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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1919-04-04 · 14 (4.4.1919) · p. Seite 202

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
36 (1919)
Issue
14 (4.4.1919)
Date
1919-04-04
Page
Seite 202 (sequence 10)
Language
German
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- fjfct Mm es vergessen, -wie sich die Kehrer .selbst dagegen 'gewehrt hatten, als Man Wien zumUten wollte, sich vop ihresgleichen Ohren und letten zu lassen? Da hat . -es von den geharnischesten 'Protesten nur geprasselt und der See ist nicht 'Mher;p Ruhe gekommen, Vis er fern Opfer verWungen hatte. Wenn aber hier immer .wirrer, nnL auch auf KMet mLr '.nähershchyGen' Seite istbies geschehendarWer igÄlagt wird, daß e§ die jüdi- . schen Mtern und Wxe jKnÄer an der notigen M.ertschätzungj ..Mischer,rILMgÄHlichper fehlen lassenso muß ich.wie schon so. ost, neüerdüW Hem ^wwersprechen. AN der ungleichen Behandlung Zwischen weltlichen L-ehrem und '. die ehedem hei der Auslese und Q^ualisizierung des iVehrLLMatMiales' eingecisien waren. Ätan /. muß sich gegenwärtig, halten, was hier gesündigt wurde. Heute ist dies anders; Heute ist dies besser gÄvordm: . Hute haben wir ein vollwertiges hochstehendes Geschlecht von lLrhrern, die church Wissen, Kenntnis und pädagogisches Geschick den Vergleich mtt den weltlichen Jugendb'Dnern aüfnehmen, -die in -ansehnlichen Organisationen, in wundervoller publizistischer Propaganda ihren , Stand heben und stärken, Bestrebungen und Zieles jbie in unserem Kreise Men -Syuchathim und vollem Der-- stänonis begegnen. , Zum .Schulffe aber noch eines: Einen Herrn Redner ' der Gegenseite h^rt sss Mfätten, einen unserer Vesten Äudenpolttiker ohne berähtigten Anlaß mtt hämischen, schmÄenden Worten in hie "D ebatte zu ziehen. Das ' darf nicht ohne Wwehr bleiben, (Redner wird wiederholt von -dem Präsidenten unterbrochen, -der aber, ntit erhobener Stimine fortfahrend, ünter/dem Heisall Hö Wch'rh'ett Qusruft:) Wer weiß, ob Ihnen, Herr Nationalrat, an p£r Neige oinW MnAn Mbetts jene Berehrung und ,.: DanWarkett wird gezollt werden, die dieser „I ü di sch e Kaufmann" urch Träger des liberalen Gedankens in , unseren .Herzensich gesichert hat! Dir. MrÄP.oL'kar Derliest'WrMf ein M den Mlius- . Vorstand gerHtetKMenchra.rchnrnl hdrMWner, aus dem " hervorgeht, daß die- Rckbbiner selbst den Wahlrechtsräub ols schwere KrärMng empfinden, trotzdem die Herr«: '' Kauders und Konsorten eschnen aus „Respekt" verweigern. . . Hofrat L o w n e r erklärt, lmtz er der Argumentation Strickers vMiyMtlich zustrmMt, w as. Lehrer und 'Be-- . amten betriW. Die jBed enken P a p pen He ims seien demgegenüber unbedeutend. Er HMiesfür UndeMokratisch upd ungerecht, weim Lchirer und Beamte ausgeschlossen ' werden. Dagegen spricht er sich gegen die Wählbarkeit der Rabbiner aus, weil durch ein Kerabsheigen in die - Arena hes pplttischen Kampfes sie in ihrer Standes- . >würde beeinträchtigt werden.. . Hierauf wird zur WstimmUng geschritten. Ein An- . trag Pl a schkes aus namentliche WstünMuna wird - sodann wird der § 8 in der .Fassung .des Ausschusses , sowie der Zusatz an trag - Dr. PappeuHeims angenommen.. M sind sonach . alle RcMyrer, Kultusfunktionäre, .Beamten und Diener der Gemeinde von der Wählbarkeit ausgeschlossen. Sodann, wird die Sitzung vertagt. MnarsitzUns des KMnsVorsL-andes. 2m der wmW. März d. I. unter dem Borsitz des - ^«fften . Viz^rafidenten Hofrat Dr. Rappaport statt- . gefundenen Plenarsitzung würde eine wesentliche Verbesserung .der Persorgungsansprüche der Beamten der israel. .Kuttusgsnemdie. Wien beschlossen: wetters wurden an. .. /Dsamte und' Diener übliche RLmunerationen bewilligt. Die mtt Kriegsende zurückgekehrten Angestellten erhielten ohne Unterschied ihres Ranges. einen autzerordentlickM Heimtehrerbeitrag von je 400 K. -;; Nach Behandlung, weiterer Personalängelegenh eiten wurden Subyentionen an folgende Vereine bewilligt: An den Ersten Wiener Jüdischen Turnverein, den Jüdischen Turnverein in Funkhaus, deü Jüdischen Turnverein Favoriten, den Turnverein „Massada", den Verein Jüdischer Hörer an der . (Hochschule -für - Bodenkultur, den Jüdischl-akademisch-lechnffchen Verband, die Akademische Verbindung „Libanonia", die - Wiener Zionistische Vereinigung, den Verband Jüdischer Hochschüler „Theologia", den Verband für hebräische Sprache und Kultur, die Schülerlade der Staatsrealschule im 9. Bezttke, die Schülerlade des Rainergymnasiums im 2. Bezirk, den Verein „Atheneum" weiblicher. Bildung, den ^Jüdischen Schulverein, im 10. Bezirk, die Videlschule des TöMpelvereines.Wieden-Margareten, die Talmud-Thoraschule, 2. Bezirk, MaHgasse 16. ' - Nach Erledigung. einer großen. Anzahl' von Stiftungsangelegenheiten und einer außerordentlichen Aufnahme in das Versorgungshaus wurde die Sitzung geschloffen. ' ' Verbesserung Mx Mrsstsmmsar^prüjche der Beamten der .. ^WsWNleWe?Wie»." Wie an anderer Stelle berichtet wird, beschäftigte sich der Kultusvorstand in der Plenarsitzung vom 30. Marz d. I. mtt den: Pensionsnormale der Beamten, welches in seinen wichtigsten Bestimmungen wesentlich verbessert wurde. Hiedurch gelangte ein -längst gehegter- Wunsch der BeaMtenschast< zur -Erfüllüng. r Das gellende Pensionsnormale stand seit dem Jahre -1684 in Kraft und -wurde in,, den Jahren 1891, 1892, 1893 und 1907 novelliert. .. Das Referat erstattete das VorsLandsmitglieb Hofrat Siegfried G e x stm a n n, der.in eingehender Weise über die durch das 'Sekretariat yorgebrachten Wünsche der Beamtenschaft berichtete'ünd die angeführten Hostulate als gerechtfertigt anerkannte/. > / / ~ Aeber einstimmigen Antrag des Vertreterkollegiums, in welchem ebenfalls Herr Hofrat Gerstmann. als Referent fungierte, wurden folgende Aenderungen beschlossen : 1. Herabsetzung der 40 jährigen « Dienstzeit auf 35 Jahre. A -;;'-. 2. Einbeziehung des Quartiergeldes und. der .Personahulagen in die "Bemessungsgrundlage. '3. Erhöhung der Witwenpension von 33Vs Prozent auf 40 Prozent der für die Pensionsbemessung anrechenbaren .Bezüge' des verstorbenen Ehegatten. ' 4 4. Systemisi,erung der Erziehüngsbeiträge für väterlicherseits verwaiste Kinder mit 6 Prozent der Bemessungsgrundlage mit der Einschränkung, daß die ErziehAngsbetträge der Kinder und die Pension der Mutter zusammen 80 Prozent der anrechenbaren Bchüge nicht überschreiten dürfen. Bisher blieb, insolange die Mutter lebte, die Bewilligung der Erziehungsbeiträge. für die Kinder dem Ermessen des Vorstandes anheimgestellt. ,5. Bemessung der Erziehungsbeiträge für doppelt verwaiste Kinder mit 10 Prozent der Bemessungsgrundlage (unverändert), jedoch Mit. her Bestimmung, daß der Mindesterziehungsbeitrag 500 K. betragen.Muß;/das Minimum aller Erziehüngsbeiträge zusammen darf 50 Prozent der anrechenbaren Bezüge nicht überschreiten.;;\ 6. Die Erziehuugsoeittäge werden von nun ab nicht bis züur volkendetm 18., fondexn bis zum vollendeten 21. Lebensjahre tzewUigt, tnfofern < keine anderweitige lVersorgung des betreffenden Kindes eiNgetreten ist. ,

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