Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 36 (1919)
- Issue
- 19 (16.5.1919)
- Date
- 1919-05-16
- Page
- Seite 280 (sequence 4)
- Language
- German
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Polen hatte, keine einzige nationale Idee, Reine BMists-i rung, LM.OvoKrmnöm Italien MiU M -seinen srrero v^.'jsmu wenigstens ins Feuer, Polen begnügte sich damit, überall sein Eisen im FArer zu 'haben und zum Schluß dann mit WlMr Rechnung als angeblicher Pufserstaat gegen den russischen Bolschewismus den größten Schatz, aus dem europäischen Bluchab zu hab-eN. Wan kann Polen und sein Wesen am besten an seinem Benehmen in der ukrainischer Frage erkennenl- Ms seinerzeit das Gouvernen:ent Eholm an -die Ukraina «abgetreten wurde, drangen die polnischen Jammerrufe über ga:rz Europa. Die Beamten streikten, die Proteste Versammlungen schrien, die Trauerfahnen slätterten im Winde. Aber es war Men alles leerer Wind. WtznN dieser Sturm -der Begeisterung echt gewesen wäre, so müßte er doch, fetzt die wenigen ukrainischen Regimen-'. Ler an der GreWe OstMiziens Mer den Haufen werfew Wer die Ukraina kennt, der weiß, daß dort fetzt von eurer Wehrmacht ernsthaft nicht gesprochen werden kann. Ein polniiches Massenaufgebot müßte also Knt diesem Gegner spulend fertig werter. Wer seit Monaten dauert das>Schießen ohne MtgriffefbeiLemberg an und nirgends flattern Die Fahnen mit denk polnischer: Adler «über einem wirklichen Schlachtfeld. Die Madige Entente wird errtscheiden und nicht das polnisch e Schrvert. Plötzlich, öfter .stiegt das polnische Schwert aus der Scheide, plötzlich meArü sich die polnische Tapserreit und lechzt nach BetätMung. Allerdings handelt es sich wieder um Leute, die selbst keine Massen haben, die wehrlos! sind und die polnische Tapferkeit nicht mit einer Ge-, fahr beantworten. W eder sind es die armen Judchr, welche den blutigen Instinkten der Polen zum Opfer faßte Nach ihrem Einzug in Wilna feierten die nischen Legionäre diesen mühelosen Erfolg mit einem ihrer Freudenfeste im Ghetly.. Diese. Helden.Kürzten W mit ihrerr Waffen in die Judengasfe und begangen sofort als Mordbrenner darin zu hau'.en. Tagelang dau-i erten die Plünderungen, Brandstiftungen und Nederf metzelurlgen unschuldiger Menschen, darunter von Frauen und Kindern. Der Schrei des verflossenen Blutes, der Rauch von geheiligten S.ätten, das Dodesröcheln ge-- marterler Kinder dringt zum' Hi-nMÄ.und schreit um Rache nnd "Erbarmen. Hört die Entente n'ch.s, hat sie fein Mittel in der Hand, um den verkommenen Barbaren Einhalt zu gebie.e!n?RZs geschieht nicht das erstes mal, daß die polnischen Legionär ewie eine feige Mörderbqnde auftre.en und ihren Mut an Greisen unch Frauen auslaiien. Noch hoben wir die Szenen des Graueirs vor Augen, welche sich an Lemberg abgespielt haben und aus das Haupt des polnischen Volkes' fallen. Nun ist das Grtsetzen wieder da und erschüllert un,er Gefühl. Was sich fetzt, in Wilna Mpielt, zeigt die wahre Seele des.polnischen Volkes^ seine tückische Grau--; famkeit, seinen mittelal erlichen Blutdurst, seine ntoralische Feigheit. -Einen: solchen Volke hätte man wahr-': lich die Macht Wer ein so gpoKes! iPeichj nicht geben bfe fan. Tun sie denn etwas besserLs^oderedleräi als di« Äffischen Äolschewiki? Diese hattenwenigstens den. wehrhaften Zarismus tzmn 'Gegner, die polnischen Le-? gionare, Az nur jHü-che Hausierer und Hökerinnen. Vorbei ist die Beruftrng der Polen auf ihre alte Kultur, DoÄLi ihre Behauptung, daß sie zu dm zivilisierten Völkern gehören. Man muß.sie an die. Kette legen u# unterdrüMn, denn wer:n sie freigelasss.r werden, benehme:: sie sich wie wilde Tiere. Roch ist esi Zeit, sie zu bändigen, sie zu ddn Wicht en Europas zu zwinge^ Hoffentlich wird ^ich in VersaiW' jemand finden, der die Todesfchreie aus Wilna in'Worte einer flamm end«^ AMage gegen, dxe Polen übersetzt Ns am Vortgg LM. WKe'rbrmdÄ> tem Mnfprnch haben Mf - zivMsierten Manschen. - % * * . ' - . Natürlich sind mich -.die. Berliner AntisMiten nicht muffig. Denn auch sie brauchen Sündenböcke, dannt sie nicht unter der berechtigten Wut!des Volkes zu leidem; haben. Es ist dieselbe Partei, walche d'enReutschrrätionalÄr- Durchhaltern. bei -mrs entspricht und wcckche durch Hrrm prositgierigen Starrsinn das namenlose Unglück des'-Ärie-r Ms ins Uferlose verlängert hat - und nun auch an 'LR furchtbaren Katastrophe schuldig ist,'die Deutschland durch das Friedensangebot in VersaiMs getrossen hat. Sie wissen garH^tt, daß nicht nur Kaiser Wilhelm vor ein MischensLaalliches Tribunal MstM werden wird, son--; der:: daß auch ferre -vor das Mibunal dss Volkes kommenwerden, auf NrenHurrahMschrei sich die Höfpartei Re-? rief. Und nun sollen Ne JuldeN herhalftm, damit das Gewitter m ihrer Richtung niebergeht. - . M ist gar nicht zu glauftm, mit welchen V erlernnduirgen man gegen die Juden Stinkmung machen möchte. So wurde' 'in einem' FluMatt behauptet, daß das^Bankhaus Bleichröder zur Finanzierung der spartakiftischen- Bewegung eine Million gespmdet habe. Also für die rMfate Feinde der Banken und der Kapitw ' Risten fall ein reicher Bankier/ der sich persönlich bedroht' -fühlen muß. noch freiwilW den Kriegsfands erlegen! Die freisinnigen Berliner Blätter machen sich denn auch weidlich lustig Merdie 'Beschuldigung. Uber 'sie haben - nicht vollkommen recht. Denn 'je größer ein Unsinn ist, der gegen Ne Juden vorMbracht wird, desto bereitwilliger wirder MglaM. Hat das nicht das alberne Märchen vom Rltuäünord und seine Geschichte bewiese::? Die Deutschnationalea Berlins sind also durchaus keine schlechten Menschenkenner, wenn sie an den Blödsinn appellierten. Denn dieser ist fa gerade die beste Stützt' der Judenfeindschast. Auch eine judenreine Truppe sollte'in Berlin Mbildet werden. An vielen Ecken waren Plakate ängeschlägen mit der Aüfforderung an FreÄNiKiL?/ sich'MrsemM Lewäffneten Verband zu melden, in welchen: es wcher Juden, noch Judenstümmlinge, noch Judengeuossen gM. Welchen Zwecken soll nun eine solche' Schutztruppe dienen? Will man aus ihr schwärze oder weiße Banden bilden? Die deutchnational Antisemitischen 'Kriegsgewinner Berlins scheinen einen Teil "ihres Geldes dafür ausgiHAzu E wollen, die Juden mit Gewalttaten zu tbedrohen und jenen Teil des Vaterlandes zu Verteidigen, in dÄN sie ihren 'Raub in Sicherheit gÄvacht-chabe.n -unbtiAitsr-'" hin die Leute ungestört jgusplündern und untersochen wollen. : .;; S S -> $ , Das christlichfaz'ale WendoÄtt W kuMichl 'ein sogenanntes satirisches "BW-gebracht, das' die UebMcchs des Rathauses an' die Sozialdeinokraten mit. der^'Unler-. schrift brachte, daß nun die WArev ldurchl die grMei Zw- Wanderung aus -dem Osten gesiegt hätten. Eine dümmer-e Lüge wurde Wohl selten ausgesprochen. Sind denn am Ende Ne Galizianer, zur Mehrheit in Wien Moorbm und haben sie allein Ne ganze christlichsoMle Sippschaft aus dem Rathaus hinaMgeworfew oder war es , näht vielmehr Ne flammende Errtgüstung weiter Kreise der Bevölkerüng? Die Straßenbahuer. .welche .sonst unter der Hungerpeitsche christlichfazial wählen nmßten, haben diesmal nach dem! Sieg ihrer wirKichen Parteiper Sozialdemokraten, rot sauMputzte Mägen bierkehren lassen'. Das ist nur ein Zeicherrsür viäe Stände. Worauf wollten sich denn Ne M)ristlichfazialen eigentlich berufen, um die Wähler M behalten? Wan hat sie als eine Partei erkannt, deren ganze Verioaltung unter den Paragraph gehört „Vernachlässigung der pflichtgemäßen Obsorge" wenn, nicht untereinen Wimmeren. -Man. erinnert sichiroch -genau m: ihre Hetze ^un: Kriege, an das Wedeln ihrer Redner.lyrbPrM- Wr -.den ffMimfasteni AüKhSpWy.. d^' Volkes,-an ihre eigene Beutemacherei. Die Zu* Wanderung aus den: Ofteln macht einen winzigenPrnchteil