar in geschlossenen Zügen bis zur Frontlinie transportiert und dort an. d i e p yl n i sch e n 8 eg io n e n, an -Deutschlands Feinde, aus gelief er t." Moritz^Manheimer-Stiftung der Gpoßloge für Deutsch- - Land VIII U. O. B. B. P-r ei saus sch reiben 1919. . Das diesjährige Thema der Moritz-Manheimer- Stiftung der Großloge für Deutschland VIII U. O. B. B'. lautet: ' / „Sind Mensch en liebe, Gerechtigkeit und Duldsamkeit "an einebestimmte S t a a t s f o r m g e k NW p f t, u nd welch e Sr a a t s-- form gibt -die beste Gewähr fürihre Durchführung?" Für die besten Bearbeitungen werden v i er P reise ausgesetzt, und zwar ein erster Preis von! 2000 Mark, ein zweiter Preis von 1000 Mark, ein dritter und vierter Preis von je 500 Mark- — Ist eine Mstusnng des Wertes der vier besten Arbeiten nicht auWusprechen, so sollen die 4000 Mark in vier Preise von je 1000 Mark zerlegt und den vier ,als' besten befundenen Arbeiten gleichmäßig zugesprochen werden. " ' Die BÄverbung steht Angehörigen Mer Bekenntnisse offen; die Form der Darstellung Reibt dem Verfasser iüberlaffen. Die Namen der preisgekrönten Verfasser gelangen zur Veröffentlichung. Tie Jury besteht aus vier Mitgliedern: Herrn Geh. Justizrat Dir. Eugen Fuchs, Herrn Geht Regierungsrat Prof. Dr. Wilhelm Förster, Herrn Geh- Justizrat Berthold Ti mendorf er-' dem jeweiligen Stadtverordnetenvorsteher vion Berlin (der Name des Herrn StadtverordneteNvorstehers kann nach einer uns zilqegangenen Mitteilung erst Anfang Juni nach einer Entschließung der Stadtverordnetenversammlung eingefügt werden); sämtlich in Berlin. - Die 'ausgeschriebenen Preise sollen im Monat Dezember 1919 vom Preisrichter-Kollegium zugesprochen und spätestens am 2. Jänner 1920 ansgezahlt werden. "Die Schriften sollen den Umfang von drei Dr u!ckbogen tunlichst nicht -überschreiten. Das UVHMrrecht an den preisgekrönten Schriften fällt der Großlvge für Deutschland VIII U.O. B.^B. zu. Die Arbeiten sind in einem verschlossenen Umschlag mit einem Kennwort versehen an das Bureau der Großlage VIII U. O. ' B. B. Berlin W: 62, Kleiststraße 12, zu senden und müssen 'spätestens am' 1'. Oktober 1919 eingegangen-sein. , In einem beiliegenden, gleichfalls geschloffenen, das gleiche Kennwort außentragenden Umschlag ist Ncyne und Mreffe des Verfassers 'mitzuteilen. ~ . G.ro ßlng e fü r Dj e u’t f ch land VIII U O. B. B.! Geb- JustHrgt T i me n dor f e X, Präsident, Sanitäts-- . rat Dir. Go.ldffchmidt, Sekretär.- Berlin. Vom 26. bis 29. Mai hat in Berlin ein von mehr als 200 Delegierten und zahlreichen Gästen besuchter .D>elegiertentag der Zionistischen VereiniMng fürDeutschland stlattgefunden, der sich ausschlieUich mit -Palästmasragen.beschäftigte. Nachdem die Tagung' vom Vorsitzenden des Ziorristischen Aktionskomitees, Herrn Professor Wa rbu r g, eröffnet und -von'Vertretern der österreichischen und polnischen Zionisten und 'dem Vertreter der Pyalezion. begrüßt worden war, h-ielt d'er?Vorsitzende der Zionistischen Vereinigung für Deutschland, Herr-Dr.. Hantke, ein politisches 'Referat, auf welchem er den

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