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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1919-04-11 · 15 (11.4.1919) · p. Seite 218

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
36 (1919)
Issue
15 (11.4.1919)
Date
1919-04-11
Page
Seite 218 (sequence 10)
Language
German
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Seite L34 Dl. BWH's Wvchenjchrist MihrfsWe emen tzützulMdM Nachdruck legt, MraG WAGenMetzt ist. M<H '-ZaMM,'BöMurfr' -SpGöMs' MsW fer FatzlÜchMs^ wie aW die Wibnizsche ML- MöPhW WerhaM jede auf rationalistischer Grundlage rMeM notchMdig beim MMWtzrs entzMw müsse-,,! Weist Herdep zuonck. Vchr Hem' Hort,.Fatalfsw.üs" an Ich MiliM, will er sich, niM Wecken lchW will es gelten lafsenU in Lein SWe, "tößfer unS#iit allem WeltgaV schehen kein ,Mndes", sondern ein ^,sehenW" Schick- M, Hrjne andere, M die „göttliche", die „lichtvolle dsAkeW Notwendigkeit" walte. — Die VerMMzungi der kausalen und finalen Weltbetrachtung Lei Herder wird tzßex'''hMKrr. ' ' . - „TÄ weiteren will Herder auch von Jacobis Be^ haupümg, Hnnjozas PWosoWe weise gemeinsame ZAge» Mt depMigen der Kabhala auf, Mit Recht nichts wissen. .Gpinoza ist hitpfetyc W Wn ein,,Mttipode berKaWala" Hnn seine AWdrncksweise ist. vyn aller Bildlichkeit^ Me in Gr ktchhalistischM WGosoMe eine große Rolle spielttz srei. wie auch ja die Vorstellung der Enranatiow hei chm nicht zn suchen ist. Die hiÄiche ^usdrUcks- WÄse Mießt Mr Herdm den GkchpopomochhisMus oder ' Mm MinGsten die Gefahr des AyHroPVmorphisMüs! in sich, undgerade auchi deswMn schätzt er Spinoza so hoch, weil dieser jeMoÄe Vermenschlichung Gottes vermiet. l; "; „Wr Enso unrichtig, wie die Meinung, Spinozas System sei Hth^ssminsx HW Herder diejenige, welche es Äs PantheWms' hMichnet- Er legt, wie schon früher erwDnt wurd^ in'das Hort „PanWismus" deir Sinn MWr vollständigen VerseMgung Gottes mit der WÄk, umh' Mar/nicht Mt Gr Welt aM einem leLenhig in sich - Msam'menhiängenhen Ganzes sondern als einer Summe Mn EinMloingÄr. EiMehVch und. immer von neuem verteidigt er Spinoza von dem Vorwurf, daß diese ^rohe Weinhei^ seine Äehre sei. Spinozas Gott äst keineswegs die HMe SuMmealler Einzelmnge, kein „Kollektchname", kein ^ÄWrLes, totes KonWtarmm! der Welt". Gr ist vielmehr der x.UnteiHare", das .„Eins", das ,MtLgste Wesen" und Spinoza wendet alte Mühe nu£ MN darzutn-n, daß GotdB' Wesen unvergleichbar ist -mit all^m WÄÜnesen, ebenso unvergleichbar wie das „durch sWseKst Unendliche" mit der väuMlichHeitlichen End-l losigW. Spinoza ist also weit entfernt, Gott „sein Dasein, sein SLUschMuUseiH", zu ranAn. Auch sein Gott ist vielmehr r.die höchste,'reinste, schönste Individuation". Hier schM sehen, wtztz wie Herder in den spiozistischen Gottesbegriss seinen, eigemm hineindeuLet.. Darin zwar.hat er R^htx dM . Spinozas System Fein Kan-: theismus in jenem! .Sinne istz den er mit dem! MsdMÄ vchLiydet, darin hingegen nicht, daß er Spi-i nozas Gott em SelLMewuhsM zuschreM. Herders SpiripzagM sieht dem Göts, des Unstet Buches der ELM vMhaltnisWLßlig nahe,.' der sich Mit dem ddr jstbrigen. vxer durchausnW deckt." Otto Schall. ÜfflSIpi . fcesf HWsyjMychHs vom! 3> Avril. Die 3 udischn a tipngken verlassen den 'S Ml. Die Sitzumg wegen B e sch lntzunfähi gleit ab- ' ' . gebrochen. Ds-e oUdytlW SihWg des Kultusvorstandes oom hie die HahlreforWvorlage weiteMberaten HaiM wurde vMeiLig abgebrochen. Die Jüdischnatio- Mlen haben den Sctßf verlassen mW dadurch die BG WMnfKgkeit der StzPig^herheLgWU Streid- Mntt, An' dessentwiüen G zu KhDem 'IstonM 'kaM war nicht etwa eine Karteiforderung oder eine Frage von prinzipieller Bedeutung. Bei der Bestimmung über das Reklamationsverfahren nach Auslegung der Wählerlisten beantragte Dr. Hlaschkes, daß in - zweiter In-- stanz nicht das Vertreterkollegmm, sondern ein Wahlausschuß entscheiden soll, der aus Vertrauensmännern glker angemMeten jUarteien bestehen soll. Nachdem der Antrag die erforderliche Majorität nicht erhielt, verlieben die Iüdischnaiionalen die.'Versammlung und die Heratung der Wählresorm' mutzte unterbrochen werden. Nachstehend der Sitzungsbericht: . > UM V^e Uhr eröffnet Vizepräsident HosraL Rappaport die für 5 Uht anberaumte Sitzung und bittet die Herren, sich kurz zu fassen. Ko^merzialrgt Vertreter Simvn referiert namens der MWreföWkomMission. § 9 betrifft formelle Bestimmungen über die MaWeitung und die Anlegung der Wählerlisten.. Dr. Ml aschkes beantragt Vervielfältigung^ der Wählerlisten, uM sie in jedem Bezirk auslegen gu können und die Einsichtnahme zu erleichtern. Dieser Zusatz, wird mit Einschaltung des Wortes „womöglich" nach kurzer Debatte angenommen. Das ReklaMationsv erfahr en. § 10 regelt das Reklamationsverfahren. Ueber Reklamationen entscheidet m erster Instanz das Mäsidium, in zweiter Instanz das VettveLerkoklegium. Dr. iP.laschkes beantragt die Abänderung, daß die Berufung nicht an. das Vertreterkollegmm, sondern an den Wahlausschuß geht, welcher sich aus je zwei BUtrauensyMneM jeder in den Wahlkampf'ein? tretenden Partei zusaMmensetzt. Im letzten 'Absatz des Paragraphen beantragt. Redner die Zulassung von Reklamationen bis drei Tage vor der Wahl (statt acht Tage). Dr. rPl a schk es begründet diese Anträge und verweist insbesondere auf den bei anderen Wahlen üblichen Vorgang. Dr. MappenheiM spricht sich gegen diesen Antrag aus, weil er nicht rechtzeitig vorgebracht worden sei, insbesondere picht bei der^ Ausarbeitung des Entwurfes der Kommission Vorgelegen hat, so daß nicht Gelegenheit war, die Materie eingehend zu studieren. 'Dr. Mlaschk.es: Die Spezialdebatte ist. doch dcozu da, daß Abänderungsanträge gestellt werden können. Die Sache ist übrigens ganz einfach und bedarf keines Studiümis. Redner erläutdrt nochmals den <Smn seines Antrages^ - Dr. Ehrlich beaatrhgt W den Fakt, der Ablehnung' des Antrages Mafchkes, daß dem "Vertreterkollegium bei Entscheidung über Reklamationen je Lwei- Vertrauensmänner aller Wrteien beizuziehen sind. Dr. Molka k weist darauf hin, daß der Kultus- . Vorstand verpflichtet ist, in Wahlfragen jeden .Schern der Marteilichkeit zu vermeiden. .Die Wählerschaft hat kein blindes Vertrauen zuM Vertceterkollegium. Dr.! MaPPenheiM meint, daß das Vertreterkollegium als „amtliche" .Instanz das einzige objektive Forum fei, die Mrteienvertreter würden die Reklamation zu Barteifragen machen. . - Dr. Wlaf-chkes bezweifelt diese Qualifikation des Vertreterkollegiums und vMweist darauf, daß die von Dr. Mappe nh e i m Äs widersinnig Lezeichnete Insti-- . tütion sich aMemein bewährt, hat, ' 7 . Dr. Auerbach: Wenn Dr. MappenheiM. schon a^ ArgumW bringt daß. er^ nW präpariert ist, so g-cht Graus Herchor, d.aß er . keinW MriLoriWU^ SiNMnd'/HM. Die MeÄMWonM. gehöreri..nW in^ die Kompetenz des .Vorstandes, sondern sind ein Interesse der OeffentlWeit.

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