Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 36 (1919)
- Issue
- 19 (16.5.1919)
- Date
- 1919-05-16
- Page
- Seite 279 (sequence 3)
- Language
- German
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M. 1» .,Dr. BiochS Mochenschrrfi Ente Ernstes versucht 'sein, an dem sittlichen Fortschritt in der ^rait pmissee tres-loin. L’industrieet Ie commerce seraient Menschheit zu zweifeln. Denn das Gebot, den Menschen üsrissants. Ov yerraits pen d'attentats contre les perauich im Feinde zu achten, haben christliche Völk«- noch nicht erlernt. Soweit Mofefför Mittel! So spiegelt sich in den Kriegssitten Israels hoch ein Widerschein des Lichtes seiner höheren Stellung in der- Religionsgeschichte. Und wie sehr stimmt das un? leugbare Hinausragen der völkerrechtlichen Sätze und Berichte des Alten Testaments auch mit einem anderen verwandten Zuge zusammen, der am kulturgeschichtlichen Eharakter des althebräischen Schrifttums ebenfalls immer noch zu wenig bekannt und anerkannt ist. Die.Idee einer Universalgeschichte ist zuerst bei den alten Hebräern emporgetaucht und zur Darstellung gebracht worden. - \ Niemals ist dies klarer ausgesprochen worden, als? in der Menarversammlung des Internationalen Ori ent a li st e n k o n g r e s s e s, der zu Hamburg1904 abgetzalten wurde. Es war eine wahrhaft weihevolle Stunde, als damals der geistvolle Adalbert M err (Heidelberg) vor einer gelehrten Zuhörerschlaft, in der wohl alle Kulturnationen des Erdballes vertreten waren, über das Thema „Der Einfluh des Alten Testamentes auf die Bildung und Entwicklung der Universalgeschichte" sprach. Da wies er nach, daß die letzten Voraussetzungen für die Erfassung einer solchen Geschichtsschreibung der Gedanke der E inh e.i t des Menschengeschlechts und die Hoffnung auf dessen einheitliche B ewegung zu einem bestimmten Ziele seien. Ferner zeigte er, daß beide Gedanken in her MHichMschen-Mtt^ und zwar in einer früheren'Zeit, aufgefkammt'seien, als sonst in der menschlichen Geistesgeschichte. Denn was im Schrifttum der Hebräer im ersten Buch Möses erfaßt worden ist, das komme m der Entwicklung, des griechischen Denkens erst in der PsWdpaMotMKen. Schrift „Von-der Welt" zum Bewutztsein und. zur Darstellung. -- Was gegenwärtig die Durchforscher der alten Geschichte aus den frühesten Urkunden der Hebräer herauslesen und als Resultat feststellen — die gleichen Er- »onnes, et cenx contre 1a propriöte seraient rar erneut accompagnös de violence. La richesse augmenterait enormement par l’efiet d’untravail intelligent et regulier* uni ä l’economie. Cette riedesse se repandrait en charitös abondantes. Le clerge n’aurait point de collisions avee l’efcat, ou bien, ce serait seulement sur des objeta seeondaires.--ü y aurait malheureusement des concussions et peu de fermetd chez les fonctionnaires publicsw Les mariages seraient prdcoces, nombreux,f assez generalement respectes; par cons£quent les maux resultant du dösordr» des moeurs seraient rares. Ceci joint L quelques bonnea rögles d’hygiene, rendrait la population, seine et belle. Les naissances seraient nombreuses, et la vie moyenne prolongee. Par .toutes ces causes, la population augmenterait enormement. Ge serait un pen l’etat de la Chine, ayec plus de moralitd, plus d’intelligence, plus de gont, et sans les revoltes et les massacres abominables qui deshonorent le moins cdleste des empires. Auf Grund der Theorie von der Derebung zeigt er dann» daß die Juden als ein altes Kulturvolks in dessen Mitte die moralischen Ideen und die milden Sitten seit Jahrtausenden heimisch waren, die edleren und sanfteren Regungen des Herzens von Geschlecht auf Geschlecht vererbten, während die meisten chistlichen DM ker der Barbarei kaum entwachsen sind, noch im vorigen Jahrhundert willkürlich, roh und grausam sich benommen haben und daher noch einer langen Zeit bedürften, ehe ihre Instinkte sich andern und mildern werden. Die untere drückten Juden wurden geduldig, demütig, sanft und mitleidig und vererbten diese schönen weiblichen Tugenden auf ihre Nachkommen; die christlichen Unterdrücker, die so hartherzig und schonungslos mit den Juden veys fuhren, haben die Härte ihres Charakters gleichfalls als Erbe ihren Kindern hinterlassen, die noch lange cov sich werden bessern müssen, ehe die Folgen des Atavismus verwischt sein werden. ' (Histoire des Sciences et des savants depuis deux S°bnM hat im vprigm JMHuMrt -in Moderner NasiMes snivie d*antres etudes surdeä SBjets seientifi<raes turforscher der Konstgtiermig aller Mchrgenommenen en particulier sinla seleetiou dans 1’espSce lmm.in» Einzelerscheinungen in den Lebensgewohnheiten und sozialen Sitten der spätesten Nachgeborenen zusammen Malt vom die' Akphonso de Land olle, ein berühmter botanischer Schriftsteller in «Paris, teilt in seinem Werke : ,-Geschichte der Wissenschaften und der.Gelehrten" im Namen eines englischen Arztes in London, der Gelegenheit Ijbtte, die unteren Adischen Volksklassen mit christlichen, Mt Matrosen und Irländern zu vergleichen, den Ausspruch mit, daß die ersteren arbeitsam, sanftmütig und. barmherzig untereinander sind, so dah zu wünschen wäre, daß alle.Christen ihnen glichen. Dann er die Hypothese aus, wenn die Erde. Juden bewohnt wäre. Was würde sein? Es gäbe keinen Krieg, Arbeit und Arbeiter, weniger Staatsschulden, und Steuern, Wissenschaften und Künste, besonders die Musik, würden gefördert werden, Industrie und Handel blühen, die Ehen und mit ihnen die guten Sitten zünehmen, die mittlere Lebensdauer sich verlängern. - . - . . Si l’Europe 6tait uniquement peuplee d’Israelites voici le. singulier speetaele qn’elle pretenterait. II n’y aurait plns de guerres, par cönsequent le sens moral ne serait pas si sonvent. froisse, des millions d’hommes ne seraient pas arraches' aux trayaux utiles de tonte espece et l’on verrait diminuer les dettes publiques et les impöts. D’aprds les tendances connnes des Israelites, la culture des Sciences, des lettres, des arts, surtout de la musique ’esp^ce Geneve, Bäle, Lyon 1873 p. 402—408.) Das sagt kein jüdischer, sondern ein französischer Gelehrter, der freilich die 'Höhe der nationalistischen Kultur von heute nicht ersaht hat. <£b Dom Jahrmarkt des Lebens. Klossen zur Jagesgefchichte. Der Frieden erfüllt die kühnsten Träume der Polen. Sie haben wirklich! nichts dafür getan. Ms der Krieg begann,, flammte in ihnen durchaus nicht die alte Em» pörurrg gegen den Zarismus auf, der sie seit Jahrhun-» derten MLreten hatte, sie erhoben sich aber auch ckichö igegen Preußen, dem sie in Posen so lange Widerstand «geleistet hatten. Ern. Teil .von ihnen kämpfte auf der russischen Seite, ein anderer herzlich schlecht auf seiten der Mittelmächte. Irr allen Ländern, hüben und drüben, wurden polnische LejMnchen auMstM, die vorHKM in den Krieg eingriffe^r und weitauÄ mehr TäWW ans her ReAiametrvmmel entfalteten als mit den WaHerr. Aber auch ihre Politiker spielten eine' ähnlicher NoM- Sie inspirierten und intrigierten bei allen Regierungen gleichzeitigsie fchDen hin und her, versicherten.fed^r-i mann ihrer Treue und Unterstützung und schauten sich gleichzeitig und unablässig nach dem Meistbietenden u^ den sie schließlich in best iEntente faniden, worauf auM prompt ihr rasther Verrat der ßÄrtteLmiWte erfohste.