Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 36 (1919)
- Issue
- 18 (9.5.1919)
- Date
- 1919-05-09
- Page
- Seite 265 (sequence 5)
- Language
- German
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,Kr. NMA W-chenME" » OE»rsr „Tentsche Irene" «nd „Mische Trene" fit der gegenMiirtigen Met des deutsche« Usikes in KSHmen. 'Dieutschböhmen droht ' unter LscHecho^flowakische Herrschaft p Mangen, von DieutsMand uM. DeutschösterreM Mgeschnitten zu werben- Freiheit und Selbständigkeit %u verlieren. Däßes dann füg die Duner den deutschen CharEer nicht wird 'behalten können,' weiun es ein Menschenalter unter tschiecho-slowakischer Herrschaft verbleiben wird — kehren Beispiele anderer deutscher Volkssplitter, die unter Fremdherrschaft Mangt sind. Tie 'Erkenntnis dieser Gefahr hat in den StjäidteN und Mauen Dieutschhöhmens auch! die Einsicht greift, daß das Unglück des deutschböhmischen VolksstamNies seit je die traurige . Uneinigkeit kbildete und (tzs jeKt angesichts der Trostlosigkeit der Luge nach dem Zusamt? menbruch des Deutschen Meiches aN der ^it ist, an die Wiederherstellung! der -EmigNeit $u denken. Dft: Ueberzeugung hat sich durchgerungen, daß nur EiuiLkeit Helfen könnie, . uvd demzukokM alle,Mrleieu.; nnd Fraktionen abzntreten haben und nur eine einzige,' freisinnige, bürgerliche Partei «die Führung iüberirehmen miüsse, nM noch M retten, was zu ivettchr sei. Von ReWenberä ging dieser Medanke aus: zur Wahrung, der völkischen, politischen," Klturellen und wirtschaftli-; chen Wohlfahrt der Deutschen in BöhmeU, alle deutschgesinnten Bewohner zu einer deutschbohmischen Dinhe its pa r tei zusamm-enzuschließen. Am .Sonntag, den - 6. ,April d. I- 10 Uhr vormittags, sollte diese neue Partei in der Reichenberger Turnhalle ihre erste Zu-» saMmienkunst Malten. Die „Reicheüberger Zeitung", zu deren'Lesern' ich seit ^m Jahre 1864 gehöre, brachte einenAufruf: „KomMt aM 6. 'April! Vom Braune Mer"Ländchen Vis! zürn Böhmerwald nur ein Ziel l— die Di n igke it! BKr!^e r!, Nr April soll ein Reichen der ger Rütli werdm; „Wir wollen sein ein einzig Wolk vosir 'Brüdern, ftr keinerNot uns trenn eü und Gefahr usw." So war es gedacht! lEs zeigte sich jedoch, daß'selbst in dieser Zeit der höchsten Not bei den IPa^ntdeutschen der Partei-geU und die Selbstsucht der Führer unWeich starker ist als! die Liehe pt deutschen Volte, dM in seiner Not HW gebracht werden soll. Die erste Vorbesprechung tagte inr Hotel National zu Reichenberg, Samstag, dein 29. Mätz> in Anwesenheit von „Führern" der StWe Reichenberg, Morchenstern, Tannwald, Kratzau, Friedland, Neustadt ü. T-na. m.'Die HarchtveMmvAung fand den darauffolgenden Tag Und eine solche gleichzeitig! in Trautenaw statt. Allein bas Resultat der Beratung waren allgemeine Mrundsätze in! 18 Punkten, Deren letzter lautete: „Die Ju.den sind als ein eigenes Volk a.nzus'ehe'U, w i e s i e es in ihrer Kd erwiesen d em Mehr < heit selb st verlangen. Daraus ergibt sich folge- ,richtig unsere SMung zum Wischen Volke." Mit an-, deren Worten, .die Wischen Deutschen Böhmens, die Kr - das Deutschtum tritt. ^Jahrhundert HWurch die schwersten Kämpfe bestanden, die höchsten Opfsr gebracht' had'en, werden einfach vor die Türe gesetzt und anstatt E i n igke i t wurde Zwietracht proklamiert. Welche Leistungen haben die Patentdeutschen auf^ zuweisen gegenüber. den Opferst Und der treuen Stand-« Hastigkeit der Khischen Deutschen Böhmens? Was hat die herostratische Tat-des EZÄlenLZerrn Ar ad e — der in feiner VaterstaNden Mlaub'etHwist nach Luegers Vorbild ingUgurierte und hiedurch die Bürgerunion zerstörte —- der StM Michenberg.oder dem. Lande W Nutzen oder Vorteile gebracht- Dort kmder' Neisse spricht niemchld -mehr von Krade, dem' späteren Bank- Münder, - der wie alle ^.t en t scheu" VplkstrP.unÄr> nachdem er zu Rang, MM und Reichtum tzeangk war» das Rückgrat verloren und die Demokratie in die Taschek gesteckt. 'Ein 'ganz anderer Mann war jedoch der Jude Alois N e um an n, der _sich vor den Mächtigen nicht duckte und jedem die Wahrheit im! Interesse des deutschen Volkes in Böhmen sagte und mancher Staats-» minister, btt Reichenberg mit seinem Besuche beglückte» verließ oft früher, als dies programmäßig stKuliert war» hie Stadt da der Herr Präsident ihm mit kerniWn deud» scheu Worten aufwartete, die zu hören er nicht gewohnt War. Ja das war kein Streber, fonNrn ein Patriot, vooi dem m(an noch immer mit Hochachtung spricht und den maN nicht vergessen hat. Der Jude Alois Nenmann. währte M jeder Zeit Wische Treue zum deutschen Volke. Wie dagegen benahmen sich jene,-Erwählten" 'des deutschböhmischen Volkes, die immer auf die Juden schimpfen und einen Maffenhochmnt zur Schau tragein- Während 'der KrieMauer/igeWrÄn sie zu den Propheten des Siegftiedens, zu den Streitern Wr Annexionen im Süden, Ssten und Westen, die Durchhalter um jeden Preis, ihre Blätter, mit dem Mold der .Schwerindustrie bestochen, beschimpfen jeden, ob hoch oder nieder, dev öffentlich wagte, ein Wort Kr den Verständigungsfrivden zu sprechen. Mroße Patrioten — PatÄltteutsche —- solange es Mt ging, die aber das Volk, das Le in diel 'verzweifelte Lage hineingehetzt hicKen, fofort verließen, aV die Situation kritisch zu werden begann. Nun büßt die arme Bevölkerung Ne Sünden dieser falschen Propheten. Wie man jetzt Mer diese Herrschaß» len denkt, bekundet eine Nottz^ der „MeicheMerger ZM timg" vom 22. April d. I. : „Mesignation des Landesrates Franz Schreit er.' „Das bisherige Mitglied der Liandesregierung Franz Sch re ite r hat der Landesregierung angezeigt, daß er seine Stelle als Lapdesrat'für Dieutschböhmen niederlege. — Der Leser' wird sich fragen: Landesrab Schreiter? Was ist denn das für ein Mrt — Lalchesrat- Ein Landesrat müßte sich doch um' das Land kün^ mern, das Mn Lum Landesrat einLesetzt hat. Hört jemand etwas vonden Landesräten Und ihrer Wirk» Ismfeit? Weiß jemand zu Melden, was dieser Landes^ rat bisher Man hat und was er weiter zu tun! gedenkt? Der Landesrat müßte doch eigentlich die Führung des deutschböhmischen Volkes m die Hand nehmen, Hem Volke , in >aN den groKen Fragen des Tages dis Richtung weisen. Wer find Nun Ne ,-Landesräte" uM wo sind sie? Wo sind denn die MaUl- und Phrasen-i Helden, die vor 'dem Kriege das!große Wort führten- Einige von ihnen haben wohlweislich nicht mehr die Absicht, ins politische Leben zurüch^ukehren. Sie find, wre Pacher, Rotier, Steinwender usw., unter die e l bstv er so r?ger" Mangen und noch manches andern wird das'Volk nicht mehr rufen. Die Zeiten, sindvorbei, in der man mit schönen VerspreMmgen dicL Wähler einfing.. Jetzt heißt es dem Volk Ne Wah.r^ heit zu sagen und statt mit 'Schlagworten Ne Menge zu täuschen, ehrliche - Arbeit für das Volk m leisten." Anders aber djäs Verhalten der Reichenberger Indem Ne sich seit einem "Jahrhundert zum' ^deutschen Volk Zählen^ für das Deutschtum seit je in vorderster Reihe des Kampfes standen utUd nuln den Dank dafür von den ~ KatentteutschM eine öffentliche Wsage erhielten. Wävm sie schlau nnd „praktisch", wie Ne „Selbstversorger", so würden sie Lch vom Dmrtschtnm Mehren und daMr diet- Gunst der mächtigen Herrscher in Mag und in MM . Eintauschen. Leider sind Ne Juden nicht so praktisch und sie bewähren ihre jüdische Treue bem deutschen Volke in Zeit Nr Not. Die „ReichmGerger Zeitung" vom 5. April. pstbWerte eine Erklärung, von.384 wahlbs» rechtigten Juden Unterfertigt, in der es v- ^r. MM: „erklären wir unterzeiGreten, m.NiWMeM undZhn-